Wie Platinen (vor dem Löten) reinigen?

Jun 11, 2009 28 Replies

Ich bastel im Moment so auf Lochrasterplatinen herum. Dabei hab ich ein größeres Stück einer billigen Streifen- platine, die schon länger herumliegt und unten etwas angelaufen ausschaut (das Kupfer ist deutlich dunkler als bei einer neu gekauften und auch minimal fleckig).



Diese Platine läßt sich deutlich schlechter löten als eine neu gekaufte (das Lötzinn hält nicht so gut, und wenn es erst einmal hält, dann läuft es oft über die Lücken zum nächsten Streifen.



Kann man die irgendwie reinigen? Abschleifen mit feinem Schleifpapier hat dem Gefühl nach nicht viel gebracht.



Oder war das vermutlich von anfang an eine schlechtere Sorte?



TIA /ralph


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"Ralph Aichinger" schrieb im Newsbeitrag news:h0qu29$rke$ snipped-for-privacy@newsreader2.utanet.at...

Lappen (Kuechentuch mehrfach gefaltet) mit Salzsaeure, durchaus unverduennt, aber danach gut mit klarem Wasser abwaschen und den Lappen gut entsorgen.

Oder mit Stahlwolle so lange schrubben, bis es sauber glaenzt.

Oder Platine mit mehr aggressivem Flussmittel versehen.

Wenn es danach blankes Kupfer ist, sollte das gehen, aber meist ist man zu faul, nimmt kein 500er, sondern 180er, und hat damit eher eine zerkratze als eine saubere Oberflaeche, die auf Grund der Karzer auch schlechter Loetzinn annimmt.

Nein, aber zu lange in zu schlechter Luft gelagert. Gilt auch fuer Bauelementedraehte. Die leichte Korrosion schafft noch das normale Flussmittel im Loetzinn, aber bei zu viel Oxid reicht das nicht mehr.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Ralph Aichinger schrieb:

Ich würde einfach ganz feine Stahlwolle nehmen. So in der Art wie diese Ako-Pads nur ohne Seife.

CU, Oliver

Ralph Aichinger schrieb:

Normalerweise reicht eines dieser harten Radiergummis. Von SENO gibts/gabs speziell dafür den Polyblock. Habe ich vor Jahrzehnten mal gekauft und hält offensichtlich ewig.

Natürlich ginge Schleifpapier prinzipiell auch, aber das kriegst Du nicht so flächig drauf wie nötig und es produziert sicher unnötig heftige Kratzer. Handwaschpaste/Scheuermilch ginge sicher auch, danach gut abspülen.

- CArsten

Danke dir und auch den anderen für die Tips! Bei den vielen Vorschlägen werde ich schon was finden, wahrscheinlich war das mit den Kratzern das Problem bei meinen Schmirgelpapier- versuchen.

/ralph

http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

MaWin schrieb:

Viele Kratzer vergr=F6=DFern doch die Oberfl=E4che. Gr=F6=DFere Oberfl=E4= che bedeutet doch im L=F6tbereich bessere und haltbarere =DCberg=E4nge?

--=20 mfg hdw

Ralph Aichinger schrieb:

Ich nehme da Glasradierer. Ist eigentlich für Tuschezeichnungen gedacht, hilft aber bei Platinen wirklich gut. Beim Hauptamt heißt das Ding "Glas?Radier?Stift", in der Apotheke "Kontaktreinigungsstift" und im Schreibwarenladen wahrscheinlich nochmal ganz anders.

MfG hjs

MaWin schrieb:

=E4che

Das sollte doch Verzinnung oder/und L=F6tlack verhindern? Cu-Leiterbahnen=

ohne Schutz sollte nun wirklich Vergangenheit sein.

--=20 mfg hdw

"Horst-D.Winzler" schrieb im Newsbeitrag news:h0r582$ksj$00$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Entweder verhindert Luft in den Kratzern eine ordentliche Benetzung, oder es bleibt Oxid an den Bergen zurueck, jedenfalls sind grob geschmirgelte Leiterbahnen alles andere als gut loetbar.

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Ralph Aichinger schrieb:

Wie MaWin sagte, um das Oxid wirklich zu lösen, braucht es Salzsäure. Nicht versucht bis jetzt hab ich den Tipp aus einem alten Leiterplattenbuch, wo Essig mit reichlich Salz empfohlen wurde.

mfg Rolf Bombach

"Horst-D.Winzler" schrieb im Newsbeitrag news:h0r7ns$95p$01$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Auch Zinn bildet Oxid, und auch Loetlack ist luftdurchlaessig.

-- Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage:

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Hallo Hans-J=FCrgen.

Richtig.

Das Verkaufspersonal in einem Schreibwarenladen wird ein Kruzifix greifen und Dich aus dem Laden treiben, weil Du ein b=F6ser Umweltbelzebub bist, denn in der Schreibwarenbranche sind diese Teile wegen der gef=E4hrlichen Fasern verp=F6nt.

J=FCngerem Verkaufspersonal wirst Du kaum verst=E4ndlich machen k=F6nnen, was Du =FCberhaupt haben willst.......Glasfasern verbaut doch entweder die Post, oder benutzen Autobastler um L=F6cher zu flicken......:-)

Mit freundlichem Gru=DF: Bernd Wiebus alias dl1eic

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Eine handels- und haushaltsübliche Scheuermilch.

Thomas

Am Thu, 11 Jun 2009 14:41:45 +0200 (CEST) schrieb Ralph Aichinger:

Nimm Ata oder ein vergleichbares Scheuerpulver, etwas Wasser und ein trockenes Papiertuch wie Hatschi oder Küchenrolle. Dann gehts wieder ab.

Holger

Wiebus schrieb:

Die sind auch wirklich nicht billig und zum großflächigen Reinigen von Platinen daher nicht die erste Wahl - schon eher um lokal was für eine Reparatur nachzuarbeiten. Und die Bruchfasern sind wirklich fies, ich habe hinterher regelmäßig Splitter davon in den Fingern.

- Carsten

Glaswolle kann man sich doch viel einfacher von der letzten Heizungsanierung oder Dachausbau holen. :)

Moin!

[Glasfaserradierstift]

Und schon gar nicht für Lochraster.

Ja, für Akku- und Kartenkontakte in Handys...

Am besten überm Mülleimer arbeiten und so halten, daß das Gekrümel gleich reinrieselt.

Für die Platine würde ich die rauhe Seite von einem alten Küchen- schwamm nehmen, auch gut sind die Pads zum Reinigen von Kupferrohren vorm Löten, gibts im 10er-Pack in der Sanitärabteilung im Baumarkt.

Gruß, Michael.

Hans-J=FCrgen Schneider schrieb:

Protestantisches- oder Katholisches-Weihwasser? Vielleicht gibs ja auch himmlische DAB Nummern?

--=20 mfg hdw

MaWin schrieb:

Es reiben sich feine "Smirgel/Korund"-reste in das Cu und das passt schlecht zum löten. Ich habe mit feiner Stahlwolle die besten Erfolge erzielt, wenn man mal von der chemischen Keule absieht.

Wiebus schrieb:

Im Netz sind da noch die 125 Shops, die das anders sehen. Und weil in Deutschland alles geregelt ist, mache ich mir ernsthaft Sorgen wegen der fehlenden Sicherheits- und Warnhinweise. Apropos Kruzifix: Weihwasser z.B. besteht zum größten Teil aus dem gefährlichen DHMO. Ob die da schon mal drüber nachgedacht haben?

Abgesehen davon sind die Krümel natürlich wirklich etwas lästig. Deshalb sollte man weder versuchen, das Zeug in der Pfeife zu rauchen, noch dererlei Arbeiten in der guten Stube auszuführen.

MfG hjs

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