Guten Abend Elektroniker!
Um der heutigen Tristesse Einhalt zu gebieten, griff ich in die Kiste mit dem Dekoplunder. Und, siehe da: Es fand sich eine neuwertige Lichterkette aus Opas Hamsterk^WRestbeständen. Der übliche, flimmrige, kaltweiße Chinakracher mit dem ökologisch grünen Zwirbeldraht und Schrumpfschlauch.
Leider war die Überwurfmutter an der Steckverbindung vom Netzteil durchgeknackt, konnte aber mit einer Lötkolbenverschweißung ambulant behandelt werden. Natürlich würde ich niemals so tief sinken, dafür die Lötstation zu nehmen, aber der Weller-Brater war dafür grad gut genug.
Ernüchterung: Das Zeugs leuchtet. Ja. Aber _netzhautverbrennend_ ist schon was anderes. Und bissl kurz ist die Strippe auch, geht nur vorne an der Längsseite übers Balkongeländer aber nicht ringsum. OK, wenigstens Kind und Kegel waren vorerst zufrieden.
Aber in mir reifte der diabolische Gedanke, eine RICHTIG HELLE Lichterkette zu fabrizieren - d. h. so hell, wie es in bunt und ohne aktive Kühlung bzw. Kühlkörpergeschwüre geht. Also mit 30-40* x0'000mcd. Dergestalt, daß die Nachbarn meinen, es würde ein Ufo landen und man im Wohnzimmer problemlos Bücher lesen kann, wenn das Teil eingesteckt ist.
Beim Reichelt gibt es ja da allerhand nettes Zeugs in RGBW, was mit
20-25mA spezifiziert ist und deswegen ideal für Reihenschaltung taugt:
In Sachen Schaltplan bemerkte ich bei der alten Lichterkette (warmweiß), die jahrelang auf dem Balkon tapfer die Photonen hochhielt, den interessanten Effekt, daß eine defekte LED nicht zum Ausfall der gesamten Kette führte.
R25=1/10 des effektiven Durchlaßwiderstands Ub/Ib=100Ohm der LEDs, d. h. irgendwas um 1-10k? Und was ist mit der Leistung? Wenn wir 20mA haben und annehmen, daß die komplette Betriebsspannung im Fehlerfall am NTC abfällt, wären das satte 1W. Unwahrscheinlich. Sowas hier:
100mW vollkommen ausreichend und man wird den B-Wert so wählen, daß sich irgendwie der notwendige Widerstand einstellt.
Vorschläge?
In Sachen "Kabel" dürfte es auf Rollenware mit PVC-Isolierung rauslaufen.
0.2mm^2 reicht locker, vielleicht lieber etwas mehr wegen der Stabilität. PA gibts nur in der Fetischeck und Silikon ist nicht mit den angedachten, klebstoffarmierten Schrumpfschlächen kompatibel.
Noch ein Problem entsteht beim Netzteil, denn derart hohe Spannungen bei so geringem Strom sind selten, da kriegt man meist 60V und 300mA. Und ein Konstantstrom-Kondensatornetzteil selber bauen...
Ha: Diodes Inc. hat den AL5809 im Programm
Hmmmmm. Blöd. Plug&Play geht irgendwie anders. Wie würdet ihr das anpacken? Ist doch ein ideales Frühlingsprojekt und viel lustiger als Klimaleugnen oder Corona-Panik.
Viele Grüße, Volker