Warum Getaktete Lichter?

Jun 15, 2025 Last reply: vor 1 Jahr 76 Replies

Ja, aber je nach Strom und Temperatur mit unterschiedlichem Wirkungsgrad.

Ich habe hier gerade ein Datenblatt einer Osram Oslon LCW H9GP liegen:

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Schau' Dir mal die Kurven auf Seite 14ff an.

Zwischen 3.0V und 3.6V bei 200mA .. 1000mA würde ich jetzt nicht als "nahezu konstant" bezeichnen.

Und die Ausbeute sinkt auch mit dem Strom: Faktor 1.0 bei 350mA, Faktor 2.0 bei 1000mA, nicht bei 700mA wir bei linearer Abhängigkeit zu erwarten wäre.

Immerhin: bei niedrigem Duty-cycle und ausreichent kurzen Pulsen erlaubt Osram deutlich höheren als den Dauer-Maximalstrom.

cu Michael

Am 19.06.25 um 23:29 schrieb Michael Schwingen:

Ja. Der Zusammenhang ist weit entfernt von linear.

Am oberen Ende bringt eine Verdopplung des Stroms nur noch wenig mehr Helligkeit, während es am unteren Ende schon einen recht hochauflösenden DA-Wandler/PWM braucht, um keine Helligkeitssprünge zu sehen. BTDT - selbst mit 12Bit gehts nicht stufenlos bis auf 0.

Eine Änderung von 500% beim Strom erzeugt eine Änderung von nur 20% bei der Spannung... wie gesagt, da hat bei diesen kleinen Spannungen so manche Z-Diode eine weniger steile Kennlinie.

Klar - gerade bei diesen leistungsstarken LED bestimmt die thermische Erwärmung entscheidend die Limits.

Womit wir letztlich den finalen Beweis für die Relevanz von PWM im Automotivesektor angetreten hätten.

Die o. g. LCW H9GP ist in Großhandelspreisen zu etwa 1€ erhältlich, ohne nähere Kenntnis der Technologie bei LED-Rücklichtern gehe ich davon aus, dass sich die Kosten im ähnlichen Rahmen bewegen und eher blaue/ultraviolette Emitter mit speziellem Leuchtstoff eingesetzt werden als "klassische" rote LED.

Zumindest wüsste ich keine andere Bezugsquelle für 160lm in Rot, wie sie mein Lupine-"Sicherheitslicht" - selbstredend nur außerhalb des Geltungsbereichs der StV(Z)O - raushauen könnte:

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Da kriegt der Controller angesichts von Elektronikperipherie wie einem uC mit

12-Bit-DAC und sicher nicht kleinen Treibertransistoren zur Linearregelung schlicht einen nervösen Zusammenbruch und es bricht hysterische Heiterkeit im Vorstand bei den Zulieferern angesichts dieses nicht kundenerlebbaren Features aus.

Denn dieses schnöde LED-Lichtlein für ~300€ UVP...

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... darf in der Produktion bestenfalls 30€ kosten.

Das ist bei Rücklichtern wohl weniger kritisch, bei LED-Frontscheinwerfern durchaus. Da gibt es zwischenzeitlich abstruse Kühlkörper und sogar eingebaute Quirls, mal ganz zu schweigen von Osrams enorm frickeligen LED-Retrofits für H1:

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Da haben wir eine straßenzugelassene 1) Lösung in modernster LED-Technologie, als Ersatz für herkömmliche H1-Lampen 2) und -Sockel geeignet. Mit einer Farbtemperatur von bis zu 6000 Kelvin 3), einer reduzierten Blendung anderer Verkehrsteilnehmer bis zu 40% unter den zulässigen Maximalwerten 4), die im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln bis zu 55% weniger Energie verbraucht

5) und wegen des speziell entwickelten vibrationsresistenten Designs bis zu 5- mal länger lebt 6). Zusätzlich gibt es auf alle NIGHT BREAKER LED-Nachrüstlampen eine dedizierte Garantie 6)!

Ich dachte ja, soviele Fußnoten gäbe es nur bei Smartphone- und DSL-Verträgen, aber Osram überzeugt hier mal wieder auf ganzer Linie. Da kriegt man für 100€ echt noch was für sein Geld

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und die Kunden sind hellauf begeistert:

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Volker

Auch wenn das stimmt, meinte ich schon die Unterhaltungssysteme.

Man kann einen Schaden halt auch nur einmal verhindern. ;-)

Das wiederum ist Unsinn. Es geht von der Annahme aus, dass jede unangepasste Geschwindigkeit kleiner als die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist. Das ist mitnichten der Fall.

Gleichwohl stört das scheinbar niemanden dabei, das Mantra trotzdem Gebetsmühlenartig zu wiederholen und auch anzuwenden. Reales Szenario: es passiert ein Unfall innerorts, bei dem Kind erwischt wird. In Folge stellt man an der Unfallstelle zur Erhöhung der Sicherheit ein Schild 30 auf. Wo ist der Fehler? Ganz einfach, der Unfall ist bei knapp Tempo 80 passiert. Auf gut deutsch, die, die sich fortan daran halten, halten den Verkehr auf, aber der Unfall würde trotzdem wieder passieren. Natürlich kann man dann ein Schild 10 aufstellen, und hoffen, dass dann niemand mehr dort entlang fährt, und diesen Sicherheitsgewinn als Zielerreichung proklamieren.

Wenn wir die Sicherheit bzgl. Geschwindigkeit verbessern wollen, müssen wir die Einhaltung der Limits besser kontrollieren und nicht einfach (billig) eine andere Zahl auf das Schild schreiben. Das delta zwischen der Zahl auf dem Schild und der Realität schafft nämlich genau den Raum für zufällige Ereignisse, von sinnlosen Knöllchen bis zu unnötigen Unfällen.

Nicht falsch verstehen, ich bin sehr für ein Tempolimit auf Autobahnen, aber nicht wegen der Sicherheit. Es erhöht schlicht den Durchsatz und reduziert den Energieverbrauch. Dafür genügt aber Tempo 130.

30 in der Stadt finde ich wenig zielführend. Das würde jetzt auch gut ausgebaute Straßen erwischen, wo der Nutzen ähnlich marginal wie der vom 100-sten Sicherheitssystem im Fahrzeug ist, dadurch aber sowohl den Zeitverbrauch als auch den Energieverbrauch erhöhen. Ein Fahrzeug braucht eben nicht pauschal weniger, wenn es langsamer fährt. Das gilt nur bei Geschwindigkeiten, wo der Luftwiderstand dominiert. Gerade Elektrofahrzeuge verballern im Winter in der Stand das meiste auf der Zeitachse. Hier sollte man eher bedacht mit Tempo-30 Zonen agieren. Genau für Enge Bereiche mit vielen, auch passiven Verkehrsteilnehmern sind die ja gedacht.

Seit wann das denn? ;-)

Wir haben ja auch die Glühlampen verboten, obwohl deren Beitrag zum Gesamtenergieverbrauch marginal war und das Geld an anderer Stelle wesentlich sinnvoller eingesetzt gewesen wäre.

Am Ende ist das alles immer nur Lobbyarbeit. So weit, dass die Produktion damit vollständig nach China wandert, hatte die Lobby im Beispiel allerdings nicht gedacht. Die hatten nur die kurzfristig erhöhten Umsätze auf dem Schirm.

Unvergessen auch der Nutriscore. Ein paar Jahre, bevor der überhaupt existierte, gab es schon einen Spielfilm darüber, der weitgehend beschrieben hat, wie es dann gelaufen ist und wie man es unterwandert: "Die Lobbyistin".

Nicht nur dort. In einigen Berufen gibt es auch immer wieder Verluste. Und damit meine ich nicht Polizei oder Militär, wo man das erwarten würde. Im Gegenteil, wo man sich der Gefahr bewusst ist, sind die Zahlen eher niedrig. Aber Sicherheitsvorschriften nerven halt und kosten auch Zeit, weshalb gerne darauf verzichtet wird, zuweilen auf Anweisung.

Wenn man sich mit halbwegs brauchbaren Fahrzeugen >= 10 Jahre begnügt, kann man ein gutes Stück hinter der Welle schwimmen. Ich bin lange Jahre ein Auto gefahren, bei dem die einzigen Transistoren im Autoradio waren und der trotzdem nur 5½ Liter in der Stadt brauchte (Golf II TD). Die Kostenquote von dem erreiche ich natürlich heute nicht mehr (mehr Wartung, mehr Verbrauch). Aber es ist immer noch ein gutes Stück günstiger als neueres Zeug.

Demnächst kommt halt das neue Risiko Brick-Update hinzu. Damit kann man alte Fahrzeuge gezielt unter irgendwelchen Vorwänden abschießen.

ich hoffe da immer noch auf voll autonome Fahrzeuge. Das dreht den Markt komplett auf den Kopf. Die dann billigen Taxi-Betreiber werden sehr genau auf TCO schauen.

Marcel

Am 19.06.25 um 14:37 schrieb Hergen Lehmann:

Nein. Die Kennlinie einer Power-LED ist sehr weit von der einer Z-Diode entfernt. Das ist einfach eine E-Funktion mit einem zusätzlichen linearen Anteil. Letzterer tut beim Pulsen am meisten weh. Der Maximalstrom laut Hersteller liegt üblicherweise nicht so niedrig, dass der lineare Term vernachlässigt werden kann. Im Gegenteil. Der Hersteller will ja einen möglichst hohen, maximalen Lichtstrom im Datenblatt haben. Für die Kühlung sorgt der Kunde. Und nicht jeder Konstrukteur versteht, dass diese Maximalwerte eben nur bei Mondschein, wenn der Saturn in Quadratur steht, erreicht werden. Das hält auch gleich den Ersatzteilumsatz am laufen. So betriebene LEDs verrecken nämlich gerne. ;-)

Ja genau. Nimm doch mal ein 30W LED-COB als Z-Diode. Geniale Idee.

So großzügig sind die Power-LEDs eher nicht ausgelegt.

Natürlich ist der Anstieg nicht riesig. Aber einige Prozentpunkte Wirkungsgrad kostet es schon. Deswegen schrieb ich ja schon eingangs, dass der Effekt eher klein ist. Aber er ist definitiv da und auch messbar. Pulsen reduziert den Wirkungsgrad, und zwar immer.

Marcel

Am 19.06.2025 um 14:37 schrieb Hergen Lehmann:

Nein, viele aktuelle LED haben einen ganz ausgeprägten Bahnwiderstand. Die Kennlinie ist alles andere als steil.

[...]

Da befanden sich Transistoren im Lichtmaschinenregler, Blink- und Scheibenwischerrelais, und für Tankuhr etc. war - wenn ich mich recht entsinne - ein Spannungsregler auf der Instrumentenplatine verbaut.

Mit einer LED? Spannend.

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gut Glück bei Digikey in der passenden Kategorie geklickt, nach grob passendem Strom und lm/W gefiltert).

macht in Rot 80lm bei 350mA, 160lm müsste nach den Kurven so bei ca. 750mA rauskommen.

Die Spektren für die nicht-weißen Varianten sehen für mich als Opto-Laien jetzt nicht nach Leuchstoff aus.

Auch bei den Rücklichtern kann das bei dem Temperaturen, die im Auto möglich sind, schon interessant werden.

Ich habe die Philips H7-Retrofits im Kia, das Licht ist nett, aber die Lüfter röhren inzwischen durchaus laut. Mal sehen, wie lange die durchhalten ...

Auf

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kann man die minimal-invasive Zerlegung eines BMW-Rücklichts sehen. Das sieht nach 4 roten Power-LEDs aus, mit NUD4001 Lineartreibern (die SO-8). Anscheinend haben diue schon ordentlich Alu verbaut, um das zu kühlen - aber dafür dann kein Schaltregler.

cu Michael

Ich vermisse bei deine Ausführungen das eventuell sicherheitsrelevante Verhalten "Fahrer schreibt einer SMS beim rechts Abbiegen in einem Fahrzeug mit manueller Schaltung". Dazu in der Hand noch ne Kippe... Okay, ein Extremfall, mit beeindruckender Fingerfertigkeit.

Als Radfahrer sitzt man ja erhöht und sieht so in den Wagen rein, Fahrer liest Handy an der roten Ampel ist ein häufiger Fall, während der Fahrt Handy auf dem Schoß lesen auch nicht selten. Grün verpennen, aufwachen, Gas geben.

Ließe sich durch ein Assistenzsystem locker unterbinden -- nur wäre das Auto wohl damit unverkäuflich.

Thomas Prufer

Nicht spannend, sondern Spec:

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mag gelogen sein, mir ist das Rücklicht hell genug, sogar auf Stufe 2 von 5. In der Stadt bietet sich wegen Lichtverschmutzung 3 von 5 an, natürlich ist das immer noch keine Garantie dafür, nicht von hinten abgeräumt zu werden. Denn wer nicht nach vorne, sondern aufs Smartphonedisplay schaut, sieht auch einen Flakscheinwerfer nicht, wenn er zur Frontscheibe reinleuchtet.

Ich hatte nur bei Völkner, Reichelt und Bürklin nach bedrahteten 5mm-LEDs gesucht, also Zeugs, was sich für eine Lichterkette eignet. SMDs sind da eher kompliziert. Und bei 1A Maximalstrom eignet sich die Cree XP-E2 vielleicht auch nichts für fliegende Verdrahtung. ;-)

Für mein museales Automobil gibt es sowieso keine ABE zur Nachrüstung dieses Leuchtmittels, auch wenn ich das mechanisch vielleicht irgendwie reinkriegte. Ohne den Deckel hinten freilich. Bei moderne(re)n Autos würde ich die Mutter verfluchen, die mich geboren hat, wenn so ein Retrofit nach 1h Frickelei für die Montage (und das ist keine Seltenheit) umgehend wieder ausgetauscht werden müsste. "Röhren" tut bei mir übrigens nur der Auspuff und ich finde das auch ganz gut so. (Hersteller: Ernst, neu und gemeint ist, dass nichts anderes röhrt

- nur um Missverständnissen und Spitzfindigkeiten vorzubeugen.)

Der Typ hört sich wohl ganz gern selbst reden. 10 Minuten Lebenszeit für Vorgeplänkel, die mir niemand wiedergibt. Deswegen habe ich den o. g. Link angepasst.

Ja, das ist das hybride F46-Rücklicht mit der Lichtleiterwurst. Die Vereinigungsmenge der Nachteile beider Technologien kombiniert mit der Schnittmenge der Vorteile. Win-Win-Win für Hersteller, Zulieferer und Werkstatt.

Ich hatte aber eher Voll-LED-Rücklichter im Hinterkopf und insbesondere die Cluster-Rücklichter, d. h. Zeugs, wo man direkt auf die Emitter schauen kann und nicht Designgeschwülste, wo 50% des Wirkungsgrads wieder in irgendwelchen Lichtleitern versumpfen.

Volker

Inwieweit wäre das von der Forderung nach "ständiger Beherrschung" des Fahrzeugs nicht erfasst? Klar, ob dem so war (freihändig, in der linken Hand das Telefon, in der rechten die Leberkassemmel, mit den Gedanken schon in der Garage von Klein-Fein-Eigenheim), sieht man oft erst nachher. Wenn sich der Staub gelegt hat.

Die Ansicht, beim Telefonieren während der Fahrt ohne Freisprech sei hauptsächlich die mangelnde "Freisprech" das Problem, ist mittlererweile doch reichlich überholt. Es hängt vom Gespräch(sinhalt) ab, die Hantiererei ist dann nur noch Sahnehäubchen. Aber mit der Einführung eines Telefonierverbots ist es halt wie mit Tempolimits: Unattraktiv.

Volker

Ja, die taugen dann auch nur für Lichterkette. Allerspätestens ab 0.5W braucht man Gehäuse, die die Wärme deutlich besser abführen, das ist in der Praxis dann SMD.

Definitiv nicht. 0.5W-1W gibt es als "Star" auf Aluträger, so diese Bauform:

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aber auch die brauchen zusätzliche Kühlung, wenn da kein deutlicher Luftstrom vorliegt.

Das war bei mir etwas fummelig, aber in 10 Minuten erledigt - und der Deckel passt. Vermutlich Glück gehabt ...

Den Knopf zum Vorspulen sollte jeder selbst finden, das ist bei Youtube leider normal ...

cu Michael

Ich erwähnte das auch nur, weil man hier häufige liest, irgendwelche 0815- Signal-LEDs seien inzwischen so hell und so effizient, dass man sie statt mit

20mA mit 1mA und weniger betreiben könne - ja sogar müsse, wolle man nicht erblinden. Ich bin entweder schon blind oder stelle irgendwie andere Anforderungen an "hell".

Dass es zwischenzeitlich 1W-LEDs gibt, die bei 500mA auch noch "hell" sind, steht ja ausser Frage.

Eher, ob es Automobilhersteller gibt, die sie zu Dutzenden in einen Rücklichtcluster einbauen. Denn ganz so billig sind LEDs der 0.5W-Klasse auch nicht und wessen Controller argumentiert, man könne ja die weniger oft benutzten Leuchtmittel in einer Rückleuchte konventionell lassen, wird garantiert keine Begeisterungsstürme auslösen, wenn er sich 20 rote Cree XPE2 für sein Design wünscht und obendrauf noch Zusatzgemüse für PWM-Dimmung, damit die Lichtströme eigehalten werden.

Also beim BMW E90/E91 baust Du zum Tausch der Fernlichtlampe den kompletten Frontscheinwerfer aus. Natürlich nicht, ohne vorher einen Teil der Radhausverkleidung gelockert und die Schürze demontiert zu haben. Da rechne ich mir bei einem Leuchtmittel, das nach hinten 5cm übersteht, eher schlechte Karten aus. ;-)

Volker

Am 21.06.25 um 12:45 schrieb Volker Bartheld:

Schlichte "Signal"-LEDs aus aktueller Produktion sind tatsächlich bei

20mA schon so hell, das sie merklich den Raum erhellen und für ihren eigentlichen Zweck kaum noch taugen. Besonders die blauen. Sowas als Statusanzeige an einem Gerät auf Augenhöhe, da "erblindet" man. Der Entwickler tut gut daran, bei neuen Designs eher mit 1-2mA zu kalkulieren.

Das dies nicht für bedrahtete "New Old Stock"-Restpostenware gilt, sollte eigentlich klar sein.

Das primäre Argument wird hier "Redundanz" sein. Der Cluster leuchtet auch dann noch, wenn ein paar LEDs schon ausgefallen sind. Bei einem Rücklicht nicht zu verachten...

Die PWM gibt's praktisch gratis, wenn eine LED-Leuchte über einen Transistor vom einem Mikrocontroller gesteuert wird.

Neben kewlen Effekten ermöglicht sie es, die unterschiedlichen Vorgaben an den Lichtstrom auf unterschiedlichen Märkten einfach per Softwareoption zu erfüllen, ohne doppelte Lagerhaltung.

Kommt halt auf die Anforderungen an. Ja, ich habe auch 0603-SMD-LEDs in allen Farben, die mit 1mA bereits blenden - nackt auf der Platine, wenn man direkt 'reinschaut. 4.7k oder mehr Vorwiderstand für eine weiße LED an 3.3V sind bei denen normal.

Von der Seite oder mit einem Diffusor auf eine größere Fläche verteilt sieht das dann wieder anders aus.

cu Michael

Spannende Frage, was in so einem Fall bei der HU passiert. Ich würde den Kunden mit einem erheblichen Mangel wegschicken.

Interessant auch, dass das Sprachrohr der Petrolheads zwar schon die Vorzüge von LED-Beleuchtung und -Nachrüstung preist:

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aber dann doch wieder ein paar Bedenken hat:

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Jo mei. Bissl Schwund gibts immer.

Volker

Am 20.06.25 um 18:58 schrieb Volker Bartheld:

[...] Ja, ist totaler Mist, aber mit 30 platt machen ist OK?

Ich kenne auch eine Person, die als Fußgänger von einem Fahrrad platt gemacht wurde, Knochenbrüche. Das war bestimmt nicht schneller als 30. Also ist 30 auch zu viel.

Wir werden es nicht schaffen, ohne Kollateralschäden. Wir können vielleicht die gröbsten Dummheiten einhegen, aber es wird dennoch Verluste geben, immer.

Hmm, ja schneller als der davor ist über kurz oder lang immer unangepasst...

Diese Arbeitsplätze sind jetzt schon latent inexistent. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die deutsche Autoindustrie die Transformation zu preiswerten E-Autos schaffen soll. Da fehlen nicht nur ökonomische Dinge, sondern auch IT-Know-How. Ich denke da bleibt nur ein bisschen Premium-Zeug übrig.

Das dürfte kaum gelingen. Gerade gegen Unachtsamkeit ist kein Kraut gewachsen.

Das ist bei weitem nicht so trivial, wie es aussieht. Mann kann praktisch jede Signatur auch im Nachhinein (mit anderen Daten) erstellen.

Ich meinte nicht die Rechtsverdreher, sondern die Datenbanken mit den Tempolimits. Die haben einfach Fehler.

Wenn man das will, sollte man nach China umsiedeln.

Zum Bleistift.

Im ach so digitalisierten Estland sind kürzlich die Gesundheitsdaten von

3 Mio. Bürgern im Darknet aufgetaucht. Ging eine Weile gut, aber das Ende steht immer fest. Zentrale Datenbanken mit sensiblen Daten sind einfach ein Honeypot.

Das legt sich von alleine. (s.o.) Dauert halt noch eine Weile. ;-)

Schulen gibt es hier in der Nähe auch einige (Schulviertel), aber da macht doch keiner den Warnblinker an. Man bleibt einfach mitten auf der Gasse stehen. ;-)

Das bedeutet, eine Standheizung ist für jedes Fahrzeug Pflicht, denn Eiskratzer und Scheibenenteiser friert bei der passenden Wetterlage sofort wieder zu. Bei letzterem dauert es ein wenig länger.

Wir sollten es nicht übertreiben. Eine solche Wetterlage gibt es allerhöchstens einmal im Jahr. Und ehrlich gesagt sehe ich extrem selten jemand beim Warmlaufen. Deutlich weniger als einmal im Jahr. Ich sehe daher keinen Handlungsbedarf.

Dass passiert bei modernen Autos ganz von alleine, wenn man viel Kurzstrecke fährt, weil der Akku dann zu niedrigen Stand hat, und die Start/Stop Automatik deaktiviert wird. Wie auch immer, bei E-Autos stellt sich die Frage nicht mehr.

Ich kenne München, ist eigentlich ganz schön. Aber ökonomische Aspekte halten mich großzügig auf Sicherheitsabstand.

Ja. Freie Werkstädten bekommen ja bevorzugt Fahrzeuge, die schon die ersten paar Jahre hinter sich haben. Und meiner läuft auch schon seit 15 Jahren. Ist wohl echt kein Problem. Der Sound ist halt anders. Aufgrund der gebrochenen Symmetrie ist der Grundton niedriger. Es wirkt, als würde man untertourig fahren.

[...]

Die Versicherungen für hochautomatisierte Fahrzeuge sind eher billiger, denn die wirklich saudummen Fehler, die diese Steuerungen machen, wiegen bereits heute die Fehler durch Unaufmerksamkeit, Drogen, Testosteronvergiftung oder sogar gesundheitliche Aspekte von menschlichen Fahrern nicht auf.

Und auch Sicherheitsprobleme sind längst passiert. In den USA wurde ein ganz normaler Chrysler über Mobilfunk ohne Zugangsdaten komplett übernommen. In dem Fall war es abgesprochen, weil die Hacker zeigen wollten, was geht. Der Testfahrer beschrieb das trotzdem als außerordentlich beängstigende Situation.

Und diese ganze Ethikdiskussion ist m.E. auch an Irrelevanz nicht zu übertreffen. Welcher menschliche Fahrer schreibt in einer kritischen Verkehrssituation erst eine Dissertation darüber, wen er über den Haufen fährt? Der weicht einfach dem Hindernis aus, was er als erstes wahrnimmt, ohne Rücksicht auf Verluste. Viel anders läuft das bei Automatisierung auch nicht. Wenn die Chance auf einen Unfall links 100% ist, dann ist Zufall immer besser.

Marcel

Ist ja gut. Wobei ich mir bei den Blinkerrelais gar nicht so sicher bin. Früher war es üblich, dass eine defekte Birne die Frequenz des Bimetall-Relais erheblich beeinflusst hat. Beim Golf ist mir aber nie eine verreckt, deshalb weiß ich nicht, was der für ein Relais hatte. Aber zumindest so etwas wie eine Motorsteuerung gab es da nicht. Die Einspritzpumpe war vollmechanisch.

Bei den Lichtmaschinenreglern würde mich eher mal interessieren, wie man das bei richtig alten Fahrzeugen gemacht hat. Ich meine, Leistungstransistoren gibt es noch nicht ewig, und schon gar nicht in bezahlbar.

Einigen wir uns auf die /meisten/ Transistoren, denn alleine dessen µC für die Steuerung dürfte mehr haben, als der Rest.

Marcel

Am 21.06.2025 um 17:47 schrieb Marcel Mueller:

Eine beheizbare Frontscheibe hilft gegen das schnelle zufrieren (oder auch beschlagen bei entsprechend feuchtem Wetter) auch ganz gut. Leider hat meine in der Mitte einen Bereich, wo sie nicht mehr heizt, und der wird größer.

Zur Pflicht würde ich sowas nicht machen, aber der Aufpreis war gar nicht mal so hoch.

Holger

Am 17.06.2025 um 12:54 schrieb Thorsten Indrid Böttcher:

Ich muss mich übrigens korrigieren, ich hatte Samstag Nacht nochmal Gelegenheit mir das anzuschauen, bei langsamer Fahrt (Berg hoch) flackert die Lampe doch. Allerdings nicht an/aus, sondern sie wechselt zwischen hell/dunkel. Fällt (mir, als Fahrer) nicht so stark auf.

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