Mein Baby singt!

Nov 30, 2009 57 Replies

Hat zwar was gedauert, aber heute sind die Roehrensockel gekommen.



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Zu meiner Ueberraschung lief er auf Anhieb und klingt sogar gut. Also jetzt nur mit den Ohren vermessen. :-)


Eine aergerliche Macke gibt es aber doch. Der MC34063 war nicht die allerbeste Wahl um die Anodenspannung zu generieren. Das Problem, wenn man den Verstaerker einschaltet dann heizen die Roehren erstmal auf und ziehen erst langsam ihren Anodenstrom. Dann geht der Wandler leider in den diskontinuierlichen Betrieb und haut mit 14Hz auf die Anodenspannung und die schlagen voll auf den Ausgang durch.



Ich habs mal provisorisch mit etwas Last verbessert. Aber so ganz gefaellt mir das nicht. Gibt es einen Trick um das Dingen zu zwingen kontinuierlich zu arbeiten?



Olaf



Olaf Kaluza schrieb:

Vielleicht kannst Du ja parallel zu Anode und Masse über eine Z-Diode oder einen VDR eine Minddestlast generieren, die bedeutungslos wird wenn die Röhre Anodenstrom zieht und der Spannungsabfall am Anodenwiderstand in jedem Arbeitspunkt die Anodenspannung deutlich unter der Schwellenspannung hält.

Ansonsten halte ich Schaltregler für hochwertige Audioverstärker eher ungeeignet. Bei Wechselspannungsbetrieb ist ein Netztrafo immer noch nicht ganz verkehrt, aber das endet jetzt in philosophischen Diskursen...

Gruss Udo

Das wird nicht gehen. Der Schaltregler erzeugt 100V und die aendern sich auch nie und es gibt keinen Anodenwiderstand. Jedenfalls nicht fuer die Pentode. Ich haette noch ein Relais fuer den Ausgang und einen M16C zum ansteuern draufpappen sollen....

Nein, danke. So einen dicken uneleganten Klopper wollte ich nicht in meiner Schaltung haben. :-p Ausserdem soll das ganze noch in ein sehr kleines Gehaeuse.

Als naechstes kommt noch einer und erzaehlt das Roehren immer 100Hz brumm brauchen damit es nach Roehre klingt. :-D

BTW: Irgendwie oekologisch unkorrekt 11W nur fuer einen Kopfhoerer zu verheizen, aber das Ergebnis ueberzeugt.

Olaf

Wow, gefaellt mir, aber da sollte schon aus aesthetischen Gruenden noch ein FPGA drauf (z.B. für einen software Radio) :-)

Der MC34063 wird immer niederfrequenten Muell erzeugen, da er keine PWM benutzt, sondern immer losrattert wenn die Komparatorschwelle unterschritten wird. Besser ist z.B. der LT1172 (ist ja auch im LTspice, hab da auch gerade einen 120V Wandler gebaut.).

Aber dein Bastelprojekt macht Lust tatsaechlich auch mal mit tubes rumzuspielen.

MIKE

www.oho-elektronik.de OHO-Elektronik Michael Randelzhofer FPGA und CPLD Mini Module Klein aber oho ! Kontakt: Tel: 08131 339230 mr@oho-elektronik.de Usst.ID: DE130097310

Olaf Kaluza schrieb:

34063 mit Zeitverzögerung einschalten.

Gruß Dieter

Hm...was soll der den da machen? FFT und danach zehn magische Augen ansteuern? :-)

Ja, das war nicht die beste Wahl. Seufz. Aber klangtechnisch ist nichts dran auszusetzen. Zu meiner eigenen Ueberraschung. Ich hatte eigentlich erwartet das da noch etwa Handlungsbedarf bestuende, aber nix bis auf die Einschaltproblematik laeuft es super.

Das bloede ist das die 14Hz natuerlich voll durch jedes Filter gehen. Alles andere ist bestens abgeschirmt.

Die PCL86 gibt es bei Ebay. Das muss einer 100000Stk von gebunkert haben und verhoekert die jetzt.

Olaf

Platine schon fertig....ich brauche eine ein-widerstaendrige Anpassungloesung, seufz.

Und ich wollte wirklich erst noch einen M16C drauf machen, habs aber aus Platzgruenden dann gelassen. SEUFZ!

Olaf

Kannst Du nicht anstatt der 100V den Kathodenstrom in den Feedback nehmen und dann Udo's Zener von den 100V nach Masse? Dann laeuft der

34063 volle Suppe bis der Strom kommt. Muss man aber noch irgendwas addieren dass den Strom begrenzt. Widerstand vor dem Regler oder was immer.

M16C und Roehre?

[...]
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Es gibt noch diese Supply Voltage Supervisors. Kleine SOT35-5 Pillen, mit denen man irgendwas runterziehen kann bis x Sekunden nach Anlegen einer Versorgung.

Oder einen uC als Dead Bug drunterkleben. Sieht doch keiner :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

F=FCr die Lebensdauer von R=F6hren ist eine versp=E4tet Zuschaltung der Anodenspannung vorteilhaft. Also nachdem die Katoden ihre Betriebstemperratur erreicht haben. Bei mit R=F6hren betriebenen TEK-Oszis wurde die Anodenspannung durchweg zeitverz=F6gert zugeschaltet. Ein "Geheimnis" der langen Lebensdauer dieser Ger=E4te.

--=20 mfg hdw

Nicht nur das. Alle Röhrenverstärker, die ich mal bearbeitet habe, hatten eine Einschaltverzögerung der Anodenspannung gehabt. Ein Verstärker hat das ganz lustig gehabt: eine EY8x Diode mit einem Relais im Anodenkreis. Wenn die Kathode von der EY8x heiß war, zog das Relais und die Anodenspannung kam. Es ist wirklich empfehlenswert!

Waldemar

Hallo,

Warum ist das so? Wie wird denn die Röhre geschädigt, wenn die Anodenspannung schon anliegt, aber noch kein Anodenstrom fliesst?

Gruss Michael

Michael Koch schrieb:

r

Die Emissionsf=E4higkeit von Oxidkatoden h=E4ngt von der Katodentemperatu= r ab. Ist sie zu niedrig, kann es zum Spratzen kommen. Kann bisweilen gut bei direkt geheizten Gleichrichterr=F6hren beobachtet werden. Spratzen zerst=F6rt die aktive Katodenschicht. Bei Anodenspannungen weit =FCber 1kV ist die Feldst=E4rke =FCber der Kato= de dennoch so hoch, das desterwegen dann nur noch thorierte Reinmetallkatoden eingesetzt werden k=F6nnen.

--=20 mfg hdw

Hallo Horst,

Danke, wieder was dazugelernt.

Gruss Michael

So ganz überzeugend ist die Begründung imho nicht - jedenfalls nicht in der Pauschalität. Ich kenne z.B. keinen (Grundig-) Röhrenempfänger, in dem die Anodenspannung zeitverzögert zugeschaltet wird. Trotzdem kommt es äußerst selten vor, daß man eine Endröhre mit mieser Emissionsfähigkeit findet, obwohl da der Effekt sehr deutlich sein müßte (lange Anheizzeit, direkt hohe Anodenspannung, viel Strom). Dagegen sind häufig die ZF-Röhren taub, oder der selten mit Strom belastete (AM-Oszillator) Trioden-Teil der ECH81.

Man muß vermutlich bei der Erklärung noch andere Parameter berücksichtigen (direkt/indirekt geheizt, Kathoden-Geometrie, Kathodenmaterial, ....).

Grüße, H.

atur

t

atode

t

=20

Hast recht, die Beschichtung von Katoden ist in der Tat eine Wissenschaft f=FCr sich.

Einige Punkt:

Mikrochemische und physikalische Vorg=E4nge in der Oxydschicht: Vergiftung: Gasmolek=FCle. Enstehen bei Erhitzung von Metall und ungen=FCgender Getterung Zwischenschichtbildung: Strom- bzw Steilheits=E4nderung Ungen=FCgende Aktivierung: " " ,erh=F6htes Rausch= en,

Abdampfungen von der Katode Bariumverarmung: " " " Schichtablagerung " " " sowie Isolationsfehler

Ver=E4nderungen der Katoden/Faden-Strecke Aluminiumwolframatbildung Rekristallisierung des Fadens Elektolytische Zwersetzung der Fadenisolierung (nur bei hohen Temperaturen siehe VEL 11)

Verdampfen

1) Die von der Katode verdampften Atome k=F6nnen nicht schnell genug nachgeliefert werden. Fehler bei richtiger Katodentemperatur reparierbar.=

2)Die verdampfte Substanz schl=E4gz sich auf anderen metallenen R=F6hrenteile nieder. zB Gitteremission, "Zuwachsen" feiner Gitterstrukturen wie etwa bei Spanngittern mit wenigen =B5m Drahtabstand.=

3)Isolatoren werden bei Bedampfen leitend. Bei Hochleistungssender=F6hren=

wird nur das notwendigste Isomaterial eingesetzt.

Die Liste ist beileibe nicht vollst=E4ndig. Ich denke aber, sie gibt eine= n kleinen Einblick in die Wissenschaft von R=F6hren wieder ;-)

--=20 mfg hdw

Bei den Drahtfunk-Verstärkern die ich mal als Jugentlicher repariert hatte (nette Taschengeldquelle) wurde allersamt die Anodenspannung erst

20-30 Sekunden nach der Heizung eingeschaltet. Die Endstufen waren meistens 2x oder 4x EL34. Die Verzögerung bei der ersten Generation wurde durch eine extra Gleichrichterdiode (Röhre) und ein Relais geschaltet, bei den späteren gab es eine Transistorschaltung und ein Niederspannungsrelais.

Waldemar

Das habe ich gleich mal dem BUND, BND, der Bundeskanzlerin und dem Verfassugsschutz gemeldet!

Auf dem Foto sehe ich verbleites L=F6tzinn. Du betreibst bestimmt auch noch 100W Gl=FChbirnen! Wegen Menschen wie dir wird unsere sch=F6ne Welt untergehen!

Man sieht doch, dass dieses Gerät für den Flugeinsatz konzipiert wurde. Da ist Bleifrei noch nicht Pflicht! Also lieber BND und andere Dreibuchstabige(c) bitte zuhause bleiben.

Waldemar

-- Atombombe, Anleitung, Millionen, Dollar, Euro, Transfer, Anschlag, Bin Laden, Bin Weg: Herzliche Grüße an Echelon

Horst-D.Winzler schrieb:

Andersherum gesagt, verfrühtes Einschalten der Anodenspannung kann die Endröhren ziemlich schnell töten. Dann ist Schluß mit Emission.

Die alten Röhrenradios hatten Röhrengleichrichter, EY81 oder Co. Die sind langsam warmgeworden, der Strom stieg langsam an, und entsprechend die Spannung am Elko. Im Gegensatz hierzu ist mit den heutigen Siliziumgleichrichtern die Spannung gleich voll da. Hier sollte man ein verzögert geschaltetes Relais vorsehen.

Da war ja auch die 6080 im Netzteil, und die versteht bzgl kalter Emission keinen Spass.

Mein alter 555 war schon eindrucksvoll. Wenn man sich nach ein paar Minuten an das Brüllen des Lüfters gewöhnt hat, und dann nach einem lauten "Klack" das Licht in der Bude dunkler wurde...

Gruß Patrick

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