Oral-B

Aug 08, 2025 Last reply: 6 months ago 237 Replies

Volker Bartheld, 2025-08-08 19:53:

Interessante Bild-Darstellung. Tastaturbedienung mit den Cursortasten zum schnellen Umschalten zwischen den Bildern wäre noch schick.

Ja, die sind das. Geht bei mir sehr gut. Das macht fuer mich auch mehr Sinn, weil man damit in die Zahntaschen kommt, ohne diese zu stressen oder gar mit diesen "Topfbuersten" aufzureissen.

Was bei mir zu geringeren Zahnarztrechnungen gefuehrt hat, ist eine allabendliche Serienschaltung von:

  1. Mit der Interdentalbuerste alle Zwischenraeume schrubben.

  1. Waterpik Zahndusche, so eine Art Kaercher Druckreiniger in SMT.

  2. Mit der Sonicare Buerste etwa zwei Minuten schrubben.

  1. Listerine Mundreiniger hinein und mehrere Minuten wilde Kaubewegungen, damit das gut drin schaeumt und ueberall hin kommt.

  2. Nur ganz dezent mit Wasser umspuelen, sodass ein wenig vom Reiniger laenger in den Zahntaschen verbleibt.

Dann alle vier Monate zur Zahnreinigung. Oder wie ein deutscher Funkamateur mal sagte, den Kesselstein runterkloppen lassen :-)

Ob das fuer jeden gut ist, weiss ich nicht. Mir hilft es.

Am Fri, 5 Sep 2025 15:35:08 -0700 schrieb Joerg

Gibt es das Produkt in Deutschland? Ich kenne nur Mundspülungen. Bei Listerine oft mit Ethanol. Zahnärzte haben mir davon eher abgeraten, seltsamerweise zuletzt auch von alkoholfreien Mundspülungen.

Inzwischen gibt es kritische Stimmen zur (in Deutschland meist jährlich empfohlenen) professionellen Zahnreinigung. Der messbare Effekt halte bestenfalls ein paar Wochen an.

cu. Juergen

Mundwässerchen werden überbewertet.

Wenn Du tatsächlich Bakterien bekämpfen und damit die Bildung von Zahnbelag reduzieren willst *), musst Du ein Mittel mit Polyhexanid, Octenidin oder Chlorhexidindigluconat verwenden, wie sie auch zur MRSA-Dekolonisierung eingesetzt werden. Allerdings Vorsicht: Die in Zahnpasta enthaltenen Tenside (z. B. Natriumlaurylsulfat) können diese antimikrobiellen Wirkstoffe ggfs. inaktivieren. Daher einen gewissen Zeitabstand einhalten.

Zahnseide und Interdentalbürsten sind hilfreich, eine gute elektrische Zahnbürste gewissermaßen Pflicht. Nicht zwingend, weil das Ergebnis von manuellen Zahnbürsten schlechter wäre. Man schrubbelt einfach viel zu sehr auf dem Zahnfleischrand herum, weil "von Rot nach Weiß" nur der feuchte Wunschtraum eines Zahnhygieneakademikers ist. Und dann gibts Zahnfleischschwund und freiliegende Zahnhälse.

Ich mag die runden Putzköpfe der traditionellen Braun/Oral-B lieber, da kommt man weiter in den Backenzahnbereich. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Teile besser reinigen als "Schallzahnbürsten". Mein Zahnarzt, den ich alle 6 Monate zur Zahnreinigung besuche, ist zufriueden und verdient an mir wenig.

Vielleicht erlebe ich es noch, dass irgendein Hersteller einen Torsionsmagnet zum Antrieb dieser rotierend-oszillierenden Technik an den Start bringt statt Billigmotörchen und Plastikgetriebe. Dazu eine leicht zu tauschende Lithium- Ionen-Standardrundzelle und Induktivladung via Qi.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und bis dahin wird die Eneloop- Redneck-Reparatur meiner Oral-B Pro 790 hoffentlich noch halten, damit ich mich nicht mit den enshittyfizierten Daddelkisten erniedrigen muss, die die Nachfolge angetreten haben.

Volker

*) Mein Zahnarzt meinte mal: "Im Mund eines Menschen sind mehr Keime als Sterne im Universum!", daher bitte genau überlegen, wem Du demnächst das Ohr abbeißen willst...

Das ist - bis mir mit zitierfähigen Studien das Gegenteil bewiesen wird - meist opportunister Bullshit von Krankenversicherungen oder krankenversicherungsnahen Lobbies, die auf kurzfristige und -sichtige Kostendämpfung bedacht sind.

Dass die Zahnreinigung komplett für die Katz ist, wenn Du danach wochenlang nicht ordentlich oder gar nicht putzt, sollte klar sein. Ich kann den "Effekt" der professionellen Zahnreinigung (Zahnsteinentfernung, Politur) jedenfalls monatelang konservieren und zwar endoskopisch gesichert.

Das hält die famose Universa natürlich nicht davon ab, irgendeinen Kasper von der Medexo GmbH zu zitieren, der nicht ordentlich lesen kann und behauptet, mein Zahnarzt hätte die GOZ Ziffern 1040 und 4050/4055 oder oder 4070/4075 am GLEICHEN Zahn in der GLEICHEN Sitzung abgerechnet. Hat er aber nicht.

Nachdem man mir aber nicht glaubt, dass ich sinnentnehmend lesen kann, musste die Bayerische Landeszahnärztekammer einspringen und den Sachverhalt erklären. Das half dann und räumte auch gleich die Fragestellung aus, ob Behandlungen nach GOZ-Nr. 4075 nur vom Arzt oder etwa auch dafür eigens ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden dürfen.

Dürfen sie.

Damit war die gnädige Kulanz, die man mir in Aussicht stellte (natürlich als Vorbereitung, die Kosten beim nächsten Mal nicht mehr zu übernehmen) dann vom Tisch. Hartnäckigkeit im Umgang mit Versicherungen kostet Zeit und Nerven, lohnt sich aber im Allgemeinen. Die versuchen es erstmal rotzfrech und hoffen, man würde sich wegen der paar dutzend Euro die Mühe verkneifen.

Volker

Bei jedem sind Zähne und Mundflora anders. Manche Leute brauchen da etwas mehr Zuwendung, andere etwas weniger. Wer PZR nur deshalb macht, weil er mit Zahnseide o.ä. auf Kriegsfuß steht, kann viel Geld sparen, wenn er seine tägliche Mundhygiene überdenkt.

Lästigen Zahnstein beispielsweise kriegt ein Profi meist gründlicher und schonender weg, und der positive Effekt ist über Monate bis Jahre deutlich spürbar. Klar, wer geschickt ist, kann das gewiss selbst hinkriegen. Aber wo ist das Problem, dies als Dienstleistung in Anspruch zu nehmen? So wie man manchmal ins Restaurant geht, statt immer nur selbst zu kochen.

Werden Zahnärzte mit PZR reich? Ein netter Zusatzverdienst ist es gewiss und sorgt für bessere Auslastung von Praxis und Personal, aber mit echter Zahnbehandlung verdient ein Zahnarzt ein Vielfaches, und über zu geringe Auslastung können Zahnärzte eher selten klagen.

Vielleicht sollten sich die Leute auch einfach mehr auf ihr Gefühl verlassen. Wer sich selbst ausgiebig um seine Mundhygiene kümmert und mit den Werkzeugen gut klarkommt, geht nur alle Jubeljahre oder sogar nie zur PZR. Wer zwei linke Hände hat und bei der Mundhygiene mehr Schaden als Nutzen anrichtet, geht eben öfter zur PZR. Da es die Leute selbst zahlen, geht es nicht zu Lasten der Gemeinschaft, und so kann jeder für sich entscheiden, ob und wie oft er es macht.

Grüße, Andreas

Hi Volker,

+1

Warum sollten die Versicherer da lobbyieren. Das schaffen die Zahnmediziner auch ohne und sogar gegen die Versicherer. Schließlich haben die Ärzte auch die Hoheit über die Ausbildung und Forschung. Die Kassen müssen zahlen, was die "unabhängige Wissenschaft" ihnen als Kostensparend aufdrücken. Letztlich kann ja auch kaum ein Kunde wirklich beurteilen, ob die professionelle Zahnreinigung auch wirklich sinnvoll angewandt wurde. Bei der Schilderung meines VAters vor einigen Jahren hatte ich noch gelächelt und dachte: Der ältere Herr muss wieder motzen, das tat er gerne. Sein Zahnarzt hatte ihm eine PZR aufgeschwatzt und diese in knapp

5 Minuten mit einem rotierenden recht groben Schleifer verpasst. Danach waren die Zahnflächen regelrecht riefig, die früher mühsam glattpolierten und glatten Übergänge der Seitenplomben waren plötzlich mit fühlbaren Kanten versehen... die Karies hat nicht lange auf sich warten lassen. Vor drei Jahren musste ich allerdings das gleiche Schauspiel erleben. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, wie mir der Bruder meines Zahnarzt des kleinsten Mißtrauens in dessen Ferien mit genau dieser Story und Ablauf die Zähne ruinierte. Seither fasert die Zahnseide bei einigen Zwischenräumen sofort auf, so scharf ist die Kante geworden. Eine Füllung hab ich mir auf Kosten des Hauses gleich im Anschluss wieder reparieren lassen. Ich hätte noch viel mehr durchsetzen sollen. Die Zahnhälse hatten sich so weit zurückgezogen, dass sich an den Zahnhälsen zwei Kariesstellen bildeten, angeblich seien die aber unkritisch und still. Da man die nicht sieht, werden sie nicht als behandlungsbedürftig betrachtet... Ich bin zwar in der GKV, habe das aber zum Anlass genommen, ein halbes Jahr später mal einen Datenauszug der GKV zu holen. Die angebliche PZR wurde nie abgerechnet. Auch in der Akte beim Zahnarzt steht die nirgends. Muss ich alles geträumt haben. Scheinbar hatten sie zu wenig zu tun? Und die Karies am Zahnhals lässt man dran, den Zahn kann man irgendwann durch ein Implantat ersetzen. Damit macht man sein Geld, nicht mit PZR.

Genug der Verschwörungstheorien, die ja doch keiner beweisen kann. Ich würd ja wechseln, aber kein anderer ZA nimmt neue Patienten. Ob der dann besser wäre? :-(

Marte

Hi Andreas,

Hast Du schon mal arme Zahnärzte gesehen?

Mit Füllungen wenig. Implantate bringen richtig Kohle. Da liegt ein großes Problem dahinter. Interessenskonflikte muss man theoretisch immer offenlegen, aber wenn man es nicht unbedingt muss...

In allen Gesundheitsberufen sollte man da mal genauer hinsehen. Es wird das Geld nicht damit verdient, die Menschen gesund zu machen. Nur ein kranker Patient ist ein guter Kunde, nach Möglichkeit so, dass er nicht zu oft kommen muss und konsumiert, was Geld bringt.

Marte

Glaube ich nur zum Teil. Eine, recht minimale, jährliche Reinigung zahlt die Kasse, die zwei bis drei anderen, gründlicheren ich selbst. Mir ist es das wert und die dabei regelmäßig mit anfallende Kontrolle auch.

Sieht so aus:

formatting link

Kann ich nicht verstehen. Bei uns wird die Zahnreinigung nur selten von Zahnaerzten gemacht, weil die dafuer zu teuer sind. Das machen Zahnhygienisten, die darauf spezialisiert sind. Die aelteren haben eine Menge Erfahrung und meiner sagte mir, dass es definitiv hilft.

Aber nicht, wenn man nur ein paar Sekunden umspuelt und alles ausspuckt, dann kann man es auch gleich sein lassen. Das braucht schon eine Minute, oder besser mehr. Ich mache das auch immer als letztes, wenn der Dreck aus den Zahntaschen raus ist.

Hat nicht mal ein deutscher Kaiser oder so gesagt, dass Zaehneputzen unsinnig sei und wenn schon, dann nicht oefter als alle paar Wochen erfolgen solle? :-)

Weil Kosten, die wegen Karies in 10 Jahren auftreten und mit Billigplomben aus Kunststoff repariert werden können, in der Statistik für _dieses_ Jahr wegen Kürzungen bei der professionellen Zahnreinigung besser aussehen.

Das kann er bei nahezu keiner Arztleistung, wenn es nicht gerade um einen gebrochenen Arm oder eine Schutzimpfung geht. Und selbst dort...

Pfusch scheint es nicht nur bei niedergelassenen Elektrobetrieben, sondern auch in der Medizin zu geben. Wer hätte es gedacht?

formatting link
jedenfalls nicht, zumindest nicht bei mir. Das dortige Personal ist auf Zahnhygiene und -erhalt bedacht, die Zahnreinigung wird je nach Erfordernis mit Ultraschallkürtte-/scaler, Flussigstrahlgerät, manuell, Polierband, Zahnseide, rotierenden Polierköpfen, Fluorid, usw. mit großer Mühe und Präzision durchgeführt. Auch am Zahnfleischrand, wo Parodontose zu Zahnfleischrückgang, freiliegenden Zahnhälsen und Zahnhalskaries führen kann und dauert in Summe etwa

30 Minuten. Prophylaxe natürlich auch mit bildgebenden Verfahren, Kaltlicht, Sonde, etc.

Außer ein paar Absplitterungen und Erneuerung einer Füllung im Frontzahnbereich (unfallbedingter Zahnschmelzdefekt) hatte ich die letzten 20 Jahre dort objektiv keine Vorfälle außer der Reihe. Das schließt die vor ca. 25 Jahren ebendort eingesetzten Goldinlays (Andenken an eine Zeit, wo die Versiegelung tiefer Fissuren der Kauflächen von Backenzähne bei den meisten anderen Zahnärzten noch unbekannt war) und eine uralte Kunststofffüllung von anderswo ein.

Ist natürlich alles kein Beweis für die Sinnfälligkeit der PZR, so wie Deine Geschichten...

... kein Beweis für deren Sinnlosigkeit sind. Vielleicht habe ich ja auch einfach nur genetisch "gute" Zähne und Deine Kontakte alle genetisch "schlechte".

Möglich. Sicher allerdings solltest Du die Ärztekammer mal auf diesen Arzt hinweisen. Schwarze Schafe sieht man auch da nicht allzu gerne.

Ich kann den Kosteneinsparungswahn der (in diesem Fall: privaten) Krankenversicherungen in mindestens einem, persönlich erlebten und hier bereits dargelegten Fall beweisen. Hier meine Gedächtnisnotiz eines Schreibens vom Mai, damit ich nicht irgendwelche Briefgeheimnisse verletze:

"Wir haben geprüft, ob die Rechnung gemäß der Gebührenordnung für Zahnärzte korrekt erstellt wurde. Die folgenden Positionen können wir nicht berücksichtigen: Anstelle des Honorars für die professionelle Zahnreinigung wurde an einigen Zähnen ein Honorar für Parodontosebehandlung (z. B. GOZ Ziffern

4050, 4055, 4070, 4075) berechnet. Dies ist nicht möglich. Bei unserer Leistung haben wir daher die GOZ Ziffer 1040 hierfür zu Grunde gelegt. Wenden Sie sich an den Rechnungssteller, damit die Rechnung korrigiert wird. Wir haben die Kosten im Rahmen einer Einzelfallentscheidung kulanzweise bezahlt. Ein Rechtsanspruch für künftige Fälle entsteht dadurch nicht."

Hier geht es um einen Betrag von sage und schreibe 10,08€, zu einer Position, die seit 20 Jahren genau so problemlos erstattet und nun mit haltloser Argumentation angefochten wurde. Denn Fakt ist - wie ich schon schrieb - dass die GOZ-Nummern 1040 (Professionelle Zahnreinigung) und 4050/4055 (Belagentfernung) oder 4070/4075 (Entfernung subgingivaler Konkremente und Wurzelglättung) nicht am _gleichen_ Zahn in _gleicher_ Sitzung nicht geltend gemacht werden können.

Das wurden sie auch nicht, zumindest, für den, der des Zahnschemas mächtig ist und nicht Vertragsarzte einer Krankenkasse ist und sein Geld mit opportunistischen Gutachten verdient.

Du wohnst nicht im Raum München, daher wäre es sinnlos, wenn ich Dir eine Kassenpraxis empfehlen würde, könnte aber.

Was ich allerdings dringend empfehle, ist, die PZR nicht in Eigenregie durchzuführen. Für jemanden mit Lupenbrille...

formatting link
(es gibt auch einige wenige Chinakracher, die einigermaßen taugen, hier kommt es weniger auf die Vergrößerung sondern mehr auf die optische Güte und einen bequemen Arbeitsabstand an), der mit SMDs umgehen kann und über eine ruhige Hand verfügt, ist einiges machbar.

Die Küretten von HuFriedy...

formatting link
sind nicht schlecht (Veterinärbedarf natürlich billiger), entsprechende Schleifgeräte für die Klinge hat man in Form des Proxxon MicroMot 60/e vielleicht zu Hause und ein paar Dentalspiegel, Polieraufsätze, Vakuumsauger, Druckluft, usw.

Von dem Gedanken, da selbst Hand anzulegen, speziell im Interdentalbereich und an den Zahnhälsen der Backenzähne, also da, wo die Zahnbürste typischerweise nicht hinkommt und eine PZR ihre Vorteile ausspielen kann, würde ich mich dennoch schleunigst verabschieden. Und die bessere Hälfte mag zwar willig sein - aber ist sie auch fähig?

Wir reden hier über eine Privatliquidation von unter 300€ alle 6 Monate. Davon macht die Konkremententfernung nebst flankierender Arbeiten etwa 200€ aus, die man ggfs. aus eigener Tasche bezahlt, falls der Kassenarzt das nicht draufhat. Also nicht mal zwei Tankfüllungen oder vielleicht zwei mittlere Lebensmitteleinkäufe im Supermarkt.

Das Obige zu tippen ist allein schon 100€ geldwerte Arbeitszeit. Man muss eben selber entscheiden, wieviel einem die Gesundheit wert ist.

Volker

Welches bzw. welcher? Dass Zähne unnötigerweise gezogen und die Lücken dann mit einem Implantat statt der technisch weit überlegenen Brücke oder losen Prothesen versorgt werden?

In allen Berufen sollte man da mal genauer hinsehen. Es wird das Geld nicht damit verdient, die essenziellen Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen. Nur ein unzufriedener Kunde ist ein guter Kunde, nach Möglichkeit so, dass er nicht zu oft reklamiert, aber konsumiert, was Geld bringt.

Volker

Am 06.09.2025 um 22:20 schrieb Marte Schwarz: ... [PZR]> Die Kassen müssen zahlen, was die "unabhängige Wissenschaft" ihnen als

Komisch, wir (in der GKV) dürfen unsere PZR selbst bezahlen, von unserer KV bekommt man IIRC 40€ p.a. wieder wenn man die Rechnung hochfaxt^Hhochlädt, egal wie oft man zur PZR geht.

Apropos Häufigkeit, Einschwingprozess: aller 6 Monate war unnötig oft, nach 1 Jahr war zu viel Zahnstein dran, nun 3/4 Jahr.

Wenn man wie ich keine zahnmedizinische Ausbildung hat, ja.

Komische PZR. Bei "unserer" Dentalpraxis mach die PZR nicht der Zahnarzt, sondern eine seiner Mitarbeiterinnen mit Zusatzausbildung/Studium. Zuerst Brille auf und Lätzchen um, dann wird mit Salz gestrahlt, dann wird der Zahnstein mittels Ultraschall entfernt, bei mir auf meinen Wunsch nur mit einer Sonde, Ultraschall ist für mich die Hölle. Vor Polieren und versiegeln werden noch die Zwischenräume mit Zahnseide geputzt und macht ein Zahnarzt die Prophylaxe-Kontrolle.

Ein Schleifer habe ich dabei noch nicht entdeckt, erst recht keinen groben.

Oh weia. Der o.a. Ablauf bei mir umfasst am Ende auch eine "angeordnete" sorgfältige Eigenkontrolle mit der Zunge, ob irgendwo ein Grat o.ä. ist. ...

AFAIK ist die PZR selten bis nie eine GKV Leistung, einige Krankenversicherungen zahlen wie schon erwähnt dem Versicherten nachträglich einen Zuschuss.

Gruselig.

Es ist ja auch noch nicht allzu lange her, als Kassen eine Darmspiegelung zur Darmkrebsprophylaxe für komplett unnötig hielten, da es ja diesen Hämoccult-Test gab. Von der Ansicht ist man dann angesichts von 175.000 vermeidbaren Todesfällen und 350.000 Neuerkrankungen jedes Jahr allerdings abgekommen:

formatting link

Was vollkommen in Ordnung und - zumindest hinsichtlich einer Abrechnung bei der PKV - auch erlaubt ist.

Polierer gibt es derer viele:

formatting link

Genau. Und ggfs. wird da dann eben nochmal nachgearbeitet.

formatting link

Je nun. Als ob das bei den anderen Handwerksberufen anders wäre. Über Sekundenkleber und LED-Streifen habe ich ja schon eingehend berichtet.

Das Ergebnis eines Zylinderkopfdichtungstausches an meinem A3 8L beim Dachauer Volkswagenbetrieb war ernüchternd. 30.000km später wieder undicht, der Münchner Zylinderkopfexperte maß 0.1-0.2mm Durchhang der Dichtfläche und fand auch eine in die Ölablaufbohrung gefallene Mutter.

Nach gründlicher Reinigung, Planfräsung, neuer Metall-Mehrstoffdichtung, neuen Ventilschaftdichtungen und Hydrostößeln fahre ich nun schon fast 200.000km problemlos herum. Eine Werkstatt sieht die Karre jedenfalls nicht mehr von innen, wenn ich es vermeiden kann.

Leuchtmitteltausch am E91 ist auch so eine Sache. Da kann man nicht nur einen Kunststoffbügel für die rückwärtige Abdeckkappe abbrechen, nein, auch die Rastfedern fürs Lampenbajonett mussten Federn lassen. Zur Reparatur musste dann die komplette Frontschürze runter und die Frontscheinwerfer ausgebaut werden.

Da wird plötzlich klar, warum die Erstausrüstung ein Autoleben lang halten muss.

Und man muss bei einem einzelnen Reifentausch, wo an der anderen Seite noch ein zwei Jahre alter Gummi rödelt, ja auch nicht das RDKS initialisieren. Das kriegt die Kundin dann schon mit, wenn ein Lamperl leuchtet.

Hatte ich schon über den Audi A3 1.0 TFSI meines Vaters gesprochen, bei dem nach

3 Inspektionen offenbar weder Öl- noch (Frisch)Luftfilter oder Bremsflüssigkeitswechsel notwendig war? Das muss diese Serviceintervallverlängerung sein, von der man soviel hört.

Der Dreizylinder-Turbo mit ~115PS aus 1000cm³ ist ja ziemlich robust. Vor allem im Kurzstreckenbetrieb.

Volker

Am Sun, 07 Sep 2025 10:16:57 +0200 schrieb Volker Bartheld

Wieso ist die Brücke technisch weit überlegen? Dafür müssen 2 gesunde Zähne beschliffen werden wenn ich mich nicht irre.

cu. Juergen

Am Sat, 6 Sep 2025 13:58:06 -0700 schrieb Joerg snipped-for-privacy@analogconsultants.com zum Thema "Re: Oral-B":

Also die ganz normale Mundspülung.

Wieso auf einmal Zahnreinigung? Vor ca. 10 Jahren empfahl mir eine angestellte Zahnärztin in der neuen Praxis dringend eine bestimmte Mundspülung mit einem Zinnflourid, soweit ich mich erinnere. Schwer zu kriegen und teuer. Besonders als sie die dm-Kette aus dem Sortiment nahm. Nein, CHx enthielt die nicht, das Zeug habe ich etwas später in der Zahnklinik hassen gelernt. Nach der OP Zähneputzen verboten, dafür mehrfach täglich eine verdünnte CHx-Mundspülung.

Beziehungsweise: Der Biofilm auf den Zähnen bildet sich sehr schnell wieder.

Keine Ahnung. Ich weiß vor allem, dass Zahnhygiene bei Kindern vor 50 Jahren im Vergleich zu heute ein Schattendasein führte. Fisurenversiegelung? - nie gehört. Dafür gabs Zahnspangen satt. Wenn ich mich nicht täusche, wurde das von der GKV noch bedingungslos komplett übernommen, anders als heute. Würde mich wirklich interessieren, wie die Erfolgsquote für dauerhaft gerade Zähne und korrektem Biss war. Im Nichterfolgsfall konnten die Ärzte das sehr einfach dem meist minderjährigen Patienten anlassten.

cu. Juergen

Hi Volker,

Hier muss ich intervenieren. Das mit den billigen Kunststoffüllungen ist eine urban legend. Diese Teile sind ausserhalb Deutschlands durchaus schon jahrzehntelang bewährt und haben eine Haltbarkeit, die die von konkurrierenden Techniken in nichts nachstehen, wenn sie ordentlich verarbeitet sind. Ich selbst hab mit 20 im Studium sämtliche Amalgamfüllungen durch Kunststoff ersetzt bekommen, mit dem Hinweis: Die machen wir jetzt provisorisch mit Kunststoff und wenn Sie in ein paar Jahren dann richtig Geld verdienen, dann machen wir da was gescheites rein. Das war zeimlich genau vor 38 Jahren! Nur eine einzige Füllung ist seither kaputt gegangen, an einem Backenzahn eine Füllung übers Eck. Das macht kein vernünftiger Zahnarzt, dafür ist das Zeugs nicht geschaffen - und hält trotzdem so gut, dass er das als es gebrochen war auf meinen Wunsch wieder mit dem gleichen Zeugs geformt hatte. Andere bekommen damit Schneidezähne modelliert und können damit auch beißen. Und wenn das wieder fast 30 Jahre hält, dann war das trotz allem völlig konkurrenzlos zu jeder anderen Lösung, sei es Keramik, Gold oder sonst was. Aber ja, als normaler Zahnarzt macht man das ungern, weil nichts damit verdient ist. Eine Krone oder noch lieber eine Implantat, damit verdient man richtig was.

Sooo scvhlecht können die gar nicht sein, wenn man in 58 Jahren nur zweimal vom Zaharzt auf Zahnstein angesprochen wurde. Den einen kann man da aus der Riege der sinnvollen Ansprachen wohl herausstreichen.

Diese Praxis hat einen Ruf von Götterhall in weitem Umkreis. Keine Ahnung, was in den gefahren war.

Marte

Deswegen putzt man sich ja die Zähne. Zwischen Zahnbelag und Zahnstein gibt es relevante Unterschiede.

Deswegen haben die 50+ Erwachsenen ja alle so gute Zähne. Hint: Ironie.

Heute gibt es ebenfalls "Zahnspangen satt". Kein Kind in meiner näheren Bekanntschaft, das nicht wenigstens ein paar Jahre damit herumlief. Das, was Du bei gutsituierten Twens im Mund siehst, ist garantiert nicht die reine Natur.

Bei Spangen? Im korrekten Einsatz nahe 100%. Oder eben so weit, wie man gehen will. Meine Fehlstellungen bei 1-7, 2-2 und 4-7 sind nicht Resultat einer fehlgeschlagenen kieferorthopädischen Versorgung, sondern weil ich keinen Bock mehr auf eine Spange (oder Invisalign) hatte, nachdem die Weisheitszähne wieder Unordnung ins Gebiss gebracht hatten.

Du meinst, der Vorwurf lautete auf mangelnde Disziplin? Damals - bei herausnehmbaren Geräten - vielleicht möglich. Heute werden größtenteils Brackets verbaut. Geht schneller.

Volker

Du brauchst nicht intervenieren. Es gibt Billigplomben aus Kunststoff und es gibt Plomben aus Kunststoff. Im Frontzahnbereich willst Du oft gar nicht soviel Material abtragen, dass Inlays oder Verniers funktionieren. Da kommt dann eben Kunststoff zum Einsatz und das hält auch, wenn es wer macht, der sich damit auskennt. Im Seitenzahnbereich hast Du geringere Kräfte, auch da ist Kunststoff kein Problem.

Kaufläche oder mehrflächige Füllungen sehen dann wieder etwas anders aus - im Gegensatz zu Gold lässt die Randabdichtung von Kunststofffüllungen schneller nach. Die Füllung mag dann prinzipiell schon noch halten, kriegst im Übergangsbereich aber ggfs. Karies.

Welche Techniken meinst Du? Goldinlays? Keramische Inlays? Verniers? Ein guter Zahnarzt entscheidet nicht nach Deinem Geldbeutel, sondern nach Fachwissen und Stand der Technik.

Du gehst zu seltsamen Zahnärzten bzw. hast seltsame Vorstellungen von guten Zahnärzten. Dass schwarze Schafe (nur) auf den schnellen Euro aus sind, ist kein Privileg des Medizinbusiness.

Also erstens war das ironisch gemeint und sollte die üblichen Ausreden von Pfuschern verdeutlichen, die die Zahnhygiene ihrer Patienten nicht unter Kontrolle haben, weil Ausnahmen mit irgendwelcher "schlechten Substanz", erblicher Varanlagung oder merkwürdigen Speichelzusammensetzungen echte Raritäten sind.

Und zweitens wundert es mich bei Deinen seltsamen Zahnärzten nicht, dass sie es in 50 Jahren nur zweimal für nötig halten, sich dem Zahnstein zu widmen. Wenn Du in Deinem Mund nicht Sachen machst, von denen Otto Normalputzer nur träumen kann, hast Du nach 25 Jahren ohne Zahnsteinentfernung einen Steinbruch auf Klingoneniveau. Auch ohne in der Zeit auch nur ein Gramm Raffinadezucker zu Dir genommen zu haben.

Verstehe ich nicht. Irgendwelche Nibelungensagen sind mir als Patient scheißegal. Pfusch ist Pfusch und den gibts nicht für mein sauer verdientes Geld. Und wenn auf meiner Privatrechnung Leistungen stehen, die objektiv nicht erbracht wurden, bin ich mir für ein ernstes Gespräch und klare Worte garantiert nicht zu schön.

Volker

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required