Bei uns läuft gerade eine Diskussion über Siemens-Röhren, die aufgedruckten Logos und mögliche Fälschungen. "Von früher" kenne ich die Siemens-Fabrikate so:
Mit S/H-Logo und "made in Germany"
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oder mit S/H-Logo, "made.." möglicherweise auf der Rückseite
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So schlecht bedruckte hatte ich bisher nicht
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Bei diesen fehlt aber das S/H-Logo und meist auch "made in...."
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Angeblich soll Siemens auch im Ausland gefertigte Röhren unter seinem Namen verkauft haben? Wer weiß dazu mehr?
Grüße und Dank, H.
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G
gupemo
Am 23.04.2013 13:37, schrieb Heinz Schmitz:
(.......) > Angeblich soll Siemens auch im Ausland gefertigte Röhren unter seinem
Moin moin zusammen,
wenn man bei:
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unter "Roehren" und dann weiter unten das Kapitel "gefaelschte Roehren..." anklickt und sich anschaut, erhaelt man einen Fingerzeig mehr zu den Urhebern solcher "Drucke". Ebenfalls interessant hierzu finde ich dort die Storys zu EL34 und
6L6...und natuerlich zur EL503!
Gruesse es 73, Peter
A
Andreas Bockelmann
gupemo schrieb:
Schönes Beispiel von der Seite: "...Diese beiden Telefunken-Röhren sind mit Valvo gestempelt. (Sie können auf Wunsch mit dem Orginal Tfk-Stempel versehen werden). ..."
Demnächst schreibt jemand bei AS24 oder Mobile.de "Dieser Mercedes ist mit Lada beschriftet, kann aber jederzeit mir einem Stern versehen werden.."
:-)
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T
Torsten Schneider
War es nicht auch so, dass etliche westdeutsche Röhrenhersteller in der DDR produzieren ließen oder habe ich da etwas Falsches im Hinterkopf?
Viele Grüße, Torsten
H
Heinz Schmitz
Vermutlich ist in der DDR mehr fürs Ausland produziert worden als wir uns vorstellen können - es fehlten ja dort Unternehmer, aber das Geld wollte der real vegetierende Sozialismus trotzdem.
Wenn Siemens in der DDR Röhren fertigen ließ und die Verantwortung für Qualität und Spezifikation durch Aufdruck des Siemens-Labels übernahm, so ist dagegen kaum was einzuwenden.
Wenn aber "irgendwer" einen großen Posten DDR-Röhren kauft und die selber auf Siemens umlabelt um einen Mehrerlös zu erzielen, so ist das imho Betrug.
Grüße, H.
L
Lutz Schulze
Am Wed, 24 Apr 2013 10:46:45 +0200 schrieb Heinz Schmitz:
So ist es. Bei uns im Betrieb wurden viele Jahre Kolbenbolzen für VW hergestellt, und früher in der Schule im Unterrichtsfach 'Produktive Arbeit' fertigten wir Bügeleisen für Quelle (Privileg).
Lutz
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
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H
Horst-D.Winzler
In der DDR wurde sehr viel für westdeutsche Handelsunternehmungen hergestellt. Die haben die Produkte dann unter ihren Namen (Handelsnamen) vertrieben. Das Wissen war im Westen aber nicht sehr verbreitet.
Die drei westdeutschen Röhrenhersteller Telefunken, Valvo und Siemens haben für den jeweils anderen, Röhren hergestellt und entsprechend gestempelt. Die Röhrenhersteller haben nicht alle Röhrentypen hergestellt. Wobei Siemens sich mehr auf die kommerziellen Röhrentypen konzentrierte.
Das die westdeutschen Röhrenhersteller in der DDR Röhren produzieren ließen, ist unwahrscheinlich. Eher werden DDR Röhren unter anderem Namen als Importröhren im Westen gehandelt worden sein.
Ich vermute, das umgelabelt wird? Denn was heute für viel Geld den Besitzer wechselt, war damals bei den drei Herstellern Ausschuß bzw Importröhrenqualität. Bei "normalem" Einsatz konnten die durchweg zufriedenstellend arbeiten. Aber sicher konnte man nicht sein. ;-)
mfg hdw
A
Andreas Bockelmann
Horst-D.Winzler schrieb:
Mir fällt jetzt noch Standard Elektrik Lorenz / ITT ein. Alle ECLL800, die ich besitze stammen, je nach Baujahr, von SEL, Lorenz oder ITT. Ich nehme an, dass selbst die "Hoges" gestempelten ECLL800, die in der Bucht auftauchen, aus dem Werk stammten. Soweit ich weiß war SEL/ITT der einzige Hersteller dieser Endzeitröhre, während andere schon fleißig Halbleiter einsetzten.
Manchmal tauchen auch immer noch Großpackungen von weiß verpackten Röhren aus Bundeswehrbeständen auf. Ob das dann wirklich stimmt, weiß ich nicht. Eine weiße Pappe lässt sich einfacher mit einer VS-Nr. bekleben als eine Handelspackung nachdrucken.
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S
Sebastian Suchanek
Thus spoke Heinz Schmitz:
Die Devisen brauchten sie auch dringend, um beim "Klassenfeind" einkaufen zu gehen...
Tschüs,
Sebastian
Ich WEISS was ich tue ;-)
Und wenns mal wieder Knallt, weiss ich auch genau, warum ich
mich in den Hintern treten sollte ;-)
[Michael Buchholz in d.s.e]
M
Muck Krieger
Ähmm ... nur noch Jungspunde hier? Bis auf einige Spezialversionen hatten alle westdeutschen Hersteller die Produktion von Röhren bis Ende der
1960er Jahre eingestellt. Seitdem lief der "Nachschub" der gängigen noch gebrauchten Typen durch Importe, diese Röhren wurden im Auftrag der jeweiligen Firmen entsprechend gestempelt und in deren typischen Kartons verpackt.
Mit den DDR-Röhren verhielt es sich z.B. so, daß die Firma RSD (Röhren- Spezial-Dienst, Frankfurt/Main, später Hofheim) seit 1948 einen zunächst eingeschränkten, seit den 1970er Jahren exklusiven Vertrag mit dem DDR- Außenhandel zur Abnahme der Exportkontingente hatte, der bis zur finalen Abwicklung der Rohrenproduktionsstätten (ca 1992) der DDR gültig war.
Der letzte RSD-Inhaber Gert Müller importierte dazu noch viele Röhren- Typen aus den USA, China, (ehedem) Jugoslawien etc. Der Großteil der Importe kam in üblichen Industrieverpackungen und wurde erst bei RSD im jeweiligen Kundenauftrag gelabelt/gestempelt - in den letzten Jahren ließ sowohl die Qualität der Stempelfarbe als auch der Stempel deutlich nach, wie auf einigen der Bilder typischer RSD-Importe zu sehen ist (z.B. die ECC82, vermutlich von Ei hergestellt).
Gert Müllers Erben haben das ehemals riesige Lager inzwischen an BTB verkauft, wo sicher noch allerlei "NOS mit unleserlichem Print" rumliegt.
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Keep on rocking,
Muck
D
Dieter Wiedmann
Am 24.04.2013 13:04, schrieb Muck Krieger:
Ähmm ... hier ist Usenet! Jungvolk ist hier kaum zu finden, die sind alle auf Facebook.
Gruß Dieter
P
Patrick Schaefer
Am 23.04.2013 13:37 schrieb Heinz Schmitz:
Seinerzeit haben sich die Röhrenhersteller regelmässig untereinander ausgeholfen. Du findest Valvo-Röhren mit Siemens-Stempel, oder Siemens mit Tfk-Label. Im Forum von Jogis Röhrenbude wurde das öfters diskutiert.
Patrick
A
Axel Berger
Sebastian Suchanek wrote on Wed, 13-04-24 12:11:
Wieso einkaufen? Ich war um '81 aus christlicher Überzeugung in der Freidensbewegung aktiv und habe mitbekommen, wie die geschulten Kader nicht nur die ganze Organisation im Hintergrund gestemmt haben, an der die Kirchengruppen kläglich gescheitert wären, sondern auch wie die Finanzierung verdeckt über Freiberufler ablief. Das waren dann Werbedruckereien, die soweit ewrkennbar keinerlei Aufträge außer den politischen für uns und DKP etc. abwickellten (ohne Bezahlung oder sehr billig) und trotzdem immer Geld hatten. die Qualität unserer Friedenswochen-Broschüren und Flyer war um größenodrnungen besser als alles, was sich CDU, JU und RCDS damals leisten konnten - das war die Zeit, als professioneller Satz und Farbdruck noch richtig teuer waren.
Bei jedem Verwandtenbesuch mußte ich beim Einliefern meines Zwangsumtausches (ein Begriff, den die Grenzer gar nicht gern hörten) daran denken.
S
Sebastian Suchanek
Thus spoke Axel Berger:
Weil der "Klassenfeind" Dinge hatte, die man selbst nicht hatte, aber benötigte.
Nehmen wir als Beispiel mal den Bau der "Druschba"- Erdgaspipeline, den DDR-Firmen^WKombinate in der UdSSR durchführten: Schwere, geländegängige Transportfahrzeuge für dieses Projekt kamen von Faun aus Lauf bei Nürnberg, schwere Baumaschinen von Komatsu aus Japan. (Ja, "Ost-Technik" wie Nobas, KRaZ, Tatra, Ural & Co. war vereinzelt auch dabei.)[1]
Diverse DDR-Anlagenbauer (VEB IMO Merseburg, VEB KAB usw.) haben sich auch mit Großkran-Technik von Gottwald aus Düsseldorf eingedeckt.
Drittes Beispiel: Deutrans hatte sehr viele Volvo-LKW in der Flotte. (OK, Schweden war wohl damals auch offiziell nicht ganz so "bäh-bäh" wie der Rest Westeuropas...)
Tschüs,
Sebastian
_____ [1] Literaturtip: Ralf Koch: Trasse und Technik - Erdgasleitungsbau in der Sowjetunion
Ich WEISS was ich tue ;-)
Und wenns mal wieder Knallt, weiss ich auch genau, warum ich
mich in den Hintern treten sollte ;-)
[Michael Buchholz in d.s.e]
T
Torsten Schneider
Waren deswegen auch die DDR-Staatskarossen bevorzugt Volvos?
Viele Grüße, Torsten
H
Heinz Schmitz
Vermutlich viele Altspunde, die bisher weitgehend das geglaubt haben, was auf den Packungen stand :-).
Über die DDR-Seite der Geschichte ist viel zu finden, zB.
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"Als die Produktion von Elektronik- und Spezialröhren in Westeuropa heruntergefahren werden musste - zuletzt baute nur noch Telefunken die Röhren selbst - ließen fast alle Elektronikkonzerne die noch benötigten Röhren in Werken der DDR herstellen."
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und als Weihnachtsgeschenk
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wogegen imho die namhaften Hersteller bei uns ihren guten Namen wohl eher kommentarlos auf andere Produkte stempeln ließen.
Exklusiv. Sehr interessant.
"...umfasst das Lager etwa 1 Mio. Röhren."
Mit Röhren eher vorsichtig :-).
Grüße, H.
L
Lutz Schulze
Am Thu, 25 Apr 2013 11:18:26 +0000 (UTC) schrieb Torsten Schneider:
Ja, und Citroen. Mit sozialistischen Ländern konnte man eben besser ;-)
Lutz
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php
J
Joerg
Die Gleicheren unter den Gleichen liessen sich offenbar in vom Klassenfeind abgekupfterten Saenften durch die Gegend schaukeln.
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Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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