Kurzschlussfestigkeit ATX-Netzteil

Jul 28, 2025 Last reply: 11 months ago 127 Replies

Am 28.07.2025 um 20:05 schrieb Hergen Lehmann:

USB/LAN hat das Siglent auch und man kann die beiden Kanäle intern parallel bzw. in Reihe schalten. Zusätzlich können einfache Spannungsverläufe im Gerät programmiert werden. Einzig die Tastatur fehlt wirklich ein bißchen - dennoch würde ich zum Siglent greifen...

Am 29.07.25 um 08:47 schrieb Eric Bruecklmeier:

Kann das Owon auch alles...

Der große Nachteil beim Siglent ist IMO, das der dritte Kanal stark kastriert ist. Er hat nur wenige schaltbare Festspannungen (ein RasPi hätte gerne 5.1V am Kabelende, nicht 5V am Anfang...), er hat keine Strombegrenzung, Strom+Spannung werden nicht überwacht und nicht auf dem Display angezeigt. Die fehlende Tastatur hast du schon erwähnt. Die nutze ich in der Praxis weitaus häufiger als die Einstellung per Drehgeber.

Das Siglent hat zudem eine geringere Ausgangsleistung (2*30V/3.2A vs.

2*30V/6A beim Owon) und es gibt nur ein 30V-Modell, während Owon alternativ auch 60V/3A anbietet.

Das alles wie gesagt zum selben Preis...

Welchen Vorteil siehst du?

Am 29.07.2025 um 09:29 schrieb Hergen Lehmann:

Das es nicht von Owon ist...

Am 28.07.25 um 21:41 schrieb Sieghard Schicktanz:

Was ja nur an der Fehlenden Einstellbaren Strombegrenzung liegt. Die könnte man nachschalten, aber...

... unter den Umständen ist eine Reihenschaltung von Zwei SNT doch unmöglich. Und ob man die mit GND in der Mitte zu einem Symmetrischen Betrieb bewegen kann wüßte ich jetzt nicht (wegen des 'S' in SNT) aber das schiene mir der einzig Denkbare Weg. Ohne GND müsste das dann 2*12V liefern. Dann ist aber der +12 V Zweig des einen mit GND des anderen zu verbinden. Knallt das dann nicht ebenfalls, nur an anderer Stelle?

Ich zweifele auch ob GND vom Ausgang "einfach so" mit dem PE des Eingangs verbunden ist - oder werden dürfte. Klar, das sind keine Trenntrafos aber das Innenleben eines PC ist normalerweise vom Gehäuse isoliert. Wenn das Gehäuse auf PE liegt okay. Aber die GND des Netzteils sollte das m.E. nur im Schadensfall tun.

Würde ich auch als Sinnvoller vorschlagen.

Dito. Ich hab zwar nicht explizit danach gesucht aber eine Verbindung von PE und GND ist mir da nie in's Auge gefallen. Wo hast du so was gesehen?

Bye/ /Kay

Sie gelten für gute und teure Labornetzgeräte. Die mag man haben, ich habe sie nicht und meine decken nur einen Teil der Eigenschaften ab.

Dafür gehören ausgemusterte Schaltnetzteile hier im Regal eher der Generation 100 W an.

Deine Frage orentierte sich sich ja offensichtlich auch an dem für Dich kostenlos und griffbereit Verfügbaren und nicht an möglichen Neukäufen. Die können für Dich trotzdem sinnvoll sein, sind aber immer die erste Lösung der Unflexiblen, die nicht gern denken wollen.

19 x 9 x 15 cm^3 finde ich jetzt nicht gerade gross, zumal du dir auch die Messgeräte sparst.
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allem die Leistungsanzeige finde ich sehr praktisch.

Die ATX Netzteile würde ich einfach bestimmungsgemäss weiter nutzen. Vielleicht hast du noch einen PC mit einem älteren Netzteil, das du damit ersetzen kannst.

Kay Martinen schrieb am 29.07.25 um 09:49:

In einem PC-Netzteil ist auf alle Fälle ein Trenntrafo drin (sonst müssten alle Ein-/Ausgänge des PC wie HDMI, Sound, USB, etc. mit galv. Trennung versehen sein, was ich noch nie gesehen habe). Und es hat keinen Vorteil, Gnd auf PE zu legen. Im Gegenteil, damit baut man Brummschleifen in den PC. Üblicherweise gibts nur paar Kondensatoren vom Ausgang zum PE bzw. auf die Primärseite des Trafos.

Somit passiert erstmal nichts, wenn man zwei in Reihe schaltet.

Ich würde es aber trotzdem nicht machen, weil die (Funk-)Entstörung wahrscheinlich nicht mehr funktioniert.

Jan

Am 29.07.2025 um 09:49 schrieb Kay Martinen:

Gerade habe ich vier PC-Netzteile nachgemessen, bei allen ist GND mit PE verbunden. Ich habe sie jetzt aber nicht aufgeschraubt, um zu sehen, wo das gemacht wurde.

Holger

Am 29.07.2025 um 10:49 schrieb Jan Schmidt:

Hast Du das bei Deinem PC auch überprüft, oder ist das Theorie? Ich hatte schon eine Brummschleife beim Sound über die Verbindung PC und Monitor.

Bevor ich das einschalte, würde ich nachmessen.

Holger

"Axel Berger" schrieb am 28.07.2025 um 16:52:12:

Manche PC-Netzteile liefern erst ab einer bestimmten Mindestlast Spannung. Wenn der Versuchsaufbau nur wenig Strom benötigt, kann es sein, dass das Netzteil gar nicht erst einschaltet.

Ich würde daher (auch wegen der anderen, bereits genannten Gründe) ein Labornetzteil bevorzugen.

Gruß

Michael

Am 29.07.25 um 09:29 schrieb Hergen Lehmann:

Hallo,

von Korad oder Uni-T habe ich solche symmetrischen Labornetzteile auch gesehen. Ohne Programmierbarkeit kosten die ungefähr die Hälfte, etwa bei Reichelt oder Pollin.

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Bernd Mayer

IIRC hat es bei Touchdisplays große Vorteile. Manche Geräte mit Touch gehen mit Netzteilen die PE haben viel besser als mit solchen ohne.

/ralph

Hi Jürgen,

Da würde ich mir schon gut überlegen, wieviel Strom da fließen wollen, wenn der Kurzschluß greift. Bei > 500 W kanns sonst schnell mal sehr sehr heiß zugehen.

Das wird nicht klappen, weil quasi immer GND auf PE liegt.

Da kannst Du aufpassen oder bleiben lassen, es wird nicht gehen.

Ich hab sowas auch vor, aber ich setze dahinter einige Module, die aus den 12 V eben regelbare und strombegrenzte Ausgänge machen.

Für schnelle Experimente würde ich das genau nicht nutzen wollen, weil da gern mal was schiefgeht, da hab ich dann ungern einige hundert Watt auf engem Raum zusammen.

Marte

Ansonsten sehe ich das wie Du, man muss nicht gleich alles wegwerfen. Aber man sollte es sinnvoll einsetzen und nicht nur, weil es gerade da ist in ungeeigneter und gar unsicherer Weise.

Hi Hergen und Eric,

In Karlsruhe hab ich mal einen etwas angestaubten Lambo gesehen, wo jemand in den Staub "Schwanzersatz" geschrieben hatte. Warum geht mir dieses Bild gerade durchs Hirn, wenn ich solche Empfehlungen auf einen Beitrag zur Müllvermeidung eines abgeschriebenen ATX-Netzteils lese?

Nichts für Ungut, aber wenn der OP 400 € ausgeben hätte wollen, dann hätte sein Post anders gelautet.

Marte

Am 29.07.2025 um 17:26 schrieb Marte Schwarz:

Ich bin halt kein Freund des Sparschadens - aber jeder wie er will...

Am 28.07.2025 um 15:54 schrieb Jürgen Jänicke:

Die 12V im ATX-Netzteil sind aber ungeregelt. D.h. sie regelt sich nur indirekt über die magnetische Kopplung, die 3.3V sind üblicherweise geregelt. Bei etwas Pech läuft eine der Spannungen aus dem Komparatorfenster und das Netzteil drosselt oder schaltet ab.

Bernd

Das stimmt nicht. Was „gut“ und „teuer“ ist, ist Ansichtssache. Meins hat ~120 € gekostet und ich find's gut.

Gruß

Gregor

Wie kommst du auf die Idee? Miss mal nach.

Die braucht auch nicht explizit sichtbar zu sein. Es reicht wenn eine der Befestigungsschrauben für die Platine im Netzteil die Verbindung zwischen Gehäuse des Netzteiles (und damit PE) und GND am Ausgang herstellt.

Gerrit

Wie kommst Du darauf?

Ich kenne PC-Netzteile seit der AT-Ära nur mit "Ausgangs-GND liegt auf PE", die Geräte, die hier greifbar sind, bestätigen das.

Und ja, das hat Vorteile: man hat keine Ableitströme, wenn man das Gehäuse berührt, und kommt ohne verstärkte Isolation aus (Schutzklasse I anstatt II), siehe

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Bei Notebooks ist das anders, da ist tatsächlich häufiger Schutzklasse II zu finden. Interessanterweise hat nur ein Teil meiner Lenovo-Netzteile das passende Symbol.

cu Michael

Das ist für mich durchaus teuer, insbesondere wenn anderes unbenutzt und kostenlos herumliegt. Alle meine Netzteile waren billiger.

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