Akku totlagern?

Jun 23, 2020 38 Replies

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Joerg

Wenn Li-Ion Akkuzellen durch Selbstentladung unterhalb einer bestimmten Schwelle ankommen, muss die Schutzschaltung jeglichen Ladeversuch unterbinden. Denn dann sind sie beschaedigt und koennten bei Laden explodieren oder brennen. Fuenf Jahre wuerde ich noch als normal ansehen.…

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Hi,


2 Billige Tablet haben sich innerhalb einem Jahr totgelagert und liessen sich nicht mehr aufladen. Ein anderes 2015 gekauft, heute das erste mal ausgepackt. Aufladen unmöglich, in Dauerschleife scheint kurz das Batteriesymbol und es wird wieder schwarz. Finde ich krass. Ist das normal? Gruß

Am 23.06.2020 um 20:38 schrieb Peter Mueller:

Völlig normal.

Wenn Li-Ion Akkuzellen durch Selbstentladung unterhalb einer bestimmten Schwelle ankommen, muss die Schutzschaltung jeglichen Ladeversuch unterbinden. Denn dann sind sie beschaedigt und koennten bei Laden explodieren oder brennen.

Fuenf Jahre wuerde ich noch als normal ansehen. Ein Jahr ist mickrig, waren dann wohl Zellen schlechter Qualitaet.

Am besten macht man sich fuer Akkugeraete eine Checklist, damit es nicht wieder vergessen wird.

Am 23.06.20 um 20:38 schrieb Peter Mueller:

In einem solchen Fall hat bei mir mal ein paar Stunden "langsames Laden" (mit einem nicht schnelladefähigen Kabel bzw. Netzteil) geholfen, um so viel Ladung reinzubekommen, daß auch das normale Netzteil wieder akzeptiert wurde.

Hanno

Es gibt LadeICs die haben dann einen speziellen Modi wo sie den Akku erstmal eine Weile mit sehr geringen Strom aufladen bis er wieder etwas Spannung hat. Aber natuerlich wird der Akku danach nicht mehr wie neu sein.

Traurig finde ich ja das heutige Sachen keinen echten Ausschalter haben und das die Entwickler nicht faehig sind den Reststrom unter

10uA zu bringen. Machbar waer das naemlich.

DAs sind nicht die Zellen. DAs ist die Elektronik die immer etwas nuckelt. Vermutlich wacht der fette Prozessor einmal pro Sekunde auf um die Einschalttaste zu pruefen. Man war halt zu geizig da eine eigene Schaltung zu machen.

Olaf

Hab Geduld, das wird. Das Aufblitzen zieht mehr Strom als der tiefentladene Akku liefern kann. Wenn gar nichts anderes geht aufmachen und eine Minute aus dem Netzteil direkt in die Akkuklemmen laden. Danach ist genug da, damit wenigstens die Ladeschaltung selbst läuft.

Das ist bei Li-Ion Zellen gefaehrlich.

Wir machen das regelmaessig und es wird um wenige zig nA gefeilscht. Brauchen wir die wirklich?

Meist ist es Unfaehigkeit bei den Entwicklern. Die denken nicht daran, dass ein Produkt auch mal ein Jahr oder laenger im Regal eines Haendlers liegen koennte.

Am 23.06.2020 um 21:41 schrieb Joerg:

Blödsinn! Das spielt bei solcher Jubelelektronik einfach keine Rolle, da ist Time to Market viel wichtiger als ausgefeilte Technik.

Am 23.06.2020 um 20:38 schrieb Peter Mueller:

Scheinbar ja!

Ich habe das zum Glück rechtzeitig bemerkt, dass sich die Akkus in Tablets und Laptops recht schnell entladen. Man muss sich zwingen, die Technik spätestens alle 2-3 Monate mal ans Ladegerät zu hängen.

Aber ein Tipp. Manchmal "kommt" ein Akku wieder, wenn er lange genug in dieser Dauerschleife hing. Ich hatte das bei einem Laptop mit fest verbautem Akku beobachtet. Da hat die Lade-LED immer geblinkt (Akku defekt) und dabei versucht, den Akku mit geringer Leistung zu reaktivieren. Ein Energiemessgerät zeigte nur 1-2 Watt an. Nach einiger Zeit war der Akku erwacht und das Messgerät zeigte um die

30 Watt, der bei dem Gerät übliche Wert, an. Ich würde also das Ladegerät ruhig mal einige Stunden dran lassen.

W.

Verraten die Hersteller das ihren Kunden? Und auch, dass Li-Ion-Akkus möglichst nicht bis 100% aufgeladen werden sollten? Oder bieten sie gar Ladegeräte an, die das können???

Die Ladeelektronik ist immer im Gerät mit verbaut. Das 'Ladegerät' ist nur ein Netzteil.

Gerrit

^^^^^ Häufig..meistens, soweit gehe ich mit.

Den Kunden kann man es also nicht anlasten, wenn Li-Akkus vorzeitig kaputt gehen.

Wenn er das beigelegte Netzteil benutzt? Nein. Und wenn das Gerät via USB lädt muss es mit einem beliebigene USB-Netzteil gehen (solange das sich an die Spec hält).

Gerrit

Am Dienstag, 23. Juni 2020 20:38:52 UTC+2 schrieb Peter Mueller:

Ladeschaltung abklemmen und außer Betrieb setzen. Dann erste Ladeversuche mit Vorwiderstand fortsetzen. So macht man das. Was soll da explodieren ?

Solange nur ein geringer Strom fliesst, ist IMO nichts zu befürchten. Die Zelle kann aber durch Tiefentladung so degeneriert sein, daß sie sich beim Laden mit Nennstrom überhitzt.

Trotzdem ein Zeichen für "an der falschen Stelle gespart".

Idealfall wäre wenn direkt vor oder auf der Zelle eine Lipo-Schutzschaltung sitzt. Dann wäre auch ein paar µA Standby-Strom kein Thema mehr. Ab einer gewissen Spannung ist dann halt Feierabend bis jemand den Akku wieder lädt.

Gruß

Manuel

Nicht nur das, es ist auch unternehmerischer Selbstmord. Wenn der Ruf kaputt ist, dann ist es meist langfristig vorbei. Dank Internet Reviews laeuft so ein Verriss heutzutage schnell. Es gibt Firmen, von denen haben wir seit Jahrzehnten nichts mehr gekauft und das wird bis ans Lebensende so bleiben.

Yup. Ich entwickle gelegentlich fuer den Consumer Bereich und auch da wird so etwas beachtet. Wenn nicht, dann wuerde ich fuer den betreffenden Kunden nicht arbeiten.

Manchmal schon. Z.B. wenn er sie ein Jahr lang an der unteren Entladegrenze herumliegen laesst und das vielleicht noch in der knallheissen Garage. Beispiel: Mit dem Akkuschrauber gewerkelt, bis er aufgab. In den Schrank gestellt, dann vergessen.

Es sollte im Geraet immer noch eine zweite Sicehrehitsabschaltung sein, sonst kann es Unfaelle und Haftungsprobleme geben.

Ja, das ist leider normal.

Gernot

Die Laderegelung gehört ins Gerät selbst. Das Netzteil selbst muss nur die LPS-Kennzeichung haben.

Gerrit

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