So mein 1. Projekt mit KiCAD ist fertig und funzt.
- Das Layout auf Papier hab ich ausgeschnitten und auf eine Lochrasterplatte mit einseitigen Lötaugen einfach etwas Tesafilm am Rand festgeklebt.
Die Bauelemente durchs Papier und die Löcher gesteckt.
Die IC Sockel halten im Papier, so dass man die Platine rumdrehen kann. Mit meinem WELLER Lötrahmen umdrehen geht latürnich noch besser, da ein Halteschwämmchen an Bügel.
- Sehr hilfreich ist es, konsequent alle Bauteile auf das 2,54mm Raster zu positionieren. Hab an einige Stellen nicht aufgepasst. Das n. mal stelle ich beim schubsen das Raster in KiCAD fest ein. Wie schon gebeichtet, hab ich die Löcher mit einer kleinen Hautschere gepiekt. (Nur wer 3 Arten des Missbrauchs kennt, beherrscht sein Werkzeug :)
- auch hilfreich sind die Rasterpunkte als Kreuzchen und den Cursor als Crosshair über das gesamte Blatt. Die Punkte sind auf meinem 2560x1440 pixel Monitor nur schlecht zu sehen.
- Leiterbahnen dann mit feinerem Raster ziehen.
- weiterhin sollte man einen Mirror Ausdruck machen. In meinem KiCAD Version 5.1.4 gibt es beim drucken ein Kästchen dazu. Dann ist es einfacher die 'Leiterbahnen' mit den umgebogenen Drähten von Bauelementen nachzubilden.
- das n. Mal werde ich das Layout auf Transparentfolie drucken, die hat sicher besser elektrische Eigenschaften als feucht gewordenes Papier :) Und man kann die Löcher in der Platine viel besser sehen und die Folie ausrichten. Obendrein halten die Bauelemente sicher noch besser. Aber keine Ahnung, was beim Löten passiert, evtl. ist die Folie doch nicht die beste Idee. Evtl. Transparentpapier. Versuch macht kluch.
- ich hab dann in allen Bereichen mit 220V~ unten die nicht benutzten Lötaugen wegdedremelt, besonders in der Trennline der Optoklopper. Damit habe ich ausreichend Abstände im heissen Bereich, ggf. noch einige Trennschnitte und Heissiegelkleber zur Vergrösserung der Kriechstrecken.
- Anfangs mit einem tamponförmigen 10mm Schleifsteinzylinder, danach 3mm Stirnfräser zur Feinarbeit. Mit einer Schleifpapierrolle/Zylinder mit 10mm und deren Kante ging das deutlich besser, auch bei grösseren Flächen. Einfach den Zylinder flach nach dem Motto: dick dropp un die Tür zu :) Die Rolle ist auch deutlich leichter zu kontrollieren, der Stirnfräser möchte schon mal eigene Wege gehen und der Schleifstift raspelt deutlich schlechter.
- Dabei fällt mir (nach Jahrzehnten!!!) auf, dass die Dremel & Co für Rechtshänder dumm rum laufen. Man will ja schliesslich gucken, wie man guckt! Der ganze Schmodder (besonders bei der Schleifrolle) klatscht einem vor den Bauch, Brille und Mundschutz :o
- Feddich, recht ansehnlich geworden. Bin zufrieden.
- So jetzt hab ich mir ein Bier verdient und ein wirrtuelles Bier als Dank an alle, die mich inspiriert haben.
- Ich finds Schade, dass KiCAD kein Backannotation kennt ;( Wie macht man das eigentlich bei Pin und Gateswap im Layout ohne Backannotation?
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang