Völlig OT

Dec 12, 2019 Last reply: 6 years ago 996 Replies

Mein Platinen-Hersteller kann herab bis 6 mil Breite (Standard). Das sind 0,15 mm.

Kriegt man schon noch hin, braucht halt etwas Übung.

*Das* ist gar kein Problem, man muss die Platine bzw den Footprint nur für manuelle Bestückung auslegen.

Das winzige Thermal Pad soll aufgelötet werden, auf 5 Durchkontaktierungen. Das ist für den Platinen-Hersteller zu filigran. Ich kann das IC auch nicht mit seinem Boden auf der Platine festlöten.

Folglich wollte ich Kupferfolie zuschneiden und unten anlöten. Aber als ich 1,5x1,7 las, war mir das zu winzig, zu schlecht beherrschbar. Ich habe schon uC mit 100 Anschlüssen im Abstand 0,6 aufgelötet. Von daher weiß ich, daß das grenzwertig ist.

Der wichtigste Grund ist aber der LME49724. Der hat auch ein Power-Gehäuse mit Metallplatte am Boden. Dieses hat jedoch 1,27mm Beinchenabstand und ist flächenmäßig etwa 4-mal größer, so daß es besser für mich ist. Außerdem verträgt der die übliche Betriebsspannung von +-18V, was der OPA1632 nicht kann.

Jetzt eiere mal nicht 'rum, du hast behauptet, /du/ könntest das. @Rupert: Wie heißt das auf Juristendeutsch? Ich glaube, "Hochstapelei" oder so ...

Am 18.12.19 um 19:53 schrieb Hartmut Kraus:

Und ganz nebenbei auch einen Fehler:

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Eine Verbindung von V3 zu 1R80 (hä, was?) war unterbrochen (ob's da war, werden wir bald wissen). Jedenfalls fiel mir beim Auslöten von V3 das Lötauge entgegen. Wie nennt man doch gleich diese Platinen- Scheißqualität: Das Basismaterial bombefest (sieht mir aus wie glasfaserverstärkt, kann das sein?), aber die Kupferbeschichtugn so, dass sie sich beim scharfen Angucken löst, wo sie kein Löstopplack festhält.

Am 18.12.19 um 18:47 schrieb Fritz:

Jaja, schon gut. Wenn du mir erklären kannst, was an deiner vorsintflutlichen Schaltung (A- Endstufe und so) besser sein soll als an meiner Kopfhörer - Endstufe:

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Wenn ich da schrub: "230mV noch Rauschfrei", heißt das: Auch bei Nutzsignal = 0 und Eingangspegel- und Lautstärkepoti so weit aufgedreht, dass bei Vollaussteuerug (0,7V am Eingang) an der Kopfhörerendstufe

230mV ankommen (was für Lautstärke knapp unterhalb der Schmerzgrenze ausreicht) ist im Autsim Flohhustdetekto kein Rauschen zu hören. Wer hat hier keine Ahnung?

Ich bin aber kein Platinenhersteller.

Natürlich bin ich derjenige, der es 'macht'. Ich gebe dem Hersteller die von mir entwickelten Daten, die der umsetzen muß.

Du tickst wohl wieder mal aus - in den Irrsinn hinein.

Am 18.12.19 um 21:41 schrieb Hartmut Kraus:

(sorry) auch im Flohhustdetektor

Klar, man kann's auch übertreiben. Sagt mal, was für Kopfhörer habt ihr denn da? Bei mir macht's der NJM4556AD klaglos ohne jegliche Kühlung. Wozu auch, bei einer Verlustleistung von vielleicht 150mW, wenn's hoch kommt.

Nö.

Was du nicht sagst.

Werd' nicht komisch. Ich kann nichts dafür, dass "Humor" für dich ein Fremdwort ist.

Am 18.12.19 um 21:47 schrieb Hartmut Kraus:

Seh' ich aber gar nicht ein, etwas zu üben, was ich nie im Leben brauche: Hühnerfutter mit der Hand löten.

Hartmut Kraus schrieb:

Stell dir vor, das Kabel wäre unendlich lang und supraleitend. Das finden wir problemlos im Kosmos-Baukasten "Theoretische Physik", gleich neben den reibungslosen Rolle und unendlich dünnen Drähten. Nun nimmst du dein gutes altes Ohmmeter mit Zeiger und Batterie. Und hältst dieses an das unendlich lange Kabel. Was misst du? Und, spielt da die Induktivität eine Rolle?

Aargh. Ein Kabel ist ein Kabel, kapier das doch endlich einmal.

Ob es als Kapazität wirkt, kommt auf die Umstände an. Folgender Grenzfall ist da schlimm: Die Wellenlänge der Frequenz des Signals ist lang gegenüber dem Kabel und die Quellimpedanz viel höher als die Kabelimpedanz AKA Wellenwiderstand. In diese Falle rennt man mit Opamps. Hab nie was anderes behauptet.

(Anderes Ende wäre: Empfängerseitig tiefere Impedanz als Kabel, wie beim Lautsprecher. Dort wirkt das Kabel wie eine Induktivität.)

Es liegt also daran, dass Opamps eben mit der Situation nicht fertig werden. Audio-Endstufen schwingen normalerweise nicht, wenn man 50m Kabel dran hängt, oder? Opamps waren eben nie als Audio-Verstärker gedacht. Niemand braucht für Audio diese extreme DC-Genauigkeit und Verstärkung. Aber die Biester sind halt auf dem Papier so einfach zu verwenden, dass man sie offensichtlich hirnlos für alles einsetzt.

Das Problem ist bei Opamps die hohe open loop Ausgangsimpedanz, die man dann erst durch die Gegenkopplung runterquält. Verschärft durch

- die Topologie der Ausgangsstufe,

- den Stromsparwahn

- den Rail-to Rail-Wahn mit Emitterschaltung statt Emitterfolger am Ausgang, auch als LDO-Horror bekannt.

- Ungeeignete Bauteile Letzteres sollte mit moderneren Produktionsverfahren aus der Welt sein. Du zitierst einen Verstärker, der "up to 100 pF" abkann. Peinlich für den Hersteller. Bessere Ausgangsstufen wie im historischen LF356 hielten 5'000 pF aus, andere, die ich erwähnt habe, unendlich.

Aber wer baut schon NF-Verstärkerstufen mit z.B. zwei Transistoren statt mit "nur" einem Opamp...

Immer Deine Behauptung einer Übertreibung.

Soll ich eine HighEnd-Anlage bauen, an der nur Dein Kopfhörer betrieben werden kann?

Ich habe schon einen Kopfhörer gehabt, der hatte 4 Ohm! Jetzt habe ich einen, der hat etwa 250 Ohm.

Hartmut Kraus schrieb:

10 m Lautsprecherkabel hat damit über 0.5 Ohm induktiven Widerstand bei 20 kHz. Das ist schon akademisch, aber nicht Null, insbesondere zum Ohmschen Widerstand angemessener Kabel.

Ja, insbesondere diejenigen, die durch Dekompensation schneller gemacht wurden, etwa der antike LF357. Dort müsste man für unity gain stability zusätzliche RC-Glieder einbauen, um dem Opamp bei hohen Frequenzen mehr Arbeit zu bescheren (wie sagt man noise gain auf deutsch?).

Hartmut Kraus schrieb:

Nein, wüsstest du es, würdest du es nicht tun. Schnecken wie der 741 sind speziell schwingfreudig, selbst wenn die Kapazität eine Kabelkapazität ist (Zusatzbemerkung damit Helmut zufrieden ist).

Also, ich habe vorstehend nicht von Kabel geschrieben.

Wiederholung: ======================================================================== BALANCE CABLE DRIVER With high peak-to-peak differential output voltage and plenty of low distortion drive current, the LME49724 makes an excellent balanced cable driver. Combining the single-to-differential configuration with a balanced cable driver results in a high performance single-ended input to balanced line driver solution. Although the LME49724 can drive capacitive loads up to 100pF, cable loads exceeding 100pF can cause instability. For such applications, series resistors are needed on the outputs before the capacitive load. ========================================================================

Seit Jahrzehnten wird in OPV-Datenblättern durchgehend von Kabeln als kapazitive Lasten geredet. Kabellänge und Kapazität sind proportional zueinander. Die Kapazität ist immer da und wirkt immer als Kapazität.

[...]

Kann man die vergleichen? Der eine ist ein Fet-OPV, der andere ein Diff-Kabel-Treiber. Viel sind 100p aber tatsächlich nicht. Allerdings müssen die Serienwiderstände praktisch bei jedem Kabel ohnehin eingesetzt werden.

Ich - oft - seit 1970. In meinem aktuellen Projekt verwende ich ERSTMALS OPV bei Audio-Signalen! Hauptsächlich in den Bessel-Filtern und als Kabel-Treiber.

Ja und - die Verlustleistung der Endstufe dürfte sich trotzdem in solchen Grenzen halten, dass du keine Verrenkungen wegen Kühlung machen musst. Und erzähle mir nicht, in deinem Riesenkasten wäre kein Platz für einen IC im DIL 8 - Gehäuse. ;)

Übrigens hatte mein erster Kopfhörer (weiß ich gar nicht mehr so genau) 1 oder ein paar kOhm. Der sah ungefähr so aus:

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(Schaunmerdochmal, ob der wirklich keinen Spaß versteht.) ;)

Am 18.12.2019 um 21:11 schrieb Helmut Schellong:

Eine reicht völlig. Und nicht zu klein!

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