Folgen defekter Kabel?

Apr 05, 2005 35 Replies

Hallo zusammen!



Beim Ausbau eines Netzteils an einem älteren PC hab ich mich gefragt, wie empfindlich eigentlich die vielen Kabel sind, die da rauskommen. Zumindest fand ich sie ziemlich widerspenstig und nicht leicht zu verlegen. Nun hab ich das alte Netzteil damals ausgebaut und seit dem nicht mehr benutzt und frage mich, ob ich es in einem noch anderen PC nochmal einbauen sollte, falls beim Ausbau vielleicht irgendwelche der Kabel gelitten haben.



Darum möchte ich (als Elektroniklaie) Euch mal fragen was im schlimmsten Fall passieren könnte, wenn eines der Kabel teils oder ganz _im_ Netzteil drinn abgerissen wäre, kann dann mehr passieren, ich meine Folgeschäden(?), als das nur diese Leitung am Netzteil eben nicht mehr funktioniert?



Als weiteres, was würde passieren, wenn eines oder mehrere der Kabel sich von einem 12V Stecker gelöst hätten, also nicht mehr alle Adern kontakt hätten, würde dann was kaputt gehen, oder nur die jeweilige Komponente auf Grund mangelnden Stroms nicht mehr laufen?



Gruß, Tom


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"Tom M." schrieb:

Ja. Oft genug hast du für ein Potenzial mehr als eine Leitung, damit könnte die abgerissene Leitung ,,hintenrum'' wieder einen definierten Pegel bekommen und auch erhebliche Ströme aufnehmen (z. B. bei Abriss einer Masseleitung).

Ich würde an deiner Stelle das Netzteil zumindest mal aufschrauben und einer Sichtprüfung unterziehen. Lass es nach dem letzten Ausschalten lange genug liegen (z.B. 30 min), damit alle Kondensatoren gut entladen sind, dann hast du keine weitere Gefahr. Die Schrauben zum Öffnen des Gehäusedeckels sind in der Regel gut zugänglich. Wenn innen alles OK aussieht (den Dreck kannst du ja vorsichtig mit dem Staubsauger entfernen), schraubst du's wieder zu.

Eher die Gefahr wie oben: das offene Drahtende könnte irgendwo anders Kontakt bekommen.

cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE Never trust an operating system you don't have sources for. ;-)

Achso, versteh ich das jetzt richtig? Meinst Du die eventuell losen Drähte berühren dann mit Pech eine andere spannungsführende Stelle und übernehmen so den Stromfluss, der eigentlich auf anderen Leitungen liegt?

Ist sowas wahrscheinlich, oder eher selten, bei Markennetzteilen? Ich verwende z.B. "be quiet!" und "Enermax".

Ist denn sowas leicht zu sehen, wenn man keine Ahnung davon hat? Wieviel Zugkraft sollten eigentlich die Kabel eines Markennetzteils aushalten? Sind die eventuell irgendwie gegen Abreißen geschützt, z.B. mehrfach wo rumgewickelt oder geknotet?

Naja, das liegt schon etwa 1,5 Jahre rum! ;-) Aber wenn es nun solch einen Defekt hätte, auch wenn die Kondensatoren nun entladen sind, und ichs dann wieder in Betrieb nehme, was für eine Rolle Spielt dann der Ladezustand der Kondensatoren?

Gruß, Tom

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Achja und noch eine Frage dazu

Wenn das betreffende Netzteil funktioniert, also der PC keine ersichtlichen Probleme macht und auch die Spannungen auf allen Schienen, laut Softwareauslesung ok sind (auch bei Volllast), kann man dann davon ausgehen, daß das Netzteil keine beschädigten oder abgerissenen Leitungen hat?

Oder können solche daraus resultierenden Probleme auch verspätet noch auftreten?

Gruß, Tom

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"Tom M." schrieb:

Yep.

Das hat kaum was mit ,,Markennetzteilen'' zu tun. Wenn du so'n Teil stiefmütterlich behandelst, kann das halt passieren.

Hmm, ,,Marke''? SCNR. :)

Einen herumhängenden Draht wirst du sicher erkennen können.

Die Durchführung durchs Blech enthält im Allgemeinen eine Zugentlastung. Aber die hält natürlich auch keinen VW Käfer ab.

Kann auch gut sein, dass es dann gar nicht mehr geht. ;-)

Nur kurz nach dem Ausschalten: die Ladekondensatoren auf der Netzsspannungsseite haben bis zu 400 V, und diese Ladung bleibt auch noch ein Weilchen nach dem Ausschalten bestehen. Wenn du es sofort nach dem Ausschalten aufschraubst und blind reinlangst, kann es schon mal passieren, dass du ordentlich eine ,,gewischt'' bekommst. Vielleicht nicht zwingend tödlich, aber mindestens *sehr* unangenehm.

Diese Kondensatoren werden zwar über Widerstände allmählich entladen, aber diese Widerstände will man auch nicht zu klein machen -- dann wäre zwar die Entladung schneller, aber sie würden dafür ständig im Betrieb elektrische Energie in Wärme verheizen.

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"Tom M." schrieb:

Nein. Wenn eine abgerissene Leitung herumfliegt, wirst du das nicht ohne Sichtkontrolle feststellen können, solange sie nicht gerade irgendwo einen ,,Kurzen'' verursacht.

Glaub' mir, mit den 20 und mehr Ampere, die so ein Netzteil bringt, willst du einen Kurzschluss selbst auf der Kleinspannungsseite nicht gerade haben -- von der Netzsspannungsseite ganz zu schweigen. Das könnte dich im ungünstigsten Fall den ganzen dranhängenden PC kosten, wenn du es irgendwie schaffst, die ~ 320 V vom Ladekondensator vielleicht auf die 5-V-Schiene ,,fallen'' zu lassen.

Irgendwann, nachdem mal wieder jemand am Kabelbaum herumwackelt (weil er z.B. eine PCI-Karte in die Kiste reinsteckt und dabei die Kabel zur Seite drücken muss).

Wie gesagt, das sind alles konstruierte Beispiele, aber die Möglichkeit, dass da größere Kräfte auf die Kabel eingewirkt haben, hast du selbst in Erwägung gezogen. Die Sichtkontrolle ist kein großer Aufwand, warum scheust du dich so sehr davor?

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Die Frage wäre ja, ob man die vielen Kabel überhaupt alle so gut sehen könnte, daß man einen Fehlkontakt irgendwo ausschließen kann?

Naja, aber hat das Netzteil dagegen keine Sicherungen? Es kann ja auch passieren, daß das Netzteil mal von selbst aufgibt, dann will man doch auch nicht, daß dabei der ganze PC kaputt geht, sondern nach Möglichkeit nur das Netzteil austauschen.

Sind denn die spannungsführenden Teile nicht so isoliert, daß man einen Fremdkontakt eigentlich ausschließen kann?

Mehr hab ich ja eigentlich auch nicht gemacht, kann halt passiert sein, daß ich die Kabel zur Seite gebogen und auch mal ein bischen drann gezogen habe, aber rohe Gewalt wende ich bei sowas nie an, bin eigentlich eher vorsichtig, sonst würde ich vermutlich auch diese Fragen hier jetzt garnicht stellen. ;-)

Weil ich Sorge habe, damit die EMV oder die Betriebssicherheit des NTs zu verletzen.

Gruß, Tom

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Sind mit die besten Marken, die ich kenne.

Ist damit nur eine Art Kunststoffmanschette gemeint, die zwischen Blech und Kabeln ist, oder das die Kabel durch Kabelbinder zusammengehalten werden, oder wie sieht so eine Zugentlastung aus? Was hält sowas ungefähr aus?

Das glaub ich, und kann Dich beruhigen, da ich sowas auch nicht vorhabe! ;-)

Gruß, Tom

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Tom M. schrieb:

Für Privat-Email bitte Betreff mit "Usenet-Reh" beginnen lassen. -- "Ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem Zitronencreme-Bällchen."

Glaub mir, die Kabel siehst Du bestimmt. Die sind ja nicht so dünn. Ausserdem gehen alle schwarzen an eine bestimmte Stelle, alle roten an eine andere Stelle und so weiter ...

Du musst nur Draht für Draht anpacken und mal kurz dran zupfen, mehr nicht. Die Lötstelle hält das aus, und wenn nicht, dann hast Du schon einen Defekt gefunden ;-)

Sicherungen gibts da bestimmt, aber im Allgemeinen sind eher irgend- welche Halbleiterteile durchgebrannt, bevor die Sicherung anspricht.

Nur solange das Netzteil geschlossen ist.

Dann dürfte da auch nix passiert sein.

Grüsze, Joa

"Tom M." schrieb im Newsbeitrag news:d2ukje$qj3$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Denk daran, die Leistung deines Netzteils zu prüfen! Wenn es wirklich 1,5 Jahre alt ist kann es gut sein, daß ein heute aktueller PC ein wenig mehr Leistung braucht! Wieviel Watt hat das Teil denn und in welchen PC (geschwindigkeit, komponenten) willst du es einbauen?

Zum Thema Robustheit: Ich habe schon öfters Netzteile verbaut und bisher es noch nicht geschafft, eins so zu demolieren, wie evtl. meinst. Also die 'Drähtchen' halten schon wirklich was aus, aus lauter faulheit kann es bei mir schon mal passieren, daß ich das Netzteil an den Kabeln (ja ich weiß is net so das wahre) trage, also das komplette Gewicht des Netzteils an den Kabeln hängt. Und es ist bisher noch nix passiert. Wenn du nicht wirklich gezogen hast wie ein Pferd, dann sollte auch nichts passiert sein.

Aber auch hier wieder der Tip: Sichtkontrolle ist auf jedenfall sicherer!

Gruß Chris

"Tom M." schrieb:

Du kannst ja vorsichtig an den Drähten einzeln wackeln um zu sehen, ob sie alle noch fest in ihrer Lötstelle sitzen.

Guck' dir doch das Ding einfach mal an, statt hier stundenlang drüber zu philosophieren.

Gegen herumfliegende Drähte? :-) Nein. Klar hat das eine Sicherung, aber wenn sich die > 300 V des primären Ladeelkos auf deine 5-V-Schiene entladen haben sollten, interessiert es dich hinterher nicht mehr wirklich, ob auch noch die Sicherung des Netzteils danach gekommen ist oder nicht. Dieser Kondensator hat genügend Ladung in sich, um einen ansehnlichen Teil der Halbleiter deines Computers zu rösten.

Du kannst im Inneren eines Netzteils nun mal nicht alles isolieren. Der elektrische Strom benötigt für seinen Transport halt metallische Leiter, und die liegen prinzipbedingt hier und da mal offen (auch wenn inzwischen mehr isoliert wird als noch vor 10 Jahren).

Der Berührungsschutz wird nach draußen natürlich gewährleistet.

Wenn du das Teil wieder genau so zuschraubst, wie du es aufgeschraubt hast, passiert da nichts. Das haben schon genügend Leute vor dir praktiziert (um z.B. kaputte Lüfter in einem ansonsten noch funktionierenden Netzteil zu wechseln).

Jörg Wunsch "Verwende Perl. Shell will man können, dann aber nicht verwenden." Kristian Köhntopp, de.comp.os.unix.misc

"Tom M." schrieb:

Genau diese.

Kabelbinder manchmal auch, aber die sind weniger Zugentlastung, sie sollen eher die einzelnen Drähte bisschen zusammenfassen.

Eine Angabe in kN kann ich dir dafür nicht liefern. Wird wahrscheinlich auch kein Netzteilhersteller tun. Sie soll halt die bei der normalen Montage auftretenden Kräfte abfangen.

Jörg Wunsch "Verwende Perl. Shell will man können, dann aber nicht verwenden." Kristian Köhntopp, de.comp.os.unix.misc

oooch, ich hatte mal in meiner Studienzeit bei einem grossen PC - Kistenschieber in der Werkstatt gejobt und viele viele Netzteile gewechselt. Dass mir ein Kabel dabei gebrochen waere kann ich mich nicht erinnern. Und sehr saft ist man mit diesen Dingern auch nicht umgegangen.

verlegen? Naja, i.A. werden die eigentlich schon vorgebundenen Kabelbaeume mit ihren Steckern in die dafuer vorgesehenen Leisten des Mainboards und der Peripherien gesteckt, vielleicht noch etwas "nett" ausgerichtet und Ruhe ist.

Wenn die Leistung passt und Du ein AT Netzteil nicht in ein fuer ATX vorgesehenen Computer einbauen willst, kein Problem.

sehr unwahrscheinlich, denn erstens: ein AT - Stecker passt nicht in eine ATX Leiste. Oder zweitens: ist das Netzteil fuer den neuen Rechner zu schwach, schaltet es sich i.d.R. einfach nicht an, oder aber das NT gibt (bei dessen Fehlfunktion) selbst den Geist auf. (mir erst kuerzlich passiert) und drittens: fehlt eine Spannung funktioniert der Rechner nicht, geht aber wohl auch nicht davon kaputt.

auch sehr unwahrscheinlich - jedenfalls aus meiner praktischen Erfahrung heraus ist dieser Fall bisher nie aufgetreten.

Wichtiger ist bei Wechsel auf statische Zerstoerung der Komponenten zu achten. Ein NT ist davon i.d.R. zwar nicht betroffen, aber ein Mainboard, Festplatte, etc koennten auf statische Aufladung schonmal recht allergisch mit folgender Nichtfunktion reagieren. Deshalb am besten waehrend der Arbeiten am PC vorsichtshalber ein Stueck Klingeldraht abisoliert um eine Handfessel wickeln und das andere Ende am Gehaeuse des Rechners befestigen. Einzelne Mainboards, Speicherchips und Festplatten sollten weiterhin in seiner antistatischen Verpackung transportiert werden.

HTH Gruss Ingolf

"Tom M." schrieb im Newsbeitrag news:d2ukje$qj3$02$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Ich habe fast täglich mit defekten Netzteilen zu tun. Viele davon werden einfach entsorgt, aber ein ganzer Teil davon wird geöffnet, um zu sehen, WAS den Ausfall des Netzteils verschuldet hat. Solch ein Fehlerbild, wie du es hier beschreibst, ist mir allerdings nie vorgekommen. Die Kabel sind sehr robust. Du machst dir sicher zu unrecht Sorgen.

Wolfgang Horejsi

"Christian Kirsch" schrieb:

Naja, die Leistungswerte heutiger Netzteile nähern sich dafür immer mehr den berüchtigten PMPO-Angaben. Ein 200-W-Netzteil von vor 3 Jahren könnte also in der zulässigen Dauerlast durchaus genauso viel abhalten wie ein aktuelles 300-W-Netzteil.

Jörg Wunsch "Verwende Perl. Shell will man können, dann aber nicht verwenden." Kristian Köhntopp, de.comp.os.unix.misc

"Joerg Wunsch" schrieb im Newsbeitrag news:d308rq$1jhl$ snipped-for-privacy@innocence.interface-business.de...

Wieso das denn? Müssten die nicht dann auch das berühmt berüchtigte PMPO draufstehen haben? Kann heute jeder Fuzzzzzzzi irgendwelche Angaben auf sein gerät schreiben?!? Ich dachte Watt sind Watt... genau wie Euro Euro sind...

Ich glaub, mein alter Audi Baujahr 1991 hat bestimmt noch einen Wert von

9000 Euro PMPO!

Gruß Weasel

"Christian Kirsch" schrieb:

Weil die offenbar nur noch angeben, was das Netzteil als maximalen Einschaltstromstoß zum Aufladen der Elkos abzugeben bereit ist, nicht als Dauerlast...

Keine Ahnung. Wenn du einen seriösen Hersteller hast, wird er im Datenblatt beide Werte nennen können.

Jörg Wunsch "Verwende Perl. Shell will man können, dann aber nicht verwenden." Kristian Köhntopp, de.comp.os.unix.misc

"Tom M." schrieb:

sein,=20

Fragen=20

Dann ist ja alles Fein, eine 1,5mm=B2 Litze h=E4lt so zwischen 20 und 30 = Kg aus bevor sie reisst. Schlimmstenfalls ist serienm=E4ssig irgendwo eine kalte (oder = vergessene) L=F6tstelle.

Die Sichtpr=FCfung ist aber auch kein Akt: Netzteil ausbauen, 2std warten, aufschrauben, mal an allen Kabeln = (Einzeln!) rupfen (so mit ~2kg Zug) wenn Du dann nix in der Hnd hat, ist noch alles dran. ;-)

Um kalte L=F6tstellen zu finden sollte man aber schon etwas =DCbung im = L=F6ten haben, da man dann wei=DF, wie sowas aussieht.

Michael.

Es handelt sich um ein Enermax 350 Watt Netzteil, der PC, wo es eventuell irgendwann nochmal rein kommen könnte hat derzeit nur ein 235 Watt Netzteil mir unbekannten Herstellers und einen Intel PIII 450 MHz,

256 MB RAM, nVidia GF2 GTS, 25 GB Platte (7200 U/min), CD ROM und CD Brenner, Netzwerkkarte usw. Ich denke, da wäre das 350 Watt Enermax sogar leicht unterfordert, oder?

Nee, hab nur in soweit drann gedrückt oder gezogen, daß ich den widerspenstigen Kabelbaum eben beim Ausbau irgendwie aus dem Gehäuse kriegen mußte, und eventuell mal um so testen, ob ein Stecker irgendwo paßt oder ob ich ein längeres Kabel nehme.

Gruß, Tom

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