Welche AAA-Akkus sind empfehlenswert?

Apr 14, 2026 Last reply: 1 month ago 120 Replies

Ack. Wir hatten lange Zeit Gigaset-Telefone im Büro und etwa einmal im Jahr mussten uns die Hausmeister neue NiMH-Akkus dafür geben, weil die alten sich nicht mehr aufladen ließen. Irgendwann wurden die Telefone gegen Panasonic ausgetauscht und danach war Ruhe.

Das ist aber alles ewig her. Spätere Gigaset-Telefone sollen besser gewesen sein und noch später soll es dann auch Gigaset-DECT-Telefone mit Li-Ion-Akkus gegeben haben.

Martin

So leid es mir tut um die wenigen guten Hersteller klassischer Akkus, doch es gibt einfach zu viel Schrott und ich möchte aus dem Kauf keine Wissenschaft machen, daher hole ich mir für AA/AAA inzwischen für alles nur noch Eneloop. Mein Leben ist so viel entspannter seitdem.

Sofern man nicht hunderte Akkus braucht, ist es preislich ziemlich egal, ob man Eneloop oder ein garantiert gutes klassisches Exemplar kauft.

Ärgerlich ist, dass es kaum noch Geräte gibt, wo man sie verwenden kann. Fast überall nur noch fest eingebaute Akkus, die per USB geladen werden, sogar in Taschenlampen, also dümmer geht's nimmer...

Grüße, Andreas

Hallo Ralph,

Du schriebst am Tue, 14 Apr 2026 18:54:25 -0000 (UTC):

Für Gerätesabotage reichts doch auch, wenn das USB-Teil sowas macht, was ich mal irgendwo gelesen habe, nämlich daß es aus der USB-Versorgung einen Kondensator auf "höjhere" Spannung auflädt und die dann mal kurz auf die

5V-Anschlüsse legt. Bei ausreichender Kapazität soll das recht wirksam sein...

Mit Ansmann-Akkus habe ich keine so schlelchten Erfahrungen gemacht. Haben die sich in den letzten Jahren arg verschlechtert?

Ja, aber man kann so keine Daten extrahieren und nicht das Gerät übernehmen, was mit speziellen Kabeln mit Datenleitung, die sich als Ladekabel tarnen, geht.

/ralph

Hi Andreas,

...

Und deshalb hast Du den totalen Marktüberblick und weißt, dass Deine Strategie die einzig richtige ist ... Aber Du brauchst ja eine Rechtfertigung für den hohen Preis, den Du bereit bist, zu bezahlen, also muss viel Schrott am Markt sein. Bemerkst Du die Logik?

Bei Akkus scheint mir die Situation recht ähnlich zu den Alkalinezellen zu sein. Sie kommen aus wenigen Produktionslinien und werden dann nach Kundenwunsch einfach unterschiedlich in Schrumpfschläuche verpackt oder direkt bedruckt.

Marte

Ich habe hier in der Wohnung nur Gigaset (5 Stück AFAIR) - da werden alle zwei Jahre prophylaktisch die Akkus getauscht und gut isses...

Eine Marktanalyse oder eine Deutungshoheit zur generellen Qualität von NiMH- Akkus in AA/AAA-Größe konnte ich den Äußerungen von Andreas nicht entnehmen. Er schrieb sinngemäß, dass es sich bei Eneloops um einen weitestgehend garantierten Sorgloskauf handele und ihm die Preisdifferenz zu Mitbewerbern unterschiedlicher oder wechselnder Qualität nicht die Recherche oder Streß mit minderwertigen Produkten wert sei. Das kann ich absolut nachvollziehen.

Ich bemerke, dass Du Dinge unterstellst, die da nicht standen. Ich benötige z. B. keine Rechtfertigung für den hohen Preis von Knipex-Zangen, Knarren(sätzen) oder Schraubendrehern von Wera, kann mir Akkus von Eneloop, eine Weller- Lötstation, Labornetzteile von BK Precision, Tektronix-Oszilloskope, Unterwäsche von Schiesser und deren Kundendienst leisten. Das ist erfreulich, weil die Suche nach brauchbaren Allerweltsdingen und etwaige Gewährleistungreklamationen von Ramsch gegenüber unfreundlichen Händlern schon genug Nerven kostet.

Wer etwas mehr aufs Geld schauen muss, bezahlt stattdessen mit Zeitinvestition oder lebt ggfs. mit unzulänglichen Produkten. So einfach.

Aha. Dir scheint also etwas. Die Indizienlage...

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"Those made in Japan are all made in the same factory, but not necessarily to the same specification as the Eneloop brand. There are also counterfeits of Eneloop and other well-regarded brands."

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"Mit seinem selbstgebauten Batterietester entlud er sowohl einen Eneloop Akku als auch einen IKEA LADDA Akku. Das Ergebnis: beide Akkus hatten nahezu identische Entladungsmuster. Beim Wiederaufladen gab es noch mehr Ähnlichkeiten: die IKEA LADDA hatte eine Kapazität von 2301,56mAh, die Eneloop Pro hatte eine Kapazität von 2300,59mAh."

... darf als bekannt vorausgesetzt werden, allerdings auch die Tatsache, dass die gleiche Fabrik durchaus in der Lage ist, unterschiedliche Spezifikation zu fertigen. Ob "Lebkuchenbruch" genauso gut schmeckt, wie die um Größenordnungen teureren Nürnberger Oblaten, bleibt jedem selbst überlassen.

Ein Grund für Anfeindungen besteht m. b. M. n. nicht.

Volker

Am 14.04.2026 um 19:36 schrieb Marcel Mueller:

Also mit den "normalen" NiMH hatte ich (viele Jahre her) nur schlechte Erfahrungen. LSD habe ich dann nicht mehr probiert. Ich habe auch nicht Unmengen an Akkus (sind vermutlich so insgesamt 40 Stück) als das ich da jetzt so auf den Preis schauen müsste.

Das Problem ist: man weiß nicht was man bekommt. Auch erstaunlich gute Sachen sind dabei. Ich habe ein paar "Conrad"-AAA-Akkus, die mal irgendwo als Geschenk dabeilagen, die halten sich ausgesprochen gut. Hätte ich mir nie gekauft. Was echt doof ist daß es keine 9V-Klötze von Eneloop gibt, die von Varta halten ausgesprochen schlecht.

Bernd

Am 16.04.2026 um 09:11 schrieb Volker Bartheld:

Ähem, bezieht sich der Kundendienst auf die gesamte Aufzählung oder speziell auf den letzten Hersteller?

Weil, für Unterwäsche hab ich noch nie Kundendienst benötigt und kann mit jetzt auch nicht vorstellen was man da fragen sollte.

Nur mal so aus Neugier gefragt.

Mögliche Fragen wären: "Warum erlauben sie für Ihre Ware Maschinenwäsche bis

60°C und nach einem 40°C-Buntwaschgang liegt nun eine Unterhose in Größe XS vor mir?". Denkbar auch: "Warum ist die graue Variante ein Baumwoll-Polyester- Elasthan-Mischgewebe, alle anderen Farben aber nicht?". Oder: "Was zur Hölle ist der Unterschied zwischen 'Short', 'Slip' und 'Minislip'? Auf den Bildern sehen sie alle gleich aus?".

Falls Du möchtest, darfst Du die Notwendigkeit der Inanspruchnahme des Kundendiensts aber auch nur auf die anderen Produkte beziehen.

Zum Klingenabstand ihres Bolzenschneiders und dem deutlich sichtbaren Lichtspalt schrieb mir Knipex seinerzeit:

"Die Bolzenschneider der Produktserie 71 72 xxx sind für harte Materialien bis

48 HRC ausgelegt. Drahtseile können nur bedingt damit geschnitten werden. Für Drahtseile haben wir das KNIPEX - Modell 95 77 600 im Sortiment.

Der leichte Lichtspalt im Messerkopf ist gewollt und begründet in der Tatsache, dass in der letzten Phase des Schneidvorgangs das Schneidgut durch den Schneidwinkel weggesprengt wird. Die anliegende Kraft bleibt jedoch noch bestehen und würde, wenn die Schneiden ohne Spalt gefertigt würden, einen heftigen Schlag, den sogenannten Schnittschlag erzeugen, der bei diesen Trennkapazitäten die Schneide evtl. beschädigen würde. Der trotzdem entstehende Schlag wird durch den Dämmer am Gelenk stark reduziert.

Anbei, ein Hinweis, wie man den Messerkopf über die Exzenterschrauben ein - bzw. nachstellen kann."

Frag das mal "Meccion", Topergebnis einer Amazon-Suche:

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etwa 1/4 des gleichlangen Knipex kostet.

Volker

Für Eneloop mit Lötfahnen (gerne zur Aufrüstung schwächelnder Elektrozahnbürsten von Braun/Oral-B verwendet) zahlt man außerdem einen heftigen Aufpreis, obwohl das nur die gegenüber der Konkurrenz ohnehin schon deutlich teureren Standardzellen mit nachträglich aufgepunkteten Bändern sind. Ich löte deswegen meist Litze an, bislang ohne negative Auswirkungen.

Volker

Habe ich da schon gesehen, ja.

Holger

Die muss man ja nicht kaufen. Unsere aktuellen Stirnlampen habe ich bewusst als Modell mit wechselbaren Standardakkus (18650) gekauft, vor allem wegen: man ist längere Zeit im Dunkeln unterwegs und der Akku ist schliesslich leer - bei festeingebaut guckt man jetzt dumm oder schleppt eine zweite Stirnlampe mit ... oder man wechselt flugs den Akku weil man was passendes gekauft hat.

Man liest sich, Alex.

Durchaus möglich, da mir sowas aber noch nie untergekommen ist, fehlte mir einfach die Fantasie. In dem Fall hätte ich auch nicht den Kundendienst bemüht, sondern hätte wohl einfach die Gewährleistung in Anspruch genommen.

Na ja, die Auswahl ist inzwischen so dünn geworden, dass man als Auswahlkriterium gar nicht mehr Form und Features hat, sondern nach dem "einen" Modell sucht, was wenigstens noch irgendeine Form von wechselbarer und wiederaufladbarer Energiequelle hat.

Ja, das ist genau der Punkt. Wenn irgendwo draußen (Hobby Geocaching) das Licht plötzlich schwach wird, kommt ein neuer Akku rein, und ich kann sofort weitermachen ohne Einschränkungen. Eine Taschenlampe, die dann erst mal eine Weile mit einem Kabel an der Powerbank hängt, ist in so einer Situation unpraktisch.

Im Billigbereich könnte ich verstehen, wenn Akkus fest einbaut und als Wegwerfartikel betrachtet werden. Aber gute Taschenlampen sind teuer und normalerweise für die Nutzung über Jahre bis Jahrzehnte ausgelegt. Ich verstehe nicht, wie sich das überhaupt am Markt durchsetzen konnte.

Na ja, sorry, vom ursprünglichen Thema abgekommen. Wundert mich übrigens, dass Eneloop nur AA/AAA anbietet und nicht noch einige der weiteren inzwischen populären Formate.

Grüße, Andreas

Weil der Durchschnittskäufer Aufladen per USB viel praktischer findet als langwierig nach AA-Batterien oder Akkus zu suchen. Und die eingebauten Li-Akkus halt auch viel mehr Energiedichte haben, d.h. länger leuchten.

Man ist vom Handy Li-Akkus gewöhnt, und das will man auch in anderen regelmäßig genutzten Geräten.

Meine Digitalmultimeter haben AA und 9V-Block. Wäre mir ein Li-Akku lieber? Ja, absolut, ich weiß nicht wie oft dann am Wochenende wenn man das Voltmeter braucht der 9V-Block leer war (ausschalten vergesen, das mit AA hat Auto-Abschaltung) und natürlich kein 9V-Block daheim. Was hätte ich da für eine halbe Stunde anhängen per USB-C gegeben.

/ralph

Die Chemie ist nicht das Thema.

Die Sofirn H35R ist IPX6 und enthält eine Standard-18650, die via USB-C-Buchse hinter einem Drehverschluss im Gerät als auch extern geladen werden kann:

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das ist eine Vollalu-Taschen- bzw. Stirnlampe mit Glasscheibe - kein Voltmeter - und sie ist sogar ziemlich günstig.

Diesen LCR-T7 Multitester (ein Klon des AVR-Multitesters)

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schraubst Du auf und tauscht die darin befestigte Li-Ionen-Pouchzelle.

In diesem Radio:

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gibt es eine trivial erreichbare Li-Ion-Standard-Rundzelle.

Bei meinem Smartphone (IP67) kann man den – zugegeben - proprietären Akku werkzeuglos wechseln, so auch bei der Action Cam (IP44). Für deren Drahtlosfernbedienung mit Monitor (IP67) benötige ich einen PH0-Schraubendreher.

Die korrekte Aussage lautet also: Dem Durchschnittskunden ist schlicht der Preis eines Geräts am wichtigsten, dafür nimmt er irreparable Wegwerfware billigend in Kauf und freut sich, wenn er sie an seiner bereits existierenden USB-C-Wandwarze betreiben kann.

Und ich bin relativ überzeugt, dass wir _ohne_ die diversen EU-Richtlinien

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noch einen Wildwuchs der unterschiedlichsten Ladekabel-/geräte ertragen müssten. Immerhin versuchen gewisse Hersteller ja bis heute, diesen Standard zu unterminieren.

Volker

Bei mir hielten trotz Dauergrillens -- so finde ich sie am schnellsten wieder -- die Akkus um die zehn Jahre, das reicht. Jetzt mit dem blauen sollte es weit mehr werden, aber das kann ich erst in zehn Jahren sagen. Was immer wieder einmal Pflege verlangt sind die Aufsetzkontakte. Ich achte halt auf den Bestätigungspieps beim Einsetzen.

Ich habe da auch kein fixes Intervall. Wenn es bei einem Gerät losgeht, dann kaufe ich halt einen Zehnerpack und tausche bei allen Geräten. Mehr Gedanken mag ich mir dazu tatsächlich nicht machen...

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