Hameg HM7042-2

Nov 19, 2019 Last reply: 6 years ago 17 Replies
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Moin,



hat jemand oben genanntes Dreifachnetzteil in Gebrauch? Schaltplan gibt es vermutlich nicht. Ich habe ein defektes in Reparatur und kämpfe mit einigen Merkwürdigkeiten. Ausgang 1 0-32V und 2 2,7-5,5V funktionierten, am Ausgang 3



0-32V war der Längstransistor TIP33 durchlegiert und die Strommeßwiderstände abgeraucht, der Vorbesitzer hatte die Wicklung hierfür abgeklemmt. Beide Bauteile ersetzt. Funktioniert "fast". Besonders eine sonderlichkeit würde ich gerne gegengetestet haben:

Ausgang 1 oder 3: Glühlampe 12V 5W als Verbraucher, Spannungsregelung auf 12V, Stromregelung aktiv auf 0, Ausgänge eingeschaltet. Drehe ich schnell den Strom von 0 auf, so überschiesst die Spannung den 12V-Wert deutlich. Die Spannungsregelung scheint da viel zu langsam gegenzusteuern beim Umschalten vom CC- in den CV-Betrieb.



Bernd


Nun ist eine Glühlampe auch fies instationär...

Das 7042-2 hier zeigt vergleichbares Verhalten... wenn ich dem Tek 2025 trauen kann irgendwas zwischen 2 und 3 V bei einer 5W- Halogenbirne. Mit einem Dale 12 Ohm-50 W aber auch. Auch wenn man von 8 V schnell hochregelt.

Olaf

Am 19.11.2019 um 17:30 schrieb Olaf Schultz:

Naja, für irgendwas sollten Strom- und Spannungsregelung ja eigentlich gut sein. Andere Netzteile können es ja auch, u.A. ein hier laufendes kleines Labor-NT 0-15V, 0-1,5A von Schaffer.

Aha, dann ist das Ding wirklich so mies... Danke für den Test, ich suche weiter nach den anderen Problemen. U.a. schiesst der abgebrannte Kanal 3 auch beim Zuschalten per Relais über, das tut der Kanal 1 nicht, irgendwo wird da eine Störgröße aufgeschaltet.

Ausserdem werde ich noch dynamische Lasten testen, Funktionsgenerator, MosFET und Widerling sollten für eine Abschätzung reichen.

Bernd

Achso: PS 2403 D (Conrad) und Agilent 66332A hier reagieren scharfkantig und knackig ohne Überschwinger. Bei letzterm wäre das auch ein Armutszeugnis erster Güte;-)

Olaf, manno, mach mir mein 7042 nicht madig. Es ist leise und bisher zuverlässig.

Am 19.11.2019 um 17:09 schrieb Bernd Laengerich:

wir haben ein ganzes Labor voll Hameg-Müll - ich komme aber in nächster Zeit nicht dazu, was zu messen. Wenn es bis zum Jahresende Zeit hat, dann kann ich da mal rangehen...

Wenn es Müll ist - warum wurde Müll angeschafft?

Das müßtest Du den oder diejenigen fragen, die für die Beschaffung verantwortlich waren.

Am 19.11.2019 um 18:58 schrieb Eric Bruecklmeier:

Ich glaube ich habe mit Olaf schon einen passenden Sparrings-Partner, Danke für das Angebot. Ich wundere mich ein wenig, die Hameg-Geräte waren mir bisher nicht als besonders hochwertig, aber als brauchbar in Erinnerung.

Bernd

Am 19.11.2019 um 18:54 schrieb Olaf Schultz:

Will ich gar nicht, ich wollte das eigentlich flott machen und dann auch gebrauchen, bevor es im Schrottcontainer landet. Andererseits wäre es etwas doof, wenn man eine Schaltung bearbeitet, einen kurzen drin macht und dann der Überschwinger von mehreren Volt danach die Schaltung platt macht.

Bernd

Als Hobbyist finde ich die Hameg nicht schlecht. Gebraucht waren die leistbar und robust. Damals gab es Service (das 8011 war mal "zuhause"). Das hatte ich auch schon mal bei einem GMC29s, so what.

-Bis auf kaum wahrnehmbaren Trafobrumm leise (hab den Lüfter die letzen

18a wohl zweimal anbekommen)... ein Segen gegen die Agilent 66332A und 6634 und E3640A hier.

-Ausschalter vorne (Gegen Conrad PS 2403D und andere der Serie hinten)

-Gute und angenehm ablesbare Anzeige mit ausreichender Genauigkeit für den hier benötigten Bereich.

-Schnell gut einstellbar.

Habe aber auch nur die Anleitung und keinen Schaltplan.

Olaf

Am 19.11.2019 um 21:48 schrieb Olaf Schultz:

Die Anleitung fürs 7042-2 bekommt man immer noch bei R&S im Archiv geladen. Aber da ist kein Plan dabei. Früher hatten alle Hamegs einen Plan dabei, später nicht mehr.

Ich habe schon angefangen den Plan der Längsregler mit Treiber herauszuzeichnen. Lustigerweise sind die beiden 0-32V-Kanäle

*unterschiedlich* aufgebaut, der Kanal 1 hat vor dem TIP33 noch einen FET BUZ-irgendwas zur Vorregelung, bei Kanal 3 kommt die volle Spannung vom Siebelko auf den TIP33.

Bernd

Hameg verwendete Standardbauteile. Bei Reparatur nicht zu unterschätzen. Wer Hameg mit den edlen Luxusschmieden vergleicht sollte mal den Preisunterschied beachten. Hameg konnte man sich als Bastler noch leisten alles andere waren nur Träume.

Am 19.11.2019 um 21:30 schrieb Bernd Laengerich:

Ich nehme Hameg als völlig überteuert und in einigen Bereichen als durchaus unbrauchbar war. Mir käme sowas nicht ins Labor.

Am 20.11.2019 um 08:25 schrieb Eric Bruecklmeier:

Die alten Oszis im Hochkantformat waren Gebrauchskartoffeln, die Einschubserie wird meines Erachtens nur deshalb (auch gebraucht) so gehandelt weil der Krempel an Schulen und Berufsschulen rumsteht. "Hatten wir schon in der Berufsschule"...

Mir sind die TM500 lieber :-)

Butzo

Ja.

So ein Verhalten ist für mich ein KO-Kriterium bei einem Labornetzteil - die Regelung darf auch bei kritischer Last die eingestellten Grenzen nicht überschreiten.

In der Firma haben wir so ein Billig-Netzteil von Reichelt (Korad KA-3005?), das macht das auch. Der Kollege, der das angeschafft hat, war begeistert davon, daß das Teil per USB programmierbar ist ... mir kommt sowas nicht auf den Labortisch.

Wir haben mehrere TTI, aus verschiedenen Serien, die sauber regeln.

Hier: EA PS-3023S: regelt sauber. Uralt-Technik mit LM723, nicht klein zu kriegen.

LT DC2132A: dito. Nicht so günstig, aber superschnelle, stabile Regelung auch mit kleiner Ausgangskapazität.

Hameg 8040: kann nur 400mA, regelt aber auch sauber - sie können als also ;-)

Conrad PS-303D: regelt im Betrieb sauber, macht aber beim Einschalten

*manchmal* einen deutlichen Überschwinger (1-2V) über die eingestellte Spannung hinaus -> auch nur für's Grobe brauchbar, steht als Reserve 'rum.

cu Michael

Am 22.11.2019 um 17:31 schrieb Michael Schwingen:

Sehe ich auch so. Einzig Rückspeisung lasse ich gelten, Netzteile die auch diesen Quadranten abdecken sind deutlich teurer.

Ich habe immer noch die Hoffnung, irgendein Fehler ist dafür verantwortlich (schliesslich sollte es auch gar nicht _soo_ einfach sein den Längstransistor zu töten), aber Olafs Vergleichsmessung war da erstmal eine Ernüchterung.

Bernd

Eben nochmal probiert: Beide äußeren Zweige reagieren so mit den Überschwingern... der innere

5.x V ist sauber... sie können es also auch beim 7042... aber halt nur in der Mitte... links- und rechtsaußen ist halt nicht gut ... ähm... nicht nur hier

Olaf

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