Am 19.09.2025 um 08:28 schrieb Eric Bruecklmeier:
Das war eine technische Beschränkung der ersten Taschenrechner und vereinfachte deren Architektur.
Am 19.09.2025 um 08:28 schrieb Eric Bruecklmeier:
Das war eine technische Beschränkung der ersten Taschenrechner und vereinfachte deren Architektur.
Am 19.09.2025 um 11:10 schrieb Bernd Laengerich:
Das ist mir klar, ich verstehe nur nicht, warum man sich das heute freiwillig antut. Klar - hängt man an alten Zöpfen: Ich war auch erst irritiert, als Casio VPAM bzw. Natural Display eingeführt hat und hab mich geweigert sowas zu benutzen. Heute möchte ich nichts anderes mehr.
Am 19.09.25 um 10:43 schrieb Thomas Einzel:
Nicht wirklich, bzw. nur dann, wenn man in konstruierte Beispiele Klammern und Gleichheitszeichen einbaut, die in Wirklichkeit gar nicht getippt werden müssen. Nahezu jeder Taschenrechner mit algebraic notation beherrschte Punkt-vor-Strich ohne Klammern, brauchte vor dem Gleichheitszeichen keine schließenden Klammern. Und moderne Rechner mit großen Displays brauchen mitunter auch das Gleichheitszeichen nicht mehr, weil sie das Zwischenergebnis permanent anzeigen. Spätestens dann bist du bei WENIGER Tastendrücken als mit UPN.
Und gerade bei komplexen Formeln ist die Fehlerwahrscheinlichkeit durch UPN enorm, weil die Eingabereihenfolge stark von der mathematischen Schreibweise abweicht und die vier Stackebenen eines klassischen UPN-Rechners auch recht schnell erschöpft sind.
Am 18.09.25 um 10:32 schrieb Joerg Fischer:
Ich werfe an der Stelle mal noch "ChampCalc" in die Runde, welcher konzeptionell ungefähr in der Mitte liegt und meine Lieblings-Taschenrechner-App ist. Deutlich mehr Funktionsumfang als der gute alte RealCalc, aber noch klassisches Taschenrechner-Layout. Werbefreie Pro-Version ebenfalls zum Preis einer Tasse Kaffee.
Es war seinerzeit eine wirklich geniale Idde und erlaubte es, auf den winzigen und sehr schwachen Prozessoren komplexe Rechnungen durchzuführen. Nicht zufällig waren die HP die ersten. Der Preis dafür war eben, einen guten Teil der Kompilation und Umsetzung der Aufgabe in Maschinensprache auf den Anwender zu verlagern.
Im Grunde hat das Vorgehen Parallelen zu dem mit dem Rechenschieber.
Und dann bleibt natürlich der berechtigte Stolz des Handwerkers und das Herabsehen auf das Industrieprodukt, sei es nun objektiv besser oder nicht. Ich gebe eine Gleichung am liebsten genau so ein, wie ich sie auf Papier hinschreibe. Das vermeidet Fehler.
Schiefertafeln waren auch mal eine geniale Idee.
Sicher. Kenne ich nicht, gibt es aber bestimmt. Nur wozu? Ich lade doch heute die Tabellenkalkulation nicht mehr von Diskette und habe auch keine anderen vermeidbaren Kosten.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
Es war schon lange kein Schiefer mehr sondern Bakelit oder sowas, aber auch ich habe noch damit angefangen (oder hätte, wenn ich Lesen und Schreiben nicht schon vorher im Elternhaus gelernt hätte).
Siehste!
Am 19.09.2025 um 10:29 schrieb Wolfgang Allinger:
Gähn...
UPN hat mich nie wirklich getriggert, sondern statt UPN zu lernen, was damals als die große Zukunft des Zahlenrechnens gepriesen wurde, habe ich lieber gelernt, wie man die Daten in den Computer kriegt, um den die Rechenarbeit erledigen zu lassen. :-)
In der Informatik gab es diese strenge Stack-Denkweise anfangs zwar auch noch, aber ich glaube, das waren bloß die alten UPN-Leute aus der Taschenrechner-Welt. Hat sich inzwischen rausgewachsen. :-)
Ich weiß. Pure Arroganz. Oder Ignoranz. Egal. Bis heute UPN-frei.
Mahlzeit ... Andreas
Am 19.09.25 um 08:28 schrieb Eric Bruecklmeier:
Hallo,
+1Bernd Mayer
Den HP-Taschenrechnern habe ich viel zu verdanken. Ich finde UPN genial. Auch deren Programmierung.
Grüße, H.
Nein. Das Material war ja nicht der Punkt sondern
1) das einfache Auswischen ohne Radieren oder Durchstreichen, 2) das Schreibgerät in der Art eines Bleistifts aber iirc härter und trotzdem gut sichtbar.Das trennte die Tätigkeit Schreiben von den besonderen Anforderungen des Mediums Papier und des Werkzeugs Federhalter. (Kugelschreiber sind vom Teufel und ich wünschte, ich hätte nie einen in der Hand gehalten.)
(Im ersten Semester 1977 gab es einen Matheprof, PD Dr. Henke, bei dem es auf äußerst schnelles Mitschreiben ankam. Ich habe damals alles durchprobiert und bin beim Füllfederhalter mit breiter Feder und schwarzer Tinte (Graphit ist Schmiermittel) hängengeblieben. Seitdem blieb es dabei, allerdings ist die Tinte inzwischen türkisgrün.)
Ich habe etwa 1988 von Taschenrechnern mit algebraischer Eingabelogik (Sharp EL-512, Casio fx-7000G) auf den HP-15C mit UPN umgestellt, weil Denken schneller geht als Tippen und man mit weniger Tastendrücken zum Ziel kommt. Ein echter Vorteil gegenüber den Mitschülern.
Heute, Jahrzehnte später, ist es natürlich Gewohnheit. Ich will schnell etwas ausrechnen und nicht parallel darüber nachdenken müssen, wie ich das jetzt mit algebraischer Logik eingeben muss.
Das beste Werkzeug ist immer das, das man kennt. Gilt immer und für alles. Das ist auch der Hauptgrund, warum sich alte Männer so gegen Neuerungen sträuben, selbst wenn sie abstrakt betrachtet Verbesserungen bringen.
*Nach* der Einarbeitung belibe bei dem, das Du kennst. Nimm aber nicht Deine gewachsenen Vorlieben als Grundlage zur Beratung von Neulingen, die ihre Einarbeitung noch vor sich haben. Das ist der Schritt, den zu viele alte Männer verpassen.Am 19.09.2025 um 18:05 schrieb Christian Weisgerber:
Ja genau! :-D
Oh, altersweise geworden?
Am Thu, 18 Sep 2025 11:49:39 -0000 (UTC) schrieb Ralph Aichinger:
Um mal wieder Öl ins Glaubensfeuer zu gießen:
orpie
Andreas Graebe snipped-for-privacy@arcor.de schrieb oder zitierte:
Ah, UPN mit curses!
"Glauben" oder man kann auch sagen: Sentimentalität. Ein Taschenrechner ist eben nicht nur ein Werkzeug, sondern auch Träger von Symbolik und Erinnerungen.
Aber - wie ich hier schon einmal andeutete - für mich sind Programmiersprachen oder Tabellenkalkulationen praktischer, weil die Rechnung gleich automatisiert ist, so daß ich Eingangswerte ändern kann und sofort das neue Ergebnis erhalten.
Bei Programmiersprachen hat man ja ebenfalls verschiedene Notationen:
AOS wie in Haskell:
result = a + b * c
, Cambridge Notation wie in LISP:
( SETQ RESULT( + A( * B C )))
oder UPN wie in FORTH:
: CALC ( -- n ) B @ C @ * A @ + ;
. Aber die Programmiersprachen sind erst auf einem großen Bildschirm richtig schön übersichtlich und mit einer richtigen Tastatur gut les- und schreibbar. Daher ist etwas Python oder Maxima (Algebra-System) auf einem Tischrechner für mich angenehmer als ein realer oder emulierter Taschenrechner.
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