Sperrwandler Wirkungsgrad

Nov 01, 2004 50 Replies

Hallo,

Bei Kanal 2 sehe ich das nicht. Was meinst du mit Uebergangsbereich? Kanal 2 ist gleich ueber 10V, dann ist ja alles gelaufen... Aber da ist noch der Gate-Widerstand zwischen Oszi und Gate. Wie es auf der anderen Seite ausschaut ist nicht so leicht messbar, evtl. verhindert die Induktivitaet des Shunt-Drahtwiderstands einen allzuschnellen Stromanstieg. Oder hast du dich auf Kanal 1 bezogen?

Das sehe ich jetzt auch. Einen Kondensator hab ich nicht eingeloetet.

Das verraet er uns nicht mehr, denn inzwischen ist er verstorben, nachdem ich nen neuen Trafo gewickelt hab, hat der erstmal den UCC38C42 vernichtet. Aber wenn das mit dem neuen Trafo dann wieder stabil laeuft, schaue ich das nochmal an.

cu,

Steffen

Hallo Steffen,

Das ist in beiden Kanaelen zu erkennen, sowohl auf dem zweiten als auch dem dritten Bild. Ch2 zeigt einen Teilanstieg, wonach die Spannung langsam hoeher laeuft. Ch1 zeigt, dass der Drain nicht sofort nach der Flanke auf nahezu Null geht, sondern erst etwa 25nsec spaeter. Mit Uebergangsbereich meine ich, dass der Transistor fuer diese Zeit im linearen Bereich ist. Man sieht es im dritten 'Kaestchen' auf der Zeitachse.

Es ist wichtig, direkt am Gate zu messen. Nur das sagt, was der FET wirklich als Steuersignal sieht.

Das ist nicht gut. Irgendetwas stimmt nicht. Entweder bekommt er Spannungsspitzen ab oder die Cgd Kapazitaet verursacht eine Stromspitze in den Treiberausgang. Es kann auch an nicht optimalem Layout liegen, aber das ist auf die Entfernung schwer zu sagen. Wieviel Cgs Kapazitaet hat denn der FET? Ist der Chip ausgelegt, soviel zu treiben?

Gruesse, Joerg

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Hallo,

Jetzt ja: 2.6µH bei 27µH Hauptinduktivitaet

ok.

Ich habe jetzt einen neuen gewickelt.

Der Lagenaufbau ist jetzt:

aussen

-------------------- Eigenstromversorgung Sekundaer Primaer Sekundaer

-------------------- innen

Induktivitaet primaer: 60µH Streuinduktivitaet primaer: 3.6uH

N1: 15 Wdg / 1mm N2: 5 Wdg / 0.6mm N3: 69 Wdg / 0.6mm

Damit laeuft er, aber erstmal nur bei jedem 2. Takt: Jetzt beisst er sehr zu, d.h. 3/4 der Taktperiode ist der FET an (weil am Ausgang noch weit unter dem Soll), und beim naechsten Taktstart ist der Sekundaerstrom noch nicht auf 0 (also kontinuierlicher Betrieb), das filtert wohl noch der RC-Filter vor dem Isense-Eingang noch nicht genug weg, werde nachher mal den optimieren versuchen.

ok, den habe ich sogar da, aber nur einen ;)

Gruss,

Steffen

Hallo Joerg,

Ah ok, das meinst du. Mich hat das nur gewundert, weil der Teilanstieg schon ein Sprung von 10V ist, also da hat der FET schon nen sehr niedrigen Ron, aber vermutlich sind das direkt am Gate dann nicht mehr

10V.

Ok.

Halb so wild, ich hatte die Sekundaerwicklung falschgepolt angeschlossen. Dadurch ist die ganze Energie die im Kern gespeichert war (Streuinduktivitaet ?), in die Eigenversorgung geflossen, und vermutlich hat die 18V Zenerdiode das auch nicht wirksam genug abgefangen, so dass die Versorgung des UCC38C42 ueber die max. zulaessigen 20V gekommen ist. Seitdem der Trafo richtig angeschlossen ist, ist das nichtmehr passiert. Das ist mir bis gestern auch noch nie passiert, dass der Reglerchip selbst gestorben ist ;)

Der IRF3415 hat ne Eingangskapazitaet von 2.4 nF. Im Datenblatt zum UCC38C42 steht:

+-1A Peak Output Current und Ron pull-down typ. 5.5R, pull-up typ. 10R

Gruss,

Steffen

Hallo Steffen,

Da faellt mir immer Kuhlenkampf's Wahlspruch ein: "Kann passieren, sollte aber nicht". Doch wenn es nicht ab und zu rummst, ist es ja langweilig.

Mit den 10Ohm in Serie ergibt das ja schon eine Zeitkonstante von

50nsec. Muss es denn so ein dicker FET sein? Der Spitzenstrom kommt dem angegebenen Ampere schon recht nahe.

Noch eine Bemerkung am Rande: Wenn die paar Prozent Verlust in der Gegenkopplung sekundaerseitig stoeren, koennte man vielleicht per Hilfswicklung eine niedrigere Arbeitsspannung bereitstellen.

Gruesse, Joerg

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Steffen Koepf schrieb:

Da merkt man den Aufbau.

Aha, jetzt auch 0,5mm Luftspalt. Trotzdem noch etwas viel Streuinduktivität, wie hast du gemessen?

Da musst du natürlich auf den niedrigeren Ipk anpassen.

Gruß Dieter

Sekundaerwicklung kurzgeschlossen, die kleine Eigenversorgungswicklung offen, dann an der Primaerwicklung gemessen, mit LCR-Meter. Wie genau das ist, weiss ich nicht, der kleinste Messbereich ist 200µH mit einer Nachkommastelle...

Und vermutlich den Regler-IC durch einen mit kleinerer maximaler Einschaltzeit des FET austauschen...

Danke mal soweit.

Gruss,

Steffen

Steffen Koepf schrieb:

Soweit o.k., aber miss auch mal rückwärts.

Muss nicht sein, aber da du eh keine ED über 50% brauchst wäre es dennoch sinnvoll.

Gruß Dieter

"Steffen Koepf" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.in-ulm.de...

Falls es so ein LCR-Meter ist, wie es vor einiger Zeit bei Conrad angeboten wurde, solltest du auf jeden Fall einmal die Messspitzen miteinander kurzschliessen. Ein Messergebnis von 0 wäre perfekt, die mir in diesem Fall angezeigten negativen Induktivitäten ließen mich an der Genauigkeit des Messverfahrens zweifeln.

Wolfgang Horejsi

Hallo,

;-) Ich habe das HGL 5105N vom Reichelt. Es braucht sehr lang bei dem Trafo bis es sich auf einen Wert festlegt, immerhin war der mal reproduzierbar, d.h. nach Aus- und Wiedereinschalten hat es den gleichen Wert ermittelt. Worauf ich aber lange reingefallen bin ist, dass auch nur ganz kurzzeitige Unterbrechungen ab und zu das Teil durcheinanderbringen. Also nicht in der Hand halten zum Messen, sondern kurze Draehte an Trafo loeten, die in das Messgeraet stecken und das ganze auf den Tisch stellen. Aber das mit dem kurzschliessen werde ich mal machen.

cu,

Steffen

Hallo Dieter,

Ok, bedrahtet habe ich schon seit circa 20 Jahren nichts mehr entwickelt. Alles SMT. Aber soweit ich mich an diesen Post erinnere, sind dann MURxxxx und UF400x nicht nahezu identisch. Jedenfalls nicht, was die Verzoegerungszeiten angeht.

Gruesse, Joerg

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Hallo Joerg,

;-) Allerdings.

Nee muss nicht, ich werde mal einen mit niedrigerer Gatekapazitaet testen.

Das habe ich auch mal angedacht, und sogar auf dem Layout als Alternative vorgesehen. Aber mir waere das lieber, wenn ich das dann spaeter mal mit niedrigerem Strom hinbekomme.

cu,

Steffen

Hallo,

Also die Primaerseite kurzschliessen und die Sekundaerseite messen? Mache ich nachher mal.

Und wenn man den Trafo so wickelt:

nmlkjih ABCDEFG abcdefg

A-G: Primaer a-n: Sekundaer

ist das von der Wicklung her ok?

Hast du das mit der Wirkungsgradabschaetzung (90%) eigentlich im lueckenden oder nichtluekenden Betrieb gemeint?

cu,

Steffen

Also bei einer 1 cm langen Drahtbruecke von einer Buchse zur anderen hat es gemeint dass diese 4.8 µH hat ;)

cu,

Steffen

Steffen Koepf schrieb:

Ja.

Aha, da fängt einer an nachzudenken.;-) Überleg dir mal wie die Streukapazität (zwischen den Wicklungen) die geringste Wirkung haben wird.

Naja, eigentlich für 40-50kHz, da erreicht man das Wirkungsgradoptimum leichter. Aber nimm mal als Anhaltspunkt, dass man bei ca. 80% Nennlast gerade nichtlückenden Betrieb erreichen will, Schwankungen der Eingangsspannung dabei berücksichtigen.

Gruß Dieter

Steffen Koepf schrieb:

Da sind die Buchsen wohl recht weit auseinander.;-)

Besorg/Bau dir ein vernünftiges Induktivitätsmessgerät.

Gruß Dieter

Naja, genau dafuer hatte ich eigentlich 100 Euro investiert. Aber war wohl nicht das gelbe vom Ei...

Gruss,

Steffen

Steffen Koepf schrieb:

Also für EUR 100,- darf man schon für den Zweck taugliches erwarten. Welches ist es denn?

Gruß Dieter

Das HGL 5105N vom Reichelt. Gibts jetzt dort nimmer, jetzt heisst es PEAKTECH 5105N und ist

10 Euro billiger. Schaut aber genau gleich aus.

Gruss,

Steffen

"Steffen Koepf" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@news.in-ulm.de...

Na, nach Datenblatt darf es im 200uH-Bereich statt 0 auch 10.3uH Anzeigen

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Entspricht uebrigens Conrad'S LCR MULTIMETER 4095. Conrad's 139 EUR Teil hate einen maximalen Fehler von 140uH, Conrads 39.95 EUR Teil 6.3uH, Conrads 301,60 EUR Teil 25uH (bei 1kHz), Conrads 578,84 EUR Teil 15uH (bei 1kHz).

Das billigste (und in der FAQ empfohlene) ist also das Beste....

Besser wird's dann erst ab 1532,85 EUR :-)

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

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