Welches *bleifreie* Lot?

Jan 02, 2020 Last reply: 6 years ago 166 Replies

snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De (Axel Berger) am 10.03.20:

Du solltest weniger selektiv lesen und zitieren. Mir ging es ausschließlich um das im Vorposting empfohlene minderwertige Werkzeug.

Das würde ich bei einem Elektronik- und Lötkurs für selbstverständlich oder geradezu als Sinn der Übung ansehen. Aber muß man dafür Lötspitzen selber klöppeln und sich mit einem Billigbräter herumärgern, der gerade bei Ungeübten stets entweder zu kalt oder (meistens) zu heiß ist? Oder vll. noch vom Stangenzinn Lot abschaben und mit Flußmittel anrühren?

Computerkurse für Mittelstufenschüler macht man sicherlich auch mit x86-Assembler zum Einstieg, oder?

Materialkostendeckung würde ich ebenfalls als selbstverständlich ansehen, wenn man als Veranstalter nicht anderweitig gesponsort wird.

Rainer

Ich habe dabei natürlich denselben verwendet und er war für die anstehende Aufgabe vollkommen angemessen und ausreichend. Natürlich erforderte die Spitze immer etwas Pflege und Zuwendung, aber genau das wollte ich vermitteln. Grober Pfusch geht immer, aber nur Sorgfalt bringt Ergebnisse, die stolz machen und nicht nach kurzer Zeit ohne Helfer für die Fehlersuche ausfallen.

Nein wie Harry Potter. Man muß den richtigen Zauberspruch ganz genau auswendiglernen und bei kleinen Abweichungen passiert vollkommen unvorhersehbares. Ein wenig Grundwissen, was ein Prozessor eigentlich ist und tut und was auf der untersten Ebene wirklich passiert, ist mindestens für mich unverzichtbar.

Ich verwende auch keine Funktion im Spreadsheet an hunderten von Werten die ich nicht genauso an drei oder vier von Hand vollziehen könnte. Sie erst von Hand mit tausend Einzelwerten durchzurechnen ist unnötig.

Mein Mitschüler im Fahrschulunterricht für LKW: "Wie funktioniert die Einkreis-Druckluftbremse?" "Das geht alles automatisch." Die Antwort war richtig aber aus gutem Grund für die Prüfung nicht ausreichend.

Du scheinst keine Erfahrung damit zu haben, wie aus Steuergeldern besoldete hauptberufliche Gutmenschen mit dem Geld anderer Leute umgehen. Das einzige meßbare Erfolgskriterium ist Köpfezählen und wie erreicht man das besser als mit Bestechung? Das war nicht meine Welt, der Hauptgrund warum ich dort nicht lange durchgehalten habe. (Nein, die wollten gern, daß ich bliebe, auch wenn Du das jetzt nicht glaubst.)

Hat jemand Erfahrung mit der PS-900 von Metcal fur 217 EUR ?

Bezüglich der Geschwindigkeit scheint mir Metcal hier das schnellste Prinzip zu sein (verhindert jegliches thermisches Überschwingen), habe jedoch selber noch nie damit gelötet.

Angeblich soll man deutlich einen Unterschied bemerken, welches die Anwender allerdings erst dann glauben, wenn Sie es ausprobieren.

Kann jemand hier diesen Vorteil von Metcal bestätigen?

VG Jörg

Nein, genau damit nicht. Ich kenne nur die grossen Stationen. (MX500?)

Nein, kann ich nicht. Wie gesagt das gilt jetzt nicht fuer die PS900. Ich finde die grossen Stationen grauselig. Umstaendlicher Spitzenwechsel, Temperatur der Spitze raetzelhaft. Spitzen teuer und zumindest die 5-10S Spitzen die wir in der Firma rumliegen haben sind auch alle irgendwie kacke. Damit loete ich am wenigsten gerne!

Andererseits auch Weller hat sowohl gutes wie auch kacke im Programm. Von daher solltest du sie dir vor dem Kauf vielleicht selber anschauen. Ich finde allerdings Metcal in Deutschland eher exotisch. Da wirst du vermutlich nicht bei der naechsten Bestellung bei deinem Lieblingshaendler eine Ersatzspitze bekommen oder?

Olaf

Leistung) und die MX500/MX5000. Ich arbeite selber gerne mit den MX500 und habe im Club/Bekanntenkreis mehrere PS-800.

Die PS-800 kommt nicht ganz an die MX500 'ran, ist aber IMHO deutlich besser als klassische Ersa/Weller-Stationen (und ich meine schon die elektronisch geregelten).

10s nach dem Einschalten der Station loslege.

braucht.

Ein Kollege hat sich die KSGER T12 geholt:

formatting link

Nicht ganz vergleichbar mit Metcal, aber durchaus brauchbar und durch

besser als eine Weller WECP oder Ersa MS-60.

cu Michael

Ich habe eine Weller digital Doppelstation, wohl den Vorgänger von der WT2 , an der kann ich zwei WMRP Micro Lötkolben betreiben, wobei diese mit 40W einzeln eher nominell eine geringe Leistung haben.

Habe deswegen auch noch ein paar stärkere Kolben.

Die WMRP sind nach 3-4 s hochgeheizt, haben einen Magnetabschalter in der Liegehalterung und verzundern deswegen nicht im Standby mit den recht dünnen und teuren RT Spitzen - kennst Du diese Kolben und würdest Du meinen, dass Metcal im Vergleich besser ist?

Ähm, das ist doch genau Regelspeed (an der Spitze), die wirkt immer in beide Richtungen.

Danke für das Feedback - das scheint mir auch so.

WECP scheint mir dieses uralte, geregelte Teil zu sein, das als geregelter Standard gegenüber dem Magnastat fast überall früher zu finden war. Die Dinger sind einfach grotig. Auch die Magnastats wurden schon vor langer Zeit ausrangiert. Von denen hatte ich zwei Stück parallel an einem großen Trafo direkt. Mithilfe eines Thyristors wurden die gepimmt, damit die Kontakte nicht vorzeitig abzundern. Die Trägheit dieser Kolben war aber trotzdem immer hörbar.

Nein. Ich kenne die WECP und (flüchtig) eine Generation danach, aber nicht die aktuellen Weller.

WMRP sind die Spitzen mit Klinkenstecker? Dafür gibt es ja reichlich Eigenbau-Elektronik ...

Das war unklar formuliert von mir: ich meinte, die Aufheizgeschwindigkeit ist mir im Gebrauch eher egal (aber man gewöhnt sich dran). Klar, das schnelle Nachheizen beim Löten ist wichtig, und das eine bedingt das andere.

cu Michael

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