S: Temperatursensor mit Frequenzausgang

Apr 19, 2004 13 Replies

Moin,



ich suche 'nen Temperatursensor (10°C bis 40°C, 1°C Genauigkeit) mit einer der Temperatur proportionale Frequenz (oder Periodendauer oder besser sogar PWM) als Ausgangssignal. Einzige Kandidaten, die ich bisher gefunden habe sind MAX6576/MAX6577. Nur Maxim kommt mir ohne 2nd Source nicht in die Schaltung...



I2C, SPI Interfaces sind gerade mal nicht geeignet und die PWM-Ausgänge der Lüftersteuerungs-IC sind mir zu ungenau, dann kann ich auch 'nen NE555 mit Kondensator und NTC oder PTC nehmen.



Bei National, ADI, LTC, TI, Infineon, Rohm, ST war ich bisher erfolglos...



Gruß aus Kiel, Ingolf


Zynisch gesagt: Quarz. Ein IC müsste einen RC-Oszillator integriert haben. Wobei Kondensatoren viel Chipfläche wollen und schlechten Tempco haben.

MfG JRD

Hallo Ingolf,

Dafuer nehme ich normalerweise den LM331. Alt und leider nicht in SMD, aber wacker. Er sitzt in so vielen Produkten, dass ich nicht an eine baldige Abkuendingung glaube. Habe ihn gerade in einem neuen Kundendesign benutzt.

Gruesse, Joerg.

"Ingolf Pohl" schrieb im Newsbeitrag news:c60qoi$i1g$00$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

sogar

der

Mein Liebling für solche Zwecke war immer der AD537 . Braucht allerding noch ein paar passive Bauteile .

Mfg Hans-Georg

Ingolf Pohl schrieb:

Kann euer Bestücker DOB?

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Gruß Dieter

Naja, aber Max&Moritz macht (oder sagt, dass sie's machen) sowas ja auch in SOT23...

Und ich verlange doch nicht so viel mit Temperaturen zwischen 10°C und 40°C bei einer Genauigkeit von 1°C, oder?

Gruß Ingolf

Hi Joerg,

Ich dachte ja an so eine ganz einfache Lösung, Dreibeiner ohne was....

Trotzdem Danke für die Erinnerung an den LM331, den hatte ich schon gar nicht mehr auf'm Plan...

Gruß Ingolf

Wird der noch gebaut und in SMD? Da muß ich doch gleich mal bei Analog Devices vorbei, der hört sich so nach TO-5 ähnlichem Metall-Gehäuse an ;-)

Gruß Ingolf

Die on Board? Hört sich an wie'n Synonym für Seekrankheit, das kann er bestimmt, aber nackige Chips auf die Platte kleben kann er glaube ich nicht. Das wäre auch Kanonen mit Spatzen verschossen... Schließlich will ich nur möglichst einfach (!) Temperaturen in Innenräumen messen.

Ansonsten gar nicht so schlecht, warum packen sie die nicht mal in ein Standardgehäuse?

Ja,ja, die machen die Chefs mit ihren Anzeigen in den Zeitungen ganz heiß auf kurze Entwicklungszeiten und liefern dann doch nicht... Naja marketing-driven oder wie man das auf Marketing-Deutsch sagt ;-)

Gruß Ingolf

Hallo Ingolf,

Chip auf das Board ist eine gute Idee wenn es um hohe Stueckzahlen und knallharte Kostenkalkulation geht. Koennen viele grosse Bestuecker, zumindest in Asien. Der Chip wird auf die Leiterplatte geklebt, dann gebondet und anschliessend kommt ein Klecks eklig aussehender Masse drauf die dann aushaertet.

Die meisten Chips kann man als "bare die" bekommen, es macht besonders Sinn wenn der Platz eng ist und es wie beim LM331 keine SMT Version gibt.

Gruesse, Joerg.

Hallo Rafael, wieso zynisch? Es g i b t Temperaturmessquarze, die sogar eine recht gute Linearität haben. Da ich das aber vor Jahren gelesen habe, kann ich keine genaue Quelle angeben. Vielleicht hilft ja auch einer der modernen RC-Präzisionsoszillatoren (ca. 1% Genauigkeit) die neuerdings als Quarzoszillatorersatz angeboten werden. Da könnte ich die Typenbezeichnung rausfinden. Gruss Harald

Ich habe auch Zeitschriften-Artikel dazu. Jedoch:

  • der Quarz ist ja thermisch in seinem Gehäuse gut isoliert, die Zeitkonstante also mau.
  • die Auswertung dürfte mühsam sein. Ich vermute 2. identischen Quarzoszillator auf konstanter Temperatur die oberhalb ( Ofen ) oder unterhalb des Meßbereichs ist und Mischer der auf Nf umsetzt wo man dann im Controller auszählt.

Normaler Quarz als Sensor ist deshalb nicht so häufig. Offener Quarz wurde in 60ern von TI in Halbleiter- fertigung beim eingesetzt. Durch das Material das sich anlagerte veränderte sich die Masse und damit die Frequenz und man konnte Schichtdicke laufend mitmessen. Erforderte wohl für jeden Fertiungslauf neuen Quarz, aber Quarz ohne Gehäuse machts ohnehin nicht lange. Ähnliches Prinzip wird auch manchmal für chemische Sensoren propagiert wo man den Quarz mit etwas beschichted an das sich andere Substanz gern anlagert.

MfG JRD

Ist zwar OT, aber die Schichtdickenmessung mit Quarz funktioniert recht einfach und Zuverlässig. Wir messen mit einem solchen Gerät Goldschichten im nm-Bereich innerhalb eines Sputtergeräts. Vor Beginn der Messung wird die Differenzfrequenz (NF) mit einem Drehknopf auf Null gestellt, und wenn die gewünschte Schichtdicke erreicht ist, schaltet sich das Sputtergerät ab. Das funktioniert auf jeden Fall für viele Sputtervorgänge hintereinander und das Quarzplättchen ist auch einfach ohne Spezialwerkzeug auswechselbar. Ich habe zwar noch nicht nachgemessen, ob die Schichtdicke auch stimmt; eine grosse Genauigkeit ist aber für unsere Anwendung (Messungen im Rasterelektronenmikroskop) nicht so wichtig. Gruss Harald

Interessant, habe sonst nie gehört dass das wirklich Verbreitung hat.

Normale Quarze aber ohne Haube mit Bodenplatte und Drähten ? Oder sind das wirklich nur Quarzscheiben die in eine Halterung gesteckt werden ?

Selbst wenn man bei normalen Quarzen einfach die Haube absägt müsste man noch doktern: erstmal in Isolierschicht tauchen, daß der Metallüberzug später keinen Kurzschluß macht. Dann Metallisierung damit man bereits zu Beginn der Messung Lastkapazität parallel zum Quarz hat und der Quarz wirklich nur noch durch Masseveränderung die Frequenz ändert. Ansonsten kann es natürlich stimmen, daß man den Quarz mehrfach benutzen kann, weil die Masse der Anlagerung gering im Verhältnis zur Masse des Quarzes selbst bleibt.

MfG JRD

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