Gehäuse aus Holz statt aus Plastik?

Jul 04, 2019 Last reply: 7 years ago 42 Replies

Ich sach nur vorbeschichtetes Material von Bungard (Segor etc) und Kontaktabzug von Zweckform Laserfolie für Offsetfilm-Testschüsse. Die Folie ist leicht mattiert damit der Toner besser haftet. Das spielt keine Rolle für den Kontrast, weil der Toner auf der Photoschicht aufliegt.

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Bauteile sind überwiegend 0603, der schwarze Transistor ist 2*2 mm und hat noch 3 gnd-vias unter seinem Mittelpad.

Gruß, Gerhard

Am 09.07.19 um 14:23 schrieb Gerhard Hoffmann:

Nicht übel. Belichtet bekommen hab ich sowas zwar auch, aber bei den feinen Strukturen hatte ich dann immer Probleme mit Unterätzung.

Hanno

Am 09.07.19 um 15:22 schrieb Hanno Foest:

An den Knackpunkten kann man durchaus auf 4/4 mil runtergehen. Abstände eher noch kleiner. Das hat natürlich auch den Nachteil, dass ein kaum sichtbarer Kratzer im Toner eine Unterbrechung macht.

Belichtet wird mit einem Gesichtsbräuner aus dem Blödmarkt, Entwickler ist NaOH.

Geätzt wird mit Persulfat in einer Schüssel aus Jena-Glas. Seit ich einen Induktionsherd habe, brauche ich noch eine induktionsgeeignete Pfanne für ein Warmwasserbad, in dem steht dann die Glasschüssel.

Das doppelseitige FR4 in 0.5mm gibt es mit 17u Kupferauflage, das vereinfacht das Unter/Ätzen.

Gruß, Gerhard

Ah, noch einer. So hatte ich das auf der klassenfeindlichen Seite auch mal gemacht. War mir aber zu nervig, mit einem Stift ging es leichter und mit weniger Sauerei.

Da musste ich erst eine Suchmaschine benutzen, Du meinst wahrscheinlich Skribent. Ich hatte als Student nachfuellbare Tuschestifte. Rotring war mir zu teuer und sie waren von einer anderen Firma (matt-blau). Sie verstopften leider oft, doch das Problem hatten Studienkollegen mit den teuren Rotring-Stiften auch.

Alkohol funktioniert zum Beseitigen fuer fast alles. Es ist schon erstaunlich, die Beschriftung auf meinen Braugefaessen und auf Keramik-Korken geht weder mit Wasser noch mit recht brutalen Reinigungsmitteln (Powdered Brew Wash oder PBW) ab, aber mit Reinigungs-Alhohol sofort.

Sieht optisch wie Pertinax aus.

Womit hast Du denn die drei Via Loecher ins Pad vom Transistor gebohrt?

Also Labor bzw. "Man Cave" vorhanden, oder nicht verheiratet :-)

[...]

Für Protokoll: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich Isopropanol von Ethanol recht deutlich in der Reinigungswirkung unterscheidet. Mal geht dies mit diesem und jenes mit jenem. Muß wohl an der Polarität liegen.

Volker

Am 7/9/19 um 3:57 PM schrieb Gerhard Hoffmann:

Keine Mikrowelle? Angst vor Strahlung?

Am 09.07.19 um 16:42 schrieb Joerg:

ist FR4.

Proxxon Minimot(?), mit Spannzange, passendem Bohrständer und Hartmetallbohrer 0.3mm. Die Bohrer überleben erstaunlich lange bei mir, dennoch ist eine Schutzbrille Pflicht. Man will kein Hartmetall im Auge. Mit Dremel geht das wohl eher nicht.

Mit dem Mikrowellenherd kann er die Ätzlösung nur initial erwärmen aber nicht auf Temperatur halten. Sonst kann es ihm passieren, daß die dünnen Leiterbahnen auf der Platine durch die Mikrowelle wegbrutzeln.

Meine Mikrowelle hat einen Temperaturfühler. Das Problem liegt etwas anders. Der Fühler ist aus Metall und darf nicht mit der Ätzflüssigkeit reagieren.

Am 10.07.19 um 10:19 schrieb Horst-D. Winzler:

Vor allem will ich den sauren Mief nicht in den Innereien der Mikrowelle. Ich glaube nicht, dass den Leiterbahnen was zustoßen würde, solange die unter Wasser sind. Vermutlich auch trocken.

Und in der Glasschüssel kann ich zusehen und größere Nicht-Kupferflächen, die etwas langsamer verschwinden, mit etwas extra-Brühe aus dem Plastiklöffel beschleunigen.

Gerhard

Am 10.07.19 um 12:02 schrieb Gerhard Hoffmann:

Mit dem sauren Mief hast du nicht unrecht. Den Leiterbahnen passiert aber nichts. Wenn ich mit Ätznatron Aluoberflächen aufrauen will und die Schale zum schnellen Erhitzen in die Mikrowelle gebe, das funktioniert auch.

Das stimmt allerdings. Der Vorteil ist tatsächlich, daß man das was passiert, schneller korrigieren kann.

Am 10.07.19 um 10:19 schrieb Horst-D. Winzler:

Man könnte ihn in einen Plastikstrohhalm tun. :)

Hanno

Meine Erfahrung ist, daß Vergoldungen auf Porzellan in der Mikrowelle mit hellen Blitzen explosionsartig verdampfen.

Das liegt nur daran, dass die extrem dünnen Schichten nennenswerten Widerstand haben. Das ist bei der Exekution von Heino-CDs auch nicht anders.

Ich habe gerade eine fertige, aber noch leere Platine für eine Minute in die Mikrowelle bei voller Leistung gelegt. Da passiert überhaupt nix. Das FR4 wurde knapp handwarm, vermutlich die üblichen dielektrischen Verluste. Nix am Metall.

Gerhard

Am 10.07.19 um 15:14 schrieb Gerhard Hoffmann:

Kann deine Mikrowelle das so ab, oder stellst du bei derlei Experimenten noch nen Glas mit Wasser rein, damit die Leistung nicht zurück ins Magnetron geht?

Hanno

Haushaltsmikrowellen konnten das schon immer. Ist in der Praxis notwendig gegen Reklamationen. Ein Schulfreund konnte seine Mutter nie überzeugen, nach vorzeitiger Entnahme die Zeituhr von außen auf null zurückzudrehen -- sie bestand darauf, das Gerät leer "Ablaufen" zu lassen. Machst Du nix, mußt Du als Konstrukteur vorsehen.

Diese Ahnungslosen glauben hartnäckig auch nicht jemandem, der Elektrotechnik studiert hat. Auch, wenn sie selbst weder Lehre noch Studium absolvierten.

Ein Fernseher darf nach dem Ausschalten auch eine halbe Stunde lang nicht wieder eingeschaltet werden.

Am 10.07.19 um 15:34 schrieb Hanno Foest:

ja, das kann sie ab. Ich hab es nochmal mit einem Glas Wasser zusätzlich wiederholt,da ist der einzige Unterschied ein Glas warmes Wasser.

Am 10.07.19 um 14:33 schrieb Hanno Foest:

Ist eine Lösung. Da ich grundsätzlich zur Bequemlichkeit neige, mach ich das über die Zeit. ;-) Ein Küvette beim Ätzen ist aber allemal vorzuziehen.

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