Fernseher Panasonic TX-29A36C Wackelkontakt an Antennenbuchse?

Jan 27, 2006 6 Replies

Hallo,



mein Fernseher Panasonic TX-29A36C zeigt seit einigen Tagen ein komisches Phänomen:



Er läuft ganz normal, hat ein super Bild und plötzlich wird das Bild grau, grieselig, verschneit, der Ton rauscht leicht. Wackele ich dann einfach ein wenig am Antennenstecker, dann sind Bild und Ton wieder einwandfrei. Das bleibt dann eine ganze Weile so und ohne jeden Anlass ist der Fehler dann mal wieder da. Wackeln bringt dann wieder Erfolg.



Das Antennenkabel habe ich bereits ausgetauscht gegen ein nagelneues. Der Effekt ist geblieben. Auch ein leichtes Zusammendrücken des Mittelkontaktes der Antennenbuchse hat nichts gebracht.



Nun habe ich heute mal das Gehäuse geöffnet und die Abdeckungen von dem silbernen Kästchen in das die Antennenbuchse mündet (vermutlich Tuner?) vorsichtig gelöst, weil ich dachte, eventuell ist dort ja der Mittelkontakt lose. Auf der Platine ist der Mittelkontakt angelötet, dort geht dann von derselben Leiterbahn eine kleine Spule weg. Ich habe vorsichtig die Leiterbahn blank gemacht und ein winziges Tröpfchen Lötzinn dort aufgelötet, so dass Mittelkontakt und Leiterbahn verlötet sind (ev. war dort ja eine kalte Lötstelle). Auch das hat leider nichts gebracht, weider ist das Bild mal gut und bei etwas Wackeln am Stecker wieder schlecht. Momentan steckt der Stecker nicht ganz in der Buchse des Fernsehers und es läuft... allerdings, so fürchte ich, nicht lange...



Kennt jemand von Euch das Problem aus der Praxis und hat einen Tip, wo ich noch gucken kann, vielleicht ist das ja auch eine bekannte Schwachstelle dieses Modells?



Viele Grüße, ein schönes Wochenende und danke für alle Hinweise!



Kai


Kai Ebersbach schrieb:

d=20

Na dann such mal auf der Platine um den Tuner nach weiteren kalten=20 L=F6tstellen, zur Probe kannst du mit einem Hluz- oder Kunststoffst=E4bch= en=20 die Platine abklopfen, um die Wackelstelle einzukreisen.

GUido

Hallo Guido,

Guido Grohmann schrieb:

Ich habe sicherheitshalber erst mal die Anschlüsse des Tunermoduls selbst auf der Hauptplatine nachgelötet. Das brachte aber keine Änderung, auch Abklopfen selbst führt nicht zum geschilderten Effekt.

Der Fehler lokalisiert sich meiner Meinung nach IN der Antennenbuchse des Fernsehers. Hier ist innerhalb der Buchse eine Art Ring mit Federzungen, welcher sich im Buchsengehäuse frei dreht. Steckt man den Antennenstecker ein und dreht ihn um sich selbst (damit auch den Ring), dann ist das Bild mal weg und dann wieder voll da. Ich habe jetzt eine Position gefunden, in der das Bild stabil ist. Trotzdem wüsste ich gern, was der eigentliche Fehler ist... sieht so aus, als würde der Ring in bestimmten Stellungen einen Kurzschluss verursachen oder aber eine Unterbrechung des Massekontaktes... Ich habe mal am Antennenkabelende (Dosenseite kurz ausgestöpselt) gemessen: Wenn ein einwandfreies Bild da ist, hat das Ganze 7 Ohm ist also fast kurzgeschlossen, wenn der Stecker am Fernseher um ca. 90° gedreht wird und das Bild weg/grau/schlecht ist, ist der Widerstand unendlich, sprich offen, als wäre das Antennenkabel dort gar nicht eingestöpselt...

Blöd nur, dass diese "Ringkonstruktion" in der fest am Tunermodul angebrachten Antennenbuchse steckt :-( Ich mag den Ring auch nicht einfach mit dem Lötkolben festbraten, eventuell passt dann der Stecker nicht mehr in die Buchse und ich hab ein anderes Problem...

Viele Grüße

Kai

Evt ist auch nur der Lötkontakt zwischen Tuner Platine und Buchse defekt. Der Federring sollte sich eigentlich auch optisch prüfen,einen Kurzschluss sieht ma normalerweise. Wackelkontakte im Eingang von Tunern sind keine Seltenheit. Beim öffen des Tuners hat man nur das Problem alle festgelöteten Festhaltezungen zu finden. Auch der Betrieb mit geöffnetem Tuner ist kein Problem (zumindest Probeweise). dusty

dusty schrieb:

Den habe ich schon nachgelötet, das war auch meine erste Idee...

Das Merkwürdige ist ja, dass die Buchse bei gutem Bild fast einen Kurzschluss zeigt (ca. 7 Ohm) und bei schlechtem Bild einen nahezu unendlich grossen Widerstand hat. Also liegt wohl eher ein Wackelkontakt als ein Kurzschluss vor. Optisch ist da kleider auch nix zu sehen, der Mittelkontakt wird durch eine Art Porzellanring isoliert. Der "Federzungenring" liegt offenbar drehbar dahinter, damit er nicht mit dem Stecker rausgezogen werden kann...

Frage an die Praktiker: Ist der Widerstand einer ordnungsgemässen Antennenbuchse am Tuner tatsächlich gleichspannungsmässig so niedrig, also ca. 7 Ohm?

Kann ich mir vorstellen, der Stecker ist schliesslich ein bewegtes Teil und alles dahinter sieht schon recht filigran aus (Mittelkontaktblechstreifen ca. 2mm breit, auf SMD bestückter Leiterplatte eingelötet) :-)

Hier ist das Problem eher, dass das Tunermodul aufrecht stehend eingebaut ist und in unmittelbarer Nachbarschaft mehrere Kondensatoren sind, die ein komplettes Abnehmen der Deckel verhindern. Ich habe es trotzdem geschafft, die Deckel auf der Bestückungseite zum Gucken und auf der Lötseite der Platine so weit weg zu bekommen, dass die Lötstelle des Antennenmittelkontaktes zugänglich war.

Habe ich lieber vermieden, denn unterhalb des Tunermodules sind mehrere Drahtbrücken, die durch den lockeren aber nicht ganz weggenommenen Deckel eventuell kurzgeschlossen werden könnten. Wie schon gesagt, auch das Abklopfen und "Biegen" der Platine brachte keine Aussetzer, nur ein Drehen am Stecker der in der Antennenbuchse steckt genügt, daher tippe ich nach wie vor auf die Buchse selbst als Verursacherin... leider lässt sie sich nicht auswechseln da fest mit dem Tunermodulgehäuse verbunden.

Viele Grüße

Kai

Kai Ebersbach schrieb:

Ich habe einzelne Buchsen aber schon zum Nachkauf gesehen. Man braucht nur nen großen Lötkolben für die Montage, da sie ja komplett mit dem Gehäuse verbunden ist und nacher alles wieder HF-Dicht sein muß.

CU, Oliver

Hallo,

Oliver Wache schrieb:

st

Oder, besser gesagt, diesen Federring. Der besteht aus angelassenem Stahl, und der kann schon mal den Kontakt zur H=FClse der Buchse verlieren. Vielleicht hilft schon ein wenig Kontaktspray, auf den Federring gegeben. "Festbraten" geht meistens nicht, weil sich der Federstahl nur schlecht l=F6ten l=E4=DFt. Deshalb wie gesagt, _wenig_ Kontaktspray auf den Federring, und diesen mit dem Stecker ein paarmal durchdrehen, damit sich das Spray auch verteilt. Auf die Art und Weise sollte man eine Weile Ruhe haben :-)

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