ich habe einige LED-Taschenlampen hier und immer wenn ich eine benutze ärgert mich der Schalter. Irgendwie bekommen die das nicht hin da Schalter einzubauen die wirklich beim ersten betätigen sauber schalten. Da dachte ich mir das müßte mit wenig Elektronik zu beheben sein. Also Bastelkiste durchsucht und einen alten Thyristor (DDR-Typ ST 103/1) gefunden und gleich mal ausprobiert ob der auch eine superhelle LED mit ihren grade mal 15-20mA schalten kann:
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Das funktioniert ganz gut und da flackert nichts. Nur nach den Ausschalten glimmt die LED leicht weiter. Ich habe mal gemessen und da fließen 6,0 µA Strom. Ich habe leider keinen zweiten Thyristor zum testen, drum frage ich mal hier, ist so was normal oder ist mein Thyristor nicht in Ordnung?
Gruß Frank
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Dieter Wiedmann
Am 18.08.2012 18:21, schrieb Frank Müller:
Durchaus im normalen Rahmen.
Gruß Dieter
H
Heiko Nocon
Für so 'nen kleinen Thyristor scheinen mir 6µA Leckstrom ein wenig sehr viel.
Aber ich hab' kein Datenblatt und keine Vorstellung, was vor 30 Jahren für einen DDR-Thyristor in dieser Hinsicht normal war.
Wenn er nicht in Ordnung wäre, hättest du wohl entweder Dauerlicht oder überhaupt kein Licht.
Ich vermute, daß das Gehäuse nach der langen Lagerung einfach hinreichend verdreckt ist, um 6µA zu transportieren. Ein knappes Megaohm ist mittels Staub und Luftfeuchtigkeit ja schnell unterschritten. Ich würde vorschlagen: Den Bereich um die Beinchen mal ordentlich mit Alk abpinseln und schauen, ob dann immer noch was leuchtet.
F
Frank Müller
Dieter Wiedmann schrieb:
Danke, da kann ich mir nun Gedanken machen wie ich das ganze in ein Gehäuse bekomme...
Frank
F
Frank Müller
6µA sind ja nicht grade viel. Der Thyristor ist eigentlich für
100V und 3A, ich staune selber daß der mit 15mA funktioniert. Laut Datenblatt braucht der 20mA um sich selbst zu halten.
Hat sich nichts geändert, die LED glimmt immer noch und es fließen immer noch 6 µA.
Frank
M
Mirko Siederik
Am 18.08.2012 21:44, schrieb Frank Müller:
Also ich habe das jetzt nicht nachgerechnet, aber so rein theoretisch: Kann man nicht mit einem R parallel zur LED die 'Restspannung' unter die LED-Spannung ziehen? Mirko
H
Hartmut Kraus
Am 18.08.2012 22:07, schrieb Mirko Siederik:
Man könnte auch einen ordentlichen Schalter einbauen und gut isses. Nur so 'ne Idee von mir. :-)
F
Frank Müller
Mirko Siederik schrieb:
Sicher kann man das, aber da wäre dann nur die LED aus, aber der Strom würde immer noch fließen. Mir gefällt das schon so wie es ist, wer hat schon eine Taschenlampe mit Stand-By-LED...
Frank
M
Martin Gerdes
=46rank M=FCller schrieb:
Wenn Dich der Reststrom st=F6rt und Du keinen kleineren Thyristor hast -- warum baust Du Dir nicht aus zwei Irgend-Kleinsignaltransistoren eine Ersatzschaltung (Das spart auch noch den Elko)?
F
Frank Müller
Martin Gerdes schrieb:
Das habe ich noch nicht probiert da muß ich mal meine alten Bücher raussuchen, ich habe bestimmt seit 25 Jahren nicht mehr mit Thyristoren gebastelt...
Frank
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Rolf Bombach
Mirko Siederik schrieb:
man nicht mit einem R parallel zur LED die 'Restspannung' unter die LED-Spannung
Sicher ;-). Nur dann leuchtet die LED im Dunkeln nicht mehr ;-). Und dann braucht das Ganze eben noch mehr Strom. Wenn diese
6 uA eher Ohmsche Leckage ist, dann hat man mit deiner Anordnung mehr Spannung am Thyristor und es fliesst mehr Strom aus der Batterie. Bei Leckströmen, die viel kleiner als die Selbstentladung der Batterie sind, ists eh egal.
mfg Rolf Bombach
R
Rolf Bombach
Frank Müller schrieb:
Die 20 mA sind wahrscheinlich "typische" oder hier eher maximale Werte. Der Thyristor funktioniert im eingeschalteten Zustand so, dass er quasi dauernd seinen eigenen Zündstrom liefert. Und der ist stark vom individuellen Bauteil abhängig, und, jetzt kommts, von der Temperatur. Also rechne schon mal mit viel Spass im Winter (das ist die Jahreszeit, wo es noch dunkler ist und so eine Lampe wirklich nützlich wäre ;-]]). Teste mal mit der Tiefkühltruhe.
mfg Rolf Bombach
H
Hartmut Kraus
Am 19.08.2012 10:45, schrieb Rolf Bombach:
Nein, ein Minimalwert, der mit einiger Sicherheit angegeben ist.
Den braucht er nicht, wenn er einmal gezündet ist.
M
Marcel Müller
Ein Thyristor kostet dich eine ganze Menge Spannung und macht damit den Helligkeitsverlauf bei nachlassender Batterie noch schlechter als er ohnehin schon ist. Das will man nicht!
Bau dir doch auch aus einem NPN/PNP Pärchen o.ä. eine Thyristortetrode, und dann die LED ans zweite Gate hängen, dann hast Du den Spannungsabfall weitgehend gespart. Wenn Du noch ein wenig netter sein möchtests, verlegst du den 27 Ohm-Widerstand zur Kathode des Thyristors und machst die Stromregelung durch Begrenzung der unteren Gatespannung.
R1 muss etwa 12 Ohm haben, damit wird der Diodenstrom eingestellt. (ca.
0,23 V / I) Muss man nochmal nachmessen. Es hängt etwas von den beiden Dioden ab zur Spannungsbegrenzung am Gate ab. Ich hatte 1N4148.
R2 treibt nur den Steuerstrom. Er muss etwa so bemessen sein, dass die Vorwärtsspannung der LED minus 0,6V einen Strom in der Größenordung 200 uA hervorruft. Also so um die 33 kOhm.
R3 und R4 sind damit das Ding nicht auf jeden Huster reagiert. Ich empfehle R3 ca. 100 kOhm und R4 ca. 18 kOhm. Wenn man es noch ruhiger haben will, schaltet man noch einen kleinen Kondensator parallel.
R5 ist zum starten. 47 kOhm sollten es tun, aber es kommt kaum auf den Wert an.
Logisch gesehen ist das immer noch wie ein Thyristor, heißt geht theoretisch wie gehabt steuern. Allerdings ist dass ganze auch ein GTO-Thyristor. Er kann also mit einem negativen Gate Impuls gelöscht werden. Deshalb kann der Kondensator zum ausschalten entfallen. Des weiteren kann man, weil es eine Thyristor-Tetrode ist, auch am G2 steuern. Einziger Sinn der Sache: das ist niederohmiger und reagiert nicht auf Berührung.
Die Schaltung funktioniert bis etwa Uf + 0,4 V nahezu ohne Abhängigkeit des Diodenstroms von der Versorgungsspannung. Und bis Uf + 0,3 V mit vielleicht 20% weniger Strom. Wenn man noch weiter runter will, müsste man den Steuerstrom durch die Dioden weiter senken, also R2 (und damit auch R3) erhöhen. Dann hat man nur noch 0,1 bis 0,15 V an R1 (das ist ja der Sinn). Der Preis dafür ist eine stärkere Temperaturabhängigkeit.
Man kann statt BC338 auch eine BC548 nehmen, aber der hat bei 20 mA eine deutlich schlechtere Sättigungsspannung.
Marcel
F
Frank Müller
Rolf Bombach schrieb:
Daran habe ich noch gar nicht gedacht, da werde ich das ganze mal in eine Schachtel packen und in die Kühltruhe tun, hoffentlich halten die Mignon-Batterien die -20°C aus...
Frank
M
Martin Gerdes
=46rank M=FCller schrieb:
wenig
Na ja, Google gibts auch noch.=20
=46unktionell vergleichbar ist diese Schaltung:
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=46=FCr Deinen kleinen LED-Strom reichen (wie geschrieben) alle Irgend-Kleinsignaltransistoren. R3 leitet den Reststrom von T1 nach Masse ab; ohne ihn bleibt der Thyristorersatz nicht sicher gesperrt. Vorteil der Konstruktion gegen=FCber einem echten Thyristor ist, da=DF = man den Ersatz durch Kurzschlie=DFen der BE-Strecke von T2 sperren kann. Wenn Dir nicht gef=E4llt, da=DF die LED beim Anlegen der Betriebsspannung angeschaltet ist, schalt einen Kerko von 100 nF oder so parallel zu R3. Mit R2 stellst Du wie bekannt den LED-Strom ein.=20
Die Dimensionierung ist nicht kritisch, Die n=F6tigen Teile solltest Du eigentlich in Deiner Bastelkiste finden.=20
F
Frank Müller
Die LEDs die ich hier habe sollen nicht über 3,4V betrieben werden, die drei 1,5V Batterien bringen aber schon 4,5V also so schlimm ist das mit dem Spannungsabfall nicht.
Mir erscheint das irgendwie komisch was du hier gemalt hast, Wenn die LED an ist dann fließt doch parallel dazu Strom über den R4 und den BC558 und R2 der sich da in Wärme verwandelt.
Ich habe jetzt mal schnell das hier zusammengelötet:
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Da leuchtet im abgeschalteten zustand nichts, nur es fließen auch hier 5µA als Ruhestrom. Das könnte auch an den verwendeten Transistoren liegen, ich habe da einfach in die Kiste gegriffen und als NPN einen SF126 und als PNP einen 2SA210 genommen.
Frank
F
Frank Müller
Martin Gerdes schrieb:
Ja sicher, aber ich habe hier "abc von Thyristor und Triac", da finde ich eher was als mich durch den Berg der Googleantworten zu klicken...
Da bastle ich meine Schaltung
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noch mal um, mal sehen was das dann für einen Ruhestrom liefert.
Frank
M
Martin Gerdes
=46rank M=FCller schrieb:
=46=FCr ein Einzelst=FCck w=FCrde ich den Spannungsabfall bei dem = erw=FCnschen Nennstrom nachmessen.
Wenn die LEDs 3,4 V brauchen, bleiben 1,1V Spannungsabfall.=20 Bei der von Marcel vorgeschlagenen Stromquellenschaltung fallen =FCber = dem Emitterwiderstand 0,7 V ab; bei 27 Ohm sind das dann 25 mA Strom.=20
Da bleiben noch 0,4 V Abfall =FCber dem Transistor; in der S=E4ttigung braucht er wohl mindestens 0,2. Bis herunter zu 4,3 V Batteriespannung bleibt der Strom also konstant.=20
Stimmt. Diese Stromquelle versorgt den npn mit Basisstrom und liefert auch den Querstrom durch die beiden Dioden. Mit insgesamt 1 mA f=FCr beides zusammen solltest Du allerdings dick hinkommen.=20
Wie jetzt? Bei 6 =B5A glimmt die LED unerw=FCnscht und bei 5 =B5A ist sie dunkel?=20
Daran k=F6nnte das liegen.=20 Mein (Billig-)Me=DFger=E4t mit 200 =B5A Me=DFbereich zeigt sowohl bei = einer Thyristorschaltung mit einem BRX 46 aus der Bastelkiste als auch einer Transistor-Ersatzschaltung einen Reststrom von 0,0 =B5A.
F
Frank Müller
Martin Gerdes schrieb:
Mit dem 27 Ohm Widerstand komme ich auf 3,1V an der LED und sie zeiht dann rund 15mA.
Wenn ich morgen Zeit habe versuche ich das mal.
Ja, das ist schon komisch, gestern habe ich Ströme um
2,6µA gemessen da glimmte sie auch noch, aber in der Transistorschaltung mit 5µA ist sie so dunkel daß man sie nicht mehr leuchten sieht.
Ich habe das mal in eine Simulatorprogramm eingegeben, das war auch der Meinung daß das 0,0µA brauchen würde.
Frank
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