Kosmos Electronic Digital - Page 3

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Re: Kosmos Electronic Digital
Am Tue, 23 Dec 2003 16:32:10 +0100 hat Rolf Bombach

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[...]

Das erste,
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Moment. Wie kann eine (von 17) Lampe leuchten wenn alle 17 defekt sind?

Tschüss
  Martin L.

Re: Kosmos Electronic Digital

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Defekte Lämpchen, die über eine längere Zeit hinweg immer wieder
leuchten (z.B. nachdem man dagegen geklopft hat) finde ich nichts
ungewöhnliches. Natürlich nicht bei Reihenschaltung von 17 defekten,
aber das stand da, glaube ich, nicht.

Gruß Lars

Re: Kosmos Electronic Digital
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Dreckfuhler. Waren 18 Lämpchen, PDP9 war eine 18bit Maschine.
Ein Theoretiker war begeistert und behauptete, die Maschine
rechne spürbar genauer als die 16bitter. Obwohl er natürlich
immer analytische und nicht numerische Lösungen bevorzugte.

--
mfg Rolf Bombach


Re: Kosmos Electronic Digital

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Meine Beobachtung war aber, dass da seltenst echtes Interesse
aufkam und die Sache doch sehr schnell ihren Reiz wieder
verlor. Das Ganze war etwas zu Bedarfs-getrieben. Gitarren-
Amp zusammengenietet und fertig. Damals noch mit Röhren :-].
Macht heute aus verschiedenen Gründen keinen Sinn mehr:
Gekauft ist meist billiger und besser, Spezialgehäuse sind
eh schwer zu kriegen. Auch sind die fertigen Geräte oft
komfortabler und aufwändiger als vor 30 Jahren, bei Endstufen
ist jetzt meist Überlastschutz, anti-Plopp, anti-DC usw.
mit drin, da wird der Aufwand für den Amateur schnell
gross. Manche ignorieren das und bauen weiterhin 08/15
Endstufen, warum auch nicht. Das für eigene Weiterentwicklungen
die Luft dünn geworden ist, hat man doch spätestens mit
Erscheinen der "neuen" Quad-Endstufe gesehen. Die Schere
zwischen mit Amateurmitteln erreichbarem und kommerziell
erhältlichem wird immer grösser. Ein multi-GHz DSO lässt
sich nicht leicht selber bauen, und billiger wie ein gekauftes
wird das auch nicht.

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Falls es das tut, einverstanden. Reine Programmiererei
hat ja kaum was mit Elektronik zu tun, insbesondere wenn
es bei Digitalkram bleibt. Numerische Weiterverarbeitung
von ADC-Daten und dergleichen ist da eher schon was.

<laber>
Muss der Mensch eigentlich löten? Vielleicht müssen wir
über den eigenen Schatten springen. Allerdings fällt es
mir schwer, das in Worte zu fassen.
Gegeben sei ein technisches Problem, es müssen Messdaten
verarbeitet und analysiert werden. Die Signalfilterung
laufe auf eine Integration der Schwingungsdifferential-
gleichung hinaus.
Gut, das Signal wird in ein elektrisches Signal umgewandelt,
das hat sich nunmal als am praktischten erwiesen. Früher
hat man das Signal mit RCL-Schaltungen ausgefiltert. Mit
Aufkommen billiger aktiver Bauteile kamen dann "aktive"
RC-Filter auf, mit OpAmps dann nebst Biquad auch Konstrukte
mit Gyratoren, Negative-Impedanz-Konvertern usw., welche
dann wieder RLC-ähnliche Topologien wie auch neuartige
ermöglichten. Biquads mit geschalteten Kondensatoren erlaubten
einfache Einstellung der Parameter. Heute wird alles
digitalisiert und das Signal wird numerisch behandelt.
Das erlaubt auch ganz neue Filteralgorithmen, auch solche,
welche mit RLC nicht möglich sind.
Da drängt sich die ketzerische Frage auf, ob die Elektronik
nicht eine Krücke war, um hardwaremässig ein Analogcomputing
hinzuquälen. Eigentlich ist man heute wieder direkter
am eigentlichen Problem dran.
Eine der genialsten Erfindungen ist sicher der Schaltplan.
Eine graphische Programmiersprache, 100 Jahre bevor man
wusste, was das überhaupt ist :-). Die (idealen) Bauteile
R, C, L usw. sind klar und einfach definiert, atomar und
hochgradig orthogonal. (Auch wenn das den C-Programmierern
jetzt nicht als Vorteil vorkommt.) Jedenfalls erleichtert
dies die Simulation dermassen, dass auch viele nicht-elektrischen
Probleme aus Hydraulik, Wärmelehre usw. in Form von elektrischen
Ersatzschaltplänen modelliert und analysiert werden.
In diesem Sinn bleibt zumindest die Schaltungstechnik sicher
erhalten, aber die Elektronik im Hobbylabor?

--
mfg Rolf Bombach



Re: Kosmos Electronic Digital
Am Tue, 23 Dec 2003 16:29:47 +0100, meinte Rolf Bombach

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Das ist der Grund, warum die "Bedarfsbastler" immer weniger werden.
Bei Jugendlichen war sicherlich das "zweckfreie" Basteln auch weit
verbreitet. Aber wenn man nicht mehr "sinnvolle" Sachen sinnvoll (und
billiger) basteln kann, fällt dieser Anreiz weg.

Beste Grüße und fröhliche Weihnachten

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
          D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11
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Re: Kosmos Electronic Digital

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Full ACK! Wenn man sich schon die Mühe macht, will man das auch
honoriert sehen und nicht schon im Voraus wissen, daß es auf jeden fall
teurer wird, als wenn man irgendwo einfach tewas bestellt. Wenn beim
Euigenbau dann auch noch irgend etwas schief geht, es nicht wie
gewünscht funktioniert, man ein falches Teil einkauft etc. hat man
sowieso noch teils erhebliche Zusatzkosten!

Gruß Lars

Re: Kosmos Electronic Digital
Hallo Lars,

Lars Mueller schrieb:
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das Verhalten, das Du beschreibst, hat nichts mit Hobby zu tun.
Aber es ist heute eben so, dass alles in Cent und Euro gegengerechnet
wird. Wenn lediglich die finanziellen Gesichtspunkte im Vordergrund stehe=
n,
dann sollte man das Ganze besser vergessen. Ich kenne kein anderes Hobby,=

bei dem eine finanzielle Ersparnis im Vordergrund steht bzw. stehen kF6%n=
nte.
Oder nenne mir 'mal die finazielle Ersparnis bei: Modellbau, Sport, musiz=
ieren,
Computer, Videospiele etc. etc. Das kostet alles nur Geld, und deshalb st=
ellt
sich diese Argumentation in diesen Bereichen erst gar nicht.
FFC%r mich standen finanzielle Aspekte nie im Vordergrund, als ich die El=
ektronik
noch als Hobby betrieben habe. Im Gegenteil: das Hobby hat mich damals ga=
nz schF6%n
viel Geld (Lehrgeld) gekostet. Die GerE4%te fertig zu kaufen hE4%tte mich=
 schon
von 15 Jahren deutlich weniger Geld gekostet.
Und warum alle denken, dass die GerE4%te heute alle viel billiger und bes=
ser
fertig zu kaufen seien, verstehe ich nicht ganz:

1.) Gibt es auch heute noch viele GerE4%te, die man selbst bauen kann/kF6%
nnte,
nicht als FertiggerE4%te zu kaufen.

2.) Wenn ich manchmal aus Neugier meine neu erstandenen GerE4%te, egal au=
s welcher
Sparte, aufschraube und den Inhalt begutachte, dann sehe ich wieder einma=
l,
dass auch groDF%e Firmen nur mit Wasser kochen. Denn zaubern kann auch he=
ute
noch niemand, und einige der GerE4%te, die heutzutage auf den Markt komme=
n,
kann man nur als Schrott bezeichnen.

Deshalb baue ich mir z.B. auch heute noch meine Lautsprecherboxen selbst.=

Und wer denkt, dass der "Heimkino"-Schrott im 200-Euro-Bereich mit selbst=
gebautem
mithalten kann, der wird sein blaues Wunder erleben. In der Konsumindustr=
ie wird
halt entweder der billigste Mist verarbeitet, oder die GerE4%te gehen ric=
htig ins Geld.

ciao
Marcus


Re: Kosmos Electronic Digital

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Das ist so nicht richtig: Hobbys sind teuer, um sich damit beschäftigen
zu können, wird eine menge technisches Gerät benötigt. Es kann also
nicht sein, daß man für ein Hobby die selbe professionelle Ausrüstung
kauft, wie die Entwicklungsabteilung einer Firma. Man muß einfach bei
jedem Hobby, das man sinnvoll betreiben will, auf das Geld achten. Es
gibt zwar immer ein paar Ausnahmen von Lueten mit sehr, sehr viel Geld,
die unbedingt das teuerste kaufen müssen, wie man manche mit teurer
Ausrüstung hier in der Gruppe auch schon gefunden hat, diese konnten
jedoch nicht immer unbedingt mit ihrerer Kompetenz überzeugen. Aus wenig
viel machen zu können, das ist auch etwas, das zu einem Hobby
dazugehört. Wer jetzt z.B. digitalen Kurzwellenrundfunk aus technischem
Interesse einmal ausprobieren will (Wie ist der empfang, wie die
Störsicherheit in der Praxis im vergleich zum analogen etc.), der kann
jetzt einen teuren neuen Empfänger oder ein Entwicklerboard dafür bauen
und teure Software kaufen, oder er sucht sich Freeware und baut einen
Mischer. Im zweiten Fall, nämlich wenn man auf das Geld ein bißchen
achtet, lernt man mehr und kann sich mit einem größeren Themenbereich
beschäftigen, da nicht gleich nach den ersten Gehversuchen das Geld aus
ist. Natürlich muß man irgendwann wissen, wo man sparen darf und wo
nicht, wie z.B. beim Lötgerät.

Gruß Lars

Re: Kosmos Electronic Digital

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Hoppla, da sollte kaufen stehen. Entweder einen teuren Empfänger kaufen
oder einen vorhandenen oder günstigen analogen Empfänger mit einer
kleinen Platine mit Mischer etc. umbauen.

Re: Kosmos Electronic Digital

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Das ist so eine Sache, was man erwartet. Natürlich wird
ein Eigenbau-Empfänger mit mehreren ZF-Filterkreisen
Trennschärfer sein, als ein Weltempfänger mit digitaler
Frequenzanzeige, für unter 10 Euro, nur fehlt eben dann
an dem Eigenbaugerät immer noch die genaue Digitalanzeige,
die kann man da zwar auch mit einen Frequenzzähler
nachrüsten, aber dann kommt der Preis schon ziemlich nahe
an das was ein vergleichbar guter Weltempfänger kostet.

Also es ist schon so, Preislich lohnt der Selbstbau nicht,
aber Spaß macht das basteln trotzdem, und wenn ich sehe,
wie viel Geld mein Bruder in sein Hobby-(Enduro)-Motorrad
steckt, da komme ich immer noch billiger davon...

Frank


Re: Kosmos Electronic Digital
Hi,

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Hier ging es ja gerade um digital Funk, und ist der Selbstbau
mit verlagern der kompletten Filterung in Software auf
den heimischen PC ein wirklich nette Lösung.
Das lohnt dann sogar Preislich, da die notwendige Software,
bis auf das MP3Plus, OpenSource ist.



Re: Kosmos Electronic Digital
Am Tue, 30 Dec 2003 17:08:29 +0100, meinte Marcus Woletz

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Warum nicht? Im Vordergrund steht bei Elektronikbasteln natürlich das
Selbermachen. Aber es kostet wie jedes andere Hobby auxg Geld. Und
wenn ich für weniger Kosten etwas besseres fertig kaufen kann, ist
zumindest auf Dauer (für den Einzelfall des "Ich kann das selbst/auch)
definitiv kein Anreiz mehr vorhanden.

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Es steht nicht im dem Sinne im Vordergrund, daß es die maßgebliche
Motivation wäre. Aber das Gegenteil zerstört die Motivation.

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schön
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Warum haben Sie es dann betrieben? Sie haben 15 Jahre lang vor sich
hin gebastelt rein um des Bastelns willen, obwohl es alles, was Sie
gebastelt haben, genau so und tatsächlich für weniger Geld im Laden
nebenan zu erhalten war? Sorry, aber das glaube ich Ihnen nicht.

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Sicherlich nicht alles, aber man darf die Sache nicht aus der Sicht
des professionellen Bastlers betrachten. Der Anfänger ist ja in einer
ganz anderen Situation, er versucht sich an kleinen Dingen, aber nach
einer gewissen Zeit fragt er sich eben, was mit dem, was er da so
fummelt, auch anfangen kann. Als ich vor 35 Jahrne mit dem Kram anfing
waren bspw. die wenigen Geräte, die man so hatte (kleiner
Cassettenrecoder, dann Stereoanlage) verbesserungs- bzw.
änderungsfähig und -möglich oder manche Dinge gab es nicht bzw. nur
für vergleichsweise sehr viel Geld (Lichtorgel, Digitaluhr,
Mischpult). Das war letztlich die Motivation, die Sache
weiterzubetreiben - bis hin zum modularen Analog-Synthie. Wenn es
bspw. damals bereits Keyboards wie heute (zu den heutigen Preisen)
gegeben hätte mit hunderte von Presets plus Synthie-Sektionen hätte
ich mich vor 25 Jahren sicherlich nie für den Bau des Synthie
interessiert. Das gilt heute unverändert: Nach längerer Pause habe ich
erst ´95 wieder ernsthafter mit Elektronik weitergemacht - aber
ausgelöst und primär am Leben erhalten durch mein damals (wegen der
Kinder) wiedererwachtes Interesse an Modellbahn. Wäre es nicht
möglich, die verglichen mit etwa Geräten aus der
Unterhaltungselektronik doch recht teuren (ja, ich weiß, daß die
Entwicklung und Fertigung Geld kostet und sich bezahlen machen muß)
kommerziellen Produkte durch entweder bessere, den eigenen Bedürfnisse
besser entsprechende oder  deutlich billigere Eigenbasteleien
(jedweder Art) zu ersetzen, würde ich mit damit nicht befassen. Dabei
rechne ich die die aufgewendete Zeit nicht ein - und zwar nicht, weil
man das im Hobbybereich nicht macht, sondern weil sie von der
Berufsarbeitszeit nicht abgeht. Natürlich macht die Bastelei, das
Selbermachen (das im "richtigen" Heimwerkerbereich zweifellos auch
finanzielle Vorteile hat) Spaß, aber wenn dies nicht auch sonstige
Vorteile hätte wären andere Beschäftigungen attraktiver.

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Wesentlich eingeschränkter als früher und das erforderliche Know-how
ist viel größer als früher.
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Nische. Das war früher aber auch so.

Woran liegt es aber sonst, daß der Nachwuchs fehlt? Ich stelle es doch
selbst bei meinen eigenen Kindern: Sie sind dank Vater und Mutter mit
chronischen Selbermachern und Bastlern umgeben - aber trotz durchaus
ernsthafter Bemühungen, sie an die Elektronik heranzuführen, ist nicht
das geringste Interesse dafür vorhanden. Sie fragen sich bzw. mich
nach dem Sinn - und da muß ich passen: Natürlich können sie auf dem
blutigstens Anfänger-Niveau damit nichts "sinnvolles" anfangen. Dito
mit Patenkindern.

Beste Grüße

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
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Re: Kosmos Electronic Digital
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Genau das selbe habe ich mir gerade eben überlegt. Ich hatte mich
mit 10 Jahren, eben wegen des Kosmoskastens, für Elektronik interessiert.
Das ebbte dann aber ab weil man damit eher wenig anfangen konnte.
(Und das Mittelwellenradio nie funktionierten wollte)

Ich habe mich dann dem Computer zugewand. (Progammieren, Administrieren
und ich bin sehr gut darin geworden) Aber irgendwann habe
ich gemerkt das man damit nicht so viel anfangen kann.
Im Endeffekt bekommt man alles 100%ig raus (Also man findet
jeden Fehler in der Software etc.) und das Berufsleben von
einem Progammierer/Administator etc. fand ich auch nicht so
spannend weil man nicht wirklich was neues schafft.

Erst mit den Kentnissen der Sekundarstufe 2 macht es wieder Sinn
sich mit der Elektronik zu beschäftigen. Es fehlte einfach die
Mathematik/Physik (und die allg. menschlichen Reife ;-) ).

Und hier schließt sich der Kreis doch wieder. Hätte ich nicht
mit 10 Jahren mit Kosmos gebastelt hätte ich jetzt evt. Informatik
studiert.

Es macht also durchaus Sinn Kindern vielfältige Betätigungsmöglichkeiten
zu zeigen.

Tschüss
 Martin L.

Re: Kosmos Electronic Digital
Hallo Herr KF6%nig,

RA Dr.M.Michael KF6%nig schrieb:
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Dann betreiben Sie die Sache nach meiner Definition nicht als Hobby.
Ich kenne nE4%mlich kaum ein Hobby, mit dem man Geld verdienen/sparen
kann. Entsprechende (Gegen-)Beispiele hatte ich bereits genannt.
Wenn fFC%r Sie der einzige Anreiz eine finanzielle Ersparnis ist, dann
sollten Sie dieses Hobby schnellstens aufgeben.


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nnte.

Wieso?! ZerstF6%rt die Tatsache, dass Tennis-, Squash- oder was weiDF% ic=
h
spielen eine Menge Geld verschlingt, auch Ihre Motivation?

[...]
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Ganz einfach: weil es mir riesigen SpaDF% gemacht hat! Evtl. ist das
auch der Unterschied, weshalb ich im Gegensatz zu Ihnen mein Hobby
zum Beruf gemacht habe.

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Sehr oft war das selbstverstE4%ndlich der Fall, wenn auch nicht immer.

Ich mF6%chte Ihnen ein weiteres Beispiel nennen:
Mit meinem ersten Baukasten, dem Philips Elektronik Erstkontakt,
war, nach vielen hervorragenden ErklE4%rungen und Experimenten zu
den einzelnen Bauteilen, eine der ersten Schaltungen ein20%
"Treppenlichtautomat": einmal kurz die hFC%bsche rote Taste gedrFC%ckt,
und das LE4%mpchen hat einige Zeit geleuchtet.

Das gabe es damals aber auch schon an jeder StraDF%enecke zu kaufen,
und trotzdem hat es mich nicht davon abgehalten, unglaublich
begeistert von der Schaltung zu sein.

[...]

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OK, das mag stimmen. Es gibt jedoch auch heute noch einige Nischen,
wo sich das Selbstbauen, wenn man das unbedingt als Motivationskriterium
sehen mF6%chte, noch "lohnt"

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Ich kenne das Problem. Habe selbst schon erfolglos versucht, Jungs
an das Elektronik-Hobby heranzufFC%hren. Das ist zwar etwas deprimierend,=

war aber frFC%her auch schon so. Ich kannte genFC%gend Leute in meinem20%
Umfeld, die sich kurzzeitig auch mit der Elektronik beschE4%ftigt haben.
Und auch frFC%her schon haben es diese Jungs, unter anderem aus den von20%
Ihnen oben genannten GrFC%nden, schon sehr bald wieder aufgegeben. Der We=
g
zum ersten Erfolg war einfach zu lang.

Ich denke auch, dass in der zurFC%ckliegenden Zeit einfach ein Wandel von=

der aktiven zur passiven Freizeitgestaltung stattgefunden hat.
Nicht viel anders ist es bei der Berufswahl: heute stehen die Verdienst-
mF6%glichkeiten im Vordergrund. Als ich mein Studium begonnen hatte,
gab es durchaus noch ca. 20% der Komilitonen, die aus Begeisterung
an diesem Gebiet den Beruf gewE4%hlt haben.

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ciao
Marcus


Re: Kosmos Electronic Digital

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Das wird jedoch auch durch mehrmaliges Wiederholen nicht richtiger.
Jedes 'Bastel'-Hobby kann Geld sparen,
denn man kann sich ja alles was man so basteln koennte, auch fertig
kaufen oder von einem Handwerker fertigen lassen.
Ob Autobasteln, Haeuslebauen, Modellbau oder Tiffany-Glasarbeit.
Bei allen Hobbys kommt man zu Objekten billiger als fertig gekauft
und spart somit Geld (wenn man denn die produzierten Objekte selber
haben will, ansonsten kann man sie ja auch verkaufen).
Selbst Musik als Hobby bringt oft Geld.
Die Geld-verschlingenden Hobby wie Bungee-Jumping, Jetski-Fahren, etc.
sind eh Erfindungen der modernenen geldabzockenden Freizeitindustrie,
die nur zeigt, das die Gesellschaft eher zu viel Geld hat, als zu wenig.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: Kosmos Electronic Digital
Am Thu, 01 Jan 2004 13:45:02 +0100, meinte Marcus Woletz

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Was ist denn Ihre Definition von "Hobby"? Etwa als "sinnlose und nur
Geld kostende Freizeitvernichtung"? Nun, in diesem Sinne ist für mich
Elektronik in der Tat kein Hobby. Allerdings ist dies auch eine ganz
spezielle Definition, die zweifellos nicht verallgemeinerungsfähig
ist.

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Sicher findet man reichtlich Hobbies, die nur Geld kosten. Und ebenso
findet man reichlich Hobbies, die Geld sparen - wenn nicht gar
bringen. Schon Elektronikbasteln, um das es hier ja geht, kann je nach
Ausgestaltung, Ausrichtung und Fähigkeiten Geld sparen helfen. Bei mir
ist es der Schwerpunkt Modellbahnelektronik - zugegebenermaßen in
einem Bereich, der zum Bereich des "Zores" zählt. Anders bei jenen,
die die bewunderswerte Fähigkeit besitzen und Fernseher, Videorecoder
und CD-Player reparieren zu können. Hier ist es evident. Und für
denjenigen, für den jedes defekte Gerät eine Herausforderung und jede
gelungene Reparatur so viel bedeutet wie für manche ein überlebter
Fallschirmabsprung, bietet dies auch die Möglichkeit, mit Spaß an der
Sache mit seinem Hobby Geld zu verdienen. Dadurch wird das Hobby noch
lange nicht zum Beruf - eröffnet aber die Möglichkeit, die
unzweifelhaften Kosten zu reduzieren oder gar noch mehr davon zu haben
als nur den Bastelspaß. Ähnlich ist es beim chronischen Selbermacher,
Heimwerker. Der macht es nicht gewzungernermaßen sondern weil es ihm
einfach Spaß macht - und daß er jede Menge dabei einsparen kann (oder
zumindest seinen Maschinen- udn Gerätepark damit finanziert) liegt auf
der Hand. Dennoch ist es "nur" ein Hobby.

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Sie scheinen nicht zu lesen oder lesen zu wollen. Ich habe doch
ausdrücklich geschrieben. daß primär die Freude am Selbermachen (im
weitesten Sinne) maßgeblich ist, aber allein diese Freude zumindest
bei mir nicht genügt. Das schließt natürlich nicht aus, daß für andere
dieser Aspekt völlig ohne Bedeutung ist und sie sinn- und zweckfrei
vor sich hin basteln. Suum cuique.

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Das ist doch offenkundig etwas anderes als Elektronikbasteln. Außerdem
ist "Geld sparen" nur eine der möglichen Umstände, die dieses Hobby
attraktiv machen/machten. Ebenso die Möglichkeit, Dinge zu schaffen,
die man nicht so einfach (oder wenn dann nur für _sehr viel_ Geld)
kaufen kann. Und bitte, es dürfte kein Zweifel daran bestehen daß die
große Masse der Elektroniker nicht so gut betucht ist, daß sie
Unsummen für ein Gerät ausgeben würden, daß sie selbst für einen
bruchteil slebst bauen können.

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D.h. obwohl Sie Gerät für 10,- im Laden bekommen konnten haben Sie es
lieber für 30,- plus Zeit plus Risiko des Scheitern selbst gebaut? Das
gerät - von bestimmten Ausnahmen und Motivationen mal abgesehen -
schon in den Bereich der Obsession.
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Das Beispiel hinkt ziemlich, den Sie haben damit nicht ein Gerät, das
Sie brauchten oder zu brauchen glaubten substituiert oder verbessert
sondern gelernt. Ich meine den Fall, daß Sie bspw. Musik machen und
für 1.000,- ein Hallgerät selbst bauen obwohl Sie ein besseres Gerät
für 300,- im Laden kaufen können. Diese Situation gab es vor einigen
zehn Jahren nicht, heute aber sehr wohl.

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Richtig Aber leider, und das ist der maßgeblich Umstand, immer
weniger.
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Oh nein, früher (ich meine jetzt nicht popelige 5 oder 10 Jahre
sondern wirklich "früher" - als es keine Computer und Gameboys usw.
usw. gab) war dies anders. Auch wenn nur ein Bruchteil der
Elektronikbastler Elektroniker wurden, rekrutiert sich aus den
damaligen Elektronikbastlern die Masse der heutigen Hobby-Elektroniker
- die bezeichnenderweise weit, weit überwiegend aus älteren
Herrschaften besteht. Wer steht denn bei Conrad an der Bauteiletheke?
Kaum ein Jugendlicher, kaum ein Schüler.

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Das beschreibt _nicht_ die Situation vor 20, 30 Jahren. Da gab es noch
genügend Erfolge, auch nach kurzer "Lehrzeit".

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Naja, sonderlich aktiv ist das Herumsitzen und Herumlöten auch nicht -
wenn man es auch nur mal mit sportlichen Tätigkeiten vergleicht.

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Ach was, das war schon immer für viele ein Beweggrund. Und spielt auch
heute für viele keine Rolle - warum gibt es denn imme noch Stundenten
der Gemanistik, Archäologie, Kunstgeschichte  usw usw. - alles
weitgehed allgemein bekannt brotlose Künste ...

Beste Grüße

Dr. Michael König
--
    RA Dr. M. Michael König * Anwaltskanzlei Dr. König & Coll.
          D-65843 Sulzbach/Ts. * Antoniter-Weg 11
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Re: Kosmos Electronic Digital

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[...]
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Das ist wahr.

Allerdings sorgen mittlerweile weiter fallende Preise für Neugeräte,
zunehmende Komplexität der Geräte sowie zunehmende Schwierigkeiten bei
der Ersatzteil- und Dokumentationsbeschaffung für ein "natürliches" Ende
der Entwicklung. Es lohnt einfach oft auch für den Hobbyisten nicht
mehr.  

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Ja. Der besondere Reiz besteht (zumindest für mich) darin, Geräte zu
schaffen, die eine ideal den eigenen Bedürfnissen angepaßte
"Benutzeroberfläche" (im weitesten Sinne) haben. Das kann kein Gerät von
der Stange leisten. Richtig reiche Leute können sich solche Unikate
natürlich auch anfertigen lassen.

Allerdings ist die "Benutzeroberfläche" heutzutage zum größten Teil
Software und hat mit der klassischen Elektronik immer weniger zu tun.  


Re: Kosmos Electronic Digital

 >Allerdings sorgen mittlerweile weiter fallende Preise für Neugeräte,
 >zunehmende Komplexität der Geräte sowie zunehmende Schwierigkeiten bei
 >der Ersatzteil- und Dokumentationsbeschaffung für ein "natürliches" Ende
 >der Entwicklung. Es lohnt einfach oft auch für den Hobbyisten nicht
 >mehr.  

Das stimmt nicht. Die stark fallenden Preise fuer Neugeraete sorgen
naemlich auch dafuer das man immer mieser verarbeiteten Schund kaufen
muss. Deshalb wird hier auch noch in 20 Jahren mein CD-Player von
1985, der Verstaerker v0n 1986 und die IBM-Tastatur von 1991
stehen. Nur um mal drei einfache Beispiele zu nennen.
Dabei ist es mir ganz egal was ich fuer einen Aufwand dazu betreiben
muss.

 >Allerdings ist die "Benutzeroberfläche" heutzutage zum größten Teil
 >Software und hat mit der klassischen Elektronik immer weniger zu tun.  

Jein. Eine Benutzeroberflaeche von heute besteht aus 4 Tasten am
DVD-Player und eine Fernbedienung die einfach nur peinlich ist. Eine
Benutzeroberlaeche von 1985 bestand aus ueber 50 Tasten am Geraet und
ein Display mit dem 100fachen Informationsgehalt.

Fuer jeden Euro den ich fuer ein Neugeraet ausgeben muesste investiere
ich lieber vorher zehn Euro in eine Reparatur.

Olaf

--
D.i.e.s.S. (K.)

Re: Kosmos Electronic Digital
Hallo Herr KF6%nig,

RA Dr.M.Michael KF6%nig schrieb:
[...]
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A ha, Modellbahn -- gutes Beispiel fFC%r ein Hobby, das nur Geld kostet.
Da kF6%nnen Sie durch den Selbstbau der Elektronik vielleicht teilweise
Kosten einsparen. Das Modellbahnhobby per se ist aber dennoch mit
Ausgaben verbunden, denen in den seltensten FE4%llen adE4%quate Einnahmen=

gegenFC%berstehen.

[...]
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Sie versuchen stE4%ndig, den Tatbestand Hobby zu F6%konomisieren. Und gen=
au
dabei kann ich nicht zustimmen.

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r andere

1.) Kommen Sie mir ja immerhin soweit entgegen, dass primE4%r die Freude
am Selbermachen maDF%geblich ist. Und ich denke nicht, dass es sinn- oder=

zweckfreie Selbstbauprojekte gibt (von der 0V-Spannungsquelle in einem
Elektor-Schaltungsbuch 'mal abgesehen ;-) )

2.) Was bedeutet Suum cuique?


[...]
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Manchmal schon. Na ja, vielleicht nicht so krasse Unterschiede
in den GeldbetrE4%gen.

[...]


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Da mF6%gen Sie Recht haben.

[...]
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Ich meinte damit auch nicht unbedingt "kF6%rperlich aktiv".

[...]

ciao
Marcus


Re: Kosmos Electronic Digital
Hallo,

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In der heutigen Zeit gibt es höchstwahrscheinlich mehr "versteckte" Hobby
Elektroniker. Ich selbst bin auch davon begeistert nur stehe ich auch fast
nie an der Conrad Bauteiltheke. Ich bestelle die Sachen die ich benötige
fast immer online bei Pollin, Reichelt, Conrad, etc. Als Schüler ist dies
für mich angenehmer, da es im Conrad sehr oft an der Theke sehr voll ist und
ich bis Köln (wo der nächste Markt in meiner Nähe ist) gut 45 minuten
brauche. Durch die Schule (meistens komme ich erst nachmittags nach Hause)
hab ich ohnehin schon relativ wenig Zeit.
Ich denke das ist ein Grund, warum so wenige Jugendliche an der
Bauteiletheke bei Conrad stehen.

Viele Grüße
Henry



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