Einstellbare Spannungsquelle 0,x - 1,6V @200mA gesucht

Jul 15, 2024 Last reply: 2 years ago 20 Replies

Hallo allerseits,


für ein Testgerät suche ich eine rein analoge einstellbare Spannungsquelle, die ab 0,5V (0,0 ginge selbstverständlich auch) bis etwa 1,6V arbeitet und bis etwa 200mA belastbar ist. Die 200mA fließen nur kurzzeitig beim Einschalten, danach dümpelt das Ganze bei wenigen einstelligen mA herum. Eine variable Strombegrenzung ist nicht erforderlich, das kläre ich über das zugehörige Netzteil. Im Original werden die Geräte mit AA Eneloop betrieben, da glüht dann schon mal der ein oder andere Batteriekontakt oder schmilzt ins Gehäuse ein...



Bisher habe ich dazu eine universelle Netzteilplatine von ELV derart kastriert, daß das so ungefähr hinhaut. Ist auch vom Platz her der reine Overkill. Ich habe noch einige LM195 rumliegen, das könnte mir z.B. gefallen. Das www habe ich erfolglos nach Beispielen durchsucht und es darf auf keinen Fall was geswitchtes sein.



Hat jemand eine schicke Idee oder hilfreiche Hinweise?



MfG



Frank


Am 15.07.24 um 17:51 schrieb Frank Scheffski:

Hallo,

wegen dem Wirkungsgrad scheint mir ein LM195 überdimensioniert zu sein.

Ein Emitterfolger der an der Basis mit eine variablen Spannung (heruntergeteilt mit einem Poti von einer Referenzspannungsquelle mit

2,5 V o.Ä.) angesteuert wird. In der Luxusversion kann man noch einen Kurzschlußschutz oder eine Strombegrenzung hinzufügen mit einem weiteren Transistor.

Die Schaltung hängt auch von der geforderten Genauigkeit ab.

Bernd Mayer

Bernd Mayer schrieb am Mon, 15 Jul 2024 18:17:16 +0200:

Man dreht solange am Knopf, bis man den gewünschten Wert auf dem eingebauten DVM ablesen kann. Kurzzeitig driften soll es nicht, alles andere wäre egal. Zur Strombegrenzung kann man ja z.B. einen LM317 in der beschaltung als Stromquelle verwenden, der macht dann auch gleich ein bißchen von der sicherlich zu hohen Eingangsspannung "weg".

MfG

Frank

Du könntest auch eine negative Hilfsspannung z.B. mit ICL7660 erzeugen und über Vorwiderstand und genau einer Diode an einen LM317 legen.

MfG hjs

Am 15.07.24 um 17:51 schrieb Frank Scheffski:

Nimm einen Leistungs-OP der genug mA kann und weit genug runter kommt.

Marcel

Hans-Juergen Schneider schrieb am Tue, 16 Jul 2024 15:35:14 +0200:

Sowas hatte ich auch schon im Kopf, zumal ich das schonmal so praktiziert hatte, mit einem LM385 1.2 als Bezugspotential für das berühmte 5k-Spannungseinstellpoti. Ich muß aber nicht zwingend bis 0 runter. Das zu prüfende Gerät läuft nominell mit einer AA-Zelle, also von ~1,6 bis etwa 0,9V. Soweit muß ich runter, um die Funktion der Unterspannungserkennung prüfen zu können.

Das Gerät selbst schaltet beim "booten" alles ein, was Strom zieht, um die Spannungsquelle zu testen. Daher sollte meine Spannungsquelle bei

200mA auch nicht einknicken.

Vielleicht ist eine LM317-Kaskade zur Strombegrenzung und Spannungregelung der richtige Weg. Vom Rauschen her sind die Teile nicht schlecht und gut verfügbar sind sie auch.

MfG

Frank

Am Mo.,15.07.24 um 17:51 schrieb Frank Scheffski:

5V Netzteil oder 3x 1,5V Batterien zur Speisung, LM385-Z2,5 als Referenz, Spannungsteiler: Poti mit Vorwiderständen und beschrifteter großen Skala 0,5-1,6V, Rail-Rail OP und gekühlter NPN BDxxx TO126/220, Kondensatoren nach Bedarf. Ggf Multifuse oder 4R7 5W in die Kollektorleitung als Kurzschlussbremse. Man kann auch ein 10Gang Poti spendieren und mit DVM im 2V Bereich anzeigen.

Am 16.07.2024 um 21:41 schrieb Frank Scheffski:

Hmmm, Du hast kein Labornetzgerät? Vielleicht ist dies der Zeitunkt über die Kosten und Arbeit zu Deinem Vorhaben nachzudenken.

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Preiswerter geht es kaum.

Grüße

Am Di.,16.07.24 um 22:45 schrieb Leo Baumann:

Aber kürzer!

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Hallo Marcel,

Warum nicht einfach einen NPN-Transistor hinter einen OP? Falls die simulierte Zelle auch Strom aufnehmen können muss, kann man ja noch den PNP ergänzen und eine AB-Endstufe anfügen. Das muss ja kein HiFi werden.

Marte

Ich würde einen TL431 regelbar vorsehen und einen OPV-Puffer mit Leistungstransistor nachschalten. Das ist ein Konzept. Passende Detailausgestaltung setze ich voraus.

Wolfgang Martens schrieb:

Ach, wie ich die Chinesen für ihre Übersetzungen liebe: "Schöne Leistung 30V 5a einstellbare Labors trom versorgung 30V 10a"

(Haq wn, vpu unor nhpu tryrfra, qnff qvr Treägr rvar Znexr anzraf 'Avpr Cbjre' nhstrqehpxg unora.)

Wenn man von den Portokosten absieht. Es geht also noch billiger. Ich hätte da mal einen kleinen Test: Du stellst 6 V an dem Ding ein und gehst dann mit einem Neunvoltblock an die Ausgangsklemmen. Die Reaktion dieser Kiste entscheidet über die Brauchbarkeit.

MfG hjs

Hi Wolfgang

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Wenn Du ein wenig suchst, findest Du sicher noch was Billigeres mit Choice-Option für freien Versand ab 10 € Bestellvolumen. Da sind so billige Angebote dabei, dass sich immer genug findet, was man ohnehin mal haben wollte... Achtung Kaufrauschpotenzial ;-)

Marte

Uwe Bonnes schrieb am 18 Jul 2024 20:48:15 GMT:

DANKE! Der wird's, weil der hat einen Sense-Eingang und der Shunt im schönen Schwille-DAM hat 100mOhm.

Eine Platine muß ich eh machen und da ist das Fummelgehäuse keine Hürde.

MfG

Frank

Stimmt. Aber hast du einen Gewährleistungsanspruch, wenn's dann hinüber ist?

Preiswert heisst nicht brauchbar - bei einem Labornetzteil habe ich gewisse Ansprüche. Einer ist, daß die eingestellten Spannungs- und Stromwerte eingehalten und nicht überschritten werden (im Rahmen dessen, was der Ausgangskondensator ermöglicht),

Mir ist hier günstig ein defektes Wanptek WPS605H zugeflogen, das dürfte ähnliche Kategorie wie das verlinkte sein - es sieht dem einen abgebildeten auch optisch sehr ähnlich. Mechanisch OK, nur der Umschalter für 230V/110V ist für meinen Geschmack deutlich zu leichtgängig und rastet nicht.

Der Regler des Hilfsnetzteils war schnell geflickt - als Labornetzteil ist das Teil aber eine Niete. Das Design ist im Prinzip ein TL494-PC-Netzteil aus der vor-ATX-Ära, wo jemand ein paar OpAmps für die Spannungs- und Stromregelung drangebastelt hat.

Das Regelverhalten ist unbrauchbar - beim Übergang von Konstantstrom- zu Konstantspannungsbetrieb hat das Teil heftige Überschwinger weit über die eingestellte Ausgangsspannung hinaus (IIRC ca. 17V bei eingestellten 12V), das ist inakzeptabel.

(nur) für unkritische Verbraucher kann man das verwenden.

cu Michael

Also Schaltregler oder? Als Labornetzteil ohne Dauerbetrieb würde ich ohne Rücksicht auf den Wirkungsgrad immer eine rein analoge Regelung wollen.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

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\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Ja.

Ja. Das ist zumindest die einfachste Möglichkeit, mit moderatem Aufwand eine gescheite Ausgangsspannung zu erzeugen. Bis 30V/3A oder so geht das gut, darüber steigt der Aufwand halt. Und generell ist der Trafo halt deutlich teurer als bei einem Schaltnetzteil.

Es geht auch anders: LT DC2132A kombiniert einen Schaltregler mit einem linearen Regler und erreicht sehr gute Regeleigenschaften trotz relativ geringem Ausgangskondensator, bei moderaten Verlusten. Und die Strombegrenzung funktioniert sauber ohne Überschwinger:

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Das Prinzip skaliert auch auf höhere Spannungen/Ströme.

cu Michael

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