Fragen zum Betrieb eines Stromaggregats mit Verbrennungsmotor

Jan 05, 2005 25 Replies

Hallo,



Ich wohne etwa 1 km neben einem großen Umspannwerk. Bei größeren Gewittern und auch sonst haben wir dauernd Stromabschaltung. Bei Gewittern für ein paar Minuten, sonst aber immer einige Stunden. Das "sonst" heißt übrigens etwa 15 bis 20 Mal pro Jahr. Und nein, ich rede von einem Standort in Deutschland, nicht von der Taiga. So langsam bin ich davon überzeugt, dass ich ein Stromaggregat bzw. Notstromaggregat haben möchte. Dazu habe ich ein paar Fragen. Mir geht es gar nciht so sehr um die Planung von dem Gerät (wieviel Leistung, wieviel Überbrückungsdauer, wieviele Phasen, etc.), sondern nur ums Verständnis.



Funktioniert so ein Ding genauso wie ein Fahrraddynamo, also wie ein klassischer Generator? Ergänzungsfrage: Falls nein, kommt da richtige Sinusspannung raus?



Wie konstant ist die Spannung eigentlich, insbesondere bei Lastwechseln (Frau schaltet unerwartet die Kaffeemaschine ein)? Wird schnell nachgeregelt oder bleibt das Licht so lang leicht dunkel, bis der Kaffee fertig ist?



Wie konstant ist die Frequenz?



Wie werden Spannung und Frequenz vom Gerät geregelt, so dass sie weitgehend konstant sind, auch wieder insbesondere mit Bezug auf Lastwechsel?



Sollte man auf Diesel oder auf Benziner setzen (unter der Voraussetzung, dass sonst alles gleich ist)? Benzin wird nicht dick bei Kälte, dafür frisst der Dieselmotor so ziemlich alles. Sollte bei der Auswahl eines Benziners ein 2-Takter oder ein 4-Takter gewählt werden?



Danke für die Antworten.



Frank


Stinkt und ist laut.

Bei dem geplanten Bau meines Hauses plane ich ein, eine Grundversorgung für die Zeit eines Stromausfalls.

Die Stromverbraucher werden dabei als Großverbraucher

  • Küchenherd
  • Waschmaschine
  • Geschirrspüler
  • Haarfön
  • Bügeleisen
  • Volle Beleuchtung

und Kleinverbraucher eingestuft.

  • WLAN Router
  • Notebooks
  • Grundbeleuchtung
  • Kühlschrank
  • Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser

Die Kleinverbraucher sollen dann im Falle einer Stromunterbrechung über eine USV versorgt werden.

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Im übrigen, daß ich die Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser bei Kleinverbraucher aufführe, liegt natürlich an extremer Wärmedämmung meines geplanten Hauses

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Roland Mösl http://www.pege.org klare Ziele für eine verwirrte Zivilisation http://wds-internetwerbung.com Webdesign startet an der Suchmaschine > > Funktioniert so ein Ding genauso wie ein Fahrraddynamo, also wie ein > klassischer Generator? Ergänzungsfrage: Falls nein, kommt da richtige > Sinusspannung raus? > > Wie konstant ist die Spannung eigentlich, insbesondere bei > Lastwechseln (Frau schaltet unerwartet die Kaffeemaschine ein)? Wird > schnell nachgeregelt oder bleibt das Licht so lang leicht dunkel, bis > der Kaffee fertig ist? > > Wie konstant ist die Frequenz? > > Wie werden Spannung und Frequenz vom Gerät geregelt, so dass sie > weitgehend konstant sind, auch wieder insbesondere mit Bezug auf > Lastwechsel? > > Sollte man auf Diesel oder auf Benziner setzen (unter der > Voraussetzung, dass sonst alles gleich ist)? Benzin wird nicht dick > bei Kälte, dafür frisst der Dieselmotor so ziemlich alles. Sollte bei > der Auswahl eines Benziners ein 2-Takter oder ein 4-Takter gewählt > werden? > > Danke für die Antworten. > > Frank

Nein. Dynamos funktionieren mit einem rotierendem Magneten. Generatoren funktionieren mit einer rotierenden Innenspule. Diese hat den Vorteil, dass der Generator auf 3000 U/min gehalten und die erzeugte Leistung über den Erregerstrom geregelt werden kann. Ausgang ist Wechselstrom 50 Hz.

Bei echten Generatoren ist das idR sehr schnell nachgeregelt.

sehr.

s.o.

Wenn dir deine Ruhe und Kosten egal sind, nimm einen Zweitakter. Wenn du es gefährlich haben willst, nimm einen Benziner. Relativ ruhig und mit Heizöl beschickbar ist ein Diesel. Fertige Generatorsätze habe ich von mehreren Firmen gesehen, frag mal bei Deutz Motor ehem KHD nach.

Robert

Frank Scharf schrieb:

Nimm Gas (Erdgas aus der Leitung oder Propan/Butan aus der Flasche) zur Befeuerung des Stromaggregats. Die Abgase stinken nicht und enthalten weit weniger Schadstoffe.

f'up2 drh

Jens

Am 5 Jan 2005 08:15:34 -0800 hat Frank Scharf geschrieben:

Gibt verschiedene: Synchrongenerator (ähnlich Fahrraddynamo, aber meist mit Erregerspule statt Permanentmagneten). Von Honda auch besonders leise "Inverter"-Geräte, die haben glaube ich teilw. perm. erregte Generatoren mit hoher Drehzahl, den Rest macht die Elektronik. Ansonsten auch asynchron-Generator (schlechter, weniger Spannungsstabil bei induktiven Lasten.

Aber auch der "klass. Synchrongenerator" muß keinen schönen Sinus abgeben. Bei meinem Gerät ist es eher Trapez, je nach Last eher Dreieck oder Rechteck ähnlich, mit vielen Spikes aus der Regelung. Für Bohrmaschine und Licht reichts, bei testweisem kurzem Betrieb einer kleinen Mikrowelle (120% Belastung) ist es berechtigterweise in der Spannung stark eingebrochen, das Oszi dran hat aber auch noch weiterfunktioniert - ich wollte ja sehen, was sich tut.

Solange du es nicht überlastest, ist sie je nach Gerätequalität sehr bis ausreichned konstant

Das hängt alles stark von der nötigen Leistung und Einsatzhäufigkeit ab. Am billigsten gibt es derzeit kleine Zweitakter mit 700VA, dafür ist der Sprit teuer, die Abgase stinken und die Spannung hat mit einem Sinus auch nicht viel gemeinsam. Im Bereich von einigen kW sind 4T Benziner üblich, Diesel im Verhältnis noch deutlich teurer. Wenn es um hohe Leistungen und lange Betriebsdauern geht, dann ist der Diesel am wirtschaftlichsten, wenn du Zuhause eine Ölheizung hast, dann kannst du gleich Heizöl einfüllen. Könnte zwar sein, daß das verboten ist (Mineralölsteuer), aber das Aggregat ist ja kein Straßenfahrzeug und dient ev. ja (auch) zum Betrieb der Heizung, daher sollte es erlaubt sein.

Martin

Frank Scharf schrieb folgendes:

Nein eher wie der Alternator deines Autos.

Ja.

Wird durch den Regler nachgeregelt. Bei einfachen Billiggenis die man Er kommt irgendwann ins stottern oder die Sicherung fliegt raus wenn du die Leistungsentname übertreibst.

Ziemlich konstant, allerdings ist die Frequenz ziemlich nebensächlich ich wüsste jetzt kein Gerät in einem normalen Haushalt das auf eine genaue Frequenz angewiesen ist.

Durch einen Lastregler

Diesel oder Gas. Benzin ist ziemlich heikel, so schnell schüttet man was übern Krümmer. Und Benzindämpfe sammeln sich leicht in der Lagerstätte.

Ein Gasgeni ist eigendlich das Sauberste, und am einfachsten nachzufüllen.

mfG René

Am Wed, 05 Jan 2005 19:55:55 +0100 schrieb René 'vollmi' Vollmeier :

Unter der Annahme, daß Gas und Strom schon nicht gleichzeitig ausfallen, ja. Ansonsten - bzw. wenn keine Gasleitung da ist bräuchtest du noch eine Propanflasche. Wobei ich aber auch noch nie einen für Gas gesehen habe. kleine mit Benzin (Baustelle, Zuhause) und große mit Diesel (Veranstaltungen). Gas ist möglicherweise Nachts/Wochenende auch schlechter aufzutreiben als gängiger KfZ Treibstoff.

Martin

Hi Frank,

dann nimm ein Blockheizkraftwerk.

Da bekommst du ca. 5kw Elekrische Leistung und ca. 12kw Wärmeleistung. Die elektrische steckst Du in deine Wärmepumpe oder verkaufst sie an dein EVU für ca. 5 cent. Bei bedarf kannst Du dich auch selbst versorgen. Achtung: manche Geräte arbeiten nur Netzgeführt! Der "Dachs" z.B. mit Erdgas betrieben, kostet dich ca. 5-6 cent pro kWh.

Ich weis, das Gerät ist eigentlich für 3-6 WE gedacht, aber Du willst ja einen Generator haben, da kann man auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

mfg Wilfried

Kommt auf das Modell an, bei guten Generatoren ja.

Kommt auf das Modell an, bei guten Generatoren sehr schnell. Bei Billiggeneratoren aus dem Baumarktsonderangebot, die sowieso schon dicht and er Belastungsgrenze werkeln, eher nicht.

Kommt auf das Modell an, bei guten Generatoren sicherlich innerhalb der erlaubten Toleranzen.

Grundsaetzlich ja. Gute Generatoren sind da erheblich praeziser als ....

Kommt drauf an, was du willst. Benziner ist billiger, 2-Takter nochmals billiger. Gute Qualitaet bekommst du da natuerlich nicht.

jue

Frank Scharf schrieb:

Hast du mit deinem Energieversorger schon mal über den verbilligten Bezug von Strom gesprochen? In DE haben wir 15 Minuten durchschnittliche Ausfallzeit pro Jahr. Mehr als das zehnfache muss man sicher nicht hinnehmen.

Jan

Wilfried Dietrich schrieb:

Hi Wilfried, ich dachte eigentlich, daß fast alle nur netzgeführt arbeiten. Kennst du ein BHK welches auch im Inselbetrieb läuft? Müßte man ja auch die Zuleitung ab HAK trennen. Und ob das erlaubt ist von seitens des EVUs? Gruß Andy

Ich frage leicht fassungslos, ist das wirklich so? Die Betriebssituation Netzausfall soll in BHKW nicht vorgesehen sein? Man hat also ein Blockheizkraftwerk und Strom und Heizung fallen aus, wenn das Netz weggeht.

Ungläubige Grüße

Joachim

-- reality.sys corrupted restart universe? Y/N

Joachim Boensch schrieb am 06 Jan 2005 :

Es gibt beide Varianten sowie die Variante nur Notstrombetrieb ohne Netzverbindung. u.a. gefunden bei

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Frank

Meines Wissens gibt es auch Generatoren mit wahlfreiem Antrieb (Gas/Benzin). Ist aber schon eine ganze Weile her, wo ich das Gerät auf meiner Arbeit gesichtet hatte. War von Honda glaub ich.

Gruß Udo

If I can have honesty, it's easier to overlook mistakes. -- Kirk, "Space Seed", stardate 3141.9

Hi das ist doch alles nur teures doktern am Symptom. Die Ursache liegt beim EVU, dem würd ich mal auf´s Dach steigen. 15-20 mal im Jahr für Stunden keinen Strom, da wird sich doch was machen lassen. bye Jupp

Senertec hat eine Notstrom und Insellösung.

Ernst

Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen? TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die einen nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt macht. Lies "Wie zitiere ich im Usenet?": http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.

Frank Scharf schrieb:

Jo.

Wir schweissen auf Arbeit mit sowas häufig auf Baustellen wenn kein Netzstom verfügbar ist. Es wird schnell nachgeregelt, sonst würde das Schweissgerät abschalten, das tut es aber selten. Wenn du weniger als die Halbe Nennleistung verbrauchst, dürfte es nicht dunkel werden.

Sehr Konstant, aber manche Motoren laufen schlecht damit. Wir haben einen 500W Drehmel (heisst anders aber wir nennen ihn so), der tut es im Runtergeregelten Betrieb nicht richtig, entweder vollgas oder garnix. Ansonnsten keine Probleme mit Werkzeugmaschinen, Staubsauer Leuchtstofflampe. PC und Telefon laufen auch (zuleitungsreparatur in der Werkstatt), aber das haben wir dann nicht mit dem schweissen zusammen ausprobiert ;o)

Spannung und Frequenz werden durch konstante Drehzahl geregelt, diese fällt natürlich ab bis der Motor nachkommt, scheint aber nicht sooo wild zu sein.

Dass bissel Benzin ist dann auch noch übrig.

Gibt es da 2 Takter? Ich weiss es nciht.

HTH, bye uwe

AIM: hammernocker2000 ## ICQ: 115118874 ## www.pssgzudresden.de Jürgen Gerkens in d.r.f. : "... gerade ein Polfilter ist als Schutzfilter auch nicht viel schlauer, als die Frontlinse zum Schutz vor Streulicht zu lackieren. ;-)"

René 'vollmi' Vollmeier schrieb:

Zwischenfrage: Wie ist das mit Anschaffungskosten im Bereich um 6-8KW? Wie wird der Nachgefüllt, Propangasflasche? Ich kenn sowas dummerweise garnicht. Wäre Interessant wenn unser altes Teil (120Kg) hoffentlich bald mal die Hufe hochreist.

bye uwe

AIM: hammernocker2000 ## ICQ: 115118874 ## www.pssgzudresden.de Jürgen Gerkens in d.r.f. : "... gerade ein Polfilter ist als Schutzfilter auch nicht viel schlauer, als die Frontlinse zum Schutz vor Streulicht zu lackieren. ;-)"

Meine Fassungslosigkeit bezog sich mehr darauf, daß überhaupt jemand auf die Idee kommt ein BHKW ohne Notstromfähigkeit zu bauen. Inzwischen habe ich mir aber die normalen Einsatzbedingungen vorgestellt. Was passiert denn in einem Miethaus? Die Leute merken garnicht, daß der Strom weg ist und das BHKW ist schnell überlastet. Wenn notstromfähig, dann müßte durch geeignete Verkabelung oder Steuerung dafür gesorgt werden, daß die Großverbraucher nicht mitversorgt werden und das ist Extraaufwand.

Grüße

Joachim

-- reality.sys corrupted restart universe? Y/N

René 'vollmi' Vollmeier schrieb:

Der im Deutschen übrigens Drehstromgenerator heißt.

Jörg Wunsch "Verwende Perl. Shell will man können, dann aber nicht verwenden." Kristian Köhntopp, de.comp.os.unix.misc

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