ElektroG: AlleKlarheiten beseitigt?!

Nov 29, 2005 24 Replies
[F'up nach de.etc.beruf.selbstaendig gesetzt]

Nachdem hier kürzlich gesagt wurde, alle Fragen würden in dem c't Artikel in Ausgabe 24 beantwortet, habe ich mir den Artikel gestern mal angesehen.



Für mich bleiben viele Punkte nach wie vor unklar. Schon die Frage B2B oder B2C ist schwmmig, weil nach Meinung von Herrn Theusner (Vorstand EAR) alle Geräte, die sich für eine Zweitnutzung durch Privatverbraucher eignen, als B2C gewertet werden müßten. Da fällt mir ehrlich gesagt kaum ein Gerät ein, auf dass das nicht zutrifft. Selbst Steuerungen für Werkzeugmaschinen, die man mit gesundem Menschenverstand auf jeden Fall als B2B bezeichnen würde, finden sich bei dem einen oder anderen Privatmann in der Hobbywerkstatt.



Noch schlimmer wird die Situation, wenn man seine Waren nicht nur in Deutschland anbietet. Muß man schon als reiner Versender/Webshopbetreiber eine Registrierung in allen belieferten EU-Staaten vornehmen? Oder gilt das nur für Unternehmen mit Filialen bzw. Händlern vor Ort? Falls nicht: Wie soll ein Kleinunternehmer dieses Problem mangagen?



Ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, in Brüssel gegen diesen Unsinn zu klagen? Ich würde mich daran auf jeden Fall finanziell beteiligen! Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde die Rücknahmepflicht grundsätzlich sinnvoll. Aber die Umsetzung ist mal wieder völlig falsch aufgezogen worden. So entstehen mehr Kosten durch die "Müllverwaltung", als durch die Rücknahme und Verwertung selbst.



Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann


http://www.NC-Step.de Schrittmotor- und Mikrocontrollerlösungen

Thorsten Ostermann wrote in news: snipped-for-privacy@news.dfncis.de:

Hmm, wenn du ein F'up setzt, dann solltest du sinnvollerweise auch dorthin crossposten. Ich denke aber, die Diskussion ist aber in dse besser aufgehoben (F'up zurück).

Ear legt das anhand deiner Beschreibung fest, ob B2B oder B2C. Wenn dir die Einstufung nicht gefällt, musst du dann klagen.

Typischerweise brauchts du jetzt einen Händler vor Ort, der dein Zeugs verkauft. Teilweise darfst du dich als Ausländer gar nicht für das e- Recycling in dem jeweiligen Land anmelden (wie zum Beispiel in .de). D.h. das ist wieder wunderbare Kleinstaaterei, was die da machen.

Dazu kommt es sicher. Aber überleg mal den Streitwert. Da bewegt sich doch kaum ein Anwalt. Recyclingkosten einen Minilieferanten von vielleicht 10kg E-Schrott pro Jahr: 10Eur? Verwaltungsgebühren 200Eur? Irgendwie steht das in überhaupt keinem Verhältnis zu entsprechend angedrohten Bussgeldern usw.. Und jemand der eine alte Autobatterie im Teich um die Ecke entsorgt, schadet der Umwelt 10000mal mehr. Dito Leute, die Blei auf dem Dach haben (Es gibt ja eigentlich immer noch den Grundsatz der Verhältnismässigkeit, noch dazu wo das andere Länder der EU richtiger machen (Gleichheitsgrundsatz). Wer von Euch hat schonmal falsch geparkt? ;-).

M.

Bitte auf mwnews2@pentax.boerde.de antworten.

Hallo Matthias!

Das hatte ich auch getan?!

Ach, dass darf man garnicht selbst festlegen? Ich dache, ich lege fest und begründe, und die EAR überprüft das nur?

Soweit kommt es noch!

Das heißt, man muss nur darauf warten, dass die ersten Bußgelder verhängt werden, bis sich die Klagen auch "lohnen"?!

Gruß Thorsten

Zurückbegradigt.

Die WEKA-"Elektronik" führt auch laufend Artikel zu dem Thema.

In Leitartikel in vergangener Ausgabe empfahl Redakteur die Betroffenen mögen wegen der Ungereimtheiten ZVEI mobilisieren. Was einerseits witzlos ist weil der bei Ausarbeitung ja wohl schon mitgewirkt hat. Andererseits liest man in der aktuellen Ausgabe des Blatts, daß ZVEI nun auch "ElektroG-Garantien" anbietet, also selbst Kasse machen will. Genau wie hiesige Gewerkschaften für Arbeitnehmer sind für Klein&Mittelstand die traditionellen Pseudo- Institutionen nutzlos. Wenn man was machen will, müsste man schon neue Vertretung gründen ( Solidarnosc hats in Polen mal vorgemacht ). Es gibt genügend Themenfelder ( Steuerrecht, Schrottpatente ... ) um sie voll auszu- lasten.

MfG JRD

Rafael Deliano schrieb:

Sieh mal hier: (Ganz unten auf der Liste.)

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Dipl.-Ing. Tilmann Reh http://www.autometer.de - Elektronik nach Maß.

Bitkom e.V. auch, schade. Scheint ohnehin eine gemeinsame Veranstaltung von Politikern und Großunternehmen zu sein. Darf man sich wirklich nicht wundern wenn kleine Unternehmen die Zeche zahlen sollen.

MfG JRD

Hallo Rafael, hallo Tilmann!

Darüber wundere ich mich auch nicht. Es wundert mich eher, dass sich dagegen bisher scheinbar kein Widerstand regt...

Gruß Thorsten

Für die gilt auch:

Vgl.

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MfG JRD

  • Die hiesige newsgroup ist voll von "Widerstand". Nur juckt das nicht.
  • Bei den Organisationen waren sie halt schlau genug ZVEI, Bitkom mit ins Boot zu holen, hat man also schon einige gefährlichen Kritiker abgeschmiert. Bei sowas wie IHKs war das anscheinend nicht nötig. Aber mitgliedsstarke Organisationen die Prozesse durch die Instanzen führen und die Medien bearbeiten können sind zumindest potentiell gefährlich. Soweit sie nicht institutionalisiert und Großindustrie-hörig wie ZVEI und VDI sind.
  • in der seriöseren "Fachpresse" a la WEKA-"Elektronik" wird laufend darüber berichted. Aber politisch korrekt: Umweltschutz ist schöööön. WEKA hat aber über Flockes Patentverein oder der Kampagne gegen EU-Softwarepatente adäquat berichted. Bei einer Zeitschrift die sich über Privat-Abos verkauft ist es letztlich eine Frage wie der Wind der öffentlichen Meinung weht. WEKA würde da schon auf die Meinung der Leser einschwenken. Ich vermute hierzulande hätten viele Leserbrief Richtung Fachpresse mehr Wirkung als Brief an Abgeordnete, weil letztere Staffage ein potemkinschen Dorfes sind.

MfG JRD

Es gibt aber gerade für Kleinhersteller deutlich bessere Angebote. Ich habe inzwischen meine Regsitrierung durch. Alles, ausser der Bezahlöung :-), wurde von take-e-way erledigt. Das war nach meinen Recherchen die günstigste Lösung. Ich bin an dieser Firma nicht beteiligt :-).

Gruß, Kurt

Kurt Harders MBTronik - PiN - Präsenz im Netz GITmbH mailto:news@kurt-harders.de http://www.mbtronik.de

Thorsten Ostermann wrote in news: snipped-for-privacy@news.dfncis.de:

Nun rate mal, welche Berufsgruppen in der Politik überrepräsentiert sind. Die brauchen noch nicht mal ne Lobby. Die sind sie selber.

M.

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Hallo Kurt!

Schließt die Lösung von take-e-way auch ein Rundum-Sorglos-Paket für den Export in andere EU-Länder ein? Da fangen nämlich meiner Meinung nach die Probleme erst richtig an.

Welches Paket (I, II oder III) hast du bei denen gebucht? Oder ist das ein individuelles Angebot gewesen?

Gruß Thorsten

Matthias Weingart schrub:

Ganz ernsthaft: Lehrer?

Ansgar

-- Mails an die angegebene Adresse erreichen mich - oder auch nicht! Gültige Adresse gibt's bei Bedarf! Mails to the given address may or may not reach me - valid return address will be given when required!

Ansgar Strickerschmidt schrieb:

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Gruß Dieter

"Ansgar Strickerschmidt" wrote in news: snipped-for-privacy@stargar.de:

Ja, die auch, aber ich meinte eher "Unter den knapp 14 Prozent Freiberuflern findet man vor allem Rechtsanwälte und Notare"

M.

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Nein. Es gibt eine klare Aussage der EAR, dass der Direktexport an Privat wie ein Verkauf in Deutschland verbucht werden muss. An Händler liefere ich nur in der Schweiz :-).

Paket III, alles rundum sorglos :-). Die Abwicklung hat bis zur Registrierungsnummer ca. 2 Wochen gebraucht.

Gruß, Kurt

Kurt Harders MBTronik - PiN - Präsenz im Netz GITmbH mailto:news@kurt-harders.de http://www.mbtronik.de

Kann die EAR für andere Länder sprechen? Das würde mich doch sehr wundern. Der Ablass hier befreit doch bestimmt nicht von Verpflichtungen dort.

Lutz

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Hallo Tilmann,

Da waere fuer mich der Punkt gekommen, ziemlich lautstark aus diesem Verband auszutreten. Aber wahrscheinlich sind Kleinunternehmer bei Euch dort eh nicht Mitglied.

Gruesse, Joerg

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Hallo Matthias,

Was ist denn mit den Leuten, die sich einfach online etwas aus dem Ausland bestellen? Schickt EAR dann sofort eine Fregatte los?

Jetzt fuehlen wir uns aber echt benachteiligt. SCNR.

Das allein sollte doch schon reichen, um den ganzen Kram rechtlich ins Wackeln zu bringen. Diskriminierung anderer Mitgliedsstaaten, Eingriff in den freien EU-Handel, und so weiter. Da sollte sich doch ein Haar in der Suppe finden lassen.

Dazu muss man sich zusammenschliessen. Zuallererst wuerde ich bei den IHK ordentlich Druck machen, dass sie gesammelt etwas dagegen tun. Schliesslich zahlen die meisten Kleinunternehmer bei Euch doch dort Mitgliedsbeitraege, oder?

Benachteiligung einzelner Laender gegenueber anderen? Noch ein Ansatz fuer Rechtsmittel?

Gruesse, Joerg

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Sie kann, da sie eine EU-Richtlinie umsetzt. Wenn sie dabei Fehler macht, ist das nicht mein Problem. Die WEEE-Nummer ist ja EU-weit definiert. Ausserdem taucht die Ware ja nicht im Verkauf auf, wird also in Deutschland in Verkehr gebracht.

Gruß, Kurt

Kurt Harders MBTronik - PiN - Präsenz im Netz GITmbH mailto:news@kurt-harders.de http://www.mbtronik.de

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