120V-Gerät mit 240V benutzen

Jun 22, 2004 7 Replies

Hallo,



wir haben aus Amerika eine Medela Klinikpumpe besorgt, die mit



120V/60Hz betrieben wird. Das Produkt ist aus der Schweiz, genauso wie eine baugleiche Pumpe die wir hier in Deutschland in einer Apotheke geliehen haben. Die Leihpumpe wird allerdings mit 100-240V und 50/60Hz betrieben. In beiden Pumpen befindet sich die gleiche Sicherung und zwar ausgelegt für 250V. Kann es sein, dass das Etikett zwar für den amerikanischen Markt ausgelegt ist, aber der Transformator der gleiche ist wie der in der deutschen Pumpe? Ist es nicht unlogisch für einen 120V-Transformator eine
240V-Sicherung zu nehmen? Was passiert, wenn das Gerät wirklich nur für 120V ausgelegt ist und ich aber das Gerät hier in die Steckdose stecke?

Ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen. Vielen Dank im voraus.



Mit freundlichen Grüßen



Kai Opalka


Hallo Kai,

dann wird das Gerät mit doppelter Spannung betrieben, das entspricht vierfacher Leistung. Bestenfalls geht dann nur die Sicherung kaputt.

Als Abhilfe könnte man einen Trafo von 230 auf 110 V passender Leistung davorschalten falls das Gerät intern keine Umbaumöglichkeiten hat. Für medizinische Geräte gelten allerdings verschärfte Sicherheitsbestimmungen die vermutlich solche Basteleien durch Nichtfachleute ohne Spezialkenntnisse und Testmöglichkeiten entsprechend den Vorschriften verbieten.

HTH

Berdn Mayer

Frank Zappa: "There are human beings and there are Republicans."

Kai Opalka schrieb:

Es könnte sich um ein Weitbereichsschaltnetzteil handeln, wirst du allerdings nicht ohne öffnen des Geräts herausfinden können.

Gruß Dieter

Hallo Kai,

Ist es der gleiche Ampere Wert? 250V sagt nicht so viel, denn die meisten Sicherungen sind dafuer ausgelegt. Es kommt auf den Strom an. Der sollte nach Umschaltung auf 240V Betrieb der halbe abgesicherte Wert sein. Es sei denn, das Geraet hat zwei Primaerwicklungen separat abgesichert und die werden dann je nach Bedarf in Serie oder parallel geschaltet.

Gruesse, Joerg

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Kai Opalka schrieb:

Hallo,

da hast Du was gr=FCndlich missverstanden, die Angabe einer Spannung auf =

der Sicherung bedeutet nur welche Spannung diese Sicherung sicher=20 trennen kann wenn sie durchbrennt.

Wenn weder auf dem Ger=E4t noch auf der Bedienungsanleitung etwas dar=FCb= er=20 steht das dieses Ger=E4t bei 230 V betrieben werden darf solltest Du es=20 nicht probieren. Ger=E4te mit einem Transformator f=FCr 50 bzw. 60 Hz haben eigentlich imm= er=20 einen Netzspannungsw=E4hler wenn sie f=FCr den Betrieb an 120 und 230 V=20 gedacht sind. Es gibt andere Ger=E4te mit einem Schaltnetzteil mit Weitbereichseingang =

f=FCr z.B. 100 bis 250 V, aber das steht auf dem Ger=E4t und im Datenblat= t=20 ausdr=FCcklich drauf wenn das Ger=E4t sowas kann.

Bye

Kai,

es ist nicht ratsam einen 120V/60Hz-Wechselstrommotor mit Hilfe eines

230/120V-Transformators an ein 50Hz-Netz anzuschliesen. Mit Sicherheit ist dieser Pumpenmotor ausschließlich für den amerikanischen Markt konstruiert worden (die Amerikaner sind so).

Weil der induktive Blindwiderstand bei 50Hz um 20% niedriger ist als bei 60Hz besteht die Gefahr, daß das Eisen in Sättigung gerät und die Motorwicklung nach einiger Zeit durchbrennt!

Teure Lösung: AC/AC-Wandler.

Schöne Grüße Heinz Lenk

Im Prinzip ja, aber Dimensionierung von Sicherungen wird oft sowieso nur über den Daumen gepeilt.

Hallo Kai, der Effekt ist nicht absehbar. (Sofortiges "Durchbrennen" ist möglich) Genaueres könnte man nur sagen, wenn man das Gerät öffnet. Das Problem bei motorbetriebenen Geräten ist sowieso weniger die Spannung (Ein ent- sprechender Umsetz-Trafo ist überall leicht erhältlich) sondern die Frequenz. Die kann man nur mit erheblichem Aufwand "umsetzen". Zumindest wird die Leistung der Pumpe bei richtiger Spannung trotzdem ca 20% geringer ausfallen. Allerdings ist ein sofortiges Durchbrennen, wie es bei überhöhter Spannung eintreten könnte eher unwahrscheinlich. Ich würde das Gerät versuchsweise mit 115V / 50 Hz versorgen und gucken, ob es überhaupt anläuft. Falls nicht, s o f o r t ausschalten. Falls doch, nach ca. 15 min die Motortemperatur überprüfen. Falls dann auch noch die Pumpleistung für den vorgesehenen Zweck ausreicht, wäre ein Dauerbetrieb mit dem Vorschalttrafo wohl möglich. Gruss Harald

Kai Opalka schrieb:

Hast du schon beim Hersteller nachgeschaut/nachgefragt?

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servus thomas «

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