Festplatte schalten mit Relais.

Aug 29, 2006 49 Replies

Hallo,



Ich möchte die Backupplatte meines Rechners mit einem Relais ein- und abschalten. Dazu habe ich folgende [1] Schaltung entworfen.



Bin mir aber nicht sicher, ob das so passt. Der Entwurf wurde etwas nach dem Motto "Viel hilft viel" gemacht.



Aufbauen möchte ich das auf einer Lochstreifenplatine [2].



Unsicher bin ich wegen den hohen Strömen von 1,8A (12V) und 1A (5V) von Relais und Leiterplatte.



[1]
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[2]
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(Lötseite)

Grüße, Michael


Michael Strauss schrieb:

Das Thema hatten wir schon. Such mal im Archiv. BTW, die meisten Platten kann man per Software schlafen legen.

MfG Falk

Falk Brunner schrieb:

Aber bei computer start wird diese "per software abgeschaltet" festplate starten - erst wenn system lauft kann mann die festplate wieder abschalten. Meistens ist das kein problem - aber meine backup festplate schalte ich liber physich ab wenn ich sytem reinstall mache (besonders beim linux - der erkent sogar fesplaten die wurden in BIOS abgeschaltet ). Mfg GRG

snipped-for-privacy@chello.at schrieb:

Schon klar. Dann nimm doch einfach ne per USB angeschlossene. Kostet sicher mehr als ein popeliges Relais, aber AFAIK ging die Diskussion um das Relais zum schalten der Stromversorgung der Festplatte nicht eindeutig aus (weil ja am IDE-Kabel noch die Signale anliegen und da Murks passieren kann).

MfG Falk

Wenn's drauf ankam, habe ich meine Daten _NIE_ wieder von Bändern runterbekommen, und das schon zu DC600-Zeiten.

Das geht schon damit los, das das Bandlaufwerk regelmäßig eigene Treiber und Backupprogramme braucht, die auf der neuen Platte / dem anderen Rechner natürlich nicht vorhanden sind.

Die Vorstellung, daß, sagen wir, 50 GB auf einem beschichtetem Gummiband sicher aufgehoben sind, finde ich auch leicht abwegig.

Ich mache meine Backups jetzt reihum auf 4 externe USB2-Festplatten. Die sind nur für's Backup am Rechner und liegen sonst im Schrank.

Wenn tatsächlich mal was passiert, stöpsel ich sie an den nächsten Rechner und weiter geht's.

Gruß, Gerhard

Der Heise-Verlag und eine Menge anderer Leute, darunter ich sehen das anders. Desktopfestplatten sind f=C3=BCr h=C3=A4ufige Spinup-Zyklen=

konzipiert, aber nicht f=C3=BCr Dauerbetrieb, also entspricht deren Nutzungsmuster dem typischen Backup-Einsatz. Jeweils 3 Festplatten zusammen in einem Software RAID-5 ergeben ein sehr zuverl=C3=A4ssiges Backupmedium mit momentan bis zu 800GiB Kapazit=C3=A4= t. Das reicht auch f=C3=BCr gr=C3=B6=C3=9Fte Vollbackups. F=C3=BCr kleiner= e Diff-Backups empfehlen sich jeweils 3 80GiB Platten im Verband. Davon 3 St=C3=BCck, jeweils jeden 2. Tag verwendet und am Ende der Woche Vollbackup.

Mit einem solchen Schema kann man die Daten eines Monats sichern und kommt immer noch g=C3=BCnstiger als mit einem einzigen DLT oder AIT -Laufwerk weg.

Beim Backup geht es vor allem darum, Datenverlust durch Systemfehler, Viren, Fehlbedienung, Hardwareschaden usw. zu verhindern.

Auch f=C3=BCr die Archivierung sich Festplatten als geeigneter Erwiesen: Aufgrund der Schnellen Entwicklung der Bandtechnik ist es heute sehr schwierig, noch funktionierende Laufwerke f=C3=BCr alte B=C3=A4nder aufzutreiben. Frag mal das DLR oder die NASA. Die ganzen Datenb=C3=A4nder der Apollo-Missionen sind zwar noch vorhanden und intakt, aber es gibt keine Laufwerke mehr, sie auszulesen.

Demgegen=C3=BCber bringen Festplatten ihre eigene Elektronik mit. Ich habe hier teilweise =C3=BCber 20 Jahre alte Festplatten, die auch heute noch ohne Murren anlaufen (nur einen passenden Controller braucht man, aber solche habe ich auch da). Und IDE gibt es jetzt schon seit wievielen Jahren? Und selbst die =C3=A4lteste IDE-Platte funktioniert an einem aktuellen Controller.

Wolfgang Draxinger

--=20 E-Mail address works, Jabber: snipped-for-privacy@jabber.org, ICQ: 134682867 GPG key FP: 2FC8 319E C7D7 1ADC 0408 65C6 05F5 A645 1FD3 BD3E

Hallo!

Wolfgang Draxinger schrieb:

Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass die Konvertierung von Datenbeständen vor der Abschaltung von Altsystemen häufig einfach ignoriert wird. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass damals an der Uni Kiel die Abschaltung der PDP10 mindestens ein Jahr lang angekündigt wurde und auch mehrfach darauf hingewiesen wurde, welche Datenträger künftig nicht mehr lesbar seien, aber es hieß dann bei einigen Leuten: "Ach, seit mehr als zwanzig Jahren kann ich dort meine alten Bänder einlesen lassen. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass das morgen nicht mehr funktionieren soll." Irgendwann kam dann aber der Stichtag, und der Aufschrei war groß. Letztendlich wurde die Kiste aber noch etliche Monate weiterbetrieben, um die Umstellungen zumindest teilweise noch durchzuziehen. Vermutlich gibt es aber auch heutzutage in so manchem Institut noch alte Datenträger. Aber andererseits: Wer benötigt dann wirklich noch die Daten?

Bei kleinen Installationen kann es immer passieren, dass das einzige Laufwerk ausfällt und man keinen Ersatz mehr bekommt. Ab einer gewissen Größenordnung, und da zähle ich die zentrale Datenarchivierung bei DLR und NASA einfach einmal dazu, wäre es aber ein massiven Versagen auf Führungsebene, wenn man bei der Einführung eines Speichermediums nur auf ein einziges Laufwerk setzen würde. Und noch schlimmer ist es, keinen Migrationsplan für die Abschaltung von Altsystemen aufzustellen und umzusetzen. Das sind aber definitiv organisatorische und keine technischen Probleme. Vielleicht wurden aber auch die Daten bei der Umstellung als nicht konvertierungswürdig eingestuft.

Und wo findet man heutzutage noch einen Controller für MFM-, ESDI- oder SASI-Festplatten, außer im Museum? Und einen Controller für HDV-SCSI zu finden ist auch schon schwierig, aber nicht unmöglich, das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

Andreas

Die Erfahung habe ich nur ein einziges Mal mit einem Müllstreamer unter MS-DOS gemacht.

Überhaupt nicht! Alle meine neueren Streamer (SCSI) wurden _immer_ auf Anhieb als Bandlaufwerk erkannt. Alle Treiber sind schon EWIG in der Kernel drin. Mit tar benutze ich ein offenes Format, das schon seit locker 20 Jahren existiert.

Hmm... und die Vorstellung, dass ein scharfkantiges Metallding nen zehntel Millimeter über der Platte mit zig hundert km/h hinwegsaust nicht?

Hmm, das klingt sinnvoll. Viele Leute benutzen aber Festplatten auch falsch: manche meinen sogar, ein RAID würde ein Backup ersetzen. Oder belassen die Platte abgestöpselt im PC (was bei einem Wohnungsbrand auch nicht hilft).

Und wenn nur dieses SMART immer funktionieren würde... ich hatte hier schon an einem Tag zwei komplett abgestürzte Festplatten (nur noch "klack klack klack"), nichtmal diegleichen - eine Maxtor und eine Seagate. Die eine Morgens, die andere Abends. Von jetzt auf gleich. Wenn das Platte und Backupplatte gewesen wären, ahuiiiiii.

Viele Grüße, Johannes

durch dei Verdunstung kült das sogar ziemlich gut das ist wie schweiß. Hünde müssen da hecheln so wie Lüfter. Markus Gronotte in de.sci.electronics

Wie schließt du denn ein externes RAID-5 an deinen PC an?

Naja gut, die Platten von früher waren auch anders: viel langsamer (in RPMs), viel viel niedrigere Datendichte. Ich habe hier noch 120 MB Festplatten, die wohl seit 10 Jahren durchlaufen. Aber die neueren Festplatten (gut, von Serverfestplatten mit 10^6 h MTBF abgesehen) sehe ich _ständig_ bei verschiedensten Leuten abkacken.

Viele Grüße, Johannes

durch dei Verdunstung kült das sogar ziemlich gut das ist wie schweiß. Hünde müssen da hecheln so wie Lüfter. Markus Gronotte in de.sci.electronics

Hallo!

Michael Strauss schrieb:

Bei deiner Schaltung kann ich dir leider nicht viel helfen und nur sagen, dass es grundsätzlich funktioniert nur die Stromversorgung zu kappen und nicht auch noch das IDE-Kabel. (Mache ich selbst seit ca. 5 Jahren problemlos mit einem 4poligem Schalter.)

Mich würde jedoch interessieren, ob du das Schaltungsbild für die Lochstreifenplatte mit irgendeinem speziellen Programm erstellt hast oder es selbst malen musstest.

Gruß, Manuel

Hallo!

Manuel Emanuz schrieb:

Das hängt vom jeweiligen Motherboard ab. Ich hatte früher einmal ein Motherboard, das nicht aus dem Reset kam, wenn ein IDE-Gerät nicht mit Strom versorgt wurde. Vermutlich wurde die Reset-Leitung auf Low gehalten.

Andreas

Ack. Zwei externe Platten gleicher Kapazität von unterschiedlichen Herstellern, und man sichert wechselweise auf die beiden Platten. Damit ist man schon ziemlich abgesichert.

Man kann von jeder Platte noch einen Zwilling kaufen, und dann im Falle des Elektronikausfalls die Platine tauschen. Hab ich auch shcon mal erfolgreich durchgeführt...

Per USB. Es war explizit die Rede von Software RAID, damit man nicht von einem bestimmten RAID-Controller abh=C3=A4ngig ist.

Wolfgang Draxinger

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Hast du drei USB-Festplatten oder gibts das irgendwie in einem Gehäuse?

Viele Grüße, Johannes

durch dei Verdunstung kült das sogar ziemlich gut das ist wie schweiß. Hünde müssen da hecheln so wie Lüfter. Markus Gronotte in de.sci.electronics

Falk Brunner schrieb:

Schnittstelle USB oder SATA (mit hotplugfähigem Controller) ist noch nicht entschieden. Firewire währe auch eine Möglichkeit, wenn ich dazu passende Adapter finde.

Es geht mir mehr um eine mir zusagende Lösung, als um ein paar Euro. Aber ich möchte für mein Hobby keine professionellen Preise zahlen.

Ich möchte vor allem kein popeliges USB-Gehäuse herumstehen haben. Am besten gar kein zusätzliches Gehäuse.

IDE habe ich nie in Betracht gezogen. In frage kommen nur externe hotplugfähige Schnittstellen. Wo man Geräte auch während des Betriebs an- und abschaltet.

Ich suche trotzdem eine andere Lösung, da mit klar geworden ist, dass ein PC-Netzteil nicht für an- und abschaltende Geräte ausgelegt ist, und die Spannungsversorgung des Motherboards zumindest langfristig beeinträchtigt wäre.

Läuft ein Standardnetzteil mit einer Festplatte alleine?

Gruß, Michael Strauß

ja. Ich nehme gerne ne alte Platte als Mindestlast, wenn ich ne stabilisierte Spannung zu Bastelzwecken brauche.

Timm Thiemann - http://www.timmthiemann.de mach besser selbst einen richtigen Vorschlag statt dich wie G.W. Bush aufzuführen !!!!! Weichhirn! []

Manuel Emanuz schrieb:

Betätigst du den Schalter bei laufenden PC?

Das Schaltungsbild habe ich mit dem Programm pcb unter Linux gemalt. Einem rudimentäres Leiterplattenmalprogramm. [1]

Für Leiterbahnen, Brücken und Unterbrechungen habe ich einfach unterschiedliche Layer verwendet. Dass Leiterbahnen nur waagerecht, Brücken nur senkrecht, und das Rastermaß eingehalten wird, ist Handarbeit.

Diese Methode funktioniert grundsätzlich auch in Eagle und Co. Der Vorteil von pcb ist, dass man leicht nebenher eigene Bauteile definieren und speichern kann. (Ähnlich wie copy und paste). Und überflüssige Sachen wie Bezeichnungen, Werte und Pinnummern weglassen kann.

Die Oberfläche ist allerdings linuxtypisch sehr gewöhnungsbedürftig. [2] Der Einstieg deshalb nicht einfach.

[1]
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[2] Screenshot:
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*Marte Schwarz* wrote on Tue, 06-08-29 15:08:

Für einmaliges Schreiben eines Backup mag das angehen, aber USB ist nicht die Schnittstelle der Wahl für regelmäßige Zugriffe. Immer wenn irgendwer auf irgendwas an USB zugreift kann ich die Multitaskingfähigkeit erstmal eine Weile vergessen. Für Platten habe ich deshalb in jedem Rechner mindestens eine Wechselschublade.

*Axel Schwenke* wrote on Tue, 06-08-29 15:56:

Na das sagst du doch selbst:

Das geht mit einer 3.5"-Platte mindestens genausogut, denke ich.

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