Halbleiterprofis: Erkennt jemand eine Struktur auf diesem Die?

May 05, 2013 179 Replies

"Jein". Die unterschiedlichen Farben entstehen durch Interferenzen. Die Kanten, die man sieht, sind nicht etwa die Kanten der Dotierung sondern nur die Reststücke des ehemaligen die Diffussion abdeckenden SiO2. Diese Restschichten sind, je nachdem in welchem Schritt sie entstanden, unterschiedlich dick. Kann man sich vorstellen wie bei einer Benzinpfütze.

So kann man das sehen.

Ähm, ja, mein Fehler. :-) Ich bin mir inzwischen auch ziemlich sicher das 9 und 12 ein Widerstand ist, und zwar - in Basisdotierung. Die mangentafarbenen Widerstände sind in "Emitterdotierung" und niederohmiger.

Nachdem ich mal eine Nacht darüber geschlafen habe fällt mir ein auch 8 schon gesehen zu haben. Das ist "Reserve". Da war mal ein Widerstand vorgesehen, der wurde dann einfach komplett abgedeckt und nicht genutzt. Ist wohl billiger bei verschiedenen Revisionen etwas Platz zu verschwenden als die ganze Maske neu zu machen.

Leider hab ich keinerlei Unterlagen mehr aus der Zeit. Als das 1990 alles zusammenkrachte wurde bis zu meinem letzten Tag, IIRC irgendwann im April, noch so scharf kontrolliert das ich es nicht wagte auch nur ein einziges Blatt Papier mit nach draußen zu nehmen. Ich hab nur noch das was ich im Kopf habe.

Solltest Du wirklich vorhaben die Schaltung aufzunehmen, *irgendwo* hab ich noch ein Progrämmchen mit "höchst wertvollen" Basic-Code, der dazu diente aus den Abmessungen von Transistoren und Widerständen deren ungefähre Parameter auszulesen, sofern man in etwa die verwendete Technologie kennt. Die kennst Du nun nicht, aber es hilft mindestens beim Abschätzen der Verhältnisse zwischen verschiedenen Bauelementen. Einige Parameter, wie z. B. der Flächenwiderstand eines der Widerstände aus Basis- oder Emittermaterial, kann man meist "zurückrechnen", weil man ja abschätzen kann wie groß so ein Basisvorwiderstand in etwa sein muß.

Mir erschließt sich nur noch nicht ganz was Du damit vor hast. :-) Damals war dann der weitere Ablauf das die ausgelesene Schaltung per Spice simuliert und das Layout auf die bei uns verfügbare Technologie umgestellt wurde. Und dann wurde halt produziert. :-D

Tschau, Jörg

There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't...

Klaus Butzmann schrieb:

Ich musste jetzt an "Breaking Bad" denken...

Gruß Henning

Schwer zu sagen, eigentlich würde ich ja über der letzten Metallage eine Passivierung erwarten. Aber einerseits sieht die blaue Lage schon wie glassover aus, andererseits sind einige Strukturen schlicht nicht angeschlossen, so daß da wohl die oberste Alulage fehlt.

Am 06.05.2013 19:40, schrieb Frank Buss: ar zigtausend Transistoren kein Hinderungsgrund.

Ja, man schaut sich das an und versucht dann u.U. mit anderen Mitteln zum gleichen Ziel zu kommen. Das hängt natürlich ein wenig von der strategischen Ausrichtung des Unternehmens ab. Wenn der Gegner klein genug ist, dann kann man sich u.U. auch leisten, eine Klage abzuwarten.

Am 06.05.2013 18:04, schrieb Lutz Schulze:

Bei jemanden der den Turnschuhabrieb in ct/(km/h) ausrechnet?

... sollte natürlich ct/km heißen... ;-)

das ist sehr einfach: Nichts :-)

Ich bin einfach nur neugierig. Zum Beispiel die verschiedenen Ausführungen der Transistoren auf dem Die, das ist schon sehr interessant. Wir hatten Transistoren im Physikunterricht (und ich habe hobbiemäßig auch schon eine Reihe davon verlötet :-)). Dotierung in Physikalischer Chemie an der Uni und jetzt habe ich zum ersten Mal den ganzen Kram wirklich gesehen. Und weil ich ein Lichtmikroskop benutzt habe, kann man gesehen sogar absolut wörtlich nehmen. Wenn das nichts ist.

Eine Frage liegt mir noch am Herzen!

Was hat es mit diesen niederohmig umgrabenen Gebieten auf sich? Ich werde da einfach mit Google nicht fündig.

Vlg und besten Dank

Timm

Immer noch falsch! Jörg nimmt ct/mile.

Gruß, Raimund

Am Tue, 07 May 2013 10:58:30 +0200 schrieb Eric Brücklmeier:

ct/(km/h)

vielleicht treibt der Vermögensverfall über die Zeit ja Schweissperlen auf die Stirn ...

;-)

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Am 07.05.2013 11:25, schrieb Timm Reinisch:

Könnte das passen?

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Grüße Markus

perfekt! Danke!

Hätte ich auch drauf kommen können, ich war zu sehr auf den Ausdruck fokussiert.

Grmpf

Timm

Kennst Du zufällig Steffen Go.? Der muß auch sowas gemacht haben :)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Und/oder bist einfach ein derart fetter Brocken, rauchst wie ein Schlot, säufst wie ein Loch und frißt wie ein Mähdrescher.

-ras

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Selbst das machst man normalerweise in diesem Alter noch mit wenn dir deine DNA kein Bein stellt.

Gerrit

Am 07.05.2013 12:21, schrieb Timm Reinisch:

Ganz nett sind auch die alten Bücher von Hans Camenzind.

Gruß Dieter

Timm Reinisch schrieb:

en

etwas

Am besten noch in der Plastikflasche. Damit man die kochende Schwefelsäure hinterher in die Salatschüssel mit den IC's gießen ka nn.

HTH, Holger

Manche sind manchmal kochendheiss ;o

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt! Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p (lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

oder Goldunzen/furlong

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

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Klar, da ist nichts gegen zu sagen. Auch ich oeffne viele Consumer-Elektronik um Ideen zu bekommen. Was man jedoch nicht tun soll ist das dann auch abzukupfern. Weder als Student noch als Ingenieur.

Was die Praxisferne heutiger universitaerer Ausbildung angeht, hat sich meine Meinung zu dem Thema inzwischen (leider) verstaerkt. Computern koennen die alle mit Leichtigkeit. Sobald aber auch nur ein Fitzen Hardware dabei ist ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Bei jedem Ingenieur sollte staendig ein Kostenrechner im Gehirn mitlaufen. Wer das nicht kann sollte eine andere Karriere waehlen. In die Politik oder so :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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