Hätte, hätte, ... Lichterkette!

Mar 16, 2020 20 Replies
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Guten Abend Elektroniker!



Um der heutigen Tristesse Einhalt zu gebieten, griff ich in die Kiste mit dem Dekoplunder. Und, siehe da: Es fand sich eine neuwertige Lichterkette aus Opas Hamsterk^WRestbeständen. Der übliche, flimmrige, kaltweiße Chinakracher mit dem ökologisch grünen Zwirbeldraht und Schrumpfschlauch.



Leider war die Überwurfmutter an der Steckverbindung vom Netzteil durchgeknackt, konnte aber mit einer Lötkolbenverschweißung ambulant behandelt werden. Natürlich würde ich niemals so tief sinken, dafür die Lötstation zu nehmen, aber der Weller-Brater war dafür grad gut genug.



Ernüchterung: Das Zeugs leuchtet. Ja. Aber _netzhautverbrennend_ ist schon was anderes. Und bissl kurz ist die Strippe auch, geht nur vorne an der Längsseite übers Balkongeländer aber nicht ringsum. OK, wenigstens Kind und Kegel waren vorerst zufrieden.



Aber in mir reifte der diabolische Gedanke, eine RICHTIG HELLE Lichterkette zu fabrizieren - d. h. so hell, wie es in bunt und ohne aktive Kühlung bzw. Kühlkörpergeschwüre geht. Also mit 30-40* x0'000mcd. Dergestalt, daß die Nachbarn meinen, es würde ein Ufo landen und man im Wohnzimmer problemlos Bücher lesen kann, wenn das Teil eingesteckt ist.



Beim Reichelt gibt es ja da allerhand nettes Zeugs in RGBW, was mit



20-25mA spezifiziert ist und deswegen ideal für Reihenschaltung taugt:

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?&trstct=pol_3&nbc=1
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?&trstct=pol_1&nbc=1
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?&trstct=pol_1&nbc=1
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?&trstct=pol_10&nbc=1
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?&trstct=pol_2&nbc=1
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Die Helligkeit ist bissl unausgewogen (Grün traditionell sehr hell, dito Rot und Weiß - irgendwas ist ja immer...) und bei Reihenschaltung landet man sehr schnell in der Gegend von 80VDC bei lächerlichen 20mA Durchlaßstrom - aber auch das sollte eigentlich beherrschbar sein.



In Sachen Schaltplan bemerkte ich bei der alten Lichterkette (warmweiß), die jahrelang auf dem Balkon tapfer die Photonen hochhielt, den interessanten Effekt, daß eine defekte LED nicht zum Ausfall der gesamten Kette führte.



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scheint mir etwas anachronistisch zu sein, 0.13W zieht eine normalbunte LED sicher nicht. Eher die Hälfte. Das mit dem NTC parallel zur LED ist aber clever. Hätte ich auch selber draufkommen können. Geständnis: Keinen blassen Dunst, wie man das Ding für eine Lichterkette bemißt.



R25=1/10 des effektiven Durchlaßwiderstands Ub/Ib=100Ohm der LEDs, d. h. irgendwas um 1-10k? Und was ist mit der Leistung? Wenn wir 20mA haben und annehmen, daß die komplette Betriebsspannung im Fehlerfall am NTC abfällt, wären das satte 1W. Unwahrscheinlich. Sowas hier:



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fände ich deutlich sympathischer, da einschrumpfbar. Sagen wir, daß der NTC sich im Betrieb wie die LED verhält, die er ersetzen soll. Ergo wären



100mW vollkommen ausreichend und man wird den B-Wert so wählen, daß sich irgendwie der notwendige Widerstand einstellt.

Vorschläge?



In Sachen "Kabel" dürfte es auf Rollenware mit PVC-Isolierung rauslaufen.



0.2mm^2 reicht locker, vielleicht lieber etwas mehr wegen der Stabilität. PA gibts nur in der Fetischeck und Silikon ist nicht mit den angedachten, klebstoffarmierten Schrumpfschlächen kompatibel.

Noch ein Problem entsteht beim Netzteil, denn derart hohe Spannungen bei so geringem Strom sind selten, da kriegt man meist 60V und 300mA. Und ein Konstantstrom-Kondensatornetzteil selber bauen...



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... ist mir irgendwie zu heikel. Wenn da was schiefgeht, leuchtet auch die Wandwarze.



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nett aus, allerdings nur 26VAC, d. h. mehr als 10 LEDs in Serie gehen da nicht. 46V aus der Bucht:
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.



Ha: Diodes Inc. hat den AL5809 im Programm

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könnte man sich die Type AL5809-20P1-7 greifen (20mA, 60V) und hoffen, daß man das winzige Teil (3.5mm*1.4mm) beim Aufbau nicht einatmet.



Hmmmmm. Blöd. Plug&Play geht irgendwie anders. Wie würdet ihr das anpacken? Ist doch ein ideales Frühlingsprojekt und viel lustiger als Klimaleugnen oder Corona-Panik.



Viele Grüße, Volker


Bau dir doch eine Konstantstromquelle selber:

  • 4-30V o----------*------+ | | | | | R1 | | | | |/ *----| T1 | |\ | V | | +---+------+ | | | +------+ | | | |/ *--------| T2 | |\ ^^ | | V || | | R2 | | | |\| *----------*----------| |-------- - |/|

T1 = T2 = BC546 oder was gerade an NPN da ist R1 = 10 KOhm R2 = 33 Ohm (ergibt ca. 21 mA)

Die Leitungskreuzung ist eine Kreuzung und keine Verbindung!

Interessant ist bei dieser Schaltung nur die Spannung, die an ihr selbst abfällt, ansonsten kannst du beliebig viele LEDs in Reihe zu ihr schalten.

Die Bauteile passend dimensioniert sollte auch höhere Spannungen möglich machen.

Die meisten fertigen Lichterketten, die ich hier so sehe benutzen Netzteile mit (laut Aufdruck) 31V und schalten immer 10 LEDs in Reihe.

Gerrit

Ah ja, so wie hier :-)

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Warum nicht eine Zenerdiode, ein TL431 oder ein LM4040? Irgendwas, wo ein wenig mehr als die LED Durchlasspannung abfaellt, aber nicht viel mehr.

Ich wuerde irgendein guenstiges 24V oder 48V Standardnetzteil nehmen und einen Boost-Wandler mit Stromsteuerung bauen. Natuerlich mit Angstbegrenzung der Spannung, falls mal ein Draht aufgeht oder das Eichhoernchen was zernagt. Aber immer aufpassen, dass das dann u.U. keine "Kleinspannung" mehr ist. Besonders, wenn mal kleine Kinder auf dem Balkon sind.

Corona trinke ich schon lange nicht mehr, ist alles selbstgebraut hier.

Endlich mal was Vernünftiges.

(Finger's elektrische Welt kennst du?)

Ich dagegen werde probieren wieviel Knoblauch ich essen kann.

Thomas Prufer

Du meinst:

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Mmmh. Das ist doch mau. Eher so die Art "eingesperrtes Glüchwürmchen" bzw. so hell, wie es anno dunnemals mit Glühobst eben ging. Von 40* 20000mcd erhoffe ich mir eigentlich schon noch ein bisserl mehr. Deutlich über

1000mcd wird so eine klassische 1-Watt-Stecksockellampe wohl nicht haben und die LEDs emittieren typischerweise nur so im Bereich von 20°.

Nehmen wir als Beispiel diese grüne LED:

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, da wäre Ub=3.6V. Ergo

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? Klingt plausibel, ist preislich vermutlich sogar noch günstiger als ein NTC und es bleibt im Normbetrieb mehr Leistung für die LEDs übrig - schließlich ist der Leckstrom wohl vernachlässigbar und der Zehnerwiderstand niedrig.

Der TL431 ist leider schon ein bisserl pausbäckig für Schrumpfschlauchmontage und braucht für Spannungen !=2.5V noch mindestens zwei (1%) Widerstände. Kann man machen, nur wird mir leider bei 40 LEDs die Hand abfallen.

Das wirds wohl werden. Denn 48V@20mA ist eher rar.

Danke für die Tips und Grüße, Volker

Ist die gleiche Szene. Aus deutschen Landen gaebe es da noch:

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Aeh, ja ...

3.9V ist was viel, geht aber.
48V 300mA fuer einen Dollar ging aber, oder?

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Gibt es auch bis 68V.

Aber Vorsicht. Nach Rueckkehr aus Suedkorea haette mich die Herzallerliebste fast aus dem Schlafzimmer verwiesen. Knoblauch mag sie gern, doch das war selbst ihr zuviel.

Im Moment ist "social distancing" ja grad in. Zwei Fliegen eine Klappe: die phantastische gesundheitswrikung von Knoblauch, plus den automatischen Abstandshalter.

Thomas Prufer

Knoblauch: Das älteste Verhütungsmittel. Wirkt aber nur, solange es nicht beide essen.

Am 17.03.20 um 20:36 schrieb Joerg:

Anhören kommt IMO besser:

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Schöne Grüße Jochen

Ja, äh. DSGVO verschlafen? Dann nimm halt den anderen Link, den ich aus genau diesem Grund ebenfalls aufgeführt habe.

Naja, beliebige Auswahl hast bei der Anpassung von Zehnerspannungen an die Durchlaßspannungen von LEDs halt auch nicht. Wenn ich das richtig verstehe, muß das Netzteil mindestens die Summe alle Durchlaßspannungen der beteiligten LEDs oder eben im Fehlerfall die Zehnerspannung aufbringen. OK, plus den Spannungsabfall der nachgeschalteten Konstantstromquelle. Ergo machen ein paar 1/10V mehr oder weniger wohl nichts aus, solange die Zehnerdiode nicht schon zu leiten beginnt.

Klar geht das. Allerdings leuchten bei mir angesichts des Verkaufspreises schon wieder alle Alarmlampen. Das kann doch gar nicht gutgehen.

Volker

Volker Bartheld schrieb:

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(sorry, Ausbildnersyndrom)

Wir haben alle unsere Gebrechen. Prinzipiell hätte ich das mit der Zenerdiode auch gewußt haben können. War mehr so ein Freudscher Vertipper. Oder hast Du noch nie versehentlich "Mail" statt "mal" geschrieben?

Volker

Email statt E-Mail. Das klingt dann so glasiert...

Wenn wir schon dabei sind: Tatsächlich hätte es Z-Diode heißen müssen. Nur die wenigsten Z-Dioden sind tatsächlich Zener-Dioden.

DoDi

Ich kaufe meine Dioden auch immer im Zehnerpack. SCNR

Ja, sicher, passiert mir laufend. Es war nicht als Kritik gemeint, sondern als Hinweis für andere, die sich eventuell für den Hintergrund interessieren.

Mir ist auch nicht vollkommen klar, was die korrekte oder übliche _Bezeichnung_ ist. Physikalisch ist es ein fliessender Übergang von Zener-Diode zu Avalanche-Diode, was sich so um 6-7 V die Waage hält. Erkennbar ist das am Temperaturkoeffizienten. Z-Diode scheint wenigstens in DE die Sammelbezeichnung zu sein. Die Amis reden immer von Zener, erst bei Lawinendurchbruch normaler Dioden von Avalanche-Dioden.

Amerikaner sicher im sixpack oder im Bakers's dozen.

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