[evtl.OT] Autoelektr(on)ik-Frage

Oct 20, 2007 109 Replies

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:whoSi.36083$ snipped-for-privacy@newssvr13.news.prodigy.net... ..

Hi, das muß nix sagen, die meisten Schrauber halten sich an den Originalaufbau, lassen sozusagen "alles beim alten", da kann sehr gut der flasche Einbau der neuen Spule begegnet sein.

erstmal würde ich sämtliche Zündkabels tauschen. Deren Material ist nämlich keineswegs alterungsfrei. Die Story mit dem "lernbaren Funken" paßt gut, wenn das Isolationsmaterial irgendwo einen Masseschluß hat und erst nach einiger Zeit des "Burn-In" das dortige Wasser verdunstet/verblitzt hat. Oder das Zündkabel ist innen gebrochen, und die Verwindung stellt den "Bruch" kurzfristig wieder her, bis sich durch Sauerstoff auf dem Kabelmaterial wieder eine "Halbleiter-"Oxidschicht ausbildet, die den Funken abschwächt.

mfg, gUnther

Ruediger Klenner schrieb:

ares

Hier hatten sie mal einen VW mit schwer reproduzierbarem Fehler. Letztlich mu=DFten zwei Spezialisten von VW herangezogen werden. Nach einigen Tagen des Suchens identifizierten sie eine Steckverbindung. Diese Steckverbindung geh=F6rte zu einem Sensor. Soll in 2-Leiter-Technik=

ausgef=FChrt gewesen sein.

Ich fuhr mal eine Zeitlang einen Golf-Diesel dessen Sicherung f=FCr das Kraftstoffventil =F6fter ansprach. Das Erste was die Werkstatt machte, wa= r das Kraftstoffventil auszuwechseln. Der Wagen war dann noch 3x in einer VW Werkstatt. Bis dann bei einem Kollegen die Hupe Dauerton abgab. Damit ist er dann zur n=E4chsten VW Werkstatt gefahren ;-) Der Fehler war dann eine schadhafte Leitungsisolierung.

--=20 mfg hdw

Sieht so aus, ja, ist aber nur die Lichtbrechung, wenn du genau hinschaust sitzt die Loetstelle perfekt. Auch an anderen Stellen gibt es Verzerrungen, rechts ueber der Diode z.B.

Gerrit

Hallo Gerrit,

Ja, das Bauteil sitzt absolut gerade. Die Vergussmasse ist an der Stelle leicht gew=F6lbt, das wirkt halt wie eine Linse.

Gru=DF Michael

Moin Günther!

gUnther nanonüm schrieb:

Das ist auch eine interessante Theorie. Die Zündkabel sind allerdings auch relativ neu (~3 Jahre), die hatten damals mal zum Totalstillstand geführt. Ein altes Auto zu fahren bedingt eben eine gewisse Abenteuerlust... Ich halte mir den Austausch noch als Option offen, wenn Hallgeber und Zündmodul nichts bringen.

viele Grüsse Jens

Hallo Jens,

Schluck. Da hab ich ja was angerichtet. Ich tr=F6ste mich damit, dass mein Z=FCndmodul wohl eh schon hin war, sonst h=E4tte man es mir wohl kaum =FCberlassen. Ich hab hier =FCbrigens noch mehr Golf2 (Elektronik-)Schrott rumliegen, einen Hallgeber hab ich aber leider nicht.

Gru=DF Michael

"Jens Carstens"

Ich schließe mich der Mehrheit an ;) Das klingt absolut nach defekter Leistungselektronik. Wahrscheinlich diejenige, die den Zündfünken erzeugt. Also ist entweder die Elektronik kaputt, die den Zündfunken erzeugt, oder die Elektronik, die den Zündfunkengeneratur einschaltet oder was auch immer.

Nein, das ist der Glibber. Die Lötungen sehen astrein aus, eigentlich meiner Meinung nach ein durchaus feines und dauerhaftes Modul, Keramik...das habe ich nicht erwartet.

Michael Kamper schrieb:

Weiterhin darfst du dich damit trösten, den d.s.e.-Lesern interessante Einblicke in das innere des Teils gegeben zu haben, es scheint ja doch, nicht nur bei mir, von Interesse zu sein. Wir sind halt alle neugierig. Betrachte dich also nicht als Zerstörer, sondern als Erleuchter :-)

Bjoern Wieck schrieb:

Lucas electric?

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mfg Rolf Bombach

Koennte sein, dass es tatsaechlich Lichtbrechung ist. Auf dem Bildschirm sieht das irgendwie nicht in Ordnung aus. Am Ende entscheidet aber, wie lange die Dinger in der Praxis durchschnittlich halten. Der Golf hat zumindest hier einen recht guten Ruf in Sachen Zuverlaessigkeit, so wie andere VW auch.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ja, manchmal denke ich sehnsuechtig an die Zeit zurueck, in der ich Keramik in Designs benutzte. Active Laser Trimming und so, alles Sachen, die man auf FR-4 so gut wie vergessen kann. Da kann man ganz anders entwickeln. Doch es wurde einfach zu teuer.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Axel Berger schrieb:

Hallo Axel, Ja ;-) Ich hatte ja schon im Eingang geschrieben, dass ich die Zündung als Verursacher des bizarren Verhaltens isoliert habe. Und nach den Jugenderfahrungen mit dem Lada weiss ich auch genau, wie sich Versagervereisung anfühlt, das geht langsam los und wird dann immer schlimmer, bis die Kiste abhustet. Wenn man dann zum nächsten Tunneltelefon gelaufen ist und dem Schachtmeister die Lage erklärt hat, springt die Möhre beim Zurückkommen sofort klaglos an. Wenn man dann - unbedacht, als junger Mensch - zum Tunneltelefon zurückläuft, um höflicherweise den Meister von der veränderten Lage zu informieren, handelt man sich einen gewaltigsten Anschiss an der mit den Worten endet: FAHREN SIE WEITER, MANN...

Ja, kann schon sein. Damals als Student hätte ich das sicher auch so gemacht, aber heute fehlt mir die Zeit, nach Teilen zu suchen und am Geld kneift es zum Glück nicht mehr so. Alles, was Mechanik angeht, lasse ich auch von Leuten machen, die was davon verstehen und geb denen dann lieber Geld dafür. Nur in diesem Fall können die auch nicht mehr machen, als einigermassen hoffnungsvoll Teile tauschen, und das kann ich bei diesen Teilen selber billiger und schneller selber machen. Und alles, was ich bei der Aktion neu einbaue, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht als nächstes kapputgehen. 17 Jahre sind eine lange Zeit und die Teile sind ja nicht *wirklich* teuer (in Relation zu einem Ingenieursgehalt).

Viele Grüsse, Jens

P.S.: Und ich möchte jetzt nicht die Frage hören: "Warum kaufst du dir dann nicht mal ein anständiges Auto?" - Die stellt meine Frau mir schon immer und versteht die Antworten nicht...

Joerg schrieb:

Aber das war wahrscheinlich bei -40° (Celsius, muss man bei dir ja dazu sagen ;-)) Ansonsten liebe ich seit diesen Zeiten die russische Technik. Das mit der Vereisungsneigung war auch mein persönlicher Fehler, weil ich den Hebel in der Luftzufuhr nicht auf Winterbetrieb umgestellt hatte, weil es doch erst 6° kalt war... Dafür konnte ich das Teil mit verbundenen Augen alleine mit dem Bordwerkzeug komplett zerlegen und wieder zusammenbauen, ausser die grosse Mutter auf der der Keilriemenscheibe, da brauchte man (wimre) einen 31er (Millimeter) für. Ich hab' das Ding geschenkt bekommen, es sollte auf den Schrott, und habe es dann noch 3 Jahre gefahren, inklusive 2 mal TUeV. Und ich war nie ein grosser Autoschrauber. Gestorben ist es letztlich daran, dass es den Motor zerrissen hat, weil ich mir damals keinen Drehmomentschlüssel leisten konnte und der Meinung war: Viel hilft viel. Ansonsten finde ich den eher rustikalen technischen Ansatz bis heute gut. Und um nochmal auf den Golf2 zurückzukommen: Mein 90er war in den letzten 3 Jahren weniger in der Werkstatt als der fabrikneue 2004er Golf4 meines Kumpels...

IdS, Jens

Markus Gronotte schrieb:

Tja. Wo du das jetzt so sagst, glaube ich es fast selbst! Danke, Markus!

sagt Jens

Noe, so um den Gefrierpunkt. Aber auch Nordamerikaner machen aehnliches: Sattelschlepper faehrt vorsichtig auf anderen stehenden Sattelschlepper auf. Dann gibt er feste Gas und so langsam kommt das "Gespann" in Schwung. Etliche hundert Meter weiter ein Roehren und eine dicke Russwolke, danach zockelt der vordere Laster von allein weiter.

Schluck. Da geht's uns ja richtig gut. In etwa 10 Jahren nichts zu reparieren gewesen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Hallo Jens, ich hab jetzt nicht die Zeit, den ganzen Thread durchzulesen. Habe auch mal so ein Problem gehabt. Bei mir wars letztlich die Kontaktierung des Hallgebers, dort gab es eine temperaturabhängige Unterbrechung. Zuerst konnte man das Verhalten des "Nichtwollens" noch mit leichten Hammerditscher beheben (in der Not frisst der Teufel trocken Brot) ;-)) ein Austauschen des gesammten Zündverteilers (vom Schrott) löste das Problem nachhaltig.

Viel Erfolg und Grüße

Uwe

Meine Erfahrung ist, dass bei VW die Ursache manchmal einfach unlogisch ist. Ich hatte bis letztes Jahr einen Passat 35i mit 115 PS und 2l Maschine. Das Ding machte öfter Schwierigkeiten im Breich Elektrik.

Zuerst gab es Probleme mit der Tankanzeige. Problem war eine kalte Lötstelle an nem Bauteil mit TO220 Gehäuse. Das hatte sich anscheinen losgerappelt. Da ich schon mehrere mit demselben Defekt repariert hatte, was das schnell behoben.

Dann gab es Probleme mit der Kühlwasserwarnleuchte. Die ging nach ein paar Minuten Fahrt an, oder auch nicht. Aus ging sie erst, wenn man kurz die Zündung ausschaltete. Hab den Sensor dann abgezogen und überbrückt, ohne Erfolg.

Dann fing die Karre an zu ruckeln. Einiges Probiert, Zündspule etc., ohne dauerhaften Erfolg. Dann Drosselklappenpoti abgenommen. Ohne Poti lief es einwandfrei. Poti getauscht. Ohne Erfolg. Dann das Kombiinstrument ausgebaut und alle Lötstellen an den Steckverbindern nachgelötet-> Ergebnis: alle Fehler weg.

Ein Jahr später dann Exitus wegen spontaner Selbstentzündung durch Kabelbrand...

Gruß

Stefan

Ohne alle Meinungen gelesen zu haben: Mein verstorbener Golf II hatte auch Probleme kurz nach dem Losfahren. Habe einiges probiert. Letztendlich half es, die Lambdasonde einfach stillzulegen. Dazu brauchst du nur im Motorraum ca. in der Mitte den Zwischenstecker für die Lambdasonde zu trennen. An die eigentliche Sonde kommt man ohne Hebebühne kaum ran. Die Motorelektronik schaltet daraufhin in ein "Notlaufprogramm". Der Golf II fährt so völlig problemlos weiter. Auch der Spritverbrauch steigt nicht merkbar an.

Normale Funktion: Beim Kaltstart wird die Lambdasonde einige Minuten nicht ausgewertet, da sie kalt keine sinnvollen Werte liefert. Ist der Motor dann warm, schaltet das Steuergerät auf Lambdasteuerung um. Genau dann führt die defekte Sonde zu Regelproblemen -> der Motor macht starke Mucken. Vom Dreizylinderlauf bis Ausgehen ist dann alles drin.

Das Steuergerät dieser Generation hat weder Fehlerlampe im Cockpit, noch Fehlerspeicher zum Auslesen!

Ach ja, dieser Golf starb nicht aufgrund mangelnder Lambdawerte. Nein ganz profan an einem Kühlwasserschlauchriß. Leider.

Vielleicht hilft es dir! Es könnte durchaus auch was anderes sein. Habe noch Serviceunterlagen, die ich dir gerne schicken kann.

- Henry

Henry schrieb:

Vielen Dank für das Angebot, ich komme gerne drauf zurück wenn mein jetztiger Plan nicht funktioniert. Das werde ich allerdings erst in ein paar Tegen wissen, bis dahin ist frieren auf dem Acker ohne Internet angesagt...

Viele Grüsse, Jens

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