Deutsche Qualitaetspresse, anerkannt und zitierfaehig

Aug 05, 2026 Last reply: 7 hours ago 70 Replies

Aus der Taz von morgen

formatting link
"Herkömmliche FPV-Drohnen werden über Funk gesteuert – eine Verbindung, die durch Maßnahmen der elektronischen Kampfführung gestört werden kann. Allerdings setzen russische Truppen zunehmend Drohnen ein, die über ein Glasfaserkabel gesteuert werden, über das sowohl Steuerbefehle als auch Bilddaten übertragen werden. Solche Fluggeräte lassen sich mit herkömmlichen Mitteln nur sehr schwer stören."



"Das kleine Fluggerät kann Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde erreichen, im Tiefflug operieren, zwischen Häusern und Bäumen manövrieren und ein bestimmtes Ziel ins Visier nehmen. "



Vielleicht ist diese Qualitätsquelle politisch genehmer:

,----[

formatting link
]

| An der Front in der Ukraine bauen Vögel ihre Nester inzwischen aus | Glasfaserkabeln von Drohnen. Forscher sprechen von einem seltenen | Zeugnis dafür, wie der Krieg selbst die Natur verändert. FOCUS online | bei Google bevorzugen | | Zwischen Feldern, Dächern und Bäumen an der Front in der Ukraine liegt | inzwischen ein neues Material: ultradünne Glasfaserkabel, die von | FPV-Drohnen zurückgelassen werden. Genau diese Kabel haben Vögel | offenbar für den Nestbau genutzt. Forscher sprechen von einem | außergewöhnlichen Fund. Er zeigt, wie tief der Krieg inzwischen in die | Natur eingreift. | | Der Biologe Auke-Florian Hiemstra, der sich mit künstlichen | Materialien in Vogelnestern befasst, sagte laut „Reuters“: „Ich habe | noch nie solche Nester gesehen, und ich habe sehr, sehr viele | Vogelnester gesehen.“ Für ihn sind die Nester nicht nur biologisch | interessant, sondern auch ein Dokument des Krieges. `----

Ich versteh es nicht: Was ist grob falsch oder auch nur schlecht formuliert? Worauf willst du hinaus?

/ralph

Ich habe mich mal wieder geirrt. Der Artikel schmeißt zwar Sachen zusamen, schnell und sehr manövrierfähig verträgt sich damit nicht, aber die Glasfasersteuerung gibt es wirklich.

Kommt jetzt auch die oft angekündigte Kabeltrommel für Festnetztelephonie im Auto?

Am 05.08.26 um 19:10 schrieb Axel Berger:

Ist doch sowohl technisch korrekt als auch politisch neutral. Allenfalls die Geschwindigkeitsangabe könnte veraltet sein, es kommen wohl zunehmend auch Drohnen mit Strahltriebwerken zum Einsatz.

Was stört dich?

Am 05.08.26 um 20:00 schrieb Axel Berger:

Jeder Helikopter beweist das Gegenteil und die weit verbreiteten Quadcopter-Drohnen sind Helikopter.

Zumindest die Fasertrommel mit Abrollvorrichtung konntest bis vor wenigen Wochen bei Wildberries bestellen. Die praktikable Reichweite soll bis in den mittleren zweistelligen Kilometerbereich reichen, bei Prototypen auch schon mehr.

Doch, auf Twitter findet man haufenweise Videos von solchen Drohnen, wo man beides absolut bestätigen kann. Die Dinger *sind* schnell, und sie *sind* sehr manövrierfähig.

/ralph

Siehe z.B.:

formatting link
/ralph

Und Geschwindigkeiten bis zu 60km/h angeblich.

/ralph

Das ist seit vielen Monaten auf beiden Seiten im Einsatz. Entsprechend sieht man an manchen Frontabschnitten die Landschaft dicht mit Glas- faserkabeln belegt. Das aufzuräumen nach dem Krieg wird auch kein Spass. Und mittlerweile nutzen Vögel die Glasfaserfragmente auch zum Nestbau.

Ja? Speziell auf Geschwindigkeit optimierte Drohnen können noch schneller, aber die sind dann eher fürs knapp über dem Boden durchs Gelände manövrieren gedacht.

Man liest sich, Alex.

Hast Du die Dinger mal in Aktion gesehen? Das Leistungsgewicht der Antriebe bei den Drohnen ist geradezu obszön heftig, die Motoren leicht (und reagieren daher extrem schnell auf Steuerimpulse), die Dinger sind auch bei Geschwindigkeit sehr manövrierfähig.

Erster Fund nach 10s Suche auf aliexpress:

formatting link
mit 3..30km Glasfaser zur Fernsteuerung von Drohnen, 0.27mm Faser) das wird dann mit zwei Wellenlängen (up/down) beschickt, fertig.

Musst halt alle 30km Fahrstrecke neu einstecken, das nervt sicher recht bald. Und eine Busse wegen Littering gibt es auch.

Man liest sich, Alex.

Ja. Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit sind beeindruckend. Und jetzt stell Dir vor, an der Drohne hängt noch eine Sprenggranate mit Aufschlag- zünder und aus beeindruckend wird erschreckend.

Bei Wildberries läuft gerade der Upload der Produkte in die Cloud, die werden dann in Form von Asche zugestellt.

Kabeltrommeln dafür bis 30km findet man innert 10s auf Aliexpress, da gibt es garantiert auch noch besseres von anderen Quellen.

Man liest sich, Alex.

Hallo Hergen,

Du schriebst am Wed, 5 Aug 2026 20:19:00 +0200:

(_Mich_:) Der Aufwand, "nachher" wieder einen einigermaßenm annehmbaren Zustand zu erreichen; das dauert Jahrzehnte. Aber vielleicht sollte man die Menschen einfach so weitermachen lassen, dann erledigt sich das Problem möglicherweise schneller als ihnen lieb sein können sollte...

350 km/h, aber per Funk. zB "red bull drone race" suchen...

oder "FPV drone race" auf YouTube o.ä.

Thomas Prufer

In der linken TAZ hocken Fantasteure. Das mit den Glasfaserkabelchen mag in verkehrsberuhigten Zonen gehen, aber bei uns ist die Chance groß, dass das Kabel gerissen wird und die Sprengladung sich vor irgendeinem Aldi verschwendet. Es bleibt also Funk. Aber nicht mit weitreichenden Sendern in der Drohne, wegen Gewicht. Und steuern ohne Rückübertragung von Bild ist nicht besser als nur GPS-Empfang. Also können die Akteure höchstens in einem abschätzbaren Abstand vom Ziel gehockt haben. Wie ist eigentlich die erfassbare Mindestgröße eines Flugkörpers für das lokale Flughafenradar?

Grüße, H.

Die werfen halt Langstreckendrohnen, die ählich Propellerflugzeugen in ein paar zehn Meter HÖhe mehrere zehn Kilometer fliegen, aber auch nur begrenzt manövrierfähig sind, mit dem zusammen was wir hier als Fotodrohnen kennen.

Das entspricht dem Technikwissen eines durchschittlichen Journalisten. Ich bezweifle, dass man bei der rechten Presse mehr Ahnung von Technik hat.

Ich denke wir sind uns da einig dass in Leipzig da eher eine Fotodrohne verwendet wurde die statt der Kamera Sprengstoff an Bord hatte. Die muss also irgendwo aus der Nähe gesteuert worden sein.

Selbst das ZDF geht ja davon aus, dass ein elektronisches Stellwerk nicht digital wäre, nur weil die DB den Begriff "digitales Stellwerk" für ein weiterentwickeltes ESTW verwendet.

Grüße Marc

Am 06.08.26 um 09:58 schrieb Heinz Schmitz:

Hallo Dulli.

Ein Flughafen ist eine verkehrsberuhigte Zone in Bezug auf Bodenverkehr. Die zulässigen Rollwege sind auf öffentlich zugänglichen Karten eingezeichnet und werden strikt eingehalten, auf Abstellflächen herrscht nur selten Verkehr, auf Freiflächen besteht bestenfalls alle paar Wochen mal die Gefahr, mit einem Rasenmäher in Konflikt zu geraten.

Schon kleinste Hobbydrohnen erreichen auf Freiflächen Reichweiten von mehreren 100m. Das reicht locker bis zum Zaun. Dort wiederum kann man unauffällig einen Repeater platziert haben. In dicht besiedeltem Gebiet (wir sind hier nicht an der Front!) besteht zudem Mobilfunk als Option. LTE-Modems sind winzige Module, wiegen nur wenige Gramm, und bieten genug Bandbreite für einen Videostream in allerbester Qualität.

In unmittelbarer Bodennähe (laut Berichten hat der Busfahrer das Ding mit der Hand eingefangen!) dürfte das Radar nur sehr eingeschränkt funktionieren, wenn überhaupt.

Das hat nichts mit der TAZ zu tun. Es ist Fakt, dass solche Glasfaser-Drohnen in der Ukraine intensivst verwendet werden, so sehr, dass manche Gegenden wie mit Spinnennetzen bedeckt aussehen;

formatting link
die TAZ)

Das Problem beim Funk ist die leichte Störbarkeit im Nahbereich (im Schützengraben etc.). Darum verwenden beide Seiten Glasfaserdrohnen. Diese Drohnen haben routinemäßig kilometerlange Glasfaserspulen (die Fasern sind leicht und dünn) dabei.

/ralph

Nein. Es gibt im Ukraine-Konflikt auf beiden Seiten kleine, kompakte Drohnen, die tethered mit Glasfaserkabeln fliegen. Das ist auch keine Erfindung der TAZ, das kannst du so auch bei vielen internationalen Medien nachlesen. Auch über 10km oder mehr, auch sehr schnell.

Nein. Es entspricht schlicht der Realität, dass sowas verwendet wird. Ja, vor 5 Jahren hat man das noch nicht gekannt, aber heute ist das in der Praxis verbreitet.

/ralph

Ja, habe ich jetzt auch gefunden und bis zu 60 km/h. In der Taz steht dann woanders etwas von 150 km/h, längerem Umkreisen eines fahrenden Autos, und andere komplexe Manöver. Jetzt, wo ich begriffen hatte, es handelt sich um verschiedene Drohnen und Einsatzformen, habe ich meinen Einspruch weiter oben schon zurückgenommen.

Es wird (nicht nur) im Alter immer schwieriger, der rasnten technischen Entwicklung zu folgen.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required