Sicher, ich fahre selber damit rum. Aber was das jetzt mit der Ansteuerung per PWM zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
Bei den Nebelscheinwerfern weiß ich es nicht, die sind jetzt 17 Jahre alt und funktionieren immer noch, aber an den Rest kommt man gut bis einigermaßen gut ran. Standlicht ist etwas fummelig, geht aber ohne große Aktionen. Der Rest ist gut erreichbar. Wobei ich so einen Satz Standlichter und eine Handvoll Blinker- und Bremslichter in 15 Jahren als nicht zu viel finde.
Teilweise ist das echt Horror was die bauen.
Ich kann mich da nicht beschweren.
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V
Volker Bartheld
Geht Dein Abbiegelicht hart an und aus oder dimmt es langsam auf und ab? Falls Letzteres: Wie - glaubst Du - ist das implementiert?
Das mag bei musealen Autos so sein, ich sprach aber von neuerem Kram.
Du wirst Dich bald darüber beschweren, mit Deiner Kiste jedes Jahr zur HU zu müssen. Im Interesse der Verkehrssicherheit und der Umwelt natürlich.
Volker
R
Ralph Aichinger
Seitenläufer-Dynamo oder Nabendynamo?
Beim Nabendynamo ist das schon sehr stark ausgeprägt.
/ralph
T
Thorsten Böttcher
Auch da gibts solche und solche, genau wie es die schon gab als meiner gebaut wurde.
Nur wer LED-Scheinwerfer hat, kann sich den Leuchtmittelwechsel auf jeden Fall sparen.
Aber dafür ist das Licht auch um Welten besser als es eine H4/H7 Lampe schafft.
Bei Xenon wars ja mal dasselbe, wenn die mal kaputt gehen wirds angeblich teuer. Ich fahre noch mit den serienmäßigen, und wenn die kaputt sind kosten die Brenner auch nicht die Welt.
Ich kann mich über vieles beschweren, ich finde bloß den Zusammenhang mit den Leuchtmitteln nicht.
T
Thorsten Böttcher
Nabendynamo. Lampe ist von Busch + Müller.
V
Volker Bartheld
Genau. Der tauscht dann die ganze Lampeneinheit, wenn einzelne Segmenta ausgefallen sind, nur noch funzeln oder stroboskopisch flackern. Das Versprechen "Wartungsfrei" bzw. "hält ein Autoleben lang" ist eben interpretierbar.
Du darfst mich gerne einen penetranten Nörgler und Pessimisten nennen. Und es mag natürlich sein, dass in der überwiegenden Mehrheit diese Technologie tatsächlich ein Autoleben (also 15-20 Jahre) hält und nicht nur, bis das Leasingobjekt abgestoßen wurde und mein Eindruck, den ich am aktuellen Straßenverkehr gewonnen habe verzerrt. Vielleicht haben die Fahrzeughalter, die sich mit solchen Geschichten an mich wenden einfach nur Pech.
Der Zusammenhang zwischen teuer zu tauschenden Leuchtmitteln und einer alljährlichen HU besteht im reichlich überheblichen Trend unter uns Erstweltmenschen, Dinge einfach wegzuwerfen, anstatt sie instandzusetzen. Und einer Lobby, die diesen Trend durch geeignete "Empfehlungen" bedient.
Volker
A
Axel Berger
Das muß der Grund sein, warum die Kupfermengen explodieren und die Autos mit immer mehr Müll zugeschmissen werden, den kein vernünftig Denkender haben will.
Aber Du hast recht, alles was das Marketing haben will spielt in einer anderen Liga als was Ingenieure als bessere Lösung vorschlagen.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Volker,
Du schriebst am Tue, 17 Jun 2025 10:11:19 +0200:
[und eine Menge weiterer Beobachtungen des aktuellen Automobilmarktes...]
Da kann ich Dir nur im vollen Umfang beipflichten und Dich ermunter: SAG'S WEITER!
Leider gibt's dabei ein Problem: Wenn Du das tust, dann kriegst Du von den meisten Leuten zu hören, daß das ja garnicht sein kann, weil das doch alle Hersteller so machen und sogar die EU das (einiges davon) verlangt! Das MUSS doch wichtig sein, um so eine Karre fahren zu können...
BTW, hab' ich schonmal angemerkt, daß ich mal von einem usanischen E-Auto- Pionier als Bezeichnung für solche Leute den Ausdruck "sheeple" gelesen habe?
M
Michael Schwingen
Ich glaube, die Einteilung passt so nicht. Anzeige-LEDs sind für mich die typischen im 3mm/5mm-Gehäuse oder entsprechendes in SMD, die mit ~20mA betrieben werden.
Das, was Du in Blinker, Rücklicht & Co hast, ist eine deutlich dickere Klasse
- das sind Power-LEDs in entsprechenden Gehäusen mit Pads zur Wärmeabfuhr, also das, was man auch als Beleuchtungs-LEDs verbaut (nur halt in anderer Farbe).
cu Michael
M
Michael Schwingen
Du brauchst pro LED-Strang eine Konstantstromquelle, bei Deiner Lösung also zwei, außerdem musst Du doppelt so viele LEDs unterbringen (was den Designer möglicherweise in der Gestaltung einschränkt).
cu Michael
T
Thorsten Böttcher
Am 18.06.2025 um 22:53 schrieb Michael Schwingen:
Ich hab schön öfter Platinen mit Lowcurrent SMD Leds gehabt, die mit einem Bruchteil von 20 mA betrieben wurden, und die so hell waren dass ich sie mit Edding angemalt habe, weil die mich geblendet haben.
Hell geht auch mit wenig Leistung.
Die Leds im Blinker und im Scheinwerfer unterscheiden sich nur darin, dass sie gelb oder weiß leuchten?
Das sehe ich jetzt nicht so.
M
Marcel Mueller
Am 17.06.25 um 10:11 schrieb Volker Bartheld:
Full Ack. Vor allem sollte man den Anteil des Kabelbaums am Fahrzeuggewicht nicht unterschätzen.
Das gab's schon vor 30 Jahren.
Gruselig. Vor allem, das als Verkaufsargument immer wieder wieder die Car-Entertainment-Systeme genannt werden. Ein System, was zum Zeitpunkt der Nutzung im Mittel eine vollkommen veraltete und oft unsichere Technik benutzt. Für mich hat so Zeug eher einen negativen Produktwert, denn jeder Cent, der da rein geflossen ist, wäre an anderer Stelle besser aufgehoben gewesen. Selbst dann, wenn er nur i m Golf-Club vom Chef gelandet wäre. Dann bleiben einem wenigstens die Sicherheitslücken erspart.
Eben.
Marcel
M
Marcel Mueller
Am 17.06.25 um 07:18 schrieb Thorsten Böttcher:
Äh nein, das gleicht sich nicht aus. Die abgegebene Lichtmenge ist immer proportional zum mittleren Strom (neben anderen Effekten wie Temperatur). Eine höhere Spannung bedeutet daher immer einen /schlechteren/ Wirkungsgrad.
Nicht wirklich.
Das wiederum ist ziemlich schlau und der Lebensdauer in jeder Weise zuträglich. Mittlerweile sind wohl auch eher 14,4V üblich. Weniger wird es nur, wenn die Leistung der LiMa gerade nicht reicht.
Marcel
M
Marcel Mueller
Am 18.06.25 um 22:53 schrieb Michael Schwingen:
Du willst selbst einen aktuelle Billig-LED nicht mit 20mA betreiben - falls sie es überhaupt überlebt. Das strahlt dir die Augen weg. Die Zeiten von 0,8mcd sind dann doch schon sehr lange vorbei.
Ja, aber PWM ist auch dort zum Dimmen üblich und auch vom Hersteller zugelassen. Es gibt nur einen Maximalstrom, der dabei nicht überschritten werden darf. Der kann durchaus höher ausfallen, als das, was die LED dauerhaft verkraftet.
Marcel
A
Andreas Bockelmann
Volker Bartheld schrieb:
Ich bin keine Automotive-Entwickler, aber: Vergiss nicht die Oberwellen bei PWM. Du willst nicht in Regress genommen werden, wenn, z.B. in den USA, ein Unfall mit scheren Personenschäden darauf zurückgeführt wird, dass das von Dir gelieferte Rücklicht Notbrems- und Rückhaltesysteme gestört hat und die deshalb versagt haben.
Was mich allerdings viel mehr stört sind die Minibremslichter, z.B. am Opel Mokka oder VW Passat B8, die ihre gesetzlich vorgeschrieben Lumen durch immer kleinere Flächen prügeln. Das hat schon fast was von Laserpointern, wenn man an der roten Ampel dahinter steht. Dass der Passat (als Beispiel) beim Autohold die Bremslichter dauerbeleuchtet, obwohl Herrchen längst die Bremse losgelassen hat, tut ein Übriges dazu.
Hinter dem Opel Mokka ist es mir zuerst aufgefallen, beim Passat erst als ich hinter meiner Frau herfuhr, sonst sitze ich immer vor den Rücklichtern des Passats :-)
H
Hergen Lehmann
Am 19.06.25 um 13:07 schrieb Marcel Mueller:
Ähh, nein. Eine LED interessiert sich allein für den fließenden Strom, dieser erzeugt das Licht.
Solange der im Datenblatt spezifizierte Maximalstrom nicht überschritten wird, ist der Spannungsabfall an der LED nahezu konstant und hängt nur in geringem Maße von Strom und Temperatur ab. Das funktioniert so gut, das LEDs gerne auch mal als Zenerdiode missbraucht werden - bei geringen Spannungen haben sie bessere Regeleigenschaften.
Beginnt die Spannung, wirklich merklich zu steigen, hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit den zulässigen Maximalstrom überschritten. Das tut man (auch bei PWM) tunlichst nicht, denn der schlechter werdende Wirkungsgrad ist dann das allerkleinste Problem.
V
Volker Bartheld
Das kann man durchaus so sehen. Leider gibt es da ziemlich filzige Verflechtungen, die unter dem Deckmäntelchen der 2780 wertvollen Menschenleben, die 2024 aufs Konto von Verkehrsunfällen gingen, keine Kosten und Mühen für technischen Firlefanz scheuen, wenn er nur ordentlich Profit verspricht und ginge der Sicherheitsgewinn auch noch so schnell im Rauschen des Pareto-Prinzips unter.
Tatsächlich erreichte die weitere Einführung von Assistenzsystemen nach Gurtpflicht, ABS, ESP, Airbags, Helmpflicht für Motorradfahrer und Promillegrenze nur noch eine sehr geringe Reduktion der Personenschäden:
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Großen Anteil hatten übrigens Tempolimits und es ist abzusehen, dass ein Tempo
100 auf deutschen Autobahnen und 30 in der Innenstadt mehr Potential aber natürlich kaum Attraktivität besitzt. Das deckt dann auch ganz zwanglos die größte Unfallursache überhaupt ab: Unangepaßte bzw. überhöhte Geschwindigkeit.
Zur Erinnerung: Maßnahmen - insbesondere Zwangsmaßnahmen, wie auch die zwangsweise Einführung von Assistenzsystemen, die natürlich der Kunde zahlt - müssen sinnvoll, angemessen und wirksam sein.
Neuere Sicherheitsvorschriften können durchaus sinnvoll sein, ob sie angemessen sind, steht dann schon wieder auf einem anderen Blatt (z. B. HANS-HWS-Orthesen und Helm im PKW, wo durchaus ein großer Anteil der Unfälle SHT und Wirbelsäulenverletzungen sind) und inwieweit sie wirksam sind, hatte ich oben schon angedeutet. Die Antwort: Im Vergleich zu Tempolimits wie z. B. 100km/h auf AB, 80km/h außerorts und 30km/h innerorts zunehmend weniger bis zu einem Punkt der Irrelevanz.
Irrelevanz kann hier durchaus den volkswirtschaftlichen Schaden von Unfällen gegenüber dem Aufwand durch technische Maßnahmen bedeuten. Denn in einem Diskurs, wo es um Heller und Pfennig geht, ist eben _nicht_ jedes Menschenleben beliebig kostbar, denn sonst sähe das Straßengeschehen anders aus, wo Tote offenbar als Kollateralschaden billigend in Kauf genommen werden.
Genau. Let's face it: Das ist die automobile Realität.
Volker
V
Volker Bartheld
Und die wären bei - sagen wir - 20kHz so extrem, dass...
Also jetzt mal im Vergleich mit einem Schlaufernsprecher, welcher in der Mittelkonsole lag? Und: Muss man die MOSFETs wirklich mit einem Treiber so extrem steil ansteuern, weil es auch jedes Milliwatt an dissipierter Leistung ankommt?
Ich bin auch kein Automotive-Entwickler und schon gar kein EMV-Auskenner, aber bei dem Kram, der sonst so im Bordnetz rumgeistert, scheinen mir die paar kHz eines PWM-Lichtleins doch das geringste Problem zu sein.
Örgs. Ja, das nervt. Ich dachte immer, das wären diejenigen, die zu geizig für Auto-Hold wären und deswegen bei ihrer Automatikkarre stumpf auf der Fußbremse bleiben würden. Aber mei, brauchst halt eine elektrochrome Frontscheibe oder "Sunglasses at Night" [1].
Und weißt ja eh: In der zweiten Reihe sitzen nur Verlierer.
Volker
[1]
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V
Volker Bartheld
Hmmmm. Dann muss ich irgendwas an den Augen haben. Meine "Extrem helle Lichterkette" [tm] (R) (C) besteht aus den hellsten LEDs, die ich bei Völker, Bürklin & Co erstehen konnte, ohne dafür eine Niere zu opfern.
Also was in der Art:
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Ich betreibe den Kram an einer 48V-Meanwell-Wandwarze ähnlich
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, weil es nervt, wenn die Einzelsegmente wegen der geringen Versorgungsspannung so kurz werden und man ständig hin- und herfädeln muss. Natürlich alles recht knapp an den Nennstrom (~20mA) ausgelegt.
War - ehrlich gesagt - vom Ergebnis ein bisserl enttäuscht. Also nicht die netzhautverbrennende Helligkeit, von der man immer so hört. Die Nichia sind schon gut hell, aber auch keine Offenbarung und wohl eher eine Folge der recht starken Bündelung.
OK, ist vielleicht naiv, einen Lichtstrom wie bei
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zu erwarten... ;-)
Volker
M
Michael Schwingen
Ja klar - das sind aber extrem kleine Quellen und mittelmäßig gerichtet, das blendet halt extrem. Wenn Du damit eine Fläche beleuchten willst, kommst Du auch mit 20mA bei so einer LED nicht weit.
Bei einem Rücklicht/Blinker brauchst Du deutlich mehr Raumwinkel und deutlich mehr Helligkeit, damit das am Tag bei Sonne noch sichtbar ist, das wird mit 20mA nix. Und bei >>20mA landest Du eben bei den Bauformen, die die dabei entstehende Wärme auch abführen können.
cu Michael
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