GPIO Eingang bei langer Leitung schuetzen

Feb 10, 2020 Last reply: 6 years ago 702 Replies

Thomas Prufer schrieb:

Genau, das meinte ich. Bei den Mini-Experimenten bei den elektrischen Maschinen kann man eigentlich nichts kaputt machen, da man oftmals nur einen Knopf drücken muss. Hm, ja, oft ist der Knopf kaputt; da es aber Ticketautomaten gibt, die besoffene Fussball-"Fans" überleben, betrachte ich das Problem als prinzipiell gelöst.

Holy s*it.

Es war durchaus ein Problem mit der lockeren Schraube, allerdings woanders. Gibt es keine logische Lösung, gibt es immer eine biologische.

Extrem ganz wichtig ist dabei, dass man ja nicht mal selber andere Ausstellungen besucht, bei denen das Problem schon gelöst wurde. Nienichtnimmer. Not invented here.

Das ist mir auch quer gekommen. Aber Hauptsache es hat einen pompösen Museums-Wanderpreis bekommen.

Sieghard Schicktanz schrieb:

Am liebsten würde man selber anpacken mit reparieren...

Bei Museen und Ausstellungen kommt es vor, dass ich mich stärker für die Ausstellungsmethodik selber interessiere als für das, was eigentlich präsentiert wird. Das liegt vielleicht daran, dass mir Schulbesuche von Museen als Strafexpeditionen in Erinnerung geblieben sind. Sind wir tatsächlich mal in ein interessantes Museum gegangen, mussten wir durch alle spannenden Säle durch und wurden dann vor was langweiligem geparkt und eine Stunde lang zugetextet.

Aber ich bin immer wieder überrascht über neue Ansätze der Präsentation. Gelegentlich wurde auch schon der Unterschied zwischen Museum und Sammlung erkannt.

Hm, wir waren dieses Frühjahr im beginnenden Corona-Shutdownin drin... hat leider nur für 2 Tage im Haupthaus gereicht.

Zuletzt war ich IIRC 1998 drin... vor der Auslagerung auf Theresienhöhe und Schleißheim...

Negativ:

-Das Focaultsche Pendel hab ich nicht mehr gefunden/Turm nicht mehr zugänglich?

-Druckgußvorführung: Nur bei >4 Nasen Puplikum...

-Umweltschutz/Thermosolar etc. im Keller unter den Schiffen: Leicht angestaubt würde ich sagen...

-In den Metallen einige Videostände noch mit Schwarz-Weiß-CRT... teilweise defekt. Die Filme gehen... aber im Zeitalter von LWL (NRW)-Filmen (auf CD oder Youtube) gibt es da didaktisch sehr gute Alternativen.

Ich frag mich, in welchen Zeitabständen die Ausstellungen durchforstet werden? Weniger als 5 oder 10 Jahre scheinen es nicht zu sein.

Neutral:

-Die Starkstromvorführung ist IIRC noch so wie anno dunnemals ;-)

Positiv:

-Der Flugsimulator von der Didaktik/Erklärung/Szenarien echt gut

-Die Mathematik/Rechner/Geovermessung gab es damals noch nicht oder ich hatte die nie gefunden...

Was die Vor-/Führungen angeht: Leider häufig Zeitgleich, so daß man nur ein paar wenige am Tag mitnehmen kann... gut ansonsten ist Jogging angesagt und mehr Leute wären bei den Vor-/Führungen...

Olaf

PS: Das Magazin für Mitglieder ist gar nicht schlecht, zumindest die eine Ausgabe, die wir bisher erhalten haben.

PPS: Was Vorführungen angeht: Dieselhouse Copenhavn... mit Glück (Zeiten angucken) kriegt man dort auch das Anlassen und Laufenlassen von den "klitzekleinen" Motor mit!

PPPS: Was die sozialen Interaktionen von Technik angeht: Technoseum Mannheim soll da recht gut sein.

Da hatte ich es besser getroffen als Lehrling bei Dürkopp.

Wir wurden mit dem Bus zum VW-Werk Wolfsburg, Kraftwerk Kirchlengern und Stahlwerk Hoesch Dortmund gefahren.

Bei Hoesch wurde uns ein Schmelzofen mit Lichtbogen gezeigt. Etwa 8 m hoch, 15 m lang, Anschluß 25 MW.

Wir wurden in 15-20 m Entfernung zum Ofen geschickt. Dann wurde eine Kontrolltür (etwa 30x40 cm) in der Wand geöffnet. Wir hatten innerhalb von Zehntelsekunden eine heiße Haut aufgrund der immensen Wärmestrahlung vom Lichtbogen her.

Das Thema haben wir ja aktuell in der NG.

In manchen Abteilungen klappt das wohl.

Die Automobile, so sagte mir ein Angestellter, seien prinzipiell alle fahrbereit, denn der Abteilungsleiter läge darauf wert.

Im Deutschen Museum ist die Physik sagen wir mal, "abgegriffen". Also die Exponate waren schon alt wie ich jung war. Aber: was da noch rumsteht, geht so schnell nicht mehr kaputt, die Frühausfälle sind vorbei, die Schwachstellen neu geschweißt. Und da gibt's halt sehr viele einfache Versuche, die sehr Grundlegendes in Sekunden zeigen, ohne jeden didaktischen Ballast lesen zu müssen: Drehplatte, Geländer rum. Zwei Hanteln mit weichen Gewichten (Wie einen Boxhandschuh voller Sand). Draufstellen, drehen, Gewichte in die Hände. Arme raus, Arme rein, Drehzahl ändert sich. Warum? steht an der Wand. Also erst was zum spüren, notfalls toben, und dann die Info dazu.

Wenn ein Kind keinen Bock hat, oder vier ist, oder sonstwie grad nicht aufnahmefähig, solle es sich drehen bis ihm schlecht wird. Wenn in Physik dann der Erhaltungssatz kommt, erinnert er sich schon wieder dran...

Sag ich ja oben: erst schlecht werden lassen, dann kommt hinterher das Verständnis schneller.

Thomas Prufer

Ich glaub der ist wegen der Sanierung gesperrt. Die haben das Depot im Keller, und durch die Lage in der Museumsinsel inmitten der Isar wollen sie Wassereinbruch in den Keller verhindern, sowohl von unten als auch von oben.

Wobei die älteren Ausstellungen auch ihren Charme haben. Dioramen sind ja nicht mehr zeitgemäß, sind aber Wimmelbilder für Kinder. In einem findet man, so man sich klein macht und genau schaut, einen pinklenden Bauarbeiter, am Rand im Busch. Und ein wandernde Leihgabe einer römische Baustelle, mit allerlei Baumaschinen. Schaut man von unter einem Meter ein, weil neugieriger Erwachsener oder weil Kind, findet man einen öffentlichen Fernsprecher, kein gelber, sondern so einer mit Plexiglashalbkugel aus den 70ern. Easter Egg im Diorama-Wimmelbild:-)

Aber das was kaputt ist, sollte auch mal repariert werden. OK; die Steuerung der Deckel-CNC aus den 70ern ist schwierig, aber die lose Schraube reindrehen ist doch kein Akt. Die haben doch dort Feinmechnikermeister, die könne auch eine obskure Schrauben nachdrehen...

(Die Werkstätten sind allerdings auffällig sauber, auch tagsüber. Kenn ich schon aus anderen öffentlichen Werkstätten: über Arbeitslast klagen, aber wenn *alle* Maschinen gar so auffällig sauber sind...)

Die steht doch unter Denkmalschutz -- auch die Texte, oder? :-)

Die Mitgliedschaft ist eh ein Deal, Jahres-Eintritt für zwei für den Preis von zwei-drei Normalkarten, oder so.

Und geh mal in die Bibliothek gegenüber, da gibt's den Lesesaal. Aktuell Zeitschriften liegen aus, Bandbreite von der Computerbild bis hin zur hektographierten Zeitschrift des Mini-Dampfmaschinen-Lokomotiven-Bauer-Vereins. Publikum ist alles von Akademiker bei der wissenschaftlichen Recherche, über Schüler macht Seminararbiet, bis hin zu Rentner spielt am Rechner Solitaire.

Danke, notiert.

Eine befreundete Lehrerin ist mit "ihrer" Klasse ins Technorama in der Schweiz. Es soll dort sehr schön sein, und interaktiv...

Thomas Prufer

Einen dieser Schalter hat ein Bürokollege von mir entwickelt:-) Demo war Masskrug aus Glas auf dem Schalter zerdeppern. (Kapazitiv, mit Tricks damit der auch funktioniert wenn Schnee dick dranpappt oder Regen drüberläuft, und dann wer mit dem Handschuh drauflangt.)

Allerdings sagte mir der Museums-Mitarbeiter auch, sie hätten auch schon welche mit der Rohrzange erwischt, die rumschrauben. Meist Klassen, da macht sich die Gruppedynamik bemerkbar, einer alleine macht sowas nicht, sagte der.

Von den Mitarbeitern gibts schon mal interessante einblicke: manche sind Beamte, und -- weils Geld knapp ist -- manche Volontäre. Und wennst dann einen Uhrmacher im Ruhestand in der Uhrmacherabteilung erwischt, an einem ruhigen Vormittag, dann kannst echt was lernen. Der freut sich das ihm wer zuhört, und hat halt auch die Ahnung, zumindest von einem Teilbereich, aber dann richtig...

Thomas Prufer

Hallo Helmut,

Du schriebst am Wed, 27 May 2020 21:57:04 +0200:

Und aufgrund der UV-Strahlung, die so ein Lichtbogen in guter Güte abgibt, Strahlungstemperatur an die 10kK.

Meine Oma wohnte anfangs in Münster in der Hammerstraße und ich habe mich immer gefragt, was für ein Hammer das denn sei ;-)

Josef

Und ich wurde verwirrt von:

"Die Lottozahlen: ... Ohne Gewehr."

In Basel habe ich eine Zeit lang an der Feierabendstrasse gelebt.

So ist meine aktuelle Schaltung, die hat jetzt mehrere Wochen und vor allen Dingen den gestrigen Dauerregen gut überstanden:

GND +5V | Spannungsteiler und Schalter | | ----- ------ ____ ----- | *-| 18K |--*--| 10K |--/ S1 ---| 2K2 |------* | ----- | ------ ----- | | | | | | | *---|>|----*--------|>|----------------------* | SD1 | SD2 - Schutzdioden | | | | *---||-----*----- GPIO, Oszi | | 10µ A | | | | B | *---|<|----* | OK1 Optokoppler

(Fototransistorseite des OK nicht gezeichnet)

Der GPIO scheint schon eine Art Hysterese zu haben.

Dennoch möchte ich gerne noch einen Optokoppler OK1 rein machen, den ich oben bereits eingezeichnet habe. Wenn ich allerdings die Brücke zwischen den Punkten A und B einstecke, geht das Potenzial am GPIO um fast 1 V nach oben, was dazu führt dass der GPIO gewaltig anfängt zu prellen (etwa jeder fünfte Impuls wird doppelt erfasst).

Ist die Schaltung richtig oder muss ich die LED im Optokoppler anders beschalten?

Grüße Marc

Ginge vermutlich schon, braucht aber einen Helfer.

Wo müssten die rein?

Grüße Marc

Am 15.06.2020 um 07:42 schrieb Marc Haber:

Eine LED begrenzt das Signal auf 2-3V, je nach Farbe. Da bekommt ein 5V Eingang kein brauchbares Signal mehr. Nimm doch den Ausgang des OK als Signal, mit ordentlich dimensioniertem Strombegrenzungswiderstand am Eingang.

DoDi

2-3V über was? oder unter was? Und welche farbe hat eine LED in einem Optokoppler?

"Ordentlich dimensioniert"?

Geht das etwas konkreter?

Grüße Marc

Es ist eher 1,2V. Hängt natürlich auch ein wenig vom Strom ab. Farbe dürfte im IR Bereich liegen.

Ich würde den Schalter eher nach GND schalten lassen, also anstelle des

18k Widerstandes den Schalter. Und dann in die Verbindungsleitung zu den beiden Schutzdioden bzw. dem GPIO einen Widerstand. Irgendwas zwischen 10k und 100k.

Wenn man das mit Optokoppker machen will, dann den Phototransistor anstelle des Schalters.

Die Anode der LED dann über 330 Ohm an +5V und die Kathode mit dem Schalter nach GND schalten, so dass die LED leuchtet wenn der Schalter geschlossen ist.

Der Phototransistor zieht dann den GPIO nach Low.

Die Zeichnungen waren natürlich falsch.

Das hier ist das wie es funktioniert:

GND +5V | | ------ ____ ----- | | *--| 10K |--/ S1 ---| 2K2 |------* | | ------ ----- | | | | | | | *---|>|----*--------|>|----------------------* | SD1 | SD2 - Schutzdioden | | | | *---||-----*----- GPIO, Oszi | | 10µ | | | | | | ----- | | *-| 18K |--* | -----

Und so ist das, was nicht funktioniert:

GND +5V | | ------ ____ ----- | | *--| 10K |--/ S1 ---| 2K2 |------* | | ------ ----- | | | | | | | *---|>|----*--------|>|----------------------* | SD1 | SD2 - Schutzdioden | | | | *---||-----*--------*-------- GPIO, Oszi | | 10µ | | | | | | | | | ----- | | *-| 18K |-----|<|---* | ----- Optokoppler

(Fototransistorseite des OK nicht gezeichnet)

Warum messe ich mit der eingeschleiften LED 1 V mehr Potenzial und wie bekomme ich das wieder runter?

Grüße Marc

Thomas Prufer schrieb:

Keine Ahnung, wie die das finanziert hat. Die Preise sind im Vergleich zum Deutschen Museum obszön (CHF 26.). Verkehrshaus Luzern ist dann exorbitant (CHF 32.). Es sind halt gemeinnützige Vereine resp. Stiftungen, staatliche Kulturförderung ist hier eher knapp gehalten.

Das Technorama hat ein paar seltene Exponate, z.B. eine interessante Sammlung an "unmöglichen" Zahnradgetrieben. Auch hat es einige Exponate, die eher Spezialisten ansprechen (Zeeman-Efffekt). Das ist schon eine gelungene Mischung. Insgesamt schien es mir weniger zu bieten als das DM. Allerdings hatte ich nicht allzuviel Zeit zum Anschauen. Das Technorama befindet sich übrigens nicht wie allgemein kolportiert in Winterthur (Winti), sondern in ca. 40'000 km Entfernung davon in Oberwinterthur (Oberi). (In DE als Köln-Düsseldorf-Effekt bekannt.) Rein topologisch wäre das eine S-Bahn-Station weiter.

Wie, hat die Anlage denn keinen WLAN Link und allen PiPaPo? :-)

Ich habe jetzt die Schaltung nicht mehr im Kopf (nntp rollt hier nach einigen Wochen ab), aber normalerweise muss die Kapazitaet an die Spannung, welche den Sensor draussen versorgt. IIRC sind das bei Dir 5V und nicht die 3.3V vom Prozessor.

Dazu musst Du den 18k Widerstand kleiner machen. Wie klein, koennte man ueber das Datenblatt des Optokopplers bestimmen, wenn Du uns sagst, welcher das ist. Oder einfach ausprobieren, vermutlich kommt irgendwas um 10-12k heraus. Der Spannungsabfall ueber dem Optokoppler ist auch leicht temperaturempfindlich, aber nicht sehr, paar Prozent.

Du bekommst auf diese Art weit weniger Strom als ueblich in den Optokoppler. Muss man auf der Fototransisotrseite beruecksichtigen. Optokoppler haben ein Current Transfer Ratio (CTR) und das ist fuer so kleine Stroeme oft nicht dokumentiert, also konservativ dimensionieren.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required