Meine DKD-Plakette ist von 03.2004 mit 8-seitigem Zertifikat. Ich hatte etwa 1200 EUR per Nachnahme bezahlt. Allerdings inklusive Gossen-Steckernetzteil, RS232-Modul, Windows-Software und 2 x 2 Original-Ersatzsicherungen.
Ich wollte auch Widerstände (0,05%) und Kondensatoren (1%) selektieren können. Weiterhin dB, Leistungen, Energie, Frequenzen und Temperaturen messen können. Und Spannung+Strom TRMS mit Crestfaktor 5. Ich wollte mir insgesamt auch die Mitnahme eines Oszilloskops möglichst sparen.
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L
Leo Baumann
Am 25.09.2022 um 12:37 schrieb Helmut Schellong:
R,L,C-Messung brauche ich nicht im DMM, weil ich dafür dieses hochwertige R, L, C-Messgerät habe, was nahe an das HM8118 von R&S herankommt ...
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TRMS, dB und AC-Messung bis 100 kHz brauche ich auch nicht im DMM, weil ich dafür diesen selbstgebauten TRMS-Pegelmesser habe ...
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Frequenzmessung brauche ich auch nicht im DMM, weil ich gerade meinen alten Frequenzzähler mit einem Präzisionsquarz gepimpt habe, und in den nächsten Wochen diesen hier bekomme ...
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Darum habe ich mich entschieden mein 36 Jahre altes Metex M-4630 kalibrieren zu lassen. Die Kalibriertabelle schmückt seit Gestern meine Werkstattwand :)
Grüße
H
Hergen Lehmann
Am 25.09.22 um 12:04 schrieb Helmut Schellong:
Das hängt davon ab, ob du jemals hochgenaue Messungen in diesen Messbereichen vornehmen musst, ob das unbedingt mit einem Handmultimeter geschehen muss, und last-but-not-least, wie viel Geld du dafür ausgeben willst.
- Spannungsmessungen im 500V-Bereich (erst da wird das Brymen "ungenau") finden zumeist im Kontext Netzspannung statt. Was willst du da mit zig Nachkommastellen?
- AC-Messungen im Bereich 20-100kHz sind eine extreme Nische. Für Audio zu hoch, für Funk und Schaltwandler viel zu niedrig. Ja, ein True-RMS-Multimeter darf Oberwellen nicht unter den Tisch fallen lassen, aber wann hast du zuletzt eine Wechselspannung in diesem Frequenzbereich GENAU messen müssen?
- Ein Handmultimeter muss mechanisch und thermisch einiges aushalten. Das beißt sich ein wenig mit der Forderung nach extremen Genauigkeiten. Für die meisten Anwender dürfte es zweckmäßiger sein, beim Handgerät den Fokus auf Robustheit zu legen. Das gesparte Geld kann in ein gutes Bench-Multimeter investieren werden, WENN man es überhaupt genau braucht.
Wenn *ICH* neu kaufe, evaluiere ich meine konkreten Anforderungen in diesem Augenblick und runde diese moderat auf.
Der Wunsch, sich mit jedem Neukauf immer wieder zu verbessern, geht irgendwann sehr massiv und völlig unnötig ins Geld... ^_-
O
onlinefloh
Kalibrierungen sind insbesondere dann wertvoll, wenn man aus den Abweichungen vergangener Kalibrierungen zuverlässig auf das Verhalten in der Zukunft schließen kann. Denn wenn man die inhärente Drift des Gerätes kennt, und gegebenenfalls auch die Auswirkungen von Umgebungseinflüssen auf die Anzeigewerte *des konkret vorliegenden Gerätes* ermittelt hat, dann kann man viel präziser voraussagen, wie groß die systematische Abweichung dieses Gerätes zum Zeitpunkt X unter Umgebungsbedingungen Y sein wird, als dies nur mit den im Datenblatt angegebenen Unsicherheiten möglich wäre. Zwischenzeitliche Justagen - welche quasi Sprungstellen in der Abweichungsfunktion darstellen - machen diese Vorhersagen mindestens erheblich schwieriger. Darüber hinaus gibt es auch Berichte, daß solche Justagen auch die systematischen Abweichungen des Gerätes ändern können, womit Vorhersagen zukünftigen Verhaltens basierend auf der Vergangenheit vollständig unmöglich werden.
Damit die ganze Geschichte aber irgendwie lohnenswert ist, muß schon etwas Aufwand getrieben werden, was für ein "einfaches" Handmultimeter und die damit erzielbaren Verbesserungen kaum sinnvoll scheint. Für metrologische Anwendungen mit entsprechend gut kalibrierten Geräten hingegen gibt es durchaus eine signifikante Menge an Nutzern, die solche Justagen kategorisch ablehnen, selbst wenn das Gerät die spezifizierten Bereiche weit verlassen hat. Ob man Korrekturen für bekannte Effekte durch Justage im Gerät vornimmt oder aber hinterher bei der Auswertung numerisch in die Messwerte einarbeitet, ist nämlich für das Endergebnis irrelevant.
Gruß, Florian
H
Helmut Schellong
Ich will AC-Spannungen mit besserer Genauigkeit als 4% messen können (bei 20 kHz).
51 Volt werden auch in diesem Meßbereich gemessen. Beispielsweise Labornetzteile gehen recht oft bis 80V.
4% Fehler möchte ich da nicht haben.
Premium-Audio reicht bis mindestens 200 kHz, HighEnd bis 1 MHz. Es geht hier gar nicht um den Frequenzgang des Ohres. Man muß solche Geräte auch ausmessen können.
Ich habe mich damals deshalb auch gegen das Handgerät Gossen_MetraHit30M mit Auflösung 1200000, 0,003% Abweichung und Crest=10 entschieden.
Die Handgeräte von Gossen haben zwecks Robustheit u.a. eine dicke Gummihülle und zwei Schmelzsicherungen bis 10mm Dicke.
Man muß genau lesen, was ich schrieb!: "nicht (insgesamt) verschlechtern" Das bedeutet nicht, daß ich mich (unbedingt) verbessern will.
M
Marte Schwarz
Hi Leo,
Den Schaltplan gibts doch. Die Abweichungen kennst Du. Jetzt setz doch Deine Rechenkünste ein, um die erforderlichen parallel- und Reihenwiderstände zu errechnen, die Du ergänzen musst, um dann die Fehler zu eliminieren.
Die Frage, die sich mir stellt: Wozu braucht man solche Genauigkeiten?
Marte
L
Leo Baumann
Am 26.09.2022 um 11:43 schrieb Marte Schwarz:
Die Widerstände für die Messbereiche sind teilweise integriert. Ich werde da nicht dran herumlöten.
Ich habe das relativ genaue Metex M-4630 am 20.10.1986 gekauft, damit ich zumindest eine Digitalanzeige für DCV und DCA in der Werkstatt habe. Mit einem genauen DMM kann man ja auf Spannungs- u. Stromnormale verzichten. Die Anzeigen von Labornetzgeräten und ähnlichem sind ja mehr oder weniger nur ungefähr.
Ein neues DMM in der Genauiglkeitsklasse des Metex M-4630 ist teurer als eine Kalibrierung. Darum habe ich es erstmal eingeschickt.
Habe mir die Kalibriertabelle aufgehängt und rechne die Fehler bei Bedarf weg.
Nächstes Jahr reinige ich die Kontakte des Messbereichsschalter und lasse das dann nochmal kalibrieren.
Grüße
A
Andreas Neumann
Du hast meinen Beitrag vom 23. nicht gesehen. Naja, kann ja mal vorkommen.
H
Helmut Schellong
Beispielsweise zum Selektieren von Bauelementen.
Weiterhin sollte die Frage beantwortet werden, warum es viele hochgenaue DMM gibt. Warum wurde z.B. Metrahit_30M mit Auflösung 1200000 und 0,003% Abweichung auf den Markt gebracht? Jeder größere Hersteller hat auch Premium-Modelle im Angebot. Gewiß nicht nur für's Renommee.
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L
Leo Baumann
Was ist daran falsch ein 36 Jahre altes Messgerät zum 1. Mal kalibrieren zu lassen? Soll ich das wegschmeissen?
H
Hergen Lehmann
Am 26.09.22 um 11:43 schrieb Marte Schwarz:
Keine gute Idee. Jede Veränderung am Gerät hat zur Folge, das die teuer bezahlte Kalibrierung hinfällig ist!
Besser, man lebt jetzt erst mal mit der genau bekannten Abweichung, rechnet diese bei Bedarf heraus, und behält den mittelfristig notwendigen Neukauf im Hinterkopf (so wie es Leo ja auch vorhat).
Selektieren von Bauteilen wurde schon genannt.
Manch einer muss Geräte abgleichen und braucht dafür eine vertrauenswürdige Referenz.
Bei fast jedem, der sich mit Elektronik beschäftigt, sammeln sich mit der Zeit zahlreiche Strom- und Spannungsmessgeräte an (Multimeter, Zangenamperemeter, Messfunktion im Labornetzteil, Messfunktion im Scope, USB-Tester, etc.). Alle zeigen leicht andere Werte an, alle zur Kalibrierung einschicken wird teuer bzw. ist bei China-Gadgets gar nicht möglich. Besser man hat EIN Gerät, das eine Genauigkeitsklasse besser ist als der Rest, und kann mit dessen Hilfe dann selbst kalibrieren.
Mein Bench-Multimeter kann die erfassten Messwerte auch statistisch auswerten (Histogramm, Mittelwert, Standardabweichung, etc). Das hat sich als sehr nützlich für stark schwankende Messgrößen erwiesen. Ohne eine gewisse Marge bei der Auflösung würde die Statistik nur das Rauschen des A/D-Wandlers bewerten, nicht das Verhalten der Messgröße.
M
Marte Schwarz
Hallo Andreas,
Deinen Beitrag hab ich gelesen. Wir sind uns ja auch gar nicht so uneins. Vielleicht hat Leo aber ja tatsächlich eine konkrete Anwendung, bei der er mehr braucht. Das würde mich eben ernsthaft interessieren.
Marte
M
Marte Schwarz
Hi Helmut,
Wozu dann eine Grundgenauigkeit von 0,0x%
Genau diese Fragen stelle ich.
Wozu braucht man PKW mit >100 PS? Ganz ehrlich, ich weiss es nicht. Ich hab zu Zivi-Zeiten einen VW-Bus und einen Passat mit 54 PS gefahren. Mir hat nie etwas gefehlt. Mein Astra hatte 71 PS, der 2CV6 27PS. Ok, beim 2CV hatte ich mir an manchem Berg ein paar Pferde mehr gewünscht. Aber jenseits der 54 PS hab ich nie wirklich was davon gebraucht. Trotzdem hat heute jeder Kleinwagen mehr.
Marte
M
Marte Schwarz
Hi Hergen,
Dafür reicht fast immer eine Reproduziergenauigkeit. Meinetwegen auch eine Referenzmessung oder die Kenntnis der Abweichung eines Gerätes.
In welcher Präzision? Wo konkret musstest Du mal was abgleichen, wo ein derart genaues Messgerät "wirklich" erforderlich war?
Warum soll es nicht möglich sein? Kalibrierung ist nicht Justierung.
Dafür habe ich meine AD584 Referenzquelle. Für meinen Bedarf ist die genau genug.
Marte
V
Volker Bartheld
Für Tempi oberhalb von 200km/h? Falls Du mit 5 Personen und Reisegepäck einen 2t-Wohnwagen mit 80km/h den Brenner raufziehen willst? Um am Sonntag vor der Autowaschanlage der Held zu sein? Was braucht man schon?
Das liegt daran, daß man aus zwangsbeatmeten Downsizetriebwerken problemlos marketingwirksame 100PS/Liter Hubraum und mehr rausquetschen, für die typische Kriechfahrt über Stadt und Land aber dennoch mit halbwegs zivilem Durst aufwarten kann.
Die nach diesen Gesichtspunkten unter dem Rotstift des Controllers hergestellten Kraftfahrzeuge sind nach 5-8 Jahren bei den aktuellen Ersatzteil- und Werkstattpreisen nicht mehr sinnvoll instand zu setzen (kapitale Schäden an Zylinderkopf incl. Injektoren, Ölverdünnung, kaputte Turbolader mit Kollateralschäden am Kat, gefressene Kurbelwellen- und Pleuellager, usw.), was aber fürs Clientel kein Problem darstellt, weil deren Turnus deutlich darunter liegt.
Über den Rest freut sich der Schrotti oder die Schrauberbutze in Osteuropa.
Volker
H
Hergen Lehmann
Am 27.09.22 um 09:22 schrieb Marte Schwarz:
Dafür brauchst du erst mal eine Referenz in der Nähe des gewünschten Wertes und mit hinreichend genau bekannten Eigenschaften. Und kannst damit dann genau einen Messbereich kalibrieren.
Ein Multimeter mit guter Genauigkeit ist sehr viel universeller und kostet (wenn es keine Nobelmarke sein muss) nicht sooo dramatisch viel mehr wie ein Schätzometer. Einen kompletten Satz Referenzen für alle Messbereiche bekommst du für dieses Geld nicht.
Weil die technischen Daten dieser Gadgets durch den Hersteller nicht hinreichend genau spezifiziert sind, um eine qualifizierte gut/schlecht-Aussage machen zu können. Weil sich kein professioneller Dienstleister darauf einlässt, auf so vager Grundlage zu arbeiten.
Schön, wenn man Zugang zu einer hinreichend genauen Referenz hat, um selbst eine Aussage treffen zu können - aber da sind wir wieder genau an dem Punkt, das es hilfreich ist, wenigstens EIN genaues Multimeter im Labor zu haben.
Damit kannst du aber nur genau einen Spannungsmessbereich kalibrieren. Und auch den meist nicht nach Herstellervorgabe.
L
Leo Baumann
Am 27.09.2022 um 10:27 schrieb Hergen Lehmann:
Ich denke, wenn man ein sehr genaues DMM im Labor hat, kann man auf Referenzen für Spannung und Strom verzichten. Die sind sowieso teurer als ein gutes DMM. Außerdem gibt es ja noch Wechselspannungen u. -Ströme.
Grüße
H
Helmut Schellong
Aus meiner Sicht kann das eigentlich nur ein Quasi-Kalibrierdienst sein. Ich sage das mangels ausdrücklicher Informationen.
H
Hanno Foest
Am 27.09.22 um 09:17 schrieb Marte Schwarz:
Hab ich auch nie so recht verstanden, aber Freunde aus der Schweiz versicherten mir, daß man das brauche. Als wir dann mal mit meinem Mitsubishi Colt (1,3l, 75PS), vollbesetzt mit 4 Personen und Gepäck, tatsächlich in der Schweiz einen Berg nur mit Anlauf hochgekommen sind - wir mußten halten wegen Gegenverkehr, und danach ging Anfahren nicht mehr, wir mußten zurückrollen bis zu einer flacheren Stelle - war das dann besser nachvollziehbar.
Hanno
H
Helmut Schellong
Zum Selektieren und als Referenz.
Es gibt zwei Konzepte beim Selektieren: o Mehrere Bauelemente, die _untereinander_ besonders eng zusammen stehen. o Bauelemente, die möglichst geringe Abweichungen von einer Vorgabe haben.
Es hat auch schon jemand Anderer geantwortet.
Das 30M ist aus meiner Sicht ein Referenz-Spezialist mit wenig Meßgrößen. Ich wählte stattdessen das viel universellere 29S.
Ich habe Frequenzweichen 10. Ordnung entwickelt.
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zwei Shell-Skripte: Weichen-Mathematik + R-Parallelschaltung
Ich habe Beyschlag Minimelf 1% von 10R..1M, je 50 bis 200 Stk. zum Selektieren.
Ich hatte als erstes eigenes Auto ab 1974 einen Ford Capri 2,3L_SHC 108/126 PS, 6 Cyl. Als Student Ford Granada, 90 PS/6 Cyl. Ford Sierra, kurzzeitig. Opel Senator 2,5E, 136 PS, 6 Cyl. Opel Omega 3000 24V, 3L, 204 PS, 6 Cyl. Audi A6 4.2L quattro, 1999, 300 PS, 40V, 8 Cyl. [1]
[1] Ich suchte nach einem Opel Insignia ~2.8L, ~240 PS, 6 Cyl. . Den Audi habe ich heute noch.
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