Ruhestrom bei Taschenlampen? (2025 Update)

Dec 30, 2024 Last reply: 1 year ago 25 Replies

Ziehen heutige Taschenlampen mit ihren 100%/50%/SOS-Schaltern einen nennenswerten Ruhestrom?



Wir erinnern uns, ich habe hier einige selten benutzte Stabtaschenlampen im Haus verteilt. Nachdem ich die Schnauze voll hatte von auslaufenden Alkalinen, habe ich überall NiMH-Akkus eingesetzt, Varta 56714.



"Geringe Selbstentladung: 75% Restkapazität nach 12 Monaten"



Ich dachte zum Jahreswechsel gehe ich die der Reihe nach mal durch und lade sie auf, und gleich bei den ersten ergab ein DISCHARGE- CHARGE-Zyklus, dass sie noch etwa halb geladen waren. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, wie lange die da eingesetzt waren, eher weniger als ein Jahr. (Eine Akku-Rechnung, die ich noch gefunden habe, war von April 2024.)



Ich sehe auf eneloop101.com, dass es Eneloops inzwischen auch als Babyzellen gibt... in Japan. Hmmm.



Daher die Frage: Ist das einfach Selbstentladung der Akkus oder werden die von einer Schaltung leergenuckelt?



(Jaja, einfach selber messen. /me rätselt, wie er jetzt das Multimeter in den Stromkreis der Taschenlampe eingeschleift kriegt)


Ich verwende dafür meistens Batterieadapter. Ein kleines Plastikrohr, in das man die AA-Zelle steckt. Hat immer noch mehr Kapazität als die Zink-Kohle-Zelle in Baby von früher.

Ich hab auch in Fernbedienungen und Mäusen Eneloops und ähnliche LSD-Zellen, die halten oft ein Jahr oder so mit einer Ladung.

/ralph

Nein (hochwertige) bzw. Ja (schrottige). Zu meiner Zebralight SC52 heißt es: "Parasitic Drain: Negligible (much less than the self discharging of a battery)".

Von Varta halte ich nur eines: Abstand.

Nur Versuch macht kluch. Kein Multimeter mit uA-Meßbereich und ein paar Dübel/Reißnägel?

Volker

Ja. ;-)

Das riecht aber IMHO nach "Taschenlampe hat Ruhestrom > 0".

Je nach Design der Taschenlampe (primär: Wie wird die an/aus geschaltet?) haben die Dinger einen Ruhestromverbrauch von 0 (klassischer mechanisch betätigter Schalter der einfach den Stromkreis komplett unterbricht) bis zu "saugt eine volle Akkuladung durch unbenutzt rumliegen in 2-3 Wochen leer". Ja, letzteres ist _lausiges_ Design und ich habe arg geflucht, als ich das gemerkt habe.

Sieht man der Lampe von aussen leider nicht an.

Kreative Verkabelung mit offener Taschenlampe? Sollte machbar sein, wenn auch nervig.

Man liest sich, Alex.

Am 30.12.2024 um 17:03 schrieb Christian Weisgerber:

ein guter Plan

für die fast-Fertig Variante gibt es u.a. R6/AA Adapter mit Aderleitung dran (Einspeiseadapter für Netzteile statt R6 Zellen)

"operativ" für einmalige Zwecke sollte es auch mit zwei dünnen Metallplättchen mit Leitungen dran und einem Isolator (Folie) dazwischen gehen - in der Annahme dass du nur Strom messen möchtest

Der Schalter sitzt im Schraubdeckel. Eine Spitze ans Gehäuse und die zweite an den hinteren Mittenkontakt des Batteriepacks.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Viele moderne LED-TaLa haben hinten in der tailcap einen schnöden Schalter, der trennt, und die Modi werden im driver gemerkt. Nennt sich "clicky switch", gibt's in forward und reverse, d.h. Kontakt beim leichten drücken, oder andersrum. Schau mal Bilder mit "clicky switch flashlight" an, das wären welche mit galvanischer Trennung...

Thomas Prufer

Hi Alexander,

sehen nicht, aber spühren. Entweder es ist ein Schalter drin, der unterschiedliche Eindruckshöhen beim Ein- und Ausschaltklick spüren lässt, oder es ist ein Taster, bei dem die Klickpunkte jedesmal gleich liegen.

Marte

Hi Volker,

Zu deutsch: Wir haben keine Ahnung, davon aber ganz viel. Warum muss ich schon wieder an den Spruch in dieser Kirche denken?

;-)

Wirklich kleine Ströme, die möglicherweise noch Pulsweise entnommen werden, misst man am besten mit Kondensatoren als Spannungsquelle, deren Spannung man mit FET-OPs abreift.

Marte

Manchmal. Es gibt auch genug Taschenlampen, da sitzt der Schalter im vorderen Bereich (da, wo die LED(s) und der Rest der Elektronik ist/sind).

Da darf man dann etwas kreativer verkabeln für den Messaufbau ;-)

Man liest sich, Alex.

Candle Power Flashlight Forum ist ein interessanter Ort für sowas, da hat das mal jemand für diese Lampenserie nachgemessen[0]: SC52: 129.1 uA on 14500, 20.2 uA on Eneloop NiMH SC51: 41.8 uA on 14500, 14.2 uA on Eneloop NiMH SC50: 7.4 uA on 14500, 2.3 uA on Eneloop NiMH

Man liest sich, Alex. [0]

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Ja, Schalter in der hinteren Kappe, volles Durchdrücken schaltet ein/aus, halbes Durchdrücken schaltet Modus um, der nach kurzer Aus-Zeit vergessen wird. Sind derzeit nicht alle billigen Taschenlampen so gebaut?

Okay, die ersten Minuten dieses Erklärvideos...

Flashlights 101: Switches! (Forward clicky, reverse, and eSwitches)

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... sagen mir, dass ich "reverse clicky switches" habe und bestätigen, dass diese _keinen_ Ruhestrom ziehen. Das wollte ich wissen.

Das sind Taschenlampen, die stehen Monate und länger in der Ecke bis zum nächsten Strom- oder Beleuchtungsausfall oder bis mir wieder ein Glas hinfällt und ich die Splitter suchen muss. Wenn mir die Selbstentladung der Akkus nicht passt, kann ich mir bessere suchen.

/me beäugt die Preise für BK-2MCD auf Rakuten

*seufz*

Christian Weisgerber schrieb:

It depends....

Meine Billig-Chinalampen haben keinen Ruhestrom. Der SChalter schaltet nur aus/ein, das Umschalten der Modi macht die Leuchte indem sie sich ihren letzten Zustand merkt und beim nächsten Start den jeweils näcshten nimmt.

Meine Maglite ML150LR hingegen entlädt zuverlässig hren Akku. Das sind zwei LiFePO4-Zellen in Reihe, ohne Balancer. Und ja, ich habe bereits nachgekaufte Zellen eingesetzt, weil eine Zelle abdriftete und völlig überladen wurde während die andere keine Ladung abbekam.

Das hängt von Deinen Taschenlampen ab. Ich kenne beides. Für Lampen, die man griffbereit (auch im Auto)c haben will, setze ich nur noch Billiglampen mit LiIonen-Akku ein.

Oder Lithium-Primärzellen nehmen.

Ich hab hier CR-P2 von Fuji mit MHD 2009 (also wohl 1999 hergestellt?) Die gabs mal beim Pollin für sehr kleines Geld im Zehnerpack weil MHD abgelaufen.

In denen sind zwei CR123, die in meinen Alltagstaschenlampen auch 2024 etliche Stunden leuchten -- und die Lampen sind erfreulich kurz, mit einer Zelle. Der Regler nuckelt die Zellen auch wirklich komplett leer. Bisher war ISTR eine CR123 mau, bei niedrigen dreistelligem Sample.

Gutes Neues!

Thomas Prufer

Zu deutsch (wer 500ml Bier in einem Maßkrug als "halbvoll" interpretiert): "Wir haben den Ruhestromverbrauch unseres Produkts gemessen, verstehen die Chemie von handelsüblichen LSD-NiMH-Zellen, glauben aber nicht, daß dem typischen Enduser abseits von theoriewichsenden Newsgroupexperten mit einer konkreten Angabe geholfen ist.".

Aber da wir hier bei den theoriewichsenden Newsgroupexperten sind: Zebralight SC52, 1.6uA.

Selbstredend. Ich bin stinkend faul und wollte nicht im Keller die Elektronikgrabbelkiste nach passenden Kondensatoren durchtauchen. Habs deswegen mit einem entsprechenden Stromshunt am Speicheroszi gemacht (steht eh im Schlafzimmer, zusammen mit Labornetzteil und Mitutoyo-Meßschieber), über 60s integriert. Hoffentlich war das nicht zu schlampig.

Volker

Das ist interessant, da bei mir eine Zehnerpotenz weniger. Meine SC52 ist aber auch schon Jahre alt, niemand kennt die Firmware dortdrinnen und ich weiß nicht, in welchen Abständen da Spikes kommen - im Vergleich zum unten vorgestellten Modell. Mea Culpa.

Volker

Was nimmt man für Knopfzellen? Ich hatte zuletzt mehrfach Bedarf an SR44 wegen älterer Taschenrechner. Nachdem die noch vorhandenen geerbten Nonames (Aldi Active Energy) schon im Blister ausgelaufen waren, habe ich dann doch zu einem Markennamen gegriffen: Varta V357.

Verbaut hier jemand so viele Knopfzellen, dass er einen Überblick hat, der über anekdotische Einzelfälle hinausgeht?

Renata (Swatch-Konzern) sind IMHO die besten.

/ralph

Am 01.01.25 um 16:55 schrieb Christian Weisgerber:

Mit Varta Knopfzellen hatte ich noch keinen Ärger. Die NiMH Akkus von denen sind aber Müll. Und normale Batterien nutze ich so gut wie nicht.

Marcel

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