ja, als Student habe ich das etwas anders gesehen (naja, wenn ich ehrlich bin auch nicht. Mir war schon klar, das man nicht immer unbedingt fuenf vor deadline mit der Arbeit anfangen sollte.). Aber wenn ich mich erinnere, war Analysis soweit die einzige Veranstaltung, die im Vergleich zu anderen enorm viel Aufwand verursacht hat. Und gefuehlt noch mal doppelt so viel, weil ich Analysis nicht so prickelnd fand ;). Aber im Semester hatte ich immer genug Zeit zur freien Verfuegung, wo ich etwas Loeten konnte oder auf der Wiese abhaengen oder mich mit dem roehrenbestueckten Rauschgenerator beschaeftigen konnte.
Schoen, dass da mal jemand meiner Meinung ist ;).
VG hmw
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Eric BrÃ?cklmeier
Am 27.01.2016 um 10:41 schrieb Michael Welle:
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M
Michael Welle
tja, dann hast Du vielleicht etwas falsch gemacht. Studenten, die an der Uebung nur als Hoerer teilnehmen, nicht in der Sprechstunde auftauchen und dann hinterher noergeln gib es ja zuhauf.
Meine persoenliche Meinung zu Leuten, die Zusatzkenntnisse nur erwerben, wenn sie honoriert werden, ist eher nicht so schmeichelhaft ;).
Auch im deutschen System waere er nicht in der Personalabteilung, sondern der Fachvertreter, der im Gespraech auftaucht, wenn man die Personalabteilung ueberwunden hat.
VG hmw
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A
Andreas Fecht
Bernd Laengerich schrieb:
Das hab' ich aber genau umgekehrt erlebt. Ich hatte schon mit einigen Bewerbern in Bereich Elektronik zu tun, die zwar lauter gute Noten
das auswendig lernen. Verstehen muss man um gute Noten zu kriegen nicht viel. Wenn dann noch
Wir haben dann viele Wochen dazu gebraucht um herauszufinden, dass der keine Ahnung hat.
M
Michael Welle
Hallo,
leichtfallen ist ja immer relativ. Ich hatte gewisse Startschwierigkeiten (wie gesagt, wieder lernen lernen). Aber ein Problem, dass mir erst nach dem Grundstudium so richtig bewusst wurde und wo eine dramatische Verbesserung eintrat, nachdem ich mich damit ein bischen beschaeftigt hatte, ist Organisation und Zeitmanagement. Mir hat es geholfen, einfach mal vier Wochen zu notieren, wo meine Zeit bleibt: telephonieren, rumhaengen, einkaufen, Kaffee trinken, Aufgaben loesen, etc. Dann bekommt man ein Gefuehl dafuer, wo der ganze Tag wirklich geblieben ist.
Der naechste Schritt ist dann, Aufgaben feinkoernig zu planen. Also nicht z.B. Theo lernen, sondern Algorithmus FFT lernen, Anwendungen mit FFT rechnen usw. Also kleine Aufgaben, die in einem ueberschaubaren Zeitraum abgearbeitet werden koennen. Die Aufgaben werden dann im Kalender geplant, am besten mit Aufwandschaetzung. Und so, dass man nicht einen Tag lang 10h Theo am Stueck lernt, sondern zwischendurch auch mal leichte Kost hat, wie Einkaufen oder Kino.
Nachdem ich das mal am Laufen hatte, wurde vieles besser. Man sieht, wo die Zeit bleibt. Man hat am Abend nicht mehr das Gefuehl, dass man den ganzen Tag rotiert hat, aber doch nix geschafft hat. Man weiss, wo man steht, was noch zu tun ist, etc. ppp.
Das habe ich bis heute beibehalten. Wenn ich mal das Gefuehl habe, dass ich weniger produktiv bin, als ich sein sollte, gehe ich auch manchmal auf den ersten Schritt zurueck und notiere, wo ich Zeit aufgewendet habe. Manchmal kommt dann raus, dass ich wirklich zwei Stunden am Tag im der Kantine war ;), manchmal ist es aber auch so, dass der Vormittag durch Telephongespraeche oder so aufgefressen wurde.
Um den Kreis zu schliessen, ich glaube, dass viele Studenten genau damit auch ein Problem haben und da vielleicht Hilfestellung benoetigen. Wenn man soetwas macht, hast das ja nicht, dass man den ganzen Tag nur produktiv ist und und ueberwacht eine Aufgabe nach der anderen abarbeitet. Aber man hat ein Geruest fuer Tages/Wochen/Semesterablauf und eine Erfolgskontrolle, die durchaus auch motivierend wirkt.
VG hmw
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Edzard Egberts
ich doch, dass ich zuerst etwas falsch gemacht und es dann kapiert habe.
Ohne Zusatzkenntnisse ist man also immer auf der sicheren Seite. :o/
M
Michael Welle
[...]
noe, das Textverstaendnis klappt schon. Ich wollte nur zaghaft andeuten, dass ich Deinen Loesungsansatz nicht fuer eine Loesung halte. Wenn Du gesagt haettest, dass der Lehrstuhl sich nicht in der Lage sah, Fragen zu beantworten und Sprechstunden anzubieten und die Fakultaet darin auch kein grosses Problem sah, waere die Lage anders.
VG hmw
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Edzard Egberts
Klausuren zu pauken und auf weitergehende Fachkenntnisse kann man
M
Michael Welle
mein Anspruch an ein Studium und an Studenten bzw. Absolventen ist ein anderer. Macht aber nix, die Welt ist ja bunt. Was mir mehr Sorgen macht, ist dass die Rahmenbedingungen fuer die Gestaltung des Curriculums weiter so veraendert werden, dass immer mehr eine 'Verschulung' eintritt und ein Studium mit extracurricularen Inhalten, so wie ich es kenne und schaetze, schwerer moeglich wird.
Wenn z.B. die Industrie gerne billige Arbeitskraefte einstellen moechte, die, nur mal so dahergesagt, mit zwei, drei Jahren Ausbildung auskommen, PHP oder Java oder was gerade aktuell ist, beherrschen aber trotzdem ein fesches Diplom haben, moegen sie doch bitte selber die entsprechenden Ausbildungsgaenge bereitstellen und nicht eine Anpassung der Diplomstudiengaenge herbeiwuenschen.
VG hmw
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Edzard Egberts
entsprechenden Noten hin und indem man eben ganz stur nur und genau das
Befehle befolgen.
M
Michael Welle
ja. Wenn auch vielleicht nicht automatisch.
Fachkenntnisse haben und einen guten Eindruck zu machen schliessen einander ja nicht aus. Genaugenommen hatte ich bischer auch immer den Eindruck, dass meine Chefs es begruessen, wenn vom Kunden die Rueckmeldung kommt, dass sie fachlich und menschlich mit mir zufrieden sind.
Ohne denn aktuellen Stand des Bologna-Vorganges zu kennen, sollte es mindestens in Kaiserlautern, evtl. in Dresden und sicher auch anderswo moeglich sein, E-Technik auf Diplom zu studieren. Aber Du hast recht, die Bachelor- und Master-Studiengaenge sind sicherlich in der Mehrheit. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zum Schluss und irgendwann wird sich das auch wieder aendern ;).
VG hmw
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Edzard Egberts
Man sollte zumindest eine Chance haben.
Firmeninhaber vorzustellen... :oD
M
Michael Welle
ja.
Gleich mal die dicke Kapitalistenzigarre anzuenden, damit das klar ist ;). Naja, haengt ja auch immer so ein bischen am Gegenueber. Ich hatte mal einen Kunden, da war gleich beim ersten Treffen klar, dass das mit uns nix wird. Da gab es keinen Stress oder irgendwelche Sachen, die schiefgelaufen sind. Das passte einfach nicht und ich war recht froh, als ich da nicht mehr hin musste ;).
Ja, oft ist es so, wie an meiner alten Uni, wo man sich irgendwann nicht mehr fuer ET auf Diplom einschreiben konnte. Da laufen jetzt so langsam die alten Studiengaenge aus. Im KL kann man wohl waehlen:
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VG hmw
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Joerg
Am besten durch aktive Mitarbeit. "Hier haben wir das Problem, Signal XYZ aus der folgenden Suppe rauszufischen. Entwerfen Sie eine Loesung, die zu Kosten unter 500 Euro realisierbar ist". Dabei lernen Leute auch, Ideen und Entwicklungen sauber zu dokumentieren (bei vielen Ingenieuren ein wunder Punkt).
Pruefungsaufgaben sind auch ok, aber nicht, wenn sie staendig nur das reingepaukte abklopfen. Da sollte auch mal was ungewoehnliches bei sein, wo man "outside the box" denken muss. Denn das ist es, was von einem Ingenieur spaeter erwartet wird.
[...]
IMHO muss ein Land kein Integrationskonzept anbieten, das taten die USA bei uns nicht und das haben wir selbstverstaendlich auch nicht erwartet. Der Einwanderer muss integrationsbereit sein. Alles andere hat wenig Zweck. Da liegt oft das Problem.
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
J
Joerg
Klar. Doch das allein macht keinen Ingenieur. Er soll spaeter meist nicht die tausendsiebenhundertvierundfuenzigste elektronische Eieruhr fuer weniger als einen Euro entwickeln, sondern oft ein Problem loesen, dass bisher nie geknackt wurde. Da kommt es auf freies Denken an und darauf, keine Angst vor Fehlschlaegen zu haben.
So war es bei mir auch. Maxwell und Co gingen bei mir per Einpaukerei partout nicht rein. Die Klausur habe ich wie ueblich durch wochenlanges Bueffeln bestanden. Erst die Arbeit im Labor und an Simulationen brachte die Aha-Effekte, was Feldtheorie angeht. Da wo sie "anpackbar" wurde. Ohne ein wirklich praxisorientiertes Grundverstaendnis der Felder wird man z.B. nie ein guter EMI-Jaeger.
Nachweise der Arbeitsfaehigkeit und Stresstauglichkeit laessen sich viel einfacher durch Militaerdienst erwirken :-)
Gruesse, Joerg
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J
Joerg
[...]
Die Personalabteilung spielt bei solchen Suchen oft nur eine Zustellerrolle.
In den USA bekommt man die interessantesten Jobs IME nur so. Das beinhaltet solche als Consultant oder Contractor, was hier eine recht gaengige Art des Broetchenverdienens ist. Mit der Personalabteilung habe ich selbst bei grossen Firmen nie zu tun. Hoechstens mal, wenn sie die Nummer fuer das Steuerformular am Jahresende wissen wollen und selbst das erledigt meist die Buchhaltung.
Gruesse, Joerg
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Eric Brücklmeier
Am 27.01.2016 um 16:34 schrieb Joerg: [...]
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G
Gerrit Heitsch
Gerrit
E
Eric Brücklmeier
Am 27.01.2016 um 17:53 schrieb Gerrit Heitsch:
Ich kenn nicht viele, die sich das gegeben haben - aber die paar hatten eigentlich nur dieses Thema...
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J
Joerg
Das auch. Aber Du hast davon wirklich wenig Ahnung, denn es haertet gut ab, was die Belastbarkeit angeht. Ich hatte das "Vergnuegen".
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