Hallo,
ich habe hier 2 DECT-Telefone (Gigaset S650H Pro), jedes ist mit 2 AAA-NiMH-Akkus bestückt. Da es sich um professionelle Telefone handelt, gehe ich mal davon aus, dass die Akkus mit einer vernünftigen Ladestrategie geladen werden, d. h. die Ladung stoppt, wenn die Akkus voll sind. Jedenfalls werden die Akkus nicht warm, wenn Telefon nach Erreichen von 100% Ladestand weiter in der Ladeschale steht.
Das eigentliche Problem ist aber, dass die Akkus so gut wie immer voll sind, wenn man die Telefone immer bei Nichtnutzung in die Ladeschale stellt. Zum Telefonieren werden sie natürlich herausgenommen, aber die meisten Telefonate sind so kurz, dass nur ein geringer Teil der Akku-Kapazität genutzt wird. Wenn man die Telefone danach gleich wieder in die Ladeschale zurückstellt, werden die Akkus wieder geladen, obwohl sie noch fast voll sind. Ich denke, das ist in Bezug auf den Memory-Effekt nachteilig.
Ich bin also dazu übergegangen, die Telefone erst dann wieder in die Ladeschale zu stellen, wenn der Ladestand lt. Anzeige unter 30% gefallen ist. Das hat allerdings den Nachteil, dass das Telefon bei längeren Gesprächen mittendrin abschaltet, weil der Akku leer ist.
Gibt es eine Strategie, um beides zu vermeiden: Memory-Effekt und vorzeitiges Abschalten? Oder sind das zwei Bedingungen, die man nicht unter einen Hut bekommt?
Li-Akkus würden IMO die Sache übrigens nicht besser machen: die haben zwar keinen Memory-Effekt, aber man sollte sie nicht über längere Zeit auf mehr als
80% Ladestand halten. Also dürfen auch Telefone mit Li-Akkus nicht die ganze Zeit in der Ladeschale stehen, was ebenfalls bedeuten kann, dass sie bei zu wenig Restkapazität im Akku vorzeitig abschalten.
Also was tun?
Gruß
Michael