Altert Wärmeleitpaste?

Sep 05, 2006 15 Replies

Hallo,



in unserem örtlichen Anzeigenblättchen gibt es ab und an mal eine Beilage namens "NEMAQ - Das Computermagazin". Darin ist in einem Artikel über die Reinigung verstaubter PCs zu lesen:



"Auch das Wärmeleitpad bzw. die Wärmeleitpaste [...] ist irgendwann nicht mehr leitfähig [...]. Wärmeleitpads sollten in der Regel alle 6-9 Monate [...], Wärmeleitpaste hingegen sollte sogar alle 3-6 Monate erneuert werden."



Dies höre (bzw. lese :-) ) ich heute zum ersten Mal - hier tut eine HiFi-Anlage aus den 80ern klaglos ihren Dienst, bei der die Wärmeleitpads an den Endstufentransis skandalöserweise noch gar nicht gewechselt wurden. Auch die CPU in meinem PC ist seit über 3 Jahren mit billiger weißer Wärmeleitpaste von Reichelt unangetastet verbaut, ohne dass ich je irgendeinen ungewöhnlichen Anstieg der Temperatur beobachtet hätte...



Kann hier jemand diese unheimlich schnelle Alterung von Wärmeleitpaste bestätigen? Empfiehlt es sich etwa tatsächlich, diese ab und zu mal zu erneuern? Oder möchte da nur jemand, dass der durchschnitts-DAU alle paar Wochen mal gut etwas an seinem PC zu basteln hat? :-D



Liebe Grüße Florian Roth


http://tinyurl.com/ms3ty

Florian Roth schrieb:

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No comment.

Wahrscheinlich nur, wenn deren verstaubter Ramsch verwendet wurde.

Marketingtricks: Vorher nicht bestehende Bedarfe müssen befriedigt werden. Daher werden Thesen von unbedarften Redakteuren aufgestellt. Märkte gilt es zu erschließen.

Es war schon immer so: Was nix kostet, taugt auch nix. Wissen, wägen, werten. In dieser Reihenfolge.

Verwende Schlangenöl! Benutze brain.exe!

Thomas

Thomas Huebner schrub:

Naja - je nach Einsatzbedingungen altert Wärmeleitpaste schon. Aber nicht im Bereich von Monaten, sondern eher von mehreren Jahren. Also ich würde einer heutigen CPU vielleicht alle 3 bis 4 Jahre mal neue Paste gönnen - die Biester werden ja im laufenden Betrieb doch recht warm, anders als ein HiFi-Verstärker, der immer bei Zimmerlautstärke rumdümpelt. Entsprechend ist die Verdunstung der flüchtigen Anteile bei PCs höher als bei der alten "braunen Ware"; da kann's einem nach Jahren aus einem PC schon mal entgegenbröckeln. :)

Ansgar

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"Florian Roth" schrieb im Newsbeitrag news:44fd1fa3$0$17393$ snipped-for-privacy@newsspool2.arcor-online.net... ..

hi, was fuer ein schund

die reine waermeleitfaehigkeit sollte im eigentlichen spalt nicht leiden. da moderne leitpasten aber umweltfreundliche bestandteile haben, die oekologisch abbaubar und ungiftig sein muessen, gammeln die schonmal, oder verlieren ihre viskositaet. bei grossen kuehlern wie dem auf der cpu kommt es wegen der unwuchten aber schonmal zum vibrieren und loesen vom die. wenn die paste dann nicht "nachgibt" oder zurueckfliesst, verschlechtert sich die wirkung enorm. das pruefen hat denselben effekt, man muss sie erneuern. bei den pads kommt es zu einer bleibenden verformung, die durch die waerme sozusagen eingetempert wird. nochmal festmachen kann man die nur im braunen sektor, dort geben halteschrauben enorme pressdruecke her, eine moderne cpu haelt das nicht aus. die muss man da also auch gelegentlich tauschen. ueber die fristen allerdings gibt es keine untersuchungen. bei "pilzbefall" etwa unter see-bedingungen ist sowas schonmal eiliger. ein trocken dahinsurrender server muss das vermutlich nur beim upgrade erleiden, oder wenn der quirl laut wird. moderne rechner werden ja sowieo alle paar monate/jahre umgebaut. bestimtme pasten sind nicht loesungsmittelhaltig, wie der silber-kuehler, der mit metallisch weichem silber jede paste einspart. es gibt auch pasten mit kupferkoernern (beste kuehlpaste ueberhaupt ist "kupferpaste", hat jeder antennentechniker im kasten, kennt jeder motorbootbastler), oder andere weiche metallbestandteile. da ist das gammelnde loesungsmittel nur ein fliessverbesserer aus der tube. (habe mir mal testweise einen kuehlkoerper mit kupferplatte verzinnt. ist schwer zu dimensionieren wegen dicke und gleichmaessigkeit, geht aber ganz praechtig. muss wohl fast reines zinn sein, kein blei, moeglichst weich)

naja, mein fisher-verstaerker kriegt je nach nutzung schonmal 60° auf dem block. ist aber dennoch nicht noetig. mechanisch wird er ja nicht belastet. die naechste box ist meter weg, und gegen koerperschall gibts gummifuesse...

die schlimmste "paste" ist eine weisse zahnpasta, offenbar aus kreide und salatoel angeruehrt. funzt fast genausogut wie teure produkte, ist (theoretisch) essbar, man spart also die hinweise auf der packung und die kindersichere spritze....doch das zeug gammelt sichtbar. schon nach 6 monaten sieht soein leitfilm aus wie geronnene milch. die korngroesse darin ist ungleichmaessig, und wenn das loesungsmittel am rand ausgast, zieht es masse aus dem spalt nach, was im inneren luftblasen erzeugt. das ist dann kein scherz mehr. doch solche "pasten" sind heutzutage selten bei den besseren kuehlern dabei. damals gabs die in tuetchen, wie senf.

lachen ist gesund, gUnther

Am Tue, 05 Sep 2006 10:32:22 +0200 schrieb Ansgar Strickerschmidt:

Also, wenn dir Wärmeleitpaste entgegenbröcket, hast du was falsch gemacht. das Zeug soll doch nur Unebenheiten zwischen dem Bauteil und dem Kühlkörper ausgleichen. Also *dünn* auftragen, du schmierst keine Butterstullen. Dann kannst du davon ausgehen, daß deine Paste solange gut ist, wie der Rechner in deiner Bude steht und erst schlecht wird, wenn die Kiste in der Elektroschrottverwertung endet, es sei denn, du kippst sie in die Tonne. In diesem Fall verglüht sie in der Müllverbrennung, und dort schützt keine Wärmeleitpaste den dort thermisch sehr überlasteten Prozessor.

Holger, der schon funktionierende 286er weggeworfen hat

Holger Bruns schrub:

Ja doch, ist *mir*persönlich* klar. :)

Sowas tut man doch nicht. Da draus baut man Lichtanlagen für die eigene Rockband. :)

Ansgar

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Guido Grohmann schrieb:

Früher hab ich da gerne 'Apiezon H' genommen, eigentlich ein Hochvakuumfett. Das Zeug ist sauteuer, aber als Wärmeleitpaste prima.

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Gruß Dieter

Darauf muss einer erstmal kommen...

Dan Oprisan schrieb:

Ooch, einer meiner Kollegen zu Unizeiten hat damit die quietsche Sitzschiene in seinem Fiat Panda ruhig gestellt, war grad nix anderes da.:-)

Gruß Dieter

Ich habe hier noch WLP in Verwendung, die ich etwa

1972 bei Radio RIM kaufte. KF-400, Herst. Fa. Seifert, Ennepetal.

Die ist immer noch sämig pastös, deutlich 'trockener' als NiveaCreme.

Ich kann mir aber vorstellen, daß ab etwa >65° dauerhaft nach 5..8 Jahren Verdunstungen negativ wirken.

Ich schätze, chemische Veränderungen kommen nicht vor.

Für PC-Prozessoren habe ich Arctic Silver II.

Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong var@schellong.biz www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz http://www.schellong.de/c.htm

Hallo Dieter.

Mmmmmh. Ich habe hier "Silicon-Hochvakuumfett mittel" Nr. 1.07922 von Merck. Bei Gelegenheit werde ich das Zeugs dann auch mal als W=E4rmeleitpaste testen. .-)

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W=E4rmeleitpaste scheint mir eh eine mixture aus Silicon=F6l und Aluminiumoxid oder Tantaldioxid zu sein. Zumindest l=E4sst sich das, was wir hier in grossen B=FCchsen haben, Slicon=F6ltypisch sehr gut mit alkohol abwaschen.

Mit freundlichem Gru=DF: Bernd Wiebus alias dl1eic

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Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression. Jeder echte Wettbewerb ist ruin=F6s. Darum beruht jede funktionierende Wirtschaft auf Schiebung. Ich will keine besseren Politiker. Ich will ein besseres Volk.

Dieter Wiedmann schrieb:

also so ein Universalding: auch als Gleitkreme und Brotaufstrich zu gebrauchen, wenn nichts zu hand?

Ich benutze das Zeug um Objektivgewinde etwas schwergängiger zu machen.

Waldemar

Wiebus schrieb:

Kannst du knicken, sabbert raus, BTDT, schon vor 20 Jahren.

Gruß Dieter

Florian Roth schrieb:

e=20

zu=20

Nein , das ist wohl =FCbertrieben. Aber langsam altert sie schon. Nicht=20 selten sind K=FChlk=F6rper f=FCr Leistungsbauelemente z.B. in Fernsehern =

derart knapp dimensioniert, da=DF weggebr=F6selte W=E4rmeleitpaste dem Ch= ip=20 den Hitzetod beschert.

Guido

ARGH!

Als ich gelesen habe "sauteuer" habe ich an 20 EUR pro Spritze gedacht.

Denkste.

Suche nach "apiezon euro" in Google gibt ein Angebot für 190 EURO für 25 Gramm. 7,60 EUR pro Gramm.

Sauteuer.

Gruß, Johannes

durch dei Verdunstung kült das sogar ziemlich gut das ist wie schweiß. Hünde müssen da hecheln so wie Lüfter. Markus Gronotte in de.sci.electronics

Johannes Bauer schrieb:

Hehe.

Vorsicht, es gibt mehrere Produkte aus diesem Hause. Das 'H' kostet bei Roth (und die sind ehr nicht günstig) EUR 111,-/25g netto.

Immer noch.

Gruß Dieter

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