Ach soooo, der verbindet die Masseflächen. Klar, dann klappt der Beschiss. ;)
Ach soooo, der verbindet die Masseflächen. Klar, dann klappt der Beschiss. ;)
Am 31.07.25 um 19:01 schrieb Hartmut Kraus:
Wenn es auf der Primärseite keine Masse gibt (Schutzklasse II), verbindet der Kondensator auch gerne die sekundärseitige Masse mit der halben Netzspannung. Irgendwo hin muss die unerwünschte HF nun mal abgeleitet werden. Nicht nur bei Schaltnetzteilen, sondern allgemein auch bei allen Netzteilen, wo bestimmungsgemäß Digitalkram dran hängt.
Am 28.07.25 um 15:54 schrieb Jürgen Jänicke:
Kommt wie immer darauf an.
Einschalten an kurzgeschlossener Last überstehen die meisten. Die brechen dann den Soft-Start einfach ab, wenn die Spannung nicht nach einigen Millisekunden in den grünen Bereich wandert.
Bei spontanem Kurzschluss unter Vollast zerlegt es viele, vor allem in der Chinaböller-Klasse, aber nicht alle.
Naja, und dazwischen, mal so mal so.
Das kannst du komplett vergessen. Wenn dann ein Kurzschluss passiert zerfetzt es eines der Netzteile.
Hintergrund: Der Maximalstrom der Netzteile ist nie exakt gleich. Das Netzteil, was zuerst aufgibt, wird in dem Moment umgepolt, weil bei dem Kurzschluss ja Plus und Minus der beiden Netzteile über Kreuz verbunden sind. Und das mögen die Elkos überhaupt gar nicht. Und so mancher elektronische Schaltkreis auch nicht, weil dabei die Substratdioden auf machen. Die Platzen dann meistens.
Und das klappt auch nicht ohne weiteres. PC-Netzteile haben meist eine Mindestlast auf verschiedenen Stromschienen. Die ist nicht sonderlich hoch, aber komplett ohne Last gehen die nicht an. Man kann das natürlich erreichen, indem man Ballastwiderstände an die Stromschienen hängt. Das funktioniert ganz gut, macht aber auch etwas warm.
Manche Netzteile gehen auch komplett ohne Last an. Aber meist stimmen dann die Spannung nicht, vor allem die 12V. Bessere Netzteile erkennen das Verlassen des zulässigen Spannungsfensters und gehen dann aus.
Du kannst sie mit Ballastwiderständen als Netzteil verwenden. Das mache ich auch. Aber in Reihe schalten ist ein No-Go.
Marcel
Am 31.07.25 um 16:47 schrieb Hartmut Kraus: ...
Hallo,
und das machst Du an welchem Vorurteil fest?
Peter
Das geht aus Deinen Äußerungen zweifelsfrei hervor.
Grüße Marc
Hallo,
schaukeln sich hier mittlerweile Geisterseher gegenseitig hoch?
Ein Sport der "Isolierung" ist ein Transformator. Wie gefährlich ist der denn, muss der weg?
Peter
Nein, aber er reicht alleine nicht.
230V ist nach Safety-Norm Kategorie ES3, da reicht eine Basis-Schutzvorrichtung (Trafo) alleine nicht aus, Du braucht eine "zusätzliche Schutzvorrichtung" - z.B. das Verbinden der Sekundärseite mit dem PE.Wenn Du den PE nicht haben willst, landest Du stattdessen bei doppelter/verstärkter Isolation.
cu Michael
Hallo,
genau den PE sollte man vermeiden zu verbinden, zumindest bei empfindlichen Signalwegen.
Stattdessen reicht auch eine doppelte Isolierung, wie sie übrigens beim jedem Wäschepfahl aus Versehen üblich ist: Kein Strom, keine Gefahr.
Peter
PE verbinden ist doch nicht die Lösung für ein SNT. Du musst außerdem sicherstellen, dass im Fehlerfall die Sicherung auslöst, die den Leiter unterbricht, der die gefährliche Spannung führt (du kannst nicht davon ausgehen, dass ein FI verbaut ist).
Da der Schuko-Stecker nicht verpolsicher ist und auch nicht vorgeschrieben ist, wo der N und L sind, müsste im SNT eine allpolige Abschaltung erfolgen oder die Leitungssicherung (16A) ansprechen. Wie willst du das auf der Sekundärseite realisieren?
IdR. sind die Trafos in den SNT mit verstärkter Isolierung und ÜK3 ausgeführt. Deshalb auch der 5.5mm Isolationsgraben. Daran kann man übrigens billige nicht normkonforme China-Geräte erkennen - da kommt es häufig vor, dass die 5.5mm nicht eingehalten sind. (Die Teile dürften nur mit vorgeschaltetem Trenntrafo betrieben werden oder wenn Berührschutz (mit verstärkter Isolierung) auf der Sekundärseite gewährleistet ist - z.B. bei Versorgung eines Gerätes, welches keine Kabel, sondern nur Funk hat.) Bei netzbetriebenen Geräten muss irgendwo die
5.5mm breite Isolierung sein. Und alle Bauteile, die physikalisch über der Barriere angeordnet sind (Optokoppler z.B.), müssen ein separates Prüfzertifikat haben, wenn man Stückprüfung vermeiden will.Jan
Das verstehe ich nicht.
Wenn die berührbaren Teile (Sekundärseite) mit PE verbunden sind, wo soll da im Fehlerfall eine Gefahr für den Bediener herkommen?
Wieso abschalten? Der PE muß den Fehlerstrom (bis zum Auslösen des LS) auch ohne FI aushalten und die Berührspannung auf ein für den Bediener ungefährliches Maß begrenzen.
cu Michael
Hi Jan,
Warum denn nicht?
Mehr noch. Du musst sicherstellen, dass der Widerstand von PE nach Erde niederohmig genug ist, um bis zum Ansprechen der Sicherung Schutzkleinspannung nicht überschritten wird. Ic habe die konkreten Werte gerade nicht greifbar, aber das wird bei unseren Laboren jährlich von externen Dienstleistern geprüft, jedes Gerät und jede Steckdose, sogar Verlängerungsschnüre und Vielfachsteckdosen.
Eben diese
Über einen Schutzleiter, der niederohmig an Erdpotential verbindet - nennt sich dann PE.Nach welchen Regeln? Nach den Regeln des Marktes (also billigst) nicht.
Marte
Aber sicher doch. Das ist sein Zweck. Nicht ohne Grund ist er erheblich älter als der FI. Selbst wenn keine Sicherung auslöst, ist alles berührbare geerdet.
Gefährlich wird es, wenn zu viele und zu dünne Verlängerungen hintereinander den Strom unter die Auslöseschwelle begrenzen.
Oh ja. Auch bei nicht berührbaren Schaltern der Hausautomatisierung lege ich deshalb gern die Kleinspanungsseite auf den PE. Lieber ein Knall als langes Schmurgeln.
Das kann er im Kurzschlußfall nicht. L und PE sind typischerweise identisch und bilden einen Spannungteiler auf die halbe Spannung. In dem Fall rettet nur die kurze Zeit bis zum schnellen Abschalten.
Hallo,
es gibt nur einen einzigen Fall, bei dem man einen PE mit Erder braucht: Bei Netzeinspeisung, zum Beispiel mit einem Generator.
Denn es wäre fatal, wenn durch ein Isofehler eine Phase mit Erde zum Kontakt käme. Dann nämlich läge die volle Speisespannung auf dem Schutzleiter.
Peter
Hi Axel,
Dann ist es fehlerhaft ausgeführt.
??? Trübe ist deiner Worte Sinn.
Marte
Was passiert denn Deiner Meinung nach bei einem harten Kurzschluß von der Phase auf das Gehäuse in der kurzen Zeit, bevor der LSS auslöst?
Die Begrenzung auf kleine Berührungsspannung gilt bis zum Wert der Überstromauslösung, typisch etwa das Fünffache des Nennstroms.
Am 01.08.25 um 13:30 schrieb Jan Schmidt:
Das glaubst du doch selbst nicht. Die allermeisten im Haushalt üblichen SNT sind "made in china" und da ist reduzierte Isolierung nicht selten: Isolierfolie im Trafo dünn und unsauber gewickelt, punktuell liegen die Wicklungen direkt aufeinander. Gefälschte Y-Kondensatoren oder einfach gleich ein Kondensator ohne Schutzklasse. <1mm Isolationsabstand auf der Platine. Gerne führen auch mal Netzspannung führende Leiterbahnen unter sekundärseitigen Bauteilen hindurch, isoliert nur durch den Lötstopplack.
Die meisten Haushalts-SNT sind verklebt, so das man nicht zerstörungsfrei hinein schauen kann, ganz zu schweigen vom fehlenden Fachwissen bei den meisten Nutzern solcher Geräte.
Und selbst wenn: ein ausreichender Isolationsabstand auf der Platine heißt leider noch lange nicht, das der Trafo in Ordnung ist.
Dass es Unternehmen gibt, die mit krimineller Energie Gewinnmaximierung betreiben? Bekannte Tatsache. Dass man keine SNTs chinesisischer Herkunft mehr kaufen sollte? Viel Erfolg! Dass man Derartiges tunlichst an einem ordentichern Trenntrafo betreibt? Utopisch. Dass CE inzwischen nur noch ein Akronym für "China Export" ist? Kann gut sein. Dass die Prüfstellen hierzudeutschlands vielleicht etwas häufiger und etwas genauer hinschauen sollten? Wäre ich dafür! Dass sich die Angelegenheit auf absehbare Zeit zum Positiven wandelt? Unwahrscheinlich.
Dass es eine gute Idee ist, ATX-Netzteile als "Labornetzteile" zu verwenden, etwa gar in Reihenschaltung? Kaum. Dass alle Labornetzteile der unteren und mittleren Preiskategorie besser (isoliert) wären? Glaube ich aus eigener Erfahrung nicht.
Die Welt ist ein dunkler Ort.
Volker
Am 01.08.25 um 15:46 schrieb Volker Bartheld:
Warum sollte ich etwas rechtfertigen müssen?
Ich störte mich lediglich an der Jans Aussage "IdR. sind die Trafos in den SNT mit verstärkter Isolierung...", welche halt leider im Haushaltsumfeld unzutreffend ist.
Aussichtslos. Selbst vermeintliche Markenware ist fast immer "made in china" und die Hoffnung auf eine vernünftige Qualitätssicherung ist genau das - eine Hoffnung.
Die Behörden müssen verdammt noch mal endlich ihren Hintern hoch bekommen, systematisch Stichproben nehmen und gewerbliche Importeure von solchem Müll hart anfassen.
Für mich persönlich: Jeder Neuzugang ohne "Sekundärseite auf PE" bekommt erst mal 2.5kV aus dem Isolationstester um die Ohren, und wenn dabei weniger als 1GOhm Isolationswiderstand angezeigt wird - Retoure oder Tonne. Ist zwar auch keine Garantie, aber immerhin deutlich mehr als die Normen fordern.
CE ist eine Selbstzertifizierung des Herstellers und garantiert exakt gar nichts, unabhängig vom Herkunftsland.
Dazu habe ich mich bereits früher im Thread geäußert. In diesem Ast ging es um Isolation und das Gottvertrauen in diese.
Am 01.08.25 um 16:55 schrieb Hergen Lehmann: ...
Hallo,
das so hier elendig vorgetragene Wimmern zu Gitarrenverstärkern ist auch nicht sonderlich hilfreich. Das kommt mir vor, wie Verhungern in einer vollen Küche.
Peter
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