Hallo allerseits,
vielleicht doch mal wieder ein Elektronikthema...
Nachdem der Himmel trotz bleifreien Lötens - anders als von den Bedenkenträgern prophezeit - zumindest nicht generell gefallen ist, würde mich mal interessieren, ob den Leuten, die mit Ausfallursachen elektronischer Baugruppen zu tun haben, schon mal vermehrt diesbezügliches aufgefallen ist. Also z.B. "tin whiskers".
Ich hab die Dinger bislang nur einmal als Fehlerursache wahrgenommen, und das war in einem Grundig-Tuner aus den 80ern, auf der Innenseite eines Weißblech-Schirmungskästchens. Hat zumindest die sporadischen Ausfälle, wo sich das Ding nicht abstimmen ließ, und den zeitweiligen Erfolg "russischen Reparierens" (draufhauen) zwanglos erklärt. Aber mit RoHS hatte das angesichts des Alters des Geräts zumindest nichts zu tun.
Und wie steht es mit der Zinnpest? Die sollte sich ja recht zuverlässig durch kleine Beigaben von Antimon oder Wismut vermeiden lassen, und ich hoffe doch mal, daß die Lot-Hersteller genau das machen.
Nichtsdestotrotz hatte ich mal einen kleinen batteriebetriebenen Bewegungsmelder, der ein paar Jahre im Außenbereich seinen Dienst verrichtet hat, als defekt in den Fingern. Auf der Platine fielen dann ein paar SMDs ab... das Lot war grau und bröselig geworden. Nun können sich die Chinesen in meinem speziellen Fall sicherlich beim Geld sparen wollen sonstwas zusammengemixt haben, und daher interessiert mich, ob ähnliche Fälle schon mal anderen aufgefallen sind.
Hanno