Ätzanlage selbstgebaut

Mar 03, 2006 23 Replies

Hallo NG,



bin dabei mir eine Ätzanlage zu bauen. Stosse dabei auf zwei Probleme, die ich allein nicht lösen kann, die aber von jemandem, der ähnliches auch gemacht hat leicht zu beantworten sind.


- Welchen "Kleber" verwende ich? In der FAQ wird auf eine Seite verwiesen (

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) auf der das Silikon "Probau: Aqua Dicht" abgebildet ist. Bekomme ich in meiner Region Wolfsburg nicht wirklich in den Baumärkten bzw. Fachgeschäften.



Kennt jemand eine Alternative, die ich verwenden kann?


- Die notwendige Leistung der "Luftpumpe" ist mir nicht klar. Die Abmessungen meiner Küvette sollen sein: B x H x T [mm]: 250 x 300 x 35 Welche Größe von Pumpe sollte ich mir besorgen. Gemessen wird wohl in zu "belüftender" Aquarumsgröße. Habe gefunden:


"Christian Engel" schrieb im Newsbeitrag news:du8hhp$idu$ snipped-for-privacy@news1.wobline.de...

Jedes Silikon geht, es muss nicht mal aquarientauglich sein weil im Aezubad keine Fische sind, achte auf fettfreie Glaese, mit Aceton abwischen.

Die kleinste tut, es liegt eher am Blubberschlauch, ob der gute gleichmaessige Loecher hat. Stell die Pumpe UEBER den Aetzmittelspiegel, damit das Aetzbad nicht auslaeuft.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Oh ja, geh mal in die Haushaltwarenabteilung eines Grossverteilers oder in einen Spezialladen. Dort kannst Du so durchsichtige Cerealienbehälter kaufen die ziemlich genau diese Abmessungen haben. Gibt verschiedene Hersteller. Das Beste dabei ist dass es die auch gleich noch mit Deckel gibt, d.h. es spritzt im Ätzbetrieb nichts dabei raus. In den Deckel klebst Du dann noch den Aquarienheizstab durch ein Loch Durch das Du dazu in den Deckel machst und den Schlauch für die Belüftung und fertich.

Vorteile:

- Ziemlich preisgünstig (so um die ?3 - 5 für den Behälter)

- Todsicher dicht da aus einem Stück

- Passender Deckel der ebenfalls dicht schliest

- Du bist sehr schnell fertig damit

Tip, anstatt einen teueren spezial Heizstab zu kaufen kaufst Du Dir einen Aquarienheizstab. Die gehen "offiziell" zwar nur bis 40Grad, aber, achte darauf dass Du einen nimst dessen innereien Du herausziehen kannst. (Habe eigentlich noch keinen gesehen bei dem das nicht ginge). Du wirst dann drinnen einen Bimetallschalter finden und die Temperatureinstellung funktioniert über eine Schraube mit Feingewinde. Da gibt's dann so ein Plastikteil das einen Anschlag hat der die höchste Temperatur bestimmt. Enstprechende Nase wegschneiden und schon hast Du einen Stab der auch im oberen Temperaturbereich wunderbar funktioniert.

Für diese Küvettengrösse sollten auch die kleineren Pumpen genügend gut sein.

HTH

Markus

"Markus Zingg" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

25 x 30 cm bei nur 3,5cm Breite ? Nie gesehen.
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Schon richtig, die sind etwas breiter, und wenn's geau so sein muss kommt man am selberbauen nicht vorbei. Kann aber gut sein dass der OP mit Eisenchlorid ätzen will wo's vielleicht ja nicht so genau auf die Menge ankommt.

Übrigens, es gibt tatsächlich Behälter mit ziemlich genau diesen Innenmasen. Allerdings aus Glas. Habe die mal bei einem Möbelhaus hier in der nähe (CH) gesehen. Für's ätzen wären die wohl auch nicht so schlecht wenn auch die Dinger ziemlich schweer sind (hatten eine dicke Wandstärke). Für meine Zwecke waren mir die seinerzeit zu unhandlich (DuKo Anlage) und die von mir erwähnten Behälter tatsächlich zu dick weil die Chemikalien die ich dazu kaufen musste schlicht zu teuer waren.

Markus

"Markus Zingg" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Man will nicht 5 Liter Aetzfuelligkeit haben muessen, wenn man nur eine Platine machen will, egal welches Aetzmittel (Eisen(III)chlorid ist bei Kuevenntenaetzung eher eine Ueberschaeumende Katastrophe).

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Hallo,

ersteinmal vielen Dank für die Antworten.

Bin eigentlich auf Natriumpersulfat als Ätzmittel aus. Allerdings bin ich da offen, da ich Einsteiger in die Elektronik bin und mir im Prinziep die Ätzanlage bei Reichelt kaufen wollte. Da ich aber im Netz über den Link (s.u.) gestolpert bin, habe ich mal die Preise im Baumarkt angeschaut.

Aquariumheizung+Pumpe ca. 20-25?, Glas hatte ich noch liegen. Ist zwar Verbundglas, allerdings sollte die eingeschlossene Folie nicht hinderlich sein.

Möchte im Prinziep "nur ätzen". Gibt es da denn solche Unterschiede im Ätzbadmaterial?

Würde natürlich auch gern dieKunststoffbox verwenden, es in einfach fertig und ich muss kein Silikon mehr kaufen gehen. Für mich zählt allerdings, dass das Behältnis dicht ist. Da ich keine grosse Ahnung von der Wirkung der unterschiedlichen Chemikalien auf Kunststoff bzw. Silikon als Kleber für Glasplatten habe, bewege ich mich halt auf der sicheren Seite. Bei Reichelt stand geschrieben zu Natriumsulfat geschrieben: Nur Keramik-, Glas- oder Emaillegefäß verwenden.

Jetzt mal eine Grundsatzfrage: Wer kann mir einen Tip zum für mich richtigen Ätzmittel und zum richtige Ätzgefäss geben?

Für mich sind wichtig:

- Saubere Ätzbilder

- vernünftige Entsorgungsmöglichkeiten der alten Ätzmittel

- Preis ist auch wichtig, allerdings werde ich keine hunderte von Platinen ätzen

- Wenn es so ein "Mittelchen gibt", kann ich es in eine "Tupperbox" einsetzen?

Gruß

Christian

Markus Zingg schrieb:

Sorry,

hatte in der FAQ den Hinweis auf die Anleitung von erickbuchmann.de "wohl überlesen".

Also wird es wohl Natriumpersulfat sein. Verträgt sich die "Tupperdose" damit?

Gruss

Christian

Christian Engel schrieb:

Hallo,

Christian Engel schrieb:

Da gibt es ja auch verschiedene Kunststoffe, die im Einsatz sind. Im allgemeinen aber: Ja. Aber mit Natriumpersulfat brauchst du unbedingt die Wärme, sonst ätzt das nicht richtig.

Ich bin bin selber noch auf der Suche nach _der_ Ätzanlage. Bis dahin tut es auch die Tupperschale mit Eisen-III-chlorid. Das ätzt selbst bei Zimmertemperatur noch ausreichend gut, und warm dann so richtig gut. Schütteln beschleunigt den Vorgang erheblich, auf traumhafte Zeiten. (Gefühlte 1-2 Minuten).

mfg Björn Schrader

Ich will Dir nicht grundsätzlich wiedersprechen, aber ich verwende eine Box, die ist etwas weniger breit (brauch ich bis Europakarte - stehend) und die fasst blos 1.5 Liter. Die erwähnten Deckel helfen natürlich sehr wenn's ums Thema schäumen geht.

Markus

"Markus Zingg" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Ja WELCHE denn ? Da fragen wir doch nun schon 2 mal nach.

'Geiler Sportwagen für nur 2,50 EUR' klingt aehnlich vielversprechend bis man das Matchbox-Auto sieht.

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Hallo,

also ich war jetzt mal im Großhandel um die Ecke.

Dort haben sie im Angebot:

- Warmhaltebehältnis in passder Größ - aus Polycarbonat inkl. Deckel aus Polycarbonat - aus Edelstahl inkl. Deckel - kann man auch gegen den Polycarbonatdeckel tauschen - 2l Saftkanne, so dass eine Europlatine nebst Heizung und Halter bequem reinpasst.

Welches Material verträgt das Natriumpersulfat?

Gruss

Christian

Christian Engel schrieb:

Ok, sorry habe das nicht so interpretiert. Die sind von Migros in der Schweiz (eigenmarke - Made in Switzerland). Ich denke aber dass es wohl auch vergleichbares in D geben sollte?

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Ist die kleine Box die ich meine. 1.5l Fassungsvermögen. Der Preis 7.- ist in CHF also knapp 5 EUR.

Logo :-) Europakarten passen da stehend super rein. Bastelt mach sich einen entsprechenden Halter passen da auch zwei oder drei gleichzeitig rein.

Der Deckel ist genial da sehr sauber mit Gummi abgedichtet. Ist ja auch gedacht um Lebensmittel frisch zu halten - also ziemlich Luftdicht.

Man kann damit eine Ätzanlage bauen mit Heizung & Lüftung & pipapo, oder - entsprechende Haltevorrichtung voraussgesetzt - einfach Print rein - schütteln - print raus, in die Ecke stellen und vergessen.

Markus

Vergiss den Edelstahl, ist zwar theoretisch auch bis zu einem gewissen Grad säurefest, aber Kunststoffe sind hier in der Regel besser. Die Box welche ich oben den Link angegeben habe ist aus Polypropylen.

Bei den (vermutlich) günstigen Preisen kannst Du Dir ja leicht leisten einfach einen Test zu machen. Ob Polycarbonat auch geeignet ist weis ich nicht. PVC geht üblicherweise auch.

Von Natriumpersulfat würde ich Dir aber abraten. Das ist auf die Dauer schnell teuer und nicht ganz unproblematisch. Mit Eisen(III)chlorid siehst Du zwar den Print nicht, aber mit zwischendurch rausnehmen und kontrollieren weist Du schnell wie lange das dauert. Wenn Du dafür sorgst dass die Ergebnisse reproduzierbar sind brauchst Du schon nach einigen malen den Print nur noch rauszunehmen wenn er fertig ist. Falls Du nicht allzuoft Prints machst, dann lohnt es sich wohl die Ergebnisse für das nächste mal zu notieren.

Markus

Markus Zingg schrieb:

ACK.

Und damit sowohl für Natriumperoxodisulfat wie auch Eisen(III)chlorid geeignet.

Polycarbonat ist ungeeignet, PVC nur als Hart-PVC, die sonst enthaltenen Weichmacher nicht nicht oxidationsstabil.

Insbsondere darf das Aufbewahrungsgefäß nicht druckdicht verschlossen werden.

Gruß Dieter

Hallo Markus,

also werde ich mich mal mit dem Eisen(III)chlorid auseinandersetzen. Also, ich brauche 40-70° und keine oder nur geringe Luftzufuhr? Richtig?

Kann ich mit Eisen(III)chlorid Ergebnisse erzielen, bei denen ich eine Leiterbahn durch zwei PINS im Raster 2,54 mm durchführen kann?

Werde mal morgen mein Glück in der Apotheke versuchen. Vielleicht bekomme ich es ja dort auch. Bei Reichelt finde ich es leider nicht.

Gruß

Christian

Markus Zingg schrieb:

Hi,

Ja. _Keine_ Luftzufuhr, das gibt nur Sauerei. Gut ist allerdings Bewegung in der Suppe, beispielsweise durch Schütteln eines komplett geschlossenen Gefäßes. Erwärmung hilft zwar, ist aber bei einer frischen Lösung eigentlich unnötig. Je mehr Kupfer schon in der Suppe drin ist, desto mehr "Überredung" brauchts.

Geht mit Eisen(III)Chlorid genauso gut wie mit anderen Ätzzmitteln. Die Kunst ist, so schmale Leiterbahnen überhaupt erstmals ätzfest aufs Kupfer zu "malen". In Fototechnik natürlich kein Problem, aber irgendwie habe ich das Gefühl, daß Du dir das nicht auch noch gleich antun möchtest.

In meiner Kindheit konnte man Eisen(III)Chlorid als fertig angesetzte Lösung in der Apotheke kaufen. Kostete dann zwar auch Apotheken-Preise, war aber auch nicht astronomisch teuer (Gut, ich wußte damals noch nicht, was das Zeug als Granulat in größeren Packungen kostet). Als Ätzgefäß diente eine Glas-Auflaufform, da kam die Platine liegend rein :-) Plastik-Pinzetten oder _gute_ Gummihandschuhe sind noch empfehlenswert, um die Platine wieder rausangeln zu können. Ach ja: Eisen-III-Chlorid macht _scheußliche_ Flecke. Wenn man Ärger mit der Wohnungsregierung vermeiden will, empfiehlt sich großflächiges und gründliches Abdecken von Möbeln und Teppichen und abgetragene Kleidung. (Andere Ätzmittel machen vielleicht nicht diese ekligen Flecken... dafür aber nach einiger Zeit Löcher.)

Viel Erfolg wünscht Michael Kutscher

www.kutschersoft.de

"Michael Kutscher" schrieb im Newsbeitrag news:4408963f$0$13799$ snipped-for-privacy@newsread4.arcor-online.net...

Eisen(III)chlorid duerfte eine der billigsten Chemikalien, zumindest bei tonnenweiser Lieferung sein, ist letztlich Abfall, insofern ist jeder Apothekenpreis uebertrieben.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

Ne, Abfall ist das keiner, das verwechselst du mit Eisen(II)sulfat. Eisen(III)chlorid wird mit nicht ganz geringem Aufwand hergestellt (Eisen in Salzsäure lösen, dann mit elementarem Chlor weiter oxidieren, anschließend einengen bis es als Hexahydrat krstallisiert). Rechne mal mit EUR 3,-/kg bei Kartonabnahme (25kg).

Gruß Dieter

Ja, aber wie andernorts bereits erwähnt kannst Du wählen ob Du erwärmen oder bewegen willst. Wenn Du so ne Box mit Deckel nimst wie ich einen Link angegeben habe, ist es kein Problem die Box mit dem Print zu verschliessen und das ganze 1-2 Minuten von hand zu schütteln. Alternativ kannst Du es natürlich mit Heizstab etc. machen, ist aber eigentlich komplizierter. Im Prinzip kommt es darauf an dass das Ätzmittel ja Kupfer aufnimmt und die gesättigten Teile möglichst wieder durch frische ersetzt werden. D.h. das Ätzmittel sollte möglichst schnell an das Kupfer heran und wieder weg. Wie Du das machst ist ziemlich wurst. Je gleichmässiger das geht desto feinere Strukturen kannst Du Ätzen.

Das ist ziemlich unabhängig vom Ätzmittel. Eisen(III)chlorid ätzt relativ langsam und da hast Du die Möglichkeit nötigenfalls noch einzugreichen. 2,54 mm Raster ist aber - naja, schon fast eine Autobahn. Das geht gaaanz locker. Natürlich must Du die FAQ genau lesen, Belichtungsreihe machen etc. Wichtig bei diesen Dingen ist die Reproduzierbarkeit. D.h. die Umgebungstemperatur sollte konstant sein (ist z.B. in beheizten Räumen normalerweise nicht ein Problem, kann aber in der Garage eines werden) und auch alle Zeiten etc. solltest Du immer gleich halten und nur möglichst wenige Faktoren von Versuch zu versuch ändern. Resultate AUFSCHREIBEN - weil eventuell bis zum nächsten Print durchaus ein paar Monate vergehen können.

Wenn Du's sonst nirgendwo kriegst,

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die haben das.

HTH

Markus

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