Oral-B

Aug 08, 2025 Last reply: 6 months ago 237 Replies

Ich freue mich stattdessen über die Kosteneinsparungsmaßnahmen meiner PKV und wie ich dagegen Sturm laufen muss. Da wie dort geht nichts ohne eigenes Engagement.

Dann ist das wohl "alternativlos", wie man so schön sagt. Du wohnst nicht im Kreis München, sonst hätte ich Dir

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ans Herz gelegt (GKV und PKV) und ein bisserl Vitamin B eingeworfen. Dagegen ist auch rein gar nichts einzuwenden, Vitamin B ist die Lobbyarbeit des kleinen Mannes.

Die sind hier auch nicht nötig, da wir eher generische Stammtischgespräche führen.

Weil wir hier nur theoretisieren und ich Dich wohl kaum von der Vorteilhaftigkeit einer Kunststofffüllung abbringen kann, reicht in dem Fall wohl ChatGPT. Nun denn:

### 1. **Langlebigkeit und Haltbarkeit**

  • **Goldinlays**: Gold ist eines der haltbarsten Materialien für Zahnfüllungen. Studien zeigen, dass Goldinlays eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren oder länger haben können, insbesondere bei guter Mundpflege (1).
  • **Kunststofffüllungen**: Kunststofffüllungen halten in der Regel 5 bis 10 Jahre, da sie anfälliger für Abnutzung und Brüche sind (2).
  • **Beleg**: Laut einer Studie in *The Journal of Prosthetic Dentistry* (2015) übertrafen Goldinlays Kunststofffüllungen in Bezug auf Haltbarkeit und Verschleißbeständigkeit über einen Zeitraum von 20 Jahren (3).

### 2. **Stabilität und Widerstandsfähigkeit**

  • **Goldinlays**: Gold hat eine hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Kaubelastungen, was es ideal für stark beanspruchte Zähne (wie Backenzähne) macht. Goldinlays sind besonders resistent gegenüber Rissen und Absplitterungen (4).
  • **Kunststofffüllungen**: Diese sind weniger widerstandsfähig gegenüber starken Kaubelastungen und können unter extremen Druckbedingungen brechen oder sich abnutzen. Kunststofffüllungen sind auch anfällig für Abrieb und können ihre Form im Laufe der Zeit verlieren (5).
  • **Beleg**: Eine Untersuchung der *International Journal of Prosthodontics* (2016) zeigt, dass Goldinlays bei der Widerstandsfähigkeit gegenüber Kaubelastungen besser abschneiden als Kunststofffüllungen, insbesondere bei Patienten mit starker Kaubelastung (6).

### 3. **Biokompatibilität**

  • **Goldinlays**: Gold ist ein biokompatibles Material, was bedeutet, dass es keine allergischen Reaktionen oder Irritationen im Mund verursacht. Es wird gut vom Körper akzeptiert (7).
  • **Kunststofffüllungen**: Auch Kunststofffüllungen sind biokompatibel, jedoch können sie im Vergleich zu Goldinlays bestimmte Chemikalien (wie Bisphenol A) enthalten, die in einigen Fällen allergische Reaktionen hervorrufen können (8).
  • **Beleg**: In einer Studie des *European Journal of Oral Sciences* (2014) wurde festgestellt, dass Goldinlays seltener mit Entzündungen oder allergischen Reaktionen in Verbindung stehen als Kunststofffüllungen (9).

### 4. **Ästhetik und Anpassungsfähigkeit**

  • **Goldinlays**: Goldinlays sind besonders bei Zahnärzten für ihre hervorragende Passgenauigkeit und Anhaftung am Zahn bekannt. Sie bieten eine hohe Präzision, was die Wahrscheinlichkeit von Spalten oder Rissen im Laufe der Zeit verringert (10).
  • **Kunststofffüllungen**: Kunststofffüllungen lassen sich besser an die Zahnfarbe anpassen und bieten daher eine ästhetisch ansprechendere Lösung für sichtbare Zähne. Sie sind jedoch weniger resistent gegen Verfärbungen und Abnutzung.
  • **Beleg**: Studien in der *Journal of Prosthodontic Research* (2018) haben gezeigt, dass Goldinlays eine bessere Langzeitpassgenauigkeit aufweisen und seltener zur Bildung von Spalten oder Absplitterungen neigen als Kunststofffüllungen (11).

### 5. **Resistenz gegen Verfärbungen**

  • **Goldinlays**: Gold verfärbt sich nicht im Mund und behält seine goldene Farbe und Brillanz über Jahre hinweg. Dies sorgt für eine dauerhaft ästhetische Lösung, besonders bei nicht sichtbaren Zähnen (12).
  • **Kunststofffüllungen**: Kunststofffüllungen neigen mit der Zeit zu Verfärbungen und verlieren durch die Exposition gegenüber Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak ihre ursprüngliche Farbe. Auch die Zahnpflege kann die Farbe der Füllung beeinflussen (13).
  • **Beleg**: Eine Studie im *Journal of Esthetic and Restorative Dentistry* (2017) bestätigte, dass Goldinlays signifikant weniger anfällig für Verfärbungen sind als Kunststofffüllungen (14).

### 6. **Wertigkeit und Kosten**

  • **Goldinlays**: Goldinlays sind teurer in der Herstellung und im Einsetzen, da sie mehr Zeit und handwerkliche Fertigung erfordern. Langfristig bieten sie jedoch aufgrund ihrer Haltbarkeit ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis (15).
  • **Kunststofffüllungen**: Kunststofffüllungen sind günstiger und schneller anzuwenden, jedoch können sie auf lange Sicht aufgrund der geringeren Haltbarkeit und der Notwendigkeit häufiger Erneuerungen kostspieliger werden.
  • **Beleg**: In einer Kosten-Nutzen-Analyse aus *The Journal of the American Dental Association* (2012) wurde festgestellt, dass Goldinlays in Bezug auf Langzeitkosten und Haltbarkeit im Vergleich zu Kunststofffüllungen oft kostengünstiger sind (16).

### Fazit

Goldinlays bieten gegenüber Kunststofffüllungen deutliche Vorteile in Bezug auf Haltbarkeit, Widerstandsfähigkeit und langfristige Kosten. Sie sind besonders geeignet für Patienten, die eine langfristige und stabile Lösung für stark beanspruchte Zähne suchen. Kunststofffüllungen sind zwar ästhetisch besser für sichtbare Zähne und günstiger in der Anwendung, haben jedoch im Hinblick auf Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit einige Einschränkungen.

**Quellen:**

  1. *Journal of Prosthetic Dentistry*, 2015.

  1. *Journal of the American Dental Association*, 2016.
  2. *International Journal of Prosthodontics*, 2016.
  3. *European Journal of Oral Sciences*, 2014.
  4. *Journal of Esthetic and Restorative Dentistry*, 2017.
  5. *Journal of Prosthodontic Research*, 2018.
  6. *Clinical Oral Investigations*, 2013.
  7. *Dental Materials Journal*, 2012.

Regelmäßig im Feld der niedergelassenen Zahnärzte? Ernsthaft? Glaubst Du, ich bin der Wallraff-Investigativjournalist? Mir reichen die Pfuscherfahrungen, mit denen ich im Alltag regelmäßig konfrontiert werde und da stellen Mediziner sicher keine Ausnahme.

Mei. Schafe werden geschoren. Dass ca. 5% der Bundesbürger auf Sonderschulniveau dumm sind, ist eine bekannte Tatsache und nicht Misantropie meinerseits, sondern

3-Sigma und die Normalverteilung des IQ. Dummheit hat viele Facetten, die Unwilligkeit oder das Unvermögen zum Wissenserwerb oder zur kritischen Auseinandersetzung mit einem Sachverhalt ist eine davon.

Korrekt. Ich behaupte, dass sich auch nach weniger als 30 Jahren schon mehr als genug Zahnbelag in Zahnstein verwandelt hat, um eine zahnärztliche Auseinandersetzung zu rechtfertigen.

Jetzt mach Dich bitte nicht lächerlich, die Sache wird langsam unangenehm. Wenn Du die große Ausnahme bist, wo nach 30 Jahren nur homöopathische Vorkommen von Zahnstein auftritt, dann hast Du meinen Respekt. Ich putze sehr ausgiebig und ordentlich, könnte die PZR-Intervalle vielleicht auf ein-zwei Jahre ausdehnen, da ich aber ohnehin alle 1/2 Jahr zur Kontrolle komme, macht man das eben mit.

Die Aussage finde ich so interessant, dass Du sie bitte an Studien belegen möchtest. Mir ist nur diese untergekommen:

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auf die sich irgendwie jeder bezieht.

Wenn nun also Zahnstein und Parodontitis nicht in ursächlichem Zusammenhang stehen: schön. Ich finde Zahnstein dennoch häßlich und unangenehm.

Volker

Da habe ich offenbar großes Glück gehabt. Bei meinem Umzug habe ich in Köln nicht nur einen Haus- und Zahnarzt gefunden sondern mit beiden wie es bisher scheint auch einen guten Griff gemacht.

Der schlechte Ruf eilt einem am besten voraus.

Grüße Marc

Außer der Angst des Patienten sowohl vor den Behandlungen als auch vor dem monatelangen Leben mit einem Provisorium.

"Angstpatient (privat)" ist für den Arzt übrigens die Begründung zur Anwendung des Multiplikators 3,5 anstelle 2,3 auch dann, wenn die Behandlung sich jenseits von "ist alles mit Ihnen in Ordnung" bis hin zum "wir lassen den Patienten > 10 Minuten ohne Lesestoff und mobiles Endgerät im Behandlungszimmer auf dem Stuhl warten und wundern uns dann über Schnappatmung und Blutdruck 195/140" nicht unterscheidet.

Grüße Mrc

Hi Volker,

Vielen Dank fürs Angebot. Ich kenne tatsächlich Leute, die mehr als 3 Stunden Anreise zum Zahnarzt ihres kleinsten Misstrauens auf sich nehmen. Soweit habe ich nicht vor, zu gehen.

;-) Der war gut. Die allwissende Wissensdatenbank im Netz, die völlig kritiklos das Geschwafle der ihr vorgesetzten Texte verinnerlicht hat ... und dann so tut, als ob sie zitieren würde. Hast Du mal versucht, den Quellen nachzugehen? Ich hab das tatsächlich mal ausprobiert, weil ich mit startpage & Co nichts gefunden hatte. ChatGPT hat mir dann tatsächlich auch Links zugeworfen. Darin fanden sich dann zwar Seiten mit grob der Thematik, aber nicht mit den Belegstellen, die es vorgab, zu enthalten. Kurz, alle Links waren nicht brauchbar.

Das behaupten in der Tat alle Webseiten von Zahnärzten. Man verdient damit anscheinend gutes Geld.

Das ist sogar nachvollziehbar. Wenn man aber schaut, mit welchen Metallen dieses Gold legiert wird, um ihm genau diese Eigenschaften zu verpassen, verzichte ich dann doch gerne darauf, das im Mund mit mir herum zu tragen. Ich weiß, Amalgame waren auch immer unauffällig, solange man sie im Mund trug (in oft sehr saurer und gelegentlich sogar heißer Umgebung)

Jawohl. Der Aufwand der Reparatur ist aber extrem gering im Vergleich zum Goldinlay. Bis der Preis drin ist, lann ich die Kunststoffüllung oft reparieren lassen. Bei mir war das die letzten ca 30 Jahre genau zweimal der Fall. Der eine Zahn hatte drei Außenflächen und nun vier, weil eine Zahnfläche vor wenigen Jahren aufgegeben hatte. Nein, das macht man so nicht, da macht man eine vernünftige Krone drauf. Genau das war der Plan vom Zahnarzt damals, nur dass er von einer Haltbarkeit von vielleicht 2 Jahren ausging, ggf. mit Reparaturen dazwischen. Der REst ist Geschichte. Als die eine Zahnfläche abgesplitert ist, hab ich dem Zahnarzt gesagt, dass ich das mit Kunststoff dran haben mag. Weil das völlig abuse sei, musste ich das mit 140 € selbst bezahlen. Das war vor > 10 Jahren. Das Zeugs hält den Alltagsbelastungen und darüber hinaus gut Stand.

Genau, Reines Gold ist klasse. Palladium und Co leider nicht mehr ganz so arg.

Wenn man sie nicht ausreichend durchhärtet...

Klasse: Gold haftet gar nicht, das übernimmt einen Verklebung und ein negativer Winkel, den man hinterschleift. Super, weil man den Restspalt eben mit Kunststoff füllt, mit dem man verklebt.

Zeig mir den Kunststoff, der sich im Mund verfärbt hat.

It's not a bug, it's a feature!

Der Zahn verfärbt sich tatsächlich gegenüber den Füllungen. ;-)

Der war einfach gut :-)

Der auch :-)

Das sind völlig unbrauchbare Quellenangaben.

Marte

Mit 16 als Privatpatient bekam ich Goldinlays. Mit 20 von meinem Schwager Kunststoff. Mit 30 stand eine Reparatur an. "Mein Schwager sagte mir damals, Gold sei Quatsch und nur teuer." "Wie alt ist die Kunstoffüllung, die ich gerade erstzen muß, und wie alt sind die Goldfüllungen, die alle noch bestens in Schuß sind?"

Inzwischen ist es beim letzten Mal Keramik geworden und außerdem bin ich schon ziemlich lange keine 30 mehr. Ich akzeptiere gern, daß sich auch beim Kunstoff seitdem einiges getan hat. Mein Zahnarzt hält sich da besser auf dem Laufenden als ich es je tun will und ich halte mich, solange es halbwegs plausibel begründet wird, an seinen Rat.

Ich sagte ja schon, dass ich Dich wohl kaum von der Vorteilhatigkeit eines Goldinlays würde abbringen können, bin daher froh, nicht meine Zeit in tiefergehende Recherche nach belastbareren Quellen verschwendet zu haben.

Für mich ist das Thema nun erledigt.

Volker

Wenn ich mich richtig erinnere, gabs den HP35 (wie alle meine HP-Taschenrechner) mit Netztzeil. Ohne Netzteil kann man sich doch gar nicht auf die Arbeit konzentrieren :-).

Grüße, H.

Der HP-35s ist nur dem Namen nach von Hewlett-Packard.

Der Anfang dieser Modellkette war der HP-32S (1988), wo die Einführung von Punktmatrix-Anzeigelementen die Darstellung von Buchstaben erlaubte und damit Funktionen in Menüs unterzubringen, so dass die Zahl der Funktionen nicht mehr durch den auf der Tastatur verfügbaren Platz beschränkt war.

Nachfolger war der sehr beliebte HP-32SII (1991), der letzte von Hewlett-Packard selbst entwickelte nichtgrafische Taschenrechner. Der augenfälligste Unterschied zum Vorgänger ist oberflächlich: der

32SII hat wieder zwei Umschalttasten und viele Funktionen wurden aus Menüs wieder direkt auf die Tastatur gelegt, auf Kosten einer vierfachen Belegung. Wesentliche Neuerungen dagegen sind Formeln in algebraischer Syntax, die ausgewertet und auch für die numerische Nullstellensuche und numerische Integration verwendet werden können; außerdem ein Ein-/Ausgabefilter, der Brüche unterstützt.

Danach kam der HP-33s (2003), dessen verspielte Gestaltung schon eine andere Zielgruppe nahelegt. Ich habe mir erspart, das Handbuch zu lesen, aber ein sorgfältiger Blick auf die Tastatur sagt mir, dass sein Funktionsumfang sich eng an den HP-32SII anlehnt. Entwickelt wurde er von Kinpo in Taiwan auf einer neuen Hardware-Plattform, so dass der alte Code nicht übernommen, sondern die Funktionalität nachprogrammiert wurde.

Mit dem HP-35s (2007) wollte man dann symbolisch an den ersten Taschenrechner, den HP-35 von 1972, anknüpfen. Prinzipiell ist auch das ein weiter aufgebohrter 32SII, mit viel mehr des inzwischen billigen Speichers, aber nur notdürftiger Anpassung des Programmier- modells, um ihn auf sinnvoll zu nutzen. Auch dieses Modell ist von Kinpo.

Entlang dieser Kette hat ein Qualitätsverfall eingesetzt, was sich auch aus dem geänderten Markt ergeben hat. Waren die HP-Taschenrechner der 1970er und 1980er Produkte für die berufliche Verwendung durch Ingenieure (bzw. Geschäftsleute bei den Finanzmodellen), hat die PC-Revolution diesen Markt weitgehend ausgelöscht und auf Schulrechner reduziert.

Interessanterweise kann man immer noch nahezu neuwertige HP- Taschenrechner aus den 1980ern auf dem Gebrauchtmarkt erwerben. Da scheinen viele nach dem Kauf in Schubladen gewandert und fast nie benutzt worden zu sein, um jetzt beim großen Aufräumen vor oder nach dem Tod verschachert zu werden. Bei den älteren Modellen aus den 1970ern mit stromfressenden LED-Anzeigen dreht sich alles um ausgelaufene Batterien, zerfallende Batteriefächer u.ä., so dass diese wohl nur noch für Sammler interessant sind, aber Modelle mit LCD und Knopfzellen, gefertigt in alter HP-Qualität mit Tasten im Doppelspritzgussverfahren, kann man heute immer noch wie damals im täglichen Gebrauch verwenden.

*greift zum HP-15C*

Man schaue einfach ins Handbuch. Beim HP-15C:

Drei frische Alkalibatterien liefern eine reine Programmrechenzeit von mindestens 60 Stunden (hierbei sei angemerkt, daß die Ausführung von Programmen die Form des Rechnerbetriebs mit dem höchsten Stromverbrauch ist). Bei der Verwendung von Silberoxidbatterien erhöht sich die reine Programmrechenzeit auf mindestens 135 Stunden. Diese Angaben beziehen sich, wie bereits erwähnt, auf die aufwendigste Betriebsart, nämlich die Ausführung von Programmen; bei allen anderen Betriebsarten ist der Stromverbrauch weitaus geringer.

Der HP-11C hat einen Speicherbaustein weniger, daher:

Drei frische Alkalibatterien liefern eine reine Programmrechenzeit von mindestens 80 Stunden (wobei anzumerken ist, daß die Programmausführung die Form des Rechnerbetriebs mit dem höchsten Stromverbrauch ist). Bei der Verwendung von Silberoxidbatterien wird eine reine Programmrechenzeit von mindestens 180 Stunden erreicht.

Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Die Rechner mit ihren 4-Bit- Prozessorchen sind aus heutiger Sicht schneckenlahm, aber das fällt bei interaktiver Verwendung nicht ins Gewicht, auch wenn die Gedenkpause bei trigonometrischen Funktionen deutlich merkbar ist.

Er fühlt sich sehr ähnlich an wie der hp-41 von vor 40 Jahren.

Was für einen würdest Du empfehlen?

Ich habe noch einen hp 67, und zwar genau den, auf dem ich damals 1979 programmieren gelernt habe. Leider sind die Akkus platt und das Netzteil verloren. Hast Du eine Idee?

Grüße Marc

Hi Axel,

Ist er immer noch Dein Schwager? ;-) Pflege ihn gut und Deine Schwester auch. Solche Beziehungen sind von unschätzbarem Wert.

Marte

+1

So ein Mädel hab ich hier auch.

Marte

Mit zwanzig war ich Zivildienstleister und er Zahnarzt mit Praxis. Im letzten Jahr ist er mit deutlich über achtzig verstorben. Er war mir damals in vielem Vorbild und ich habe viel von ihm gelernt -- ob erfolgreich umgesetzt mögen andere beurteilen.

Am Wed, 10 Sep 2025 15:19:30 +0200 schrieb Axel Berger

Interessant. Durfte man als Zivi weiter zu seinen normalen Ärzten?

Als Wehrdienstleistender hat es mir gar nicht gefallen, dass die freie Heilfürsorge aus Bundeswehrärzten bestand.

cu. Juergen

Man mußte. Formal hatte ich dort, mehrere hundert Kilometer von zu Hause, Anspruch auf Wäschewaschen, in der Praxis mußte ich sie regelmäßig an freien Wochenenden nach Hause tragen.

Zudem war ich als Kind und Jugendlicher privat versichert.

TL;DR: HP-11C

Langatmiges Geschwafel folgt.

Die persönlichen Vorlieben sind zu verschieden, um eine sinnvolle Empfehlung zu geben. Meine eigene Erfahrung ist, dass man selbst gar nicht weiß, was man will, bis man mit den Geräten eine Weile lang gearbeitet hat.

Ein objektives Kriterium ist der Funktionsumfang. Da muss man sich fragen, welche Funktionen man mathematisch versteht, für welche man überhaupt Verwendung hat und welche man heute noch arbeitssparend mit einem Taschenrechner nutzt statt das am PC zu erledigen. Alles, was man nicht braucht, ist nur im Weg.

Der HP-11C war das mittlere und zuerst eingeführte Modell der technisch-wissenschaftlichen Rechner der "Voyager"-Baureihe - das sind die im markanten Querformat. Ein sehr ausgewogenes Design: der Funktionsumfang erschließt sich einem weiten Anwenderkreis, der Prozessor ist dafür schnell genug, alle Funktionen sind direkt auf der Tastatur und mit maximal drei Tastendrücken zu erreichen. Das ist die Sorte Gerät, wo man das Handbuch einmal liest und dann nicht mehr braucht. Die paar Dinge, die man nachschlagen würde, sind auf der Rückseite abgedruckt. Gut erhaltene Exemplare mit Etui, ohne Handbuch sind relativ leicht für deutlich unter 100 Euro zu finden.

Der große Bruder, das Spitzenmodell dieser Baureihe, war der HP-15C. Der quetscht noch numerische Nullstellensuche (Gleichungslöser), numerische Integration, komplexe Zahlen und Matrizenrechnung in die gleiche Bauform, wofür Prozessor, Display und Tastaturplatz etwas knapp ausfallen. Um das alles zu nutzen braucht man auch wirklich die Anleitung und am besten das _Advanced Functions Handbook_ noch dazu. Immerhin ist die zusätzliche Funktionalität nicht sonderlich im Weg, man kann den 15C auch wie einen 11C benutzen. Achtung, vom

15C gibt es zwei Neuauflagen, wo ARM-Prozessoren die ursprüngliche CPU emulieren und die alte Firmware ausführen:

- "Limited Edition" (2011): Buggy, nur für Sammler.

- "Collector's Edition" (2023): Liebevoll gemacht mit neu gesetzten Handbüchern. Leider beklagen eine Menge Leute, darunter ich, zu viele prellende oder verschluckte Tastendrücke. Das hängt sicher auch vom persönlichen Tippen ab, aber ich kann leider keine Empfehlung aussprechen. Das Original erkennt man auch aus großem Abstand an der Rückseite, wo unter der kleinen Batterieabdeckung drei Knopfzellen abgebildet sind.

Wenn man sich partout nicht mit dem Querformat anfreunden kann, dann gibt es mit dem HP-32S aus der "Pioneer"-Baureihe den Nachfolger zum HP-11C. Viel schneller und hat auch numerische Nullstellensuche und Integration. Das Display kann nun auch Buchstaben darstellen, was u.a. Programmschritte ("LBL A" statt "42,21,11") und Fehlermeldungen erleichtert und eine Umgestaltung der Oberfläche erlaubt: Nur noch eine Umschalttaste und viele Funktionen werden über Menüs erreicht, d.h. Anzeige mehrerer Funktionen im Display, Auswahl mit der Taste darunter. Die großen Ziffern und Menüs dieses Modells erleichtern auch die Benutzung, wenn's mit der Sehkraft nicht mehr so klappt.

Ich verwende seit 1987/88 mehr oder minder durchgängig den HP-15C. Zuletzt hatte ich durch widrige Umstände keinen mehr und habe das als Gelegenheit ergriffen, acht Monate lang den HP-32S zu benutzen. Ein schlüssiges, gelungenes Design, das ich nur loben kann, aber für mich im Alltag klar zweiter Sieger hinter HP-11C/15C mit deren kompakten Bauform und Sparsamkeit bei der Zahl der nötigen Tastendrücke. Jetzt verwende ich wieder einen HP-15C. Ein 11C täte es auch, wenn ich ehrlich bin.

The Museum of HP Calculators

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HP Calculator Literature - mit Scans aller Handbücher
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Außerdem ist der Kartenleser unweigerlich kaputt, weil Gummiteile sich zersetzt haben. Kann man reparieren.

Ja, Glückwunsch zu diesem bei Kennern geschätzten Modell.

450 Dollar anno 1976, uff!

In die Akkupacks lassen sich auch frische NiMH-Zellen einbauen. Irgendein Sammler wird dir bestimmt noch ein Netzteil von einem defekten Gerät aus der Grabbelkiste überlassen; alternativ kann man da auch sicher was basteln.

Konkreter kann ich selber dazu leider nicht werden. Ich empfehle etwas Recherche. Ein Google-Suche mit »site:hpmuseum.org« sollte passende alte Forenbeiträge finden. Oder sich gleich bei

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und direkt fragen. Da gibt es Leute, die hilfreiche Tipps geben, eigene Fertigkeiten im Elektronik-Basteln vorausgesetzt.

  • Christian Weisgerber snipped-for-privacy@mips.inka.de>:

Wenn ich von meiner eigenen Erfahrung auf andere schliesse:

Programmierbare Taschenrechner in den 70/80ern (bei mir wars ein TI-58) waren so "Haben-Will"-Teile. Man fand es ganz toll, das so ein kleines Ding wahnsinnig schnell rechnen kann, etliche trigonometrische Funktionen hatte (auch hyperbolische, aber man hat nie verstanden, wozu die gut sein könnten) und sogar programmierbar war. Man hat damit rumgespielt, Programme geschrieben usw. usf.

Aber wirklich gebraucht hat man bloss +-*/, evtl Quadratwurzel, selten mal eine Trig-Funktion. Die Programmierfähigkeit wurde überhaupt nie produktiv verwendet. Der Akku (NiCd damals) war immer leer und bald hinüber. Der TI-58 lief nur noch am Ladegerät und wanderte bald in die Schublade.

Also einen billigen Taschenrechner mit +-*/ sqrt gekauft, mit Solarzellen. Hat fürs ganze Chemiestudium gereicht, für irgendwelche Berechnungen im Labor. Das war selten komplizierter als ein paar Dreisätze. Wenns was Schwierigeres gab, hatte man Computer, die man vernünftig programmieren konnte (pdp-8, Grossrechner, VAX-VMS, Unix).

Heute hat man Handies. Und gelegentlich spielt man mit der Taschenrechner-App. Wirklich verwendet tut man nur +-*/.

- Andi

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