IoT WLAN mit und ohne Cloud

May 23, 2020 15 Replies
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Hallo,



gegeben sind WLAN-Steckdosen, vermutlich mit Tuya-Chip:

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Viele, mich eingeschlossen, mögen es nicht, wenn Daten und Schaltbefehle außerhalb des Hauses verarbeitet werden oder gar über Sicherheitslücken abfließen und flashen daher diese Geräte, um sie lokal ansteuern zu können.
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Toll, aber vielleicht kann man den Aufwand vermeiden, denn interessanter Weise funktioniert einfaches Ein/Aus mit der Tuya Smart Life App auch dann noch, wenn man die Steckdose mittels Kindersicherung vom Internetzugang abschneidet. Sie funktioniert sogar dann noch, wenn man sein Heimnetz komplett vom Internet trennt. (Natürlich hat auch das Handy, worauf die App läuft, keinen Internetzugang.)



Ein paar Unregelmäßigkeiten gibt es aber trotzdem:


- Die blau LED, die anscheinend "verbunden" signalisiert, geht alle paar Minuten für eine Sekunde aus.


- Nach Start der Tuya Smart Life App dauert es Sekunden bis zu 2 Minuten, bis sie Schaltbefehle annimmt.



Kann jemand erklären, wie das alles zusammenspielt, um die Probleme zu beheben oder das Gerät vielleicht auf andere Weise anzusteuern?



Dass es anders geht, zeigt dieses Produkt:

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AFAIK verwenden alle diese Geräte MQTT-Verbindungen hin zu einem Cloud-Server, und wenn das Handy im gleichen LAN ist, dann kann das quasi "kurzgeschlossen" werden.

siehe z.B.:

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Ich vermute aber, daß umflashen sinnvoller ist, weil gerade dadurch, daß man die Dinger so einfach umflashen kann weniger Motivation da ist, das Originalprotokoll zu reverse-engineeren.

/ralph

Mein Linux-PC hat kein WLAN. Wenn ich dafür einen Raspberry anschaffen und mich einarbeiten muss, ist das leider eine größere Sache.

Wenn du schon Linux benutzt ist das gar kein so großer Unterschied.

Gerrit

Ein Linux-tauglicher WLAN-Adapter kostet ungefähr 10-20 Euro, und da muß man sich nicht einarbeiten:

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/ralph

Wozu WLAN? Sind die so verschweisst, daß man die nicht aufbekommt?

Nahezu alle ESP8266-Devices lassen sich problemlos per UART flashen - Kollege kam gerade mit diesen hier, die auch noch upgrade-freundlich sind:

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Meine Shelly1/Shelly2.5 habe ich per UART geflasht - das geht schneller, als extra ein spezielles Linux auf einem Raspi zu installieren (und das mit dem OtA-Update hängt davon ab, was vorher für eine Firmware 'drauf war, UART geht unabhängig davon immer gleich).

cu Michael

Wobei die Shellys schon besonders "flashfreundlich" sind, mehr als bei denen kann man sich eigentlich nicht wünschen.

Und paradoxerweise (oder auch nicht) ist bei denen auch die Stockfirmware recht brauchbar.

/ralph

Korrekt. Wobei bei den meisten Produkten (z.B. Steckdosen-Zwischenstecker) ja genug Auswahl existiert, da würde ich immer vor dem Kauf recherchieren, wie es mit den Alschlüssen aussieht.

Die hätte man vermutlich verwenden können, ich wollte primär ein gesichertes Setup und habe daher ein leicht angepasstes Tasmota geflasht (im Default muß man die Zugangsdaten für sein WLAN über eine unverschlüsselte WLAN-Verbindung eingeben - das mag ich nicht). Außerdem kann ich so ein billiges Wemos-D1-Board mit identischer Firmware als leicht zugängliche Plattform für Firmwaretests hernehmen.

cu Michael

Bei Billigprodukten, wird keine konkrete Typenbezeichnung angeboten. Selbst auf dem Produkt selbst findet ich keinerlei Beschriftung oder Kennzeichnung. Auch die meist sehr gut fotografierten Bilder zeigen nicht immer das gelieferte Produkt.

Die Ansicht von unten sieht exakt so aus, wie in deinem Link

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mit dem Unterschied, dass die Symbole fehlen. Und eine Schraube ist in dem Kontaktloch auch nicht drin, so dass ich nicht weiß, wie man öffnet.

Wenn man statt der ganz billigen chinesischen die etwas weniger billigen (aber immer noch) bulgarischen verwendet, dann kann man sogar den Support nach solchen Dingen fragen, und kriegt immer das erwartete.

/ralph

Ich hätte die Gosund SP111 für ~11€ jetzt als "Billigprodukt" einsortiert - sind die auch noch zu teuer?

Bei unbekannter Billigst-Ware, wo nichtmal der Chinese eine Bezeichnung aufdrucken will, muß man halt einkalkulieren, daß man ein Gerät schrottet bei der Analyse, wie man die weiteren in Betrieb nehmen kann.

cu Michael

Wäre auch OK, ich habe 8,30 € bezahlt pro 16 A-Steckdose mit Messfunktion bei ähnlicher Bauform.

Muss ich zum flashen den Typ des Gerätes kennen? Der ist ja unbekannt. Anders gefragt, braucht jedes Gerät eine spezifische Firmware?

Zumindest an welchem GPIO-Pin was liegt (Schalter, LED, Relais) muß man konfigurieren, bei Tasmota AFAIK in Form von "device Templates":

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Die Firmware sollte die gleiche sein.

Es tauchen übrigens immer mehr Geräte auf, die keinen ESP drin haben, sondern einen anderen Chip, mit denen hat man kein Glück.

/ralph

Danke, nun ist endgültig klar, dass ich die Finger von dem Fehlkauf lasse. WLAN bzw. Funk allgemein mag ich sowieso nicht, wegen der entdeckten und der unentdeckten Sicherheitslücken.

Jein. Bei Tasmota tut es ein gemeinsames Image, aber Du mußt die Belegung der GPIO-Pins (und bei Strommessung und anderen Sensoren auch den Typ und die Adressen der dort angeschlossenen Sensoren) konfigurieren. Wenn Du nicht weisst, wie die Hardware verdrahtet ist, ist das äquivalent zu "unpassende Firmware".

Für ein OTA-Update mußt Du zusätzlich wissen, welche Firmware vorher 'drin ist und wie man *dieser* Firmware ein Update unterschiebt - es mag da diverse Baugleichheiten geben, aber es gibt halt auch Exemplare, die es anders machen.

Beim Flashen per UART hast Du diese Unwägbarkeit nicht, dafür mußt Du das Teil öffnen und die Pinbelegung der UART-Pins herausfinden.

Sprich: es lohnt sich wirklich, *vorher* zu recherchieren, was man kauft - da bleibt dann je nach Hersteller ein geringes Restrisiko, daß der inzwischen unter gleichem Namen ein neues, "verbessertes" Produkt verkauft, welches dann wieder nicht passt.

cu Michael

So schnell wuerde ich nicht aufgeben. Zum einen koenntest Du versuchen, ob man durch sanftes seitliches "Knetern mit dem Schraubstock" so ein Dingen aufbekommt.

Danach melden sich die Kaestchen oft mit vielen Details, wenn man seriell reingeht und die richtige Baud Rate getroffen hat. Bei einem gehackten Pogoplug (ist jetzt ein NAS mit Arch Linux draus geworden) war ich erstaunt, als der beim ersten Anruf mit 115kbd eine ganze Litanei an Hardware-Info losliess. Bei dem musste ich zum Aufmachen mit einem Messer nachhelfen, weil er neben den Schrauben noch Rastnasen hatte. Ist eine von abgebrochen, oh well, sieht man nicht.

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