RoHS

Sep 15, 2019 106 Replies

Am 17.09.2019 um 19:35 schrieb Volker Bartheld:

[...]

Willkommen im Club :) Die SSD ist also schon vor 6a kaputt gegangen :)

Bernd

Ich verwende Flash bisher nur für Backup und Dateispeicher für Bilder des Oszilloskopes und des Fotoapparates. Damit kann ich keine Defekte erreichen.

Ich habe Skripte, die millionenfach Daten in HDD-Dateien schreiben.

Richtig. Ich hatte eine Liste gepostet. Wenn ich die betrachte, gewinne ich den Eindruck, daß CF-Speicherkarten besser sind. Die alte CF von 2006 ist nämlich sehr stabil. Die CF haben auch ein PATA-Interface.

In einer .pdf von Heise (2013) las ich, daß früher Datenblätter für SSDs eine Retention-Time von 10 Jahren nannten. Heute fordern Standards 1 Jahr bei 30⁰C und 3 Monate bei 40⁰C. Heute wird diese Größe nicht mehr in die Datenblätter geschrieben. Der Datenerhalt nimmt ab mit der Anzahl der Schreibvorgänge.

Ich las vor vielen Jahren mal über ein EEPROM von AMD einen Datenerhalt von 20 Jahren bei 125⁰C ! Die Zeiten ändern sich...

Die Whisker entstehen AFAIK mechanisch. Also wenn der Deckel mit den Federzungen auf dem verzinnten Blech hin und her bewegt werden. Etwa durch Vibrationen (OK, kaum zuhause, aber im Kampfjet halt) oder durch thermische Wechselbeanspruchung.

1000 x 1 um ist ein Millimeter, irgend so ein Prozess. Der Unfall mit dem Flugzeug mit den Fotos von den Whiskern wurde mal im IEEE spectrum einigermassen ausführlich geschildert.

Eric Bruecklmeier schrieb:

Panzerschokolade.

Am 17.09.19 um 22:24 schrieb Rolf Bombach:

So wirkt es.

IIRC konnte das "Toyota Acceleration Problem" [1] [2] [3], das anno 2003 durch die Medien geisterte und für eine groß angelegte Rückrufaktion sorgte, auf Zinnbartbildung zurückgeführt werden. Nun ist ein Toyota Camry zwar kein Kampfjet, er vibriert wohl auch ein bisserl weniger und bei den fraglichen Kontakten handelte es sich auch nicht um die Schleifer selbst, trotzdem erreichte die Länge dieser Teile einige(!) Millimeter. Da half dann leider auch das redundant ausgeführte Poti nichts.

Die NASA brachte damals eine Reihe von Empfehlungen heraus [4] [5], zu denen sich seitens der Industrie recht schnell ein entsprechendes Gehäusedesign mit baulicher Trennung wichtiger Kontakte durch Kunststofffinger usw. gesellte, weil "Conformal Coating" allein offenbar auch kein Allheilmittel war [6].

Das Problem scheint anno 2019 aber nicht sehr prominent zu sein, sonst würden elektronische Geräte sterben wie die Fliegen und die Presse wäre voll mit tragischen Unglücken im Transport- und Mobilitysektor.

Volker, lötet mit Blei

[1]
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[3]
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Helmut Schellong schrieb:

Ja, wie üblich eine überbordende Phantasie...

Hmm, meinst du, dass dir dieses Geschwafel angesichts vielfältiger entgegenstehender Erkenntnisse irgendwer glauben wird? Selbst die billigsten SSDs überleben in der Regel die Gewährleistungsfrist (Einzelausfälle kann es natürlich immer mal wieder geben)

Speicherkarte != SSD Aber selbst Speicherkarten, USB-Sticks etc sind bei weitem haltbarer, als du zu behaupten beliebst. Übrigens: Jedes technische Gerät, gerade auch hochkomplexe Systeme wie es Geräte der modernen Informationstechnik nunmal zu sein pflegen, kann ausfallen

Das mag durchaus sein. Aber du plapperst von etwas anderem als dem gerade angesprochenen Thma. Warum veruchst du denn nicht mal, wenigstens halbwegs zu verstehen, wovon die REde ist, ehe du in deiner überheblichen Art und Weise beliebigen Unsinn behauptest? Geh lieber wieder unbrauchbare Shells programmieren :->

Man müsste sie lediglich so benutzen, wie das für dieserart Gerätschaft vorgesehen ist. Merke: Eine Speicherkarte ist keine SSD

Deine Vermutungen sind stets bemerkenswert...

MfG Rupert

Und NAND-Flash für Backupzwecke ist ja auch ein richtig gute Idee. Denn da gibt es nicht nur die Lebensdauer der Zelle sondern auch noch eine Reihe anderer Faktoren zu berücksichtigen:

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, die da mit reinspielen. Profitip: Richtig großen, im Tagesgeschäft schon gut abgenudelten MLC-Flash aussortieren, dann zu Backupzwecken in langen Abständen knallvoll schreiben, dazwischen an einem kuschlig warmen Platz aufheben.

Volker

Aber Speicherkarten kann man tatsächlich ohne Probleme binnen Wochen bis Monaten kaputtkriegen, indem man sie "wie eine Festplatte" benutzt. Weiß ich aus eigener Erfahrung, und auch bei "guten".

Ja, und SSDs sind eher unter den zuverlässigeren Geräten.

Speicherkarten sind keine SSDs. Wurde oben schon gesagt, möchte ich aber noch mal bekräftigen. Die sind für sowas schlicht nicht gemacht.

Kann man gar nicht oft genug sagen!

/ralph

Kommt immer aufs Nutzungsprofil an. Ich hatte mal ein paar OpenBSD basierte Firewalls mit SD-Karten als "Festplatte" im Einsatz. Die billigen waren nach einem Jahr durch... danach hab ich mich schlau gemacht und Trancscend eingesetzt, weil die nach Herstelleraussage ab Class10 wear leveling machen: Keine Ausfälle mehr.

Wobei auch bei SSDs mit der Zeit bzw. Schreibvolumen die Performance runtergeht.

Hanno

Ja, aber man hat sehr selten Totalausfälle wie bei SD-Karten.

/ralph

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ausserirdische sind gesund

Danke für die Links, schräg durchgelesen komme ich auf einen anderen (Trug)schluss für die Lagerung: (oder war Dein Tip zum verschellongen?) :]

  1. je weniger Level, desto länger klappts mit dem Nachbarn. d.h. SLC ist besser als MLC. TLC ist pöse.
  2. je weniger drauf rummgerammelt wurde, desto länger hält sich das
  3. je weniger drauf ist, desto länger hält sich das???
  4. Möglichst warm betreiben (dann geht mehr Ladung in die Zellen rein)
  5. Möglichst kühl lagern, dann flutschen weniger Elektronen raus.

a) Macht es Sinn, die SSD im Kühlschrank(Gemüsefach) zu lagern? b) oder gar in die Gefriertruhe?

Ok, dann muss man die wohl bei eingefroren ganz tute piano auftauen (Kondulenzwasser!), Das ist wohl nix für schnelles Restore, was man gerne hätte, wenns Backup gebraucht wird :o, also ab in ne dichte Tupperdose + Beutelchen Silikagel und dann zum Gemüse?

Kopfkratz...

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ich schrieb 09/17/2019 21:45 in diesem Thread: ================================================================= > Die kannst du aber nicht mit einer SSD vergleichen, das Wearleveling ist deutlich weniger komplex.

Richtig. Ich hatte eine Liste gepostet. Wenn ich die betrachte, gewinne ich den Eindruck, daß CF-Speicherkarten besser sind. Die alte CF von 2006 ist nämlich sehr stabil. Die CF haben auch ein PATA-Interface.

In einer .pdf von Heise (2013) las ich, daß früher Datenblätter für SSDs eine Retention-Time von 10 Jahren nannten. Heute fordern Standards 1 Jahr bei 30⁰C und 3 Monate bei 40⁰C. Heute wird diese Größe nicht mehr in die Datenblätter geschrieben. Der Datenerhalt nimmt ab mit der Anzahl der Schreibvorgänge.

Ich las vor vielen Jahren mal über ein EEPROM von AMD einen Datenerhalt von 20 Jahren bei 125⁰C ! Die Zeiten ändern sich... =================================================================

Ich habe Speicherkarten von 2003. Die halten heute noch jedes Bit, das 2003 darauf gespeichert wurde. Ich weiß Bescheid.

Ja, natürlich, die verwenden schließlich die gleichen Speicherchips.

Ich werde in Zukunft wieder CF-Karten kaufen. Die halte ich für besser als SD. Ich kaufte bisher nur Transcend und SanDisc.

Letzte Zeile ist irrelevant hinsichtlich Hardware. Die Anzahl der Schreibvorgänge ist stets ähnlich limitiert.

Es gibt auch QLC, mindestens gleich pöse.

Ja, hardware-mäßig.

Software-mäßig, ja. Das WearLeveling braucht freien Platz zum Ausweichen und Zwischenlagern.

Halte ich für sinnvoll. Im Beutel mit Patent-Verschluß und Feuchtesaugkristallen.

Ich betreibe BAK mit Speicherkarten seit 2006 (CF). Kein Problem bisher. Ich kopiere auf 8 GB CF, 128 GB SD, 2nd HDD gleichzeitig.

Weniger Probleme gibt es mit ALTEN Speicherkarten mit größeren Strukturen. Ich habe Karten von 2003, die bisher kein Bit verloren haben. Das betrifft natürlich nur die Retention_Time.

Das Beste dürfte intel-Optane sein. Speicherkarten damit gibt es aber wohl nicht. Ich habe vor, Optane-M.2 zu nutzen.

Ja, manche MLC-Kontroller sind wohl schlau genug den Speicher bei nur teilweiser Belegung als SLC zu benutzen, bei beinahe voller Belegung auf MLC zu wechseln und noch oft beschriebene Zellen immer noch als SLC zu nutzen, und erst wenn alles voll ist allen Speicher als MLC.

In heutigen CF-Karten sind ja auch ganz sicher andere Flash-Chips drin als in SD-Karten. Weil ja auch schon das exotische Interface kaum was kostet.

Grüße Marc

Am 21.09.19 um 09:36 schrieb Marc Haber:

Es könnte theoretisch sein, das durch das deutlich höhere Preisniveau weniger Kostendruck in der Produktion besteht. Das scheint mir aber als eine sehr vage und an den Haaren herbei gezogene Hoffnung...

Deterministischer wäre es, gezielt SD-Karten in Industriequalität zu kaufen, statt der Consumerware vom Grabbeltisch.

Hergen

Ich meine, daß insbesondere der Controller mit seiner Software deutlich besser ist. Ich schrieb bereits, daß CF IDE-kompatibel ist.

Die mußt du erst mal kriegen (und zwar wirklich "industrial" und nicht nur "industrial temperature range").

/ralph

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