Heizstabsteuerung mit Home Assistant, Tasmota & Co

Sep 29, 2024 Last reply: 1 year ago 40 Replies

Marte Schwarz schrieb am 01.10.24 um 10:11:

naja, nicht ganz: Der Akku hat einen Leistungsregler, der "Zählerkonform" ist, schon eingebaut. Danach kannst du an dessen Inselnetz-Steckdose auch eine Phasenanschnittsteuerung oder Wellenpaketsteuerung anbauen, ohne dass der Zähler Ärger macht. Der Nachteil ist halt, dass die Energie erstmal durch den Akku geht (der mittelt sozusagen die Nachteile der Ansteuerung weg).

M.E. ist es aber kostengünstiger - wenn schon mal ein Akku da ist

- den Überschuss-Strom zu speichern und abends / nachts ins Haus einzuspeisen. (Bei mir: 10ct Wärme, 36ct Strom, d.h. der Speicher amortisiert sich im Strom-Fall in reichlich 1/4 der Zeit wie für die Heizung.)

Jan

Wie löse ich die Regelung? Du kaufst sie sehr teuer fertig als Black Box.

Wie kann ich Überschußstrom ohne teuren Akku nutzen? Nimm einen Akku.

In gewisser Weise mögen beide Antworten richtig sein, hilfreich sind sie nicht.

Ja, das ist das Problem: Am sinnvollsten geht beides am Zwischenkreis des Wechselrichters anzuschließen. Der DC-Steller, der den Akku bedient kann das genauso gut auch mit dem Heizwiderstand. Und der MPP-Regler ist auch nur ein DC-Steller. Nur: du kommst nicht an den Zwischenkreis heran - zumindest kenne ich kein kommerziell erhältliches Gerät mit dem das geht. (Außer vielleicht ein aufgesägtes 500W PC-Netzteil, müsste ich direkt mal ausprobieren. Kann aber gut sein, dass die Regelung nicht damit klar kommt, wenn die Energie schon im ZK verschwindet.)

Der Wechselrichter ist - einfach gesprochen - eine PFC für beide Energierichtungen. Das nachzubauen ist nicht trivial. Vor allem wg. der Regelung.

---MPPT---PV-Module Zähler---NWR---ZK---| ---DCDC---Akku | ---DCDC---Heizung

Für den DCDC kann man auch einen einfachen P-Regler im HA bauen. (Tastverhältnis so einstellen, dass die Einspeiseleistung 0 wird. Das wird eine einfache Formel, die die Ist-Leistung vom Zähler verwendet. Die restlichen Werte sind Konstanten.) Aber wie gesagt, an den ZK kommt man nicht ran.

Jan

Eben. Aber ich sehe hier im Zwei-Minuten Takt meine Einspeiseleistung. (Mehr wäre möglich, aber imho nicht nötig. Für Beobachtungen kann ich mit einem Schalter (einem logischen in der Home Assistant Oberfläche) auf 5-Sekunden-Takt umschalten.) Ein Schaltregler, der eine vorgegebene Leistung an einen ohmschen Verbraucher liefert ist nicht besonders schwierig. Schon das reicht aus. Wenn meine Solarleistung oder mein Eigenverbrauch in diesen zwei Minuten stark schwankt, dann werden im schlimmsten Fall um die 300 W für rund eine Minute teuer aus dem Netz gezogen. Na und? Wenn ich mit hinreichend wenig Aufwand 50 bis 80 % meines sonst weggeworfenen Überschusses nutze, lohnt sich das auch dann, wenn dieser Nutzen wenig wert ist.

DC PWM aus der gleichgerichteten und mindestens etwas gefilterten Netzspannung dürfte das Einfachste und Billigste sein. Fällt die Regelung mit Kurzschluß aus passiert nicht viel und einen Übertemperaturabschalter gibt es hoffentlich im Boiler sowieso schon.

Am 30.09.2024 um 12:08 schrieb Jan Schmidt: ...

Die Idee ist mehren Heizstäben ist nicht von mir, aber schon mit 2 Stück die 1:2 abgestuft sind, hätte der geneigte Anwender 3 Leistungsstufen plus aus. Ob die gewünschte Warmwasserbereitung und ein 800VA WR wirklich richtig zusammen passen, sollte man vorher noch mal genauer abschätzen.

Weil Axel wissen wollte, wie ich mir das mit dem Zweipunktregler vorstelle. Und nach meiner Meinung lässt sich eben fast jede Sache soweit verkomplizieren, dass es dann eines Spezialgadgets bedarf.

Ja. Warmwasser ist sowieso ein guter Energiespeicher. Man kann in einem Topf im Anschaffungswert ab 100 € schon mal 10 kWh speichern. Blöd ist nur, dass man u.U. aus dem Netz zukaufen muss, wenn ein Wölkchen mal den Blick zur Sonne trübt. Deshalb der Vorschlag mit dem Akku. Dann ergibt sich die Entscheidung Akku oder Gas.

MfG hjs

Geh einmal davon aus, wie man mit einem einfachen Thermostat ein Gefäß auf Temperatur hält, weiß ich. Das war weder die Frage noch die Aufgabe. Es geht um das Nutzen exakt der sonst ungenutzt eingespeisten Solarleistung, genau der, nicht mehr und nicht weniger.

Und wer darauf die Antwort "Zweipunktregler" gibt hat ganz einfach die Frage nicht verstanden.

Ich hab wahrschinlich die Frage noch immer nicht verstanden. Die da war: "Das mit dem Zweipunktregler müßtest Du mir bitte erklären." Also: ich gehe davon aus, dass es nicht um solarisiertes Ackerland, sondern was kleiners geht. Da musss man erstmal 10 kWh einsammeln. Zumal ja auch Verbrauch stattfindet. Und wenn da ein Mischer existiert, dann kann die Temperatur bis kurz unter die Decke gehen. Deshalb wird wohl gar keine Einspeisung stattfinden. Und wenn doch aus anderer Quelle zugeheizt werden muss, dann mit Gas. In dem Fall aber nur bis zur Behaglichkeitsgrenze. Was nützt dort dann also irgendwelche komplizierte Technik. Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass der empfohlene Einstrahlwinkel für Großinvestoren optimiert ist. Denn übers Jahr betrachtet steigert es den Gewinn. Die Energiespitzen müssen zwar kostenpflichtig entsorgt weren, bringen den Betreibern aber das meiste Geld. Wir wollen eher was kontinuierliches. (Das hab ich jetzt nur geschrieben, weil das Argument mit den Spitzen kommen könnte.)

MfG hjs

Hi Thomas,

Vielen Dank für den Link. Schön, dass da einer mal nicht nur labert, sondern es tatsächlich ausprobiert hat.

Marte

Hallo Jan,

Das ist dann aber deutlich mehr als ein Akku, den ich dazu baue. Dass ich mit einem Akku-Solarspeicher, den ich mir dazu kaufe, jetzt wirtschaftlich sinnvoll den WW-Speicher füllen soll, das wird dann schon ziemlich abstrus.

Genau der ist nicht da und wird auch nicht kommen.

Derzeit denke ich darüber nach, mit Drosseln, die ja auch noch aus z. B. alten KVG-Leuchtstofflampen rumliegen, mir was steuerbares zu basteln, wenns schon keine Phasenanschnittsteuerung werden soll, oder auch mit den Drosseln das Teil wieder soweit bügeln, dass keiner was dagegen haben sollte ...

Mal hirnen und sehen, wo es hin führt.

Marte

Schließe mich an. Das Video kannte ich noch nicht, sehr anschaulich und informativ. Im Fazit würde ich bei einer Mini-PV-Anlage ("Balkonkraftwerk") die überschüssige Leistung wohl eher verschenken, als mit einem ziemlich komplex angesteuerten Lastwiderstand herumzutun, egal ob nun ein Fancy-D/A-Wandler oder DC-SNT im CP-Modus mit externer Referenz.

Außer es gibt sowas wie

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externem "Widerstand", ~1kW und für 230V fixfertig zu kaufen, scheinen aber schon eher exotische Anforderungen zu sein.

Der olle Thread ist Dir vielleicht auch schon untergekommen:

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"atlwiwi" aus Österreich am 3.6.2014 versprochen hat, zu berichten, wie es mit seinem DIY-Leistungssteller geklappt hat und wir bis heute warten, ...
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hat er sich entweder selbst frittiert oder das mit den Oberwellen war doch ekelhafter, als er dachte. ;-)

Volker

Und kaum schreibe ich das, läuft mir

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den Weg.

Für die 630 Schleifen kannst allerdings ziemlich viel Strom kaufen und auch nicht robust selber bauen. Mit dem richtigen Suchbegriff "Power to Heat" gibts überigens noch mehr Treffer, aber keineswegs billigere.

Volker

Hi,

Von Vater liegt im Keller noch ein Stelltrafo herum. Jetzt bräuchte ich nur noch ein stark genuges Servo ;-) oder ich löte statt des Schleifers ein paar Drähte dran, die ich mit Relais dann abgreife ...

Thinkering in Progress

Marte

Marte Schwarz schrieb:

Ein weitere, ganz absonderliche, aber ohne Investitionen mögliche Maßnahme wäre der Verkauf des eingespeisten Stromes an den Netzbetreiber. Auch wenn alle Welt ganz sicher weiß, dass das bei Balkonkraftwerken nicht möglich ist, so genügt es doch, das Ding nicht nur beim Marktstammdatenregister anzumelden sondern auch beim Netzbetreiber. Und bei Letzterem sollte man dann freilich darauf achten, das Kästchen "Ich verzichte auf die Einspeisevergütung" nicht anzuhaken...

MfG Rupert

Am 02.10.2024 um 16:20 schrieb Rupert Haselbeck:

Dann muss man nur noch eine Netzbetreiber finden der darauf reagiert, und das noch mit einer Einspeisevergütung.

Wenn, dann möchte der VMB eine Anmeldung vom eingetragenem Installateur bekommen.

Thomas Einzel schrieb:

Das macht jeder Netzbetreiber. Es mag freilich sein, dass er er einen kleinen Anstoß dazu benötigt...

Nein. Anmeldungen von "steckerfertigen PV-Anlagen" (Balkonsolaranlagen) kann der Betreiber durchaus selber machen. Nachdem kaum jemand angesichts des Umfangs der einzuspeisenden und damit zu vergütenden Strommenge auf diese Idee kommen wird, sind die Anmeldeportale der Netzbetreiber wohl nicht immer auch darauf ausgelegt. Aber das hindert nicht daran, eine papierene oder in Textform gehaltene Anmeldung zu tätigen. Einfach mal probieren...

Übrigens ist auch für eine "große" Solaranlage die Anmeldung nicht zwingend durch einen im Installateurverzeichnis eingetragenen Elektriker erforderlich. Ich habe dieses Frühjahr meine neue PV-Anlage selbst angemeldet. Das ist durchaus kein Hexenwerk. Erst für die Fertigstellungsanzeige und das Inbetriebnahmeprotokoll braucht es (vernünftigerweise!) einen Elektriker mit Netzlizenz

MfG Rupert

Am 02.10.2024 um 20:00 schrieb Rupert Haselbeck:

Würdest du 5 Telefongespräche und 5 Mails als ausreichend kleinen Anstoß bezeichnen?

..ja seit einiger Zeit, aber nur Anmeldung von steckerfertigen PV Anlagen. Das MaStR ist mir nicht unbekannt, auch schon vor der vereinfachten Anmeldung von steckerfertigen PV Anlagen.

Ach, was glaubst du wohl, sogar auf den damals korrekten Formblättern meines VNB.

...was vor einer Einspeisevergütung erforderlich *) ist, also bitte keine Kümmelspalterei - ohne Meldung *) durch einen Installateur an den VNB keine Einspeisevergütung. Und selbst dann wartet man ewig...

*) IIRC gibt es einen unentwegten der kein Installateur ist und IIRC auf Basis des EEG PV Anlagen an- und fertig meldet und das langwierig IIRC mit juristischen Mitteln durchgesetzt hat. Wer so einen Weg gehen möchte, ja, das geht offenbar. Man kann auch durch den Ärmelkanal schwimmen.

Ich brauche dazu keine Tipps, meine mittelgroße PV hat ein Installateur

2023 angemeldet, auf Vergütung warte ich noch, es ist ja noch kein volles Jahr um.

Thomas Einzel schrieb:

Eigentlich hat man schon mit 2 Stück 1:1 abgestuft 3 Leistungsstufen. Zum Beispiel 250 W, 500 W und 1 kW durch seriell, einzel- und parallel-Schaltung.

Mit drei Elementen wird es bereits unübersichtlich :-)

Kleinvieh...

Jan Schmidt schrieb:

IIRC seit 2001 gemäss DIN EN 61000-3-2 ab 75 W.

Marte Schwarz wrote on 02.10.2024 13:30:

Stelltrafo ist nicht schlecht - hat aber auch nur max. 95% Wirkungsgrad, wenn es nicht gerade ein Spartrafo ist.

Ein Scheibenwischermotor dürfte reichen. Oder irgendwas aus einem RC-Modell mit Schneckengetriebe.

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