Am 23.02.2020 um 19:49 schrieb Rolf Bombach:
Hä? Woher kommt beim FU ein DC-Anteil?
Jeder vernünftiger FU macht reines AC.
Michael
Am 23.02.2020 um 19:49 schrieb Rolf Bombach:
Hä? Woher kommt beim FU ein DC-Anteil?
Jeder vernünftiger FU macht reines AC.
Michael
Am 23.02.2020 um 20:30 schrieb Michael S.:
Er hat nicht von einem FU erzählt.
Bei uns sind sie zwar gut ausgewuchtet, aber ohne Daempfer im Rahmen des Holzofens montiert. So wird jeder noch so kleine "Brumm" mechanisch in das Metallgefuege geleitet. Ebenso Drehzahlunterschiede zwischen rechtem und linkem Ventilator. Einen Drehzahl-Balancierer wie bei Flugzeugen (Propeller Synchronization) gibt es selbstverstaendlich nicht. Auf sowas kommen Ofenbauer nicht.
Ah, also per Versuch. Muss ich dann auch tun. Im Sommer, wenn das Dingen nicht arbeiten muss.
Danke, aber ich werde das dann als Uebung nehmen. Man lernt auch Programmieren ja nur richtig, wenn man dabei etliche Male an den Poller rasselt. Kann aber sein, dass ich mal frage :-)
Unseren stellen wir immer von Hand, und auch so gut wie nie auf "Vollgas". Einen Temperatursensor gibt es am Ofen nicht, koennte ich natuerlich nachruesten.
Koennte man im Prinzip so loesen, dass mal kurz weit weg vom Kippunkt gegangen wird, wenn die Ofentemperatur zu stark nach oben weglaeuft, also Stillstand eines oder beider Luefter wahrscheinlich ist. Wobei die Dinger dabei u.U. ihrer Wicklung abrauchen lassen.
Michael S. schrieb:
Es handelt sich eher um was unvernünftiges und nicht um einen echten Frequenzumrichter. Es werden Halbwellen ausgelassen; wenn sich da die Elektronik verzählt und mehr positive Halbwellen durchlässt wirkt sich das negativ auf den Motor aus.
Rolf Bombach schrieb:
Ingrid meint, vom Gewicht her, sind offenbar doch 1725 VA. Hab wohl etwas reichlich dimensioniert.
In der Realitaet macht so ein Ofen die Luft trockener. Deshalb hatten meine Grosseltern auch immer je ein dekorative rechteckiges Schaelchen drauf stehen, mit kleinen Schlitzen im Deckel. Dort kam regelmaessig per Giesskanne Wasser hinein, damit es in der "guten Stube" nicht gar so trocken wurde.
Auch bei uns ist es im Winter zu trocken, wenn der Holzofen bullert. Dafuer im Sommer schoen angenehm, seit ich einen Verdunstungskuehler eingebaut habe. Schimmel hat das nie gegeben.
Ja relativ. Was Du tust ist richtig, aber sieh Dich vor, daß die so angefeuchtete Luft nicht in Räume mit kühlen Wänden überströmt. Genau darum ging ges hier.
In Deiner Situation hast Du dann kühle Luft und warme Wände. Zur Schimmelbildung brauchst Du genau das umgekehrte.
Das tut die Luft bei uns. Mein Buero ist am Ende des Hauses hat im Winter z.B. 15-18C. Auch dort nie Schimmel.
Die Waende sind gut isoliert, aber die Fenster und deren Rahmen nicht, da Einzelverglasung, wenn auch dick. Nie Schimmel.
Am Ende ist das alles auch eine Frage gescheiter Lueftung.
Vielleicht auch einfach mal die Kirche im Dorf lassen.
Bei 20°C und 60% relativer Feuchte enthält die Luft 10g Wasser pro Kubikmeter. Eine Wohnung mit 100m² hat ca. 250m³ Volumen, enthält also 2,5l Wasser. Dieses Luftvolumen wird bei sehr schlechter Lüftung 1mal am Tag getauscht, bei sinnvoller Lüftung 5-10mal. Bei Öfen, die Raumluft nutzen, hat man eine sehr hohe Luftwechselrate, weil die im Winter die trockene kalte Luft von außen in die Wohnung ziehen. Man startet da dann aber nicht bei 60% relativer Feuchte, sondern deutlich drunter. Bei 0°C Außentemperatur hat man maximal 5g/m³ in der kalten Zuluft, bei 20°C sind das dann 30% Luftfeuchtigkeit.
Preisfrage: Wieviel Wasser muss man pro Stunde am Ofen verdunsten, damit die Luftfeuchtigkeit auf z.B. kritische 70% ansteigt?
Hier gibts hilfreiche Kennlinien:
Michael
Ganz grobe Daumenregel, so stark gerundet, daß selbst ich mir das merken kann: Bei Sättigung (100 %) 20 g/m3 bei 20 Cel. Verdoppelung rsp. Halbierung alle 10 Cel.
Stimmt mit Deinen, vermutlich genaueren Zahlen passabel überein.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
In Westfalen haben wir oft gesagt "Da ist mir der Draht aus der Muetze gesprungen".
Da hat bei mir die Faulheit gesiegt. Fuer Anzapfungen haette ich eine neue Sekundaerwicklung raufmachen muessen und da hatte ich keinen Bock drauf. In einer Firma wurde ein nicht mehr funktionierender Stelltrafo weggeworfen, ich habe mir den (mit Erlaubnis) gekrallt und nach einigen Minuten Schauben und Loeten lief der wieder. Es war nur eine Loetstelle aufgegangen. Das sparte auch den Gehaeusebau.
Allerdings habe ich dann mit dem Stelltrafo an der Werkbank getauscht, weil hammerschlagblau im Wohnzimmer einen arg niedrigen WAF haette.
Kondensator waere schoen, so sind amerikanische Lueftermotoren meist gebaut. Die im Ofen sehen nach Spaltpolmotor aus. Bei vollen 120V machen die aber zuviel Radau.
[...]
Ja, die Dinger werden auch entsprechend heiss. Zum Glueck finden die sich sonst hier im Haus nur fuer Pulsbetrieb. Etwa fuer die Foerderschnecke des Pelletofens, die nur alle paar Sekunden fuer einige hundert Millisekunden dreht. Wobei da ein Schrittmotor reingehoert. Diese Oefen sind aus Ingenieurssicht "suboptimal" entwickelt. Als ich das erst Mal aufmachte, dachte ich ins Pleistozaen versetzt worden zu sein.
Squirrel Cage Fan ist der Begriff fuer einen Walzenluefter. Spaltpolmotoren sind Shaded Pole Motors.
Joerg schrieb:
Squirrel cage rotor ist der Begriff für den Kurzschlussläufer in Asynchronmotoren allgemein.
Das muss aber irgendwie am Wilden Westen vorbeigegangen sein.
Nur an dir.
Ja, für die Wärmepumpe, die ich zur Luftkühlung im Brennkammerlabor verwende, konnte ich auch einen Stelltrafo organisieren (I could secure one, oder wie man bei euch sagt). Einen orischinaal General Radio VARIAC, West Concord, MA. Auf voller Pulle rauscht, faucht und brummt der Lüfter nervtötend, ausserdem zieht es dann zu stark. Aber eingentlich könnte man den VARIAC jetzt durch einen
160 V Trafo ersetzen. Die Lüftertrafos sind ja Spartrafos, die sind nicht so gross und die Leistung der Lüfter normalerweise nicht hoch. Es gibt diese Lüfter-Steller in kleinen Kästchen mit Stufenschalter, allerdings schwer auffindbar.
Von Wahson Deckenventilatoren, gibts hier als Ersatzteile in jeder Ferreteria (Eisenwarenladen)
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
»Trafo Drehzahlsteller 400V« ergibt schon einige Google-Treffer.
Ich habe diese Brummer eher abgebaut (heile oder ausgebrannt) und durch Umrichter ersetzt (es ging auch um Fernbedienbarkeit), aber es kann natürlich Gründe für einen Trafo geben.
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