Welches *bleifreie* Lot?

Jan 02, 2020 Last reply: 6 years ago 166 Replies

Am 04.01.2020 um 18:09 schrieb Rolf Bombach:

Stimmt, acht Standardbarren im Keller...

Butzo

Am 04.01.20 um 18:09 schrieb Rolf Bombach:

Kupfer als Spurenelement dann wieder Lebensnotwendig.

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Am 04.01.2020 um 18:11 schrieb Fritz:

Und deshalb sind alle Sportschützen mit ihren Bleikugeln ausgestorben :-(

DoDi

Am 04.01.20 um 21:45 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Stimmt die Selbslöter, also die die ihre Geräte selbst basteln, werden auch immer weniger.

Solange du nicht nebenher was isst und dir nach der Arbeit die Hände wäschst ist das nicht wirklich ein Problem.

Gerrit

Jep, bei CdSn wäre ich allerdings vorsichtiger...

Butzo

Nicht das ich wüsste.

Wie ich letztens meine Edelstahlwolle, die nach einigen Jahren gebrauch etwas klumpig geworden ist, über einem Eimer etwas vom Lötzinn befreit habe war ich aber etwas besorgt wie ich beim Umschütten in ein kleineres Sammelgefäß gesehen habe was für feiner Lötzinn-Staub da dabei ist. Das Blei macht das Zeug schwer. Sollte also hoffentlich nicht in größerer Menge in der Raumluft rumfliegen, aber richtig toll wäre es sicher nicht wenn man Lötzinn-Staub einatmet.

Unabhängig davon geht es mir aber auch hauptsächlich darum nach all den Jahren, wo bleihaltiges Lötzinn schon weitgehend verboten ist, mal zu sehen was sich da getan hat und wie sich ein nicht ganz billiges bleifreies so verarbeiten lässt.

Gruß

Manuel

Am 05.01.2020 um 14:26 schrieb Manuel Reimer:

Blei ist nicht verboten, es gibt jede Menge Ausnahmen. Am lustigsten finde ich auf Seite 16:

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7a. Blei in hochschmelzenden Loten (d. h. Lötlegierungen auf Bleibasis mit einem Massenanteil von mindestens 85 % Blei)

Gruß Andreas

Andreas Fecht schrieb:

"Bleilegierungen als Lote für Wandler in leistungsstarken Lautsprechern (für mehrstündigen Betrieb bei einem Schalldruck von 125 dB/SPL und darüber)"

... lässt auch aufhorchen.

Ich habe in meinen Leben vermutlich schon mehr Lötstellen gelötet als hier alle zusammen - und das hauptsächlich mit PbSnCu Lot. Ich kam ursprünglich aus der Steuerungstechnik, die der alten Telefontechnik (Telefon-Vermittlung) sehr ähnlich war.

Am 05.01.2020 um 15:41 schrieb Rolf Bombach:

Diese Ausnahme ist aber bereits abgelaufen.

Wir löten unsere Piezoelemente immer noch mit bleihaltigem Lot, diese Ausnahme (Seite 19, Punkt 15) ist unbegrenzt gültig.

Gruß Andreas

Am 05.01.20 um 14:59 schrieb Andreas Fecht:

AFAIK wird Lot mit Bleianteil in der Militärtechnik nach wie vor eingesetzt. So gesehen, vermutlich auch bei Lötstellen in der Weltraumfahrt.

Moin,

Am 05.01.2020 um 14:59 schrieb Andreas Fecht:

das ist die Ursprungsfassung der RoHS2 ohne die inzwischen 45 Änderungen und drei Berichtigungen. Die aktuelle konsolidierte Fassung findet sich z.B. hier:

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Für "frisches" bleihaltiges Lot ist die RoHS(2) nicht relevant, da diese sich effektiv nur auf Geräte bzw. die darin enthaltenen Lötstellen bezieht. Bleihaltiges Lot wird aufgrund der entsprechenden Beschränkung in der REACH-Verordnung (1907/2006), Anhang XVII, Nr. 63, Absatz 7 nicht mehr an die breite Öffentlichkeit verkauft.

Seite 236ff hier:

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Gruß Claas

Ich komme mit Edsyn SAC5250 ganz gut klar.

Übung macht den Meister - geht nicht ganz so gut wie mit Blei - ich kann damit aber alles SMD löten, was so anfällt. Ansonsten halt die Fluxkeule draufgeben. Gegen das Verzundern helfen Lötstationen, die den Kolben in der Schale automatisch abschalten.

Bleifreie Paste für Hot Air habe ich auch, die geht sehr gut, kein Grund also Panikkäufe zu tätigen ;-)

Am 05.01.2020 um 14:57 schrieb Arne Pagel:

Interessant, danke.

horst-d.winzler schrieb:

Meine Bemerkung war etwas extrem wörtlich gemeint.

Martin Pochert schrieb:

Hat jemand einen Kommentar zu Stannol Tippy?

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Wird beworben mit Verlängerung der Lebensdauer der Spitze. Ich nehme das zur Zeit für bleihaltige Lote, obwohl "bleifrei" draufsteht. Es scheint mir recht aggressiv, aber die Spitze lebt noch. Das Zeug wirkt auch Wunder bei verzinnungsunwilligen Bauteilen, aber in "elektronischer Umgebung" möchte ich es nicht haben.

Ich bemerke hier in der Gruppe verwundert archaische Verwendungen, wie aus den 1960er Jahren.

Ich verwende seit den 1970er Jahren beschichtete Dauerlötspitzen, die mechanisch gar nicht gereinigt werden _dürfen_. Reinigung erfolgt durch Abwischen am Schwamm - ausnahmslos. Auch 20 Jahre lang - mit ein und derselben Lötspitze.

Ich verwende nichts dazu, außer:

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Sinnvoll ist noch der SENO-Polierklotz.

Auch habe ich Ende der 1960er zum letzten Mal Selen-Gleichrichter oder Kupferoxidul-Gleichrichter in Anwendung gesehen. Etc.

Am 11.01.20 um 19:12 schrieb Helmut Schellong:

Heutzutage gilt der Schwamm als archaisch - der (feuchte) Schwamm war früher mal dazu da, die Spitzentemperatur von ungeregelten Brateisen auf für die Lötung und Flußmittel erträgliche Temperatur zu bekommen. Für Dauerlötspitzen gilt das "Abschrecken" als problematisch, wegen möglicher Rißbildung der Dauerlötschicht. Mag übertrieben sein... ich hab dennoch meinen Schwamm schon vor längerer Zeit gegen ein Knäuel nach Messingspan aussehender Metallwolle ausgetauscht. Zumindest das Anfeuchten des Schwamms erspart mir das :)

Hanno

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