Ventilatoren kaufen - jetzt schon!

Feb 14, 2020 77 Replies

Am 19.02.2020 um 21:33 schrieb Joerg:

Mit einem Sinusdimmer klappts auch ohne dicken Trafo.

Nö, du bist auf eine Fälschung hereingefallen, hättest besser einen Lüfter von ebm-papst kaufen sollen. Und die fertigen auch in China....

Noch besser mit einem VF-Drive. Doch irgendwo uebersteigt der Aufwand das sinnvolle.

Keine Faelschung, die kamen direkt von Papst-USA. Nachdem die ersten eine Macke ab Werk hatten und ersetzt werden mussten.

Klappt aber nicht mit jedem Motor.

Vorher wars noch ein Pabst...

Mit Lueftern geht das oft, habe es probiert. Ich baue im Labor gelegentlich einen Pruefstand mit dickem NF-Verstaerker und Generator auf, um Flugzeug-Elektronik auf Verhalten bei Abweichungen der 400Hz Bordnetzfrequenz zu testen. Da kann man Spannung und Frequenz frei waehlen. Aber das in einen uC zu giessen, wuerde fuer mich als Nicht-Programmierer was knifflig. Vielleicht wenn ich mal ganz viel Zeit habe.

Man kann sich ja nicht jeden Markennamen perfekt merken. Sollte aber jedem Fachmann klar sein, was gemeint ist.

Es kommt auf den Motor des Lüfters an!

Das fuer Netzbetrieb sind i.d.R. von der Bauart Shaded Pole (Spaltpol?), damit geht das.

Die einfachste Lösung besteht aus Gehäuselüftern für PC's, die du auch parallel schalten und in Rahmen einbauen kannst. Drehzahl steuerst du mit PWM, schaltungstechnisch macht das einen 7404 für den Oszillator und einen 74123 für die Pulsweite, die du mit einem Poti stufenlos einstellen kannst. Die 12 Volt kommen aus einem ausgemusterten PC-Netzteil, kostet fast null, geht alles auf Lochraster, der Rest ist Geschmackssache. Du kannst auch mal testen, wie weit die Lüfter mit höheren Spannungen laufen. Dafür brauchst du dann aber ein anderes Netzteil.

Holger

Am 19.02.20 um 23:23 schrieb Joerg:

Am 19.02.2020 um 23:23 schrieb Joerg:

Gerade Spaltpolmotoren sind für Frequenzumrichter ungeeignet.

Warum eigentlich? Es sind Synchronmotoren, der Spaltpol ist eine reine Anlaufhilfe und versagt schon bei etwas zu großer Lagerreibung. Zudem eignen sie sich nur für kleinste Leistungen und haben katastrophale Wirkungsgrade, was den Umrichter gemessen am Zweck sinnlos groß und teuer macht.

Ansonsten sollten sie bei Beachtung der (nicht ungewöhnlichen) Regel, die Spannung annähernd proportional zur Frequenz mit zu ändern, funktionieren. Wahrscheinlich laufen sie nicht bei jeder Frequenz an, aber man sie ja mit 50 Hz starten und dann langsam den Sollwert anfahren.

Am 20.02.20 um 09:04 schrieb Axel Berger:

WP: "Der Spaltpolmotor ist ein Elektromotor und gehört zu den Asynchronmotoren."

Ich kenn mich im Bereich Elektromotoren aber nicht wirklich gut aus, insofern hätte ich nichts gegen weitergehende Erklärungen.

Hanno

Am 20.02.2020 um 10:54 schrieb Hanno Foest:

Geht natürlich auch als Synchronmotor.

Das eh schon geringe Anlaufmoment sinkt neben der Nennfrequenz schnell noch weiter ab, dem Kippmoment gehts nicht besser.

ich habe noch keinen Spaltpolmotor gesehen, der irgendwelche Vorkehrungen für Sychronlauf hatte, wie etwa Magnete oder Unsymmetrien (Reluktanz).

Am 20.02.2020 um 14:05 schrieb Stefan Wiens:

Die Motoren an mechanischen Programmschaltwerken sind aber so gebaut.

Hi Marc,

Das wäre wieder was für die Marktaufsicht. Ich würde wetten, dass das nicht ein Teil davon mit ordentlicher CE dabei ist.

Marte

Ich hatte mal ein polisches Tonbandgerät was einen Spaltpolmotor hatte, da in dem Gerät nichts weiter drin war was die Motordrehzahl stabil gehalten hat würde ich davon ausgehen daß es sich dabei um einen Synchronmotor gehandelt hat.

Frank

Marte Schwarz schrieb:

Meiner (2 kVA) braucht das auch nicht. Mangels direkter Anschlussfähigkeit kann er nur ein Bauteil einer Gesamtanlage sein, somit wäre ich für die CE verantwortlich gewesen.

Das geht nicht, da diese Ventilatoren in einem Holzofen eingebaut sind. Wenn die bei vollem Betrieb ausfallen, z.B. bei Stromausfall, wuerde die Kommutierungsschaltung in PC Lueftern abbrutzeln. Mal abgesehen vom Plastikrahmen dieser Dinger, der weich werden duerfte. Da braucht man schon etwas robusteres.

[...]

Die Grundannahme ist schon falsch. Ein (einfacher) DC-Motor ist erstmal lauter, denn er hat Bürstengeräusche und kein konstantes Drehmoment. Ein bürstenloser Motor mit Block-Kommutierung hat immer noch kein über die Umdrehung konstantes Drehmoment und macht deshalb auch Geräusche.

Erst ein bürstenloser Motor mit Sinuskommutierung ist nahezu lautlos. Aber streng genommen ist das dann wieder ein Wechselstrommotor bzw. ein Drehstrommotor, der über einen Frequenzumrichter angesteuert wird.

Die Wechselstrommotoren aus den Ventilatoren sind meistens eine spezielle Bauart des Asynchronmotors und eigentlich sehr leise. Weil es bei nur zwei statt drei Phasen immer einen Nulldurchgang gibt, ist auch hier das Drehmoment nicht komplett konstant. Macht also auch wieder ein bisschen Geräusch.

Und dann kommt es natürlich extrem drauf an, wie gut der Motor aufgebaut ist, ob die Blechpakete richtig verklebt sind und die Wicklung fest sitzt. Ist da irgendwas locker, dann vibriert es mit 50Hz. Das Problem ist aber unabhängig vom Motortyp.

Ich habe hier mal einen Ventilatormotor (Spaltpolmotor) abgewickelt und ne 24V-Wicklung draufgewickelt. Ein selbsgebauter Frequenzumrichter steuert den nun in Abhängigkeit der Holzofentemperatur. Für jede Drehzahl ist eine spezielle Ansteuerfrequenz und -spannung hinterlegt, das verbessert den Wirkungsgrad bei Teillast signifikant, mies ist er aber immer noch. Ziemlich leise das Teil, aber nicht lautlos, weil Drehmomentrippel, da nur 2phasig.

Martin sucht einen Ventilator mit Asynchronmotor und Drehstromanschluss. Da hört er den Motor sicher nicht. Wird es aber in der gewünschten Leistungsklasse nicht geben, außer er möchte Sturm in der Wohnung.

[...]

Interessant! Hier ebenfalls Holzofen und sowas schwebt mir auch vor, aber ich wuerde die auf 120V Wicklung lassen und direkt oder ueber einen Trafo ansteuern. Ich muss irgendwann wegen haeufigen Stromausfaellen eine Art UPS dafuer bauen und es boete sich VF-Ansteuerung an, zumal dann ein kleinerer Akku reicht. Wie hast Du herausbekommen, welchen V/F Verhaeltnisse fuer die verschiedenen Drehzahlen passen? Empirisch?

Steuerst Du ueber einen uC oder eine Analogschaltung?

Die gibt es auch klein:

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Ich wollte nicht an Netzspannung basteln und außerdem fand ich es interessant, den Motor zu zerlegen. Für die 4V-Wicklung (keine 24V wie zuerst geschrieben) braucht es auch nicht viele Windungen. Die waren schnell durchgeschoben.

Habe gerade nochmal geschaut, was ich damals vor 8 Jahren gemacht habe. Irgendwie sind die Aufzeichnungen unvollständig.

Laut Quelltext stelle ich für jede Ventilatordrehzahl eine andere Frequenz und auch eine andere Spannung. Ich habe damals also den Bestpunkt gesucht. Ich erinnere mich, dass der ganz knapp vor dem Kipppunkt lag.

Software und Microcontroller (AVR). Der FU ist eine Halbbrücke und auf der anderen Seite zwei dicke Elkos. Hatte damals keinen Bock auf Vollbrücke. Ist alles Lochraster. Das ganze dann mit einem 24W/12V-Steckernetzteil versorgt. Durch die Halbbrücke gehen dann nur noch +-6V Peak. Praktisch ist es dann nur noch eine 3V-Wicklung.

In den Kommentaren habe ich dann noch das hier gefunden:

36Hz/2,90Vss -> 65Hz / 17,6W 35Hz/2,75Vss 34Hz/2,60Vss 33Hz/2,45Vss -> 57Hz / 13,5W 32Hz/2,30Vss 31Hz/2,15Vss -> 50Hz / 10,5W 30Hz/2,00Vss 29Hz/1,90Vss -> 43Hz / 8,1W

Die dritte und vierte Spalte konnte ich aus einer unvollständigen Excel-Tabelle extrahieren. Das ist wohl die mechanische Drehzahl. Aber da muss noch ein Faktor 2 fehlen. Vermutlich habe ich 2 Messpulse pro Umdrehung bei der Drehzahlmessung erhalten.

Die Dynamik oben sieht klein aus. Allerdings ist da von der Leistung her ein Faktor 2 drin und vom Geräusch gefühlt ein Faktor 4.

Gerade läuft das Teil auf niedrigster Stufe, also mit 29Hz. Ein Brummen ist nicht zu hören, nur Luftgeräusche. Jetzt habe ich mit dem Feuerzeug noch ne höhere Stufe getriggert. Da hört man dann schon ein leichtes Brummen oder Wummern. Aber das kann auch von Rotorblättern kommen, die an einem Steg vorbeihuschen.

Michael

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