12 V = (Akku) nach 9 V Wechsel

Dec 09, 2004 8 Replies

Hallo NG,



mein Bruder möchte an einem tragbaren Audio Verstärker mit 12 Bleigel Batterie Versorgung zusätzlich ein digitales Effektgerät betreiben. Dieses verlangt 9 V Wechselspannung (über eine Steckernetzteil, ca. 500 mA). In einer Hau-Ruck Aktion habe das Ding aufgeschraubt, zwei Dioden, Siebelko und einen 7805 gesehen und ohne weitere Prüfung ein passendes Kabel von der Batterie auf den 9V Wechsel Eingang gelötet. Idee war: interne Gleichrichtung, Stabilisierung auf 5; also mit 12 Volt = rein; sollte gehen. Einschalten des Gerätes - LED auf der Frontplatte leuchtet - alles gut. Leider funktioniert das Effektgerät nun aber nicht mit der Gleichspannungsversorgung (alles o.k. mit Steckernetzteil). Habe das Geräte nicht mehr im Zugriff, daher die Vermutung, dass aus den 9V Wechsel noch eine zusätzliche neg. Spannung erzeugt wird.



Frage: Wie erzeuge ich am einfachsten (unter Berücksichtigung des Batteriebetriebes) aus den 12V = eine 9 V Wechselspannung? Das Gerät hat noch Garantie und war nicht ganz billig, so daß ich einen Eingriff in die Schaltung des Effektgerätes (Herausführung der neg. Spannung an separate Buchse, DC/DC Wandler) möglichst vermeiden möchte.



Gruss und Dank Matthias


Matthias Mühe schrieb:

Quick and dirty: Einen Wechselrichter fürs Auto 12V= -> 230V~ vor das Ganze schalten. Die Ausgangsspannung ist bestimmt kein Sinus, sondern nur PWM-Rechteck, aber wenn das Steckernetzteil nicht wesentlich wärmer wird als an der Steckdose zu Hause, würde ich es so versuchen.

Grüße

Michael Redmann "I don't want ANY spam!" (Monty Python, 1970)

inen

Spannung

Wenn in dem Ger=E4t weder die Wellenform, noch die genaue Frequenz eine=20 Rolle spielen, und vor allem das Potential des GND nicht anderweitig=20 gebraucht wird (hier vermutlich bei dem Verst=E4rker, wenn beide aus eine= r=20 batterie gespeist werden), kannst Du eine H-Br=FCcke (z.B. L298 von ST un= d=20 anderen) mit 50Hz ansteuern. An deren Ausg=E4ngen h=E4ngt dann die=20 Stromversorgung des Effektger=E4ts.

Ciao Dschen

--=20 Dschen Reinecke

=3D=3D=3D der mit dem Namen aus China =3D=3D=3D

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Am Thu, 9 Dec 2004 13:11:54 +0100 hat Matthias Mühe geschrieben:

Eine Möglichkeit: Vom Prinzip her wie die einfachen Spannungswandler für

230V "modifizierter Sinus", dort werden über einen DC/DC Wandler erstmal 260..280VDC erzeugt und über eine MOSFET Vollbrücke auf 50Hz gebracht. Ca. 8ms eine Polarität, dann 2ms Pause, dann 8ms andere Polarität und wieder Pause. Den DC Wandler kannst du weglassen. Mit einem CD4017 an einem 500Hz Oszillator (1/6 CD40106+R+C) und 2 4fach UND-Gattern (oder NAND
  • Inverter) treibst 2 NMOS und 2 PMOS geeigneter Strombelastbarkeit. Die Ausgänge 2,3,4,5 gehen an ein UND, die Ausgänge 7,8,9,10 an das zweite.

Der fehlende Massebezug nach der Vollbrücke könnte allerdings ein Problem werden, wenn die Massen über das Audiokabel verbunden werden sollen, das geht nicht. Da brauchst du irgendwo einen Trafo zur galv. Trennung, entweder für deine Wechselspannung, oder für das Audiosignal. Eine Möglichkeit ohne Trafo wäre, aus den 12V per DC/DC Wandler 24V zu machen und dann mittels einer Halbbrücke über einen Ausgangselko 9VAC zu erzeugen. Der DC/DC Wandler könnte bei absoluter Abneigung gegen Spulen als Ladungspumpenverdoppler ausgeführt werden, die haben aber einen schlechten Wirkungsgrad, was für Batteriebetrieb schlecht ist. Besser wäre eine Ausführung als Step Up Konverter mit Induktivität.

Martin

"> Quick and dirty: Einen Wechselrichter fürs Auto 12V= -> 230V~ vor das

Diesen Ansatz hatte ich bisher nicht ernstlich in Erwägung gezogen. Folgende Fragen:

Was kann ich denn da an Wirkungsgrad erwarten? Das Effektgerät braucht max. 5W, verbrät so ein Wandler da nicht schon mehr im Leerlauf? Kommt da nach dem Trafo eine einigermaßen störungsfreie Spannung raus oder liefert das Effektgerät neue Features?

Gruss Matthias

Hi Fans,

es könnte sein, das aus den anliegenden 50Hz des Steckernetzteils auch ein Systemtakt gewonnen wird.

Genaueres kann man nur Anhand der Schaltung sehen.

mfg Wilfried

"Wilfried Dietrich" schrieb im Newsbeitrag :

Hallo Wilfried, ich befürchte du hast recht; weitere Gleichrichterdioden hätten mir bei meiner quick&dirty Untersuchung des Gerätes eigentlich auffallen sollen. Also, nochmal aufschrauben ...

Gruss Matthias

Matthias Mühe schrieb:

Conrad gibt z. B. bei dem Spannungswandler PS-120 einen optimalen (!?) Wirkungsgrad von 90 % an.

Wahrscheinlich hat so ein Teil schon im Lerlauf ein paar Watt Verluste.

Das hängt auch von der eigenen Spannungsversorgung des Effektgerätes ab. Wenn das sauber siebt, sollte es gehen.

Grüße

Michael Redmann "I don't want ANY spam!" (Monty Python, 1970)

Thnks für die Infos

Matthias

"Michael Redmann" schrieb im Newsbeitrag news:cpbfqq$b7d$04$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

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