Einfach faszinierend ;)

Apr 15, 2025 Last reply: vor 1 Jahr 74 Replies

Am 18.04.25 um 11:54 schrieb Hartmut Kraus:

Den gibt es schon ewig.

Nicht wirklich. (Es sei denn wir Sprechen über Class D.)

FETs in Audioendstufen machen nicht so richtig Spaß. Sie sind eher zu schnell, brauchen ordentlich Gate-Spannung, was die Ansteuerung verkompliziert, und die P-Kanal-Typen sind teuer und können nichts, respektive haben komplett andere Parameter.

Auf der Haben-Seite bleibt eigentlich nur der negative Temperaturkoeffizient. Aber das ist einfach zu wenig.

Mit einer kleinen SOA-Schutzschaltung bekommt man auch klassische Bipolarendstufen Erdbebensicher hin. Und wenn man wirklich Leistung braucht (Bass und Sub), nimmt man halt Class D. Aber bevor das relevant wird, sollte man erst mal in gescheite Lautsprecher mit ordentlichem Wirkungsgrad investiert haben.

Marcel

Am 26.04.25 um 14:56 schrieb Marcel Mueller:

Nicht nur. Auch die klassischen Leistungsverstärker-ICs haben üblicherweise FETs drin. Und die Hersteller wissen, warum.

Meine Güte, mich stört eine obere Grenzfrequenz im 3stelligen Bereich absolut nicht.

Dafür brauchen sie keinen Gatestrom, die Bipolaren dafür ordentlich Treiberleistung.

/Wäre/ zuwenig. Also ich bin mit diesen Daten zufrieden. ;)

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Leistung ist heute nicht mehr so das Problem, ein ordentlicher Frequenzgang schon eher. ;)

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Am 26.04.25 um 14:56 schrieb Marcel Mueller: > Am 18.04.25 um 11:54 schrieb Hartmut Kraus: >>>

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>>>

Nicht nur. Auch die klassischen Leistungsverstärker-ICs (Class AB) haben üblicherweise FETs drin. Und die Hersteller wissen, warum.

Meine Güte, mich stört eine obere Grenzfrequenz im 3stelligen kHz-Bereich absolut nicht.

Dafür brauchen sie keinen Gatestrom, die Bipolaren dafür ordentlich Treiberleistung.

/Wäre/ zuwenig. Also ich bin mit diesen Daten zufrieden. ;)

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> Mit einer kleinen SOA-Schutzschaltung bekommt man auch klassische > Bipolarendstufen Erdbebensicher hin. > Und wenn man wirklich Leistung braucht (Bass und Sub), nimmt man halt > Class D. Aber bevor das relevant wird, sollte man erst mal in > gescheite Lautsprecher mit ordentlichem Wirkungsgrad investiert haben.

Leistung ist heute nicht mehr so das Problem, ein ordentlicher Frequenzgang schon eher. ;)

Am 26.04.25 um 17:24 schrieb Hartmut Kraus:

Das Angebot an bipolaren Leistungstransistoren ist zudem dünn geworden, und was noch produziert wird, ist durch Kostenoptimierungen lange nicht mehr das, was es mal war.

Dafür interessiert sich doch nur eine kleine Minderheit, HiFi ist ziemlich tot.

Das Boombox-Geraffel für den Massenmarkt muss bei kompakter Größe vor allem billig und laut sein und kräftigen Bass liefern. Gleiches gilt für das 5.1-Heimkinoset.

Der Profi schummelt ohnehin an allen Ecken, weil die meisten Locations keine wirklich tolle Akustik haben und die Priorität erst mal darauf liegt, das das Publikum auch hinten noch was hört.

Ich bin mir nicht sicher, ob nicht mittlerweile schon wieder Plattenspieler in Stereo die 5.1-Heimkino-Sachen überholt. Eher hab ich das Gefühl, dass die oft durch Soundbars o.ä. ersetzt werden.

Auch das Hören mit Kopfhörern hat heute Konjunktur. Vor Jahren wäre es unvorstellbar gewesen, dass die breite Masse sich Kopfhörer für 300 (Sony) bis 500 Euro (Apple) kauft. Und dabei geht es fast nur ums Musik hören, fürs drüber Telefonieren würde man so einen Aufwand nicht treiben.

/ralph

Am 26.04.25 um 17:56 schrieb Hergen Lehmann:

Das an Leistungs-FETs, die für analoge Anwendungen geeignet sind, auch.

Am 26.04.25 um 19:45 schrieb Ralph Aichinger:

Soundbar verspricht auch 5.1 und fällt unter Boombox. :P

Ich hatte mir vor einiger Zeit mal sowas angehört und fand es schrecklich. Viel zu basslastig, von Ausgewogenheit keine Spur. Ist (vor allem mit Apfel) wohl mehr Statussymbol als Liebhaberei.

Ich hab einen Sony 1000XM3, der war ein Weihnachtsgeschenk von der Firma, sonst hätte ich ihn mir nicht gekauft, da finde ich vor allem die Mitten und Höhen nicht so schon wie bei richtig guten Kopfhörern, aber schlecht finde ich ihn auch nicht. Die BT-Kopfhörer die ich probegehört habe sind von wirklich toll (manche Sennheiser) hin zu eher meh gegangen, ich muß gestehen den Apple hab ich noch nicht probiert, aber er würde mich interessieren, er klingt angeblich ganz gut.

Durch die hochwertigen BT-Hörer hat sich aber IMHO insgesamt das technische Niveau des Musikhörens deutlich gehoben.

/ralph

Man muss das halt immer auch in Relation zum Preis sehen. In der 200Eur+ Klasse muss ein Kopfhörer schon annähernd perfekt sein, andernfalls ist es - wie du schon sagst - ein "hätte ich mir nicht gekauft". Und Preise jenseits von 300Eur sind dann schon unangemessen.

Konkret zu Sony habe ich ein gestörtes Verhältnis. Ich hatte in der Vergangenheit von denen mehrere Produkte (von in-ear bis Hifi), bei denen nach wenigen Jahren die Ohrmuscheln regelrecht zerbröselt sind, Ersatz unobtainium.

Apple polarisiert. Entweder man ist Fanboy oder man findet das Preis/Leistungsverhältnis miserabel und den Walled Garden inakzeptabel. ^_-

Hmm... zumindest ist es leichter geworden, Musik dort zu hören, wo man tatsächlich die Zeit und Ruhe dafür hat.

Was macht einen MOSFET ungeeignet für Analog-Anwendungen? Eine zu steile Kennlinie?

---<)kaimartin(>---

SOA.

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cu Michael

Am 26.04.25 um 17:24 schrieb Hartmut Kraus:

Kosten, oder?

Wenn dann die sinnloserweise in 192 kHz Samolingrate vorliegende Aufnahme irgendwelche unhörbaren Artefakte im Ultraschallbereich haben, die die Hochtöner durchblasen, denkt man da anders. Ich habe selbst bei CDs schon erlebt, dass da hochfrequente Artefakte drin waren. Aber da kann man sie wenigstens noch hören, zumindest wenn es lauteres Zeug ist.

Darlington gibt es seit Ewigkeiten. Und die Zeiten, da Leistungstransistoren ein hfe von 10 hatten, sind auch lange vorbei.

Und man sollte nie die Kapazitäten von MOSFETs unterschätzen.

Nahezu jeder Audio-Verstärkerchip liefert brauchbare Ergebnisse.

Willst du mich veräppeln? Es ist richtig Arbeit, einen Audioverstärker mit /schlechtem/ Frequenzgang zu bauen. Das einzige, was man mit vertretbarem Aufwand versemmeln kann, sind zu kleine Koppelkondensatoren. Aber die gibt es in symmetrischen Schaltungen kaum. Und wenn doch, lässt es sich trivial beheben.

Marcel

Am 26.04.25 um 22:47 schrieb Marcel Mueller:

? Bei CD's mit ca. 44kHz Samplingrate???

Sollte man solche; für Menschen eh nicht hörbaren; Anteile nicht schon möglichst früh im (analogen) Signalweg ausfiltern?

Ich meine alles jenseits von 16 kHz trägt doch sowieso nicht zum Hörerlebnis bei, und darunter auch nur bei Kleinkindern oder jungen Menschen die entsprechende Frequenzen noch wahrnehmen können.

Bei manchen Audiosignalen frage ich mich aber auch gelegentlich mal ob da zu viel drin steckt das ich nicht höre oder ob nur die reine Lautstärke das Klingeln im Ohr auslöst.

Wobei ich irgendwie nicht glaube das ein Popeliger Breitband-Lautsprecher in Laptops oder Fernsehern Ultraschall-signale produzieren könnte. ???

Bye/ /Kay

Am 26.04.25 um 22:47 schrieb Marcel Mueller:

Ich vermute eher, wegen der Vorzüge. ;)

Dagegen tut's schon ein Tiefpass am Eingang. Gehört zu den "Standard" - Frequenzkompensationsmaßnahmen. Noch irgendwo eine frequenzabhängige Gegenkopplung, und der Käse ist gelutscht.

Will mich jetzt nicht streiten, aber gugge nur mal, welche Stromverstärkung ein Bipolarer bei Aussteuerung mit nennenswerter Leistung noch hat. Die geht da rapide in den Keller.

Und Darlington - na und? Auch da muss der Treiber den Basisstrom aufbringen. Macht sich thermisch übrigens nicht gerade besser, wenn beide auf einem Chip sitzen. ;)

Jetzt lass' langsam mal gut sein. Welche Rolle spielen die bei NF?

Sogar welche mit FETs. ;)

Ich rede vom Frequenzgang von Lautsprechern und Boxen. Auch mit den abenteuerlichsten Konstruktionen noch aus HiFi-Sicht verheerend. Von den Verzerrungen reden wir mal lieber nicht erst. ;)

Am 26.04.25 um 23:02 schrieb Kay Martinen:

Muss er ja auch nicht, es genügt, wenn er mit der entsprechenden Leistung beaufschlagt wird. Dann verabschiedet er sich unhörbar. Weiß nun nicht, ob die Gefahr bei Breitbändern besteht, Hochtöner sind jedenfalls disbezügl. sehr sensibel.

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Am 26.04.25 um 23:02 schrieb Kay Martinen:

Muss er ja auch nicht, es genügt, wenn er mit der entsprechenden Leistung beaufschlagt wird. (Die eben nicht in Schall, sondern in Wärme umgesetzt wird.) Dann verabschiedet er sich unhörbar. Weiß nun nicht, ob die Gefahr bei Breitbändern besteht, Hochtöner sind jedenfalls diesbezügl. sehr sensibel.

Ja, seh ich exakt genauso, drum hätte ich ihn mir auch nicht gekauft (damals hat der glaub ich über 300 Euro gekostet), wenn ich ihn mit dem Bayerdynamic dt770 Pro oder meinem alten AKG 240 vergleiche (noch "echt" AKG, vor dem Verkauf), dann klingen beide schöner, weniger "gefärbt". Aber es gibt eben auch BT-Hörer die gut klingen, z.B. der Sennheiser Momentum, aber auch billigere Sennheiser.

Das ist bei meinem Sony auch so, nach mehreren Jahren intensiven Gebrauchs (in der letzten Zeit viel am Arbeitsweg) geht die Beschichtung vom Ohrpolster runter. Ist einstweilen ein rein optisches Problem, mal sehen. Nach Wechselpolstern hab ich noch nicht gesucht.

Naja, bei einem BT-Kopfhörer kann man nicht von "Walled Garden" reden. Kopfhörer ist Kopfhörer. Ich verwende auch eine Apple-Tastatur an meinem Linux-Rechner, da gibt es auch keinen "Walled Garden".

ACK!

/ralph

Am 26.04.25 um 23:37 schrieb Hartmut Kraus:

Einen Breitbänder bekommst du unter realistischen Bedingungen mit hohen Frequenzen nicht kurz.

  1. steigt seine Induktivität am oberen Ende, weshalb er weniger Leistung aufnimmt.
  2. ist er für die Leistung im Bass-Bereich ausgelegt, die um einiges höher ist, als das was sich bei höheren Frequenzen tut.

Selbst schwingende Endstufen töten üblicherweise eher sich selbst als den Breitbänder. Der stirbt erst, wenn die Endtransistoren durchlegiert sind und beim "klügeren" die Bond-Drähte aufgegeben haben.

Anders sieht es bei Hochtönern aus. Die können allenfalls einstellige Watt ab. Und das erreicht man sehr leicht.

Marcel

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