Kratzer in der Oberfläche einer Bildröhre

May 03, 2007 40 Replies

er

lies

Stimmt, darum h=FCte ich mich vor allen Chemicalien, die ich nicht kenne. Aber in diesen Fall ist vielleicht Sandstrahlen doch die besser Qahl:

Am 3 May 2007 17:03:45 -0700 schrieb Juergen Sievers:

Die einzige mir bekannte Chemikalie ist hier die Flußsäure, mit der ich keine Erfahrungen habe. sie soll aber wesentlich gefährlicher als alle anderen Halogenwasserstoffe sein, siehe auch die anderen Antworten hier. Ich für meinen Teil werde als Privatperson schon wegen der Gefährlichkeit keine Flußsäure in die Hand gedrückt bekommen, zumal ich auch keinen Betrieb führe, in dem diese Substanz gefahrensicher gehandhabt werden kann.

Grüße, Holger

Harald Wilhelms schrieb:

Hmm, andere schwören auf Petroleum. Ist das nicht eher dazu, dass Ultraschallschwingungen gedämpft werden und sich keine Risse deshalb unkontrollliert ausbreiten? (zugegeben, ich nehm auch immer Spucke).

mfg Rolf Bombach

Marcel Müller schrieb:

Und? Welcher Schaden an der Röhre. Ich habe sozusagen das Gegenteil davon miterlebt. _Querschläger_ eines Kleinkalibers traf aus nicht mehr rekonstruierbaren Umständen auf die Bildröhre. Etwa ins Zentrum eines Quadranten, also weder mittig noch am Rand; alter AGA-Schwarzweisskasten. Es bildete sich eine "Spinne", die im Lauf der Woche langsam grösser wurde. Irgendwann wurde die Kiste entsorgt, Problem war aber die Kathode, die schon vorher so gut wie am Ende war. Unheimlich war es schon, man wusste nie, ob irgendwann das Ding doch implodiert.

mfg Rolf Bombach

Weiß ich nicht genau. Gleich auseinandergeflogen ist sie jedenfalls nicht. Ich habe mich seinerzeit lieber aus dem Staub gemacht. Die Tatsache, dass das Projektil reflektiert wurde, spricht nicht für einen großen Energieübertrag.

S/W hat dünneres Frontglas, da halbe Beschleunigungspannung und weniger Präzisionsanforderung mangels Maske.

Kann ich mir denken...

Also wenn die Dinger wirklich von vorne implodieren, gibt das mächtig Sauerei. Ich habe mal die Schläge gehört und die Reste gesehen, als der Sperrmüll mit der Rotopress die Sammlung nackter Bildröhren des Nachbarsjungen abholte. Das Reinwerfen haben die Dinger wohl noch überstanden, aber dann... Knapp 50m hinter dem Standplatz des Müllwagens haben wir noch rund 10cm große Brocken von den Ecken der Röhren gefunden. Da will ich nicht in der Nähe gestanden haben. Die Arbeiter hat das offenbar nicht aus der Ruhe gebracht, es flog ja über ihre Köpfe... Jedenfalls waren nachher alle Röhren weg (vielleicht 6 oder 7).

Marcel

Am Sun, 06 May 2007 22:19:20 +0200 schrieb Marcel Müller:

Jedenfalls haben die Malochertrottel leichtsinnig gehandelt. Normalerweise werden Bildröhren erst belüftet und danach zerlegt, in die verschiedenen Glassorten.

Holger

Holger Bruns schrieb:

Bildröhren gehören nicht in den Hausmüll. Gerade bei älteren Farbröhren besteht der Röhrenhals aus Bleiglas, 24% oder sogar 30% Bleioxid. Die Frontseite ist meist bleifrei oder hat nur einen sehr geringen Bleianteil. Berüchtigt sind ältere Farb-Computermonitorröhren von fast allen grossen Herstellern, Panasonic, Toshiba, Samsung, Hitachi, sowie die Farb-TV-Röhren von Quasar und Zenith.

Ein grosser Monitor enthält also kiloweise Blei, allerdings nicht in den Lötstellen.

Jörg hatte da mal einen sehr interessanten Link zum Problem gepostet. Vielleicht noch auffindbar, Titel war: CHARACTERIZATION OF LEAD LEACHABILITY FROM CATHODE RAY TUBES USING THE TOXICITY CHARACTERISTIC LEACHING PROCEDURE Timothy G. Townsend et al. December 1999 State University System of Florida

mfg Rolf Bombach

Hallo Rolf_Bombach,

Fr=FCher[TM] nahm das alles der Sperrm=FClllaster mit. Als die Sch=E4tze da= nn fr=FCh morgens vor den Hauseing=E4ngen aufgestapelt wurden, haben wir Kiddies die Teile in einer Blitzaktion ausgeschlachtet. Meist stand dann der Laster nur noch weniger H=E4user entfernt und wir haben schnell wieder den Deckel draufgeschraubt.=20

Gru=DF Michael

Am Tue, 8 May 2007 10:07:32 +0200 schrieb Michael Kamper:

Genau. Und hinterher wurde doch fast alles weggeworfen, weil man eben mit einer PY88 und einer PL36 keiner mehr was anfangen kann, von den alten Wima-Kondensatoren mal zu schweigen, die immer aussahen wie angegammelte Karamelbonbons.

Kralle

Franz Ferdinand Krallenwetzer schrieb:

Wer mit einer PY88 oder einer PL36 (besser zwei) nichts anfangen kann, ist in dieser Gruppe definitiv fehl am Platz.

mfg Rolf Bombach

Am 05.05.2007 07:41 schrieb Holger Bruns:

NaOH (oder KOH) geschmolzen geht auch. Ist aber auch nicht ganz "ohne". kids, don't do this @ home! Aber wenigstens kommt man an die Zutaten dran Gruß Martin

Am Tue, 08 May 2007 18:42:17 +0200 schrieb Rolf_Bombach:

Sag mal, hast du damit etwa Kurzwellensender gebaut?

Kralle

noch besser 5 Stück, mit Spannungsverdopplung direkt aus dem Netz für die Anode, und die Kathode auf -300V, alte Blitzelkos en masse...

Gruß, Gerhard

Ich habe mit einer PL504 (?) einen UKW-Sender gebaut. Man mußte aber selektieren, nicht jede ging so weit 'rauf.

Ralph.

Am Wed, 09 May 2007 02:35:15 +0200 schrieb Gerhard Hoffmann:

Die PY88 ist doch nur eine Diode? Mit der PL36 sollte ein Röhrenfreak mehr anfangen können, denn das Ding ist eine Pentode. Mich wundert es ein wenig, wieso die Senderbastler in den Endstufen ausgerechnet eine Pentode nehmen und keine Leistungstriode? Wahrscheinlich, weil die dicken Flaschen aus den alten Glotzen so billig waren?

Kralle

Die gängigen Zeilenendröhren haben eine niedrige Anodenrestspannung, so daß sie schon mit relativ bescheidenen Anodenspannungen funktionieren.

Wenn man die Anodenspannung dann etwas anhebt, wird man mit einem excellenten Wirkungsgrad gesegnet, zumindest so bis 14 MHz. Das war zumindest in .de ein entscheidendes Argument, weil die Lizenzbedingungen nur die Ptot der Senderöhre auf 50 oder 150 Watt je nach Klasse festlegten. Wer mit dem Standard anderer Länder (z.B. USA: 1 KW out) halbwegs mithalten wollte, konnte nur den Weg über den Wirkungsgrad gehen.

In Luxemburg war aus historischen Gründen nur die max. Trägerleistung limitiert. Da hat sich eine gute Trägerunterdrückung bei SSB richtig gelohnt... Mittlerweile ist das wohl überall durch die max. Ausgangsleistung geregelt.

Trioden haben außerdem große Rückkopplungskapazitäten, so daß man sie als HF-Endstufe am besten in Gitterbasisschaltung betreibt. Das erfordert dann aber eine große Steuerleistung.

Sendetrioden wie QB3.5-750, QB5-1500, 3-500Z, 3-1000Z etc benötigen einige KV Anodenspannung, was Bauteile wie Hochspannungstrafos, MP-Kondensatoren und Vakuum-Drehkondensatoren nötig macht. Das treibt den Preis ziemlich in die Höhe.

Gruß, Gerhard

die

.=2E.und was wird das ganze dann? Ein Z=FCnder f=FCr ne Atombombe? Gruss Harald

gängiger Amateurfunk-Kurzwellensender

Gruß, Gerhard

Da nimmt man was anderes, das geht kleiner und ohne Heizspannung.

Ich hab allerdings mal versucht, mit einer PL509 einen Radarmodulator zu bauen (anstelle des Klassikers E130L). Irgendwie ist das Projekt aber eingeschlafen, hatte aber ungefähr alles zusammen inklusive Varian/emi-Magnetron (JP9 oder so was) und den Print auch schon bestückt...

mfg Rolf Bombach

Holger Bruns schrieb:

Auch im Chemielabor bei sicheren Bedingungen hatte ich selbst vor KHF2 Angst. Es hat auch alle Glasapparaturen in innenmattierte Apparaturen umgebaut :-).

mfg Rolf Bombach

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