Ersatz für Phasendetektor MCH12140DG

Mar 13, 2009 21 Replies

Moin.



Für einen PLL-Aufbau, der einen Laser phasenfest auf einen anderen regelt, habe ich gerade eine Platine mit einem Phasendetektor und diversen Nachverstärkern in Betrieb genommen. Arbeitsfrequenz ist 100 bis



500 MHz. Regelbandbreite ist ein paar MHz. Nach den üblichen Hürden funktioniert die Schaltung auch wie gewünscht. Etwas Sorgen mache ich mir allerdings über die Bauteil-Beschaffung. Die zentrale Komponente ist der Phasendetektor MCH12140DG von On-Semi in ECL-Logik.
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Den bekommt man bei Farnell nur über die Newark-Schine mit den üblichen
20 EUR Strafgebühren und eine Woche Wartezeit. Und Digikey beschaft nur auftragsbezogen. Mir wäre wohler, wenn ich bei Bedarf, wenn On-Semi keine Lust mehr auf dieses Bauteil hat, eine direkte Alternative in der Hinterhand hätte. Dafür kenne ich bisher nur Hittite HMC439QS16G. Der kommt allerdings in einem anderen SMD-Gehäuse und ist überhaupt nicht über die üblichen Elektronik-Distris zu haben.

Habt Ihr Empfehlungen? Mir fehlen da irgendwie die Suchstichworte...


------ PS: Analoge Mischer kommen nicht in Frage, weil bei denen der Zusammenhang zwischen Phasenfehler und Ausgang nicht linear ist und jenseits von pi sogar das Vorzeichen wechselt.


Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Die 100K ECL Version hat Digikey ab Lager:

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Falls Bedenken in Richtung langfristiger Verfuegbarkeit bestehen, haettest Du nicht genug Platz das aus einzelnen ECL Chips zu bauen?

[...]
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Hatte vergessen zu erwaehnen, dass es bei solchen Sachen fast immer eine zweite Firma mit aehnlichem Produkt gibt. So auch hier, von Micrel:

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Digikey hat gut 200 Stueck davon im Regal, muesste eine Weile reichen ;-)

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Danke! Den Vorschlag, den Phasendetektor aus einzelnen Logikbausteinen zusammenzusetzen, werde ich in meinem Herzen bewegen. Einen Versuch ist es zumindest wert.

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Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem ADF4006 oder 4007 gemacht, auch oder gerade in Deinem Frequenzbereich:

->

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Bei mehr Fragen gerne auch per email...

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem ADF4106 oder 4107 gemacht, auch oder gerade in Deinem Frequenzbereich:

->

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Bei mehr Fragen gerne auch per email...

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Obwohl es fuer gelegentliche Messaufbauten in Labors wohl ok ist, die integrierte Version zu nehmen. Kann man sich ja ein Dutzend von in den Schrank legen. Geben wird es die noch laenger, kann eben nur sein dass mal ein paar Wochen kein Disti-Vorrat da ist. Wenn's mal sehr pressiert gibt es immer noch Lansdale, die beliebte aber abgekuendigte ECL Chips weiterproduzieren. Fuer grosse Serien wuerde ich das allerdings mit Einzel-Chips bauen.

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Nein, Phasenkomparatoren würde ich immer integriert nehmen, da sind die Schleifenlaufzeiten der FlipFlops einfach viel besser. Und wenn man in einer PLL mutwillig auf den Punkt regelt, wo 2 Ereignisse gleichzeitig stattfinden sollen, dann schreit das nach Metastabilitäts-Effekten.

Bei großen Serien erst recht integriert. Die kleinen FlipFlop- und Gatterchips sind padbound, d.h. man kann sie nicht kleiner machen weil man noch bonden können muss. Ein Chip von 5 SSI-Funktionen braucht am Stück bei weitem nicht so viel Fläche wie in 5 Teilen. Ein qualifizierter Einkäufer kann das den Herstellern vorrechnen und entsprechend die Daumenschrauben anziehen.

Gruß, Gerhard

Im Prinzip richtig, aber bei exotischeren Anforderungen muss man oft abwaegen zwischen "Wie gut muss Jitter etc. sein?" und "Wie hoch darf das logistisches Risiko liegen?". Nichts ist fuer einen Unternehmer schmerzlicher als ein gut gefuelltes Auftragsbuch und nicht liefern zu koennen. Bei Kleinserien oder in der Forschung ist die Sache klar, da sollte es integriert bleiben.

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Selbst das ist nicht so klar. Es ist durchaus vorteilhaft, wenn man ein Design über Doktorandengenerationen, oder zu befreundeten Forschergruppen auf anderen Kontinenten weitergeben kann, ohne dass dort beim Nachbau das große Kopfkratzen einsetzt.

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in der Tat. Ich habe hier schon so einige Designs gesehen, die man zwar gerne noch einmal kopiert oder gekauft hätte, wo aber spezielle Komponenten zum Einsatz kamen, die nicht mehr beschaffbar sind.

(spontan fallen mir da gerade kleine elektromechanische Shutter, wie sie früher in Kameras Verwendung fanden, ein; aber auch spezielle Delay-Chips mit feiner Zeitauflösung und langen pulsdelay-Zeiten...).

Der große Vorteil bei integrierten Chips die entsprechend ihres Verwendungszweckes benutzt werden, ist jedoch, daß man zumindest in guten Herstellerdatenblättern Spezifikationen findet. Im Falle des Phasendetektors z.B. ist bei den Analog-Devices Chips das intrinsische Phasenrauschen pro Hz Signalfrequenz spezifiziert, während man beim Selbstbau erst mal selber messen müßte und selbst dann noch nichts über die Reproduzierbarkeit weiß.

PS: Die MCK12140DG - Version ist bei Digikey Stock Item. ^

Über die Performance schweigt sich On-Semi in seinen Datenblättern leider aus. Ich vermute aber auch mal, daß man sich das meiste Phasenrauschen durch die Eingangsstufe bei der Digitalisierung einfängt, die das Beatsignal auf ECL-Level bringt. In dieser Beziehung dürfte der Hittite HMC439 wohl das beste sein, was man momentan so bekommen kann.

Allerdings warte ich auf mein Evaluation-Board schon über 2 Monate... :-( Ich hoffe die Zehnerpacks der Chips liefern die schneller, sonst hätte ich mir langfristig das Testboard wohl gleich schenken können.

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Stimmt. Vor allem bei Forschergruppen in Laendern, die nicht das Budget haben um mal eben eine Eilbestellung bei Digikey loszulassen. Das uebliche Sammelsurium an ECL findet sich meist, aber Kreditkarten nicht immer. Ich bekam nach Veroeffentlichungen regelmaessig Off-Print Anfragen. Einen Rumaenen fragte ich spaeter, ob sie IEEE, Elsevier usw. nicht in der Bibliothek haetten. "Doch, aber wir haben keine Kopierer. Jedenfalls keinen der funktioniert und Strom gibt es auch nur stundenweise".

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Welche Uni hat eigentlich IEEE im Online-Zugriff? Ich war nun schon an mindestens 4 Universitäten - IEEE hatte davon keine im Programm: Artikel nur einzeln auf Anfrage über die Bibliothek.

Muß man dafür auf einer technischen Hochschule sein oder auf einer Fachhochschule?

Oder ist mein Verdacht, daß es sich dabei tendenziell um ein Write-Only- Journal handelt doch eher zutreffend?

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Jürgen Appel schrieb:

Hochschule Mittweida (FH)

Ich hab da glücklicherweise noch nen Gast-Login...

Gruß Markus

Einer der weniger bekannten Vorteile in Hannover: Direkt nebenan ist die TIB mit dem staatlichen Auftrag sämtliche relevante Literatur im technischen Bereich vorzuhalten. Das so ein direkter Zugriff nicht selbstverständlich ist, habe ich erst in Heidelberg gemerkt.

Auch über die TIB sind allerdings nicht alle IEEE-Veröffentlichungen erreichbar. Schlechte Erfahruzngen habe ich vor allem mit "Proceedings" gemacht.

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Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

Bingo. Solche Kisten, die einen Synthesizer in einer PLL zum Offset-Lock mit beliebiger Frequenz nutzen, sind hier auch im Einsatz:

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Die maximale Offsetfrequenz ist allerdings deutlich niedriger als bei Euch. Ich werde das Paper mal hier zirkulieren lassen.

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Kai-Martin Knaak tel: +49-511-762-2895 Universität Hannover, Inst. für Quantenoptik fax: +49-511-762-2211 Welfengarten 1, 30167 Hannover http://www.iqo.uni-hannover.de GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=Knaak+kmk&op=get

PS: Eine der Autoren Eurer fünften Referenz kommen mir arg bekannt vor. Tanja Mehlstäubler hat an eben dem Experiment gearbeitet, wo die Phasenlocks zum Einsatz kommen...

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*meld*

Ob es jetzt Vollzugriff ist, kann ich nicht sagen, aber zumindest alle interessanten Zeitschriften und Konferenzen ohne "Zeitbegrenzung". D.h. für mich Signal Processing Magazine/Transactions, Communications Magazine/Transactions/Letters, Information Theory Transactions, Journal on Lightwave Technology, Photonics Technology Letters, Electronics Letters. Ausserdem haben wir im Institut mal die COMSOC- und Signal Processing-DVD-Boxen gekauft.

Gruß Henning

Jürgen Appel schrieb:

Wir (Uni Hannover) zum Beispiel. Von der Ruhr Uni in Bochum weiß ich auch, dass sie zumindest auf einen Teil der IEEE-Zeitschriften Onlinezugriff haben.

Die Uni Hannover ist weder noch.

Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Christian Zietz schrieb:

Sie war mal eine TH ;-9

mfg hdw

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